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Welche Erfahrungen habt ihr gemacht mit Spurhalteassistent (positiv oder negativ)

Themenstarteram 3. Juni 2021 um 8:27

Hallo liebe Motortalk Userrin und User

Ich habe ein reletives neues maximal 6 Auto vererbt bekommen. Dieser hat ein spurhalte Assistent. Neulich fuhr auf der Autobahn. Wollte die Ausfahrt nehmen fuhr etwas zu früh und da Griff es ein und zwar heftigst uff

Habt ihr ähnliches erlebt?

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52 Antworten

Moin....

naja..dafür ist der Spurhalteassistent ja eigentlich auch vorgesehen.

Wenn Du die erkannte Spur (zwischen Straßenmarkierungen) zu verlassen drohst , greift er ein um Dich zurück in die Spur zu lenken. Verlässt Du den „Kurs“ schnell, greift er auch deutlicher ein, als wenn man ganz sanft aus der Spur herausgleitet,

Wenn man einen Spurwechsel machen möchte muß man den Blinker benutzen, damit signalisiert man dem Spurhalteassistent das man gewollt die Spur verläßt und es erfolgt kein Eingriff.

So passiert es mir immer mal wieder auf längeren BAB Etappen mit eingeschaltetem Asisstenten, wenn ich bei relativ leerer Autobahn „mal ganz locker“ die Spur wechseln möchte und vergesse den Blinker zu betätigen. Natürlich greift dann der Assistent korrekt ein, lenkt leicht zurück und ich übersteuere ihn dann wieder.

Das führt bei den Mitfahrern dann meistens zum „heiteren Kopfpendeln“ mit dem Kommentar „Blinker nicht vergessen“ :D

Bei‘m fünften mal, ist dann ein Eis für alle fällig....also auch brauchbar als „kurzweiliges Spielchen“ :D....nach dem „vierten“ Kopfpendeln steigt die Spannung wann „Opa“ ein Eis ausgeben muss.:p

Im Stadtverkehr mit seinen vielen Fahrbahnmarkierungen bspw. macht der Spurhalteassistent wenig Sinn, ich hab ihn da abgeschaltet.

Am besten mal auf ner relativ leeren, breiten Straße und gemäßigtem Tempo, sich mit dem Verhalten des Assistenten vertraut machen, in dem Du mal absichtlich leicht die Spur verläßt. Dann wirst Du nicht so überrascht.

Fazit für mich.....

In bestimmten Situationen brauchbar (lange ermüdende Etappen)

Im Stadtverkehr unbrauchbar, auf der Bundes / Landstraße /BAB eben je nach Tagesform des Fahrers als Sicherheitsnetz sinnvoll. Aber man muss sich dran gewöhnen und drauf einlassen.

 

Ich habe den Spurassistent paar Mal spielerisch verwendet und dann nie wieder.

Für mich taugt der nicht.

Zur Verwendung als zusätzliches "Sicherheitsnetz" ist er m.M.n. nicht geeignet, jedenfalls nicht für mich.

Zitat:

@Ichfragenurhiet schrieb am 3. Juni 2021 um 08:27:25 Uhr:

Dieser hat ein spurhalte Assistent. Neulich fuhr auf der Autobahn. Wollte die Ausfahrt nehmen fuhr etwas zu früh und da Griff es ein und zwar heftigst uff

Habt ihr ähnliches erlebt?

Dann hast du wohl das Blinken vergessen.

Man kann den Spurhalteassi, der automatisch lenkt, übersteuern, dennoch halte ich wenig davon. Gerade wenn man im Notfall ausweichen muss, ist dann ein präzises Lenken nicht mehr möglich.

 

Gruß

Uwe

 

Mein Opel hat einen "lenkenden" Assistenten. Mit dem hatte ich noch nie Probleme. Der macht genau was er soll und ich denke das ist ein Sicherheitsgewinn. Allerdings funktioniert der eigentlich nur auf Autobahnen oder ähnlich ausgebauten Landstraßen. Wenn es enger wird und die Markierungen undeutlicher, schaltet der sich einfach ab,

Mein Mazda macht nur merkwürdige Geräusche, wenn man die Linie überfährt, das dafür aber immer. sogar an Landstraßen ohne Mittellinienmarkierungen. Vermutlich sind da übersinnliche asiatische Algorithmen im Spiel. Das nervt manchmal ein wenig. Sicherheitsrelevante Nachteile sehe ich aber auch nicht.

Die Genauigkeit und "Aggressivität", mit der die Systeme lenken und eingreifen, ist tatsächlich wohl stark unterschiedlich. Bei Daimlers (machen die das aktuell, 2021, immer noch?) erfolgt eine Korrektur sehr unsanft durch gezielten Bremseneingriff einseitig; bei anderen Fahrzeugen wird gelenkt. Ich kann hier nur einen Vergleich zwischen Toyota RAV 4 von 2020 und Kia Proceed GT von 2020 anstellen. Der Toyota ist sehr...nun ja... vorsichtig, schaltet den Assistenten lieber einmal mehr als einmal zu wenig ab und gibt dann nur Warntöne aus. Wenn er die Spur erkennt, greift er sanft und korrekt ins Lenkgeschehen ein. Der maximale Einschlagwinkel ist aber eng begrenzt. Der Kia macht es etwas besser: er erkennt auch weniger gute Linien auf der Straße und schlägt auch stärker ein, so dass er auch in etwas engeren Landstraßenkurven einen guten und angenehmen Job macht. Beim Toyota ist die Zeitspanne, in der man das Lenkrad komplett loslassen kann, geringfügig länger.

Es wurde aber schon gesagt: die Systeme sind genau dann gut, wenn es um eintönige Aufgaben im Verkehr geht. Spur halten auf langen Autobahnabschnitten stehen dabei im Vordergrund, aktives Mitlenken im Stadtverkehr eher nicht so. Für mich, der ich viel Autobahn fahre, genau richtig. Für andere womöglich nur ein Mätzchen - je nach Fahrprofil, je nach eigenen Gewohnheiten, je nachdem wie gut das System ist.

Was ich an dem Assistenten in "unseren Poolwagen" hasse - ich fahre gerne bewusst versetzt zum Vordermann. Der Assistent lenkt mich immer wieder in die Mitte. Bedeutet: Nächste Raststätte raus, das Scheissding aus dem Menue hervorkramen, ausschalten, fertig. Ein Abstandstempomat oder gar Bremsassistent (wenn man mal gepennt haben sollte) find ich um ne Größenordnung wichtiger.

Zitat:

@giantdidi schrieb am 4. Juni 2021 um 09:28:09 Uhr:

Mein Opel hat einen "lenkenden" Assistenten. Mit dem hatte ich noch nie Probleme. Der macht genau was er soll und ich denke das ist ein Sicherheitsgewinn.

Einen Sicherheitsgewinn sehe ich nicht, bzw. einen fragwürdigen Sicherheitsgewinn gibt es nur, wenn man fast am Einschlafen ist, weil man dann nicht von der Spur abkommen kann. Besser als ein lenkender Assistent, der nur lenkt und einen weiter schlummern lässt, ist da ein vibrierendes Lenkrad ohne Lenkeingriff, wie das in meinem Auto der Fall ist.

Und eins will ich ganz klar sagen, wer so übermüdet fährt, dass so eine Gefahr besteht, handelt unverantwortlich.

Jetzt kommen wir noch zu dem Grund, weshalb ich so einen Assistenten nicht benutzen würde. Dazu ein Beispiel einer Situation, dich erlebt habe:

Etwas kurvige Landstraße. Aus der Kurve kamen mir zwei Autos entgegen, der eine war am Überholen. Ich konnte einen Unfall nur verhindern, indem ich stark abgebremst und zur Seite gelenkt habe, so dass ich gerade nicht mit den Rädern auf den unbefestigten Seitenstreifen gekommen bin. Zu dem überholenden Fahrzeug fehlten nur wenige cm. Mit so einem in die Lenkung eingreifenden Assistenten wäre es unweigerlich zu einem Unfall gekommen, weil so ein präzises Lenken nicht möglich gewesen wäre.

Auch auf der Autobahn sind ähnlich kritische Fälle möglich, so z.B., wenn einer zum Überholen die Spur wechselt und man genau neben dem Fahrzeug fährt. Dann muss man nach links lenken und kann froh sein, dass man nicht gegen die Leitplanke oder auf den Seitenstreifen lenkt, so dass man gerade so wenige cm am Spurwechsler vorbeiflutscht. Ärgerlich, wenn dann der Assistent versucht, zurück auf die Spur zu lenken. Wenn man dann den Widerstand überwindet und gegenlenkt, sehe ich die Gefahr, dass man dies zu spät macht und mit dem Spurwechsler kollidiert oder zu kräftig gegenlenkt, so dass man gegen die Leitplanke oder auf den Seitenstreifen gerät.

Man kann gerne aus Komfortgründen diese (geringe?) Sicherheitseinschränkung in Kauf nehmen, aber einen lenkenden Spurhalteassistenten als Sicherheitsgewinn zu verkaufen, geht meiner Meinung nun doch etwas zu weit.

 

Gruß

Uwe

Zitat:

@GaryK schrieb am 4. Juni 2021 um 10:55:56 Uhr:

Was ich an dem Assistenten in "unseren Poolwagen" hasse - ich fahre gerne bewusst versetzt zum Vordermann. Der Assistent lenkt mich immer wieder in die Mitte. Bedeutet: Nächste Raststätte raus, das Scheissding aus dem Menue hervorkramen, ausschalten, fertig.

Mein Auto hat dazu zum Glück noch eine Taste. Das Gleiche gilt auch für den Notbremsassistenten und Spurhalteassistenten.

 

Gruß

Uwe

...und im Zweifel steigen die Systeme auch bei Antippen der Bremse aus. Kein Problem.,

Zitat:

@SpyderRyder schrieb am 4. Juni 2021 um 11:38:54 Uhr:

...und im Zweifel steigen die Systeme auch bei Antippen der Bremse aus. Kein Problem.,

Na, das ist ja gut, also keine Sicherheitseinschränkung. :)

Es wurde ein Sicherheitsgewinn erwähnt. Den sehe ich allerdings immer noch nicht.

Wie sieht das z.B. aber auf der Autobahn aus, denn da muss man doch häufiger mal zur Geschwindigkeitsanpassung leicht bremsen muss. Schaltet sich der lenkende Spurhalteassistent danach automatisch wieder ein oder muss man dies manuell machen?

Wenn man mit Abstandtempomat fährt, übernimmt dieser ja das Bremsen. Schaltet sich dann auch der lenkende Spurhalteassistent aus und bleibt er aktiviert?

 

Gruß

Uwe

Ich habe Abstandstempomat (Distronic+), Spurhalteassistent, Totwinkelanzeige, usw.

Die Systeme sind so programmiert, dass sie nach Verkehrsvorschriften funktionieren.

Also muss man blinken beim Spurwechsel, Sicherheitsabstand hält die Distronic nach Vorschrift ein (wobei mir natürlich der Fuß zuckt, da dann die anderen in meinen Sicherheitsabstand hineinwechseln).

Wechsel ich die Spur und der Totwinkelassistent blinkt rot und piept, dann habe ich jemanden anderen geschnitten oder in seinen Sicherheitsabstand hineingewechselt.

Somit kann man mit den Systemen immer sehen, wie viel man falsch macht und wie schlecht man fährt.

Diejenigen, die die Systeme ausschalten, weil sie sie angeblich behindern sind die, die trotz Fahrerlaubnis nicht Auto fahren können. Und wie man so auf den Straßen sieht, sind das die meisten.

Ich schalte die Systeme immer an und lerne so, ordentlich Auto zu fahren.

Ich war bestimmt nicht immer ein guter Autofahrer, aber zum Lernen ist es nie zu spät.

Zitat:

@emv_tester schrieb am 4. Juni 2021 um 12:23:29 Uhr:

Diejenigen, die die Systeme ausschalten, weil sie sie angeblich behindern sind die, die trotz Fahrerlaubnis nicht Auto fahren können. Und wie man so auf den Straßen sieht, sind das die meisten.

Ich schalte die Systeme immer an und lerne so, ordentlich Auto zu fahren.

Ich habe sowohl den Notbremsassistenten und auch den Spurwechsel-/Totwinkelassistenten immer eingeschaltet. Es gibt für mich keinen Grund, diese Assistenten nicht zu nutzen. Sie sind aus meiner Sicht ein Sicherheitsplus. Ich muss aber auch sagen, dass diese beiden Assistenten gut funktionieren, und es gab noch nie falsche Eingriffe.

Der Spurhalteassistent ist hingegen grundsätzlich ausgeschaltet. Den Abstandstempomat schalte ich nur Bedarf ein, was nicht sehr häufig ist.

 

Gruß

Uwe

Zitat:

@Uwe Mettmann schrieb am 4. Juni 2021 um 11:49:54 Uhr:

Zitat:

@SpyderRyder schrieb am 4. Juni 2021 um 11:38:54 Uhr:

...und im Zweifel steigen die Systeme auch bei Antippen der Bremse aus. Kein Problem.,

Wie sieht das z.B. aber auf der Autobahn aus, denn da muss man doch häufiger mal zur Geschwindigkeitsanpassung leicht bremsen muss. Schaltet sich der lenkende Spurhalteassistent danach automatisch wieder ein oder muss man dies manuell machen?

Wenn man mit Abstandtempomat fährt, übernimmt dieser ja das Bremsen. Schaltet sich dann auch der lenkende Spurhalteassistent aus und bleibt er aktiviert?

Gruß

Uwe

Der Spurhalte-Assi funktioniert nur in Verbindung mit aktivem Abstandtempomat und bleibt aktiviert - zumindest bei meinem Kuga. Wie schon geschrieben, bei Tritt auf die Bremse wird alles deaktiviert.

Das ist bei Opel anders.

Der Spurassi ist immer aktiv, wenn er nicht ausgeschaltet wird. Mit dem ACC hat der nichts zu tun und Bremsen schaltet da nichts aus.

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