Wechsel auf Ganzjahresreifen bei mir sinnvoll?

Hallo zusammen,

mein 2.0 TDI Passat B7 (103 kW, DSG, Variant, ca. 25.000 km pro Jahr, 60% Landstraße, 30% Autobahn, 10% Stadt) bräuchte neue Sommer- und im Herbst dann auch Winterreifen. Nun überlege ich, ob ich bei unseren milden Wintern nicht auf Ganzjahresreifen gehe. Ergibt das aus eurer Sicht bei meinem Fahrprofil Sinn?

Konkret schwebt mir der Goodyear 4 Seasons Vector in 205 55 R16H vor. In einem anderen Thread, allerdings auch in der Reifendimension 225 45 R17, las ich von einer Neigung zum Sägezahn. Ist da was dran? Wie häufig muss man Ganzjahresreifen eigentlich achsweise tauschen?

Danke

Beste Antwort im Thema

Wie oft fährst du zum Service, alle 20.-30.000 Kilometer? Die Gelegenheit ist dann ja günstig, den Tausch mit in Auftrag zu geben.
Ich fahre auch Ganzjahresreifen, Vredestein Quatrac Pro, 225/45 R17, allerdings auf einem Hyundai Ioniq und bin topp zufrieden. Wohne in Nordeutschland und habe mit Schnee wenig (eher gar nichts zur Zeit) zu tun und bin wegen der ständigen Ummontiererei + Einlagerungskosten auf GJR umgestiegen, bislang nichts bereut.

Edit: ich fahre auch 22.000 im Jahr und kann nicht nachvollziehen, warum GJR regelmäßig die Vielfahrer-Eignung abgesprochen wird. Ich hatte schon auf meinem vorherigen Fahrzeug Goodyear Vector 4Seasons Gen2 und null Grund, mich zu beschweren.

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Auch Atuobahn ist gar kein Thema, erst recht, wenn da Tempolimit gilt. Unsere Autobahnen sind ja von den Kurvenradien, Breite der Fahrbahnen, Pannenstriefen etc an den allermeisten Stellen so gebaut, dass man ohne massives Ansteigen der Unfallzahlen auch wesentlich shcneller fahren könnte als 120. Da brauche ich für 120 im Trockenen nicht das letzte Bisschen Reifenperformance, solange ich dem Vordermann nicht verbotenerweise 1 Sekunde nah auffahre.
Jetzt ist grade die Zeit, wo man langsam wieder wechselt. Wer jetzt noch WR drauf hat, muss auch damit rechnen, dass am Mittag bei Sonne und 10 bis 15 Grad vor ihm einer mit SR bremst. Und wer schon SR drauf hat, muss damit rechnen, dass es doch ganz leicht nochmal Reif gegeben hat am Morgen und der vor ihm mit WR besser bremst.

Muss jeder für sich selbst entscheiden..ich, für meine Region, könnte lediglich Ganzjahresreifen winterlastig als Winterreifenersatz empfehlen. Um Sommerreifen geht hier kein Weg vorbei.

Irgendwie habe ich das Gefühl dass der Kollege einfach Pro-Argumente für GJR sucht 😉

GJR sind nicht sinnvoll bei:

Sportlicher Fahrweise
Kilometerfressern
Starken Autos
Hohen Sicherheitsanforderungen auf trockener Straße

Besonders wenn man im Sommer damit durchfahren will

Einer der am häufigsten genannten Argumente, das Nicht-Wechseln der Felgen/Reifen, relativiert sich wenn man wegen hohem Verschleiß die Reifen zwischen den Achsen taucht oder innerhalb eines Jahren neue Reifen auf der Antriebsachse braucht.

Was bringt all die Theorie?

Ich fahre seit 35.000 km einen Goodyear Vector 4 Seasons Gen 2 auf einen 270 PS starken Auto (Vorderradantrieb).
Vorn sind noch 6 und hinten 7 mm drauf. Kein Wechsel von vorn nach hinten, kein Sägezahn. Fährt sich vollkommen unproblematisch, hat sehr gute Bremswege (was auch zum Großteil am Auto liegt). Kann mich nicht beschweren.
Die gleichen Kilometer oben drauf wären kein Problem, müsste man vielleicht vorn und hinten tauschen. Aber das Auto ist verkauft, passiert nichts mehr mit.

Der neue wird auch wieder auf GjR stehen...

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Ist doch OK wenn du zufrieden damit bist.

Da ich GJR aber auch aus der Praxis kenne, besonders die hohe Abnutzung bei sportlicher Fahrweise und relativ vielen KM, kann ich aber sagen das GJR nicht für alle sinnvoll sind.

Und das ist keine Theorie.

Gerade in der Praxis zeigen sich viele Unterschiede.

bei sportlicher Fahrweise und relativ vielen KM halten alle Reifen nicht lange.

@Scour:

Komisch, ist bei mir nicht so. Liegt vielleicht an Auto, oder am Fahrer oder was auch immer...

Fahrer, Strecke, Fahrzeug ...

Ich kenn jemand der hat bei knapp 25000KM/Jahr auf einen 54PS-Golf in einem Jahr die Reifen auf der Antriebsachse platt gemacht.

Hat einige GJR ausprobiert, 2 Jahre hielt keiner auf der Antriebsachse.

man darf nicht vergessen, hier gibts welche die keine 8000KM mit SR schaffen, was die an GJR im Sommer verschleißen würden möchte ich nicht wissen 😉

Also liegt es am Fahrer...

Man kann es daher nicht pauschalisieren. Ich komme mit einen Satz GjR 70.000 km hin...

Wer pauschaliert denn hier? Die, die meinen dass für JEDEN Autofahrer GJR eine super Sache sind, OK.

Ist aber einfach nicht so.

Es gibt gewisse Randbedingungen, die wurden hier schon oft genug genannt.

Letztendlich kann jeder mit seiner Wahl glücklich werden, oder eben nicht.

Nachdem ich schon Saisonreifen und GJR ausreichend probiert habe habe ich mich für Saisonreifen entschieden.

Ich schaffe die 70000KM kaum mit zwei Reifensätzen, und ich gehöre nicht zu der Fraktion die hier richtig großen Verschleiß haben.

Naja, ich bleibe jetzt mal beim Ausgangspost, bei dem es um einen Passat mit 140 PS geht. Viel Landstraße und viel Autobahn.
Der sollte, auch bei schmaleren Reifen als meine, auch locker drei Jahre hinkommen. Vielleicht mal zwischendurch die Achse wechseln und gut ist.
Ich gehe davon aus, das er nicht ständig mit durchdrehen Rädern abfährt oder durch die Kurven driftet.

Als ich noch viel (kurvige) Landstraße gefahren bin hatte ich einen deutlich höheren Verschleiß als bei mehr Autobahnanteil.

Da kommt es eben auf die Landstraße und den Fahrer an.

Zitat:

@Killed_in_Action schrieb am 19. März 2020 um 20:54:52 Uhr:


Naja, ich bleibe jetzt mal beim Ausgangspost, bei dem es um einen Passat mit 140 PS geht. Viel Landstraße und viel Autobahn.
Der sollte, auch bei schmaleren Reifen als meine, auch locker drei Jahre hinkommen. Vielleicht mal zwischendurch die Achse wechseln und gut ist.
Ich gehe davon aus, das er nicht ständig mit durchdrehen Rädern abfährt oder durch die Kurven driftet.

Ich hab allgemein einen recht geringen Verschleiß und mit durchdrehenden Reifen fahre ich bei dem Wagen nie. 🙂

Ich gehe dennoch erstmal auf Sommerreifen. Ich werde die Primacy 3, die jetzt runter müssen, durch die Primacy 4 ersetzen. Und für den Winter schaue ich dann, ob es wieder richtige Winterreifen oder Ganzjahresreifen werden.

Ich werde es einfach am A6 mal probieren.
Meine SR am A6 machen bestenfalls noch bis in den Herbst, dann sind sie runter gefahren und haben nur noch 2.5 bis 3mm. Die WR haben 6mm Profil und sind erst 2 Jahre alt, aber die waren diesen Winter in den Bergen schon so viel schlechter als letzten, die ziehe ich für nächsten Winter auch nciht mehr auf, sondern verscherbele sie.

Ich lass auf die SR Felgen einfach GJR aufziehen, sobald die SR zu weit abgebutzt sind. Und die WR lasse ich von den Felgen runter nehmen, damit ich die Reifen verkaufen kann. Die Felgen bleiben vorerst, falls das mit den GJR doch nicht so gut ist. Es ist dann schnell im Winter auch ein Satz WR wieder organisiert, wenn die im Winter doch nicht taugen sollten. Und falls sie mir im Sommer zu schwach erscheinen, fahre ich den einen Satz halt runter und gehe dann wieder auf SR/WR.

Ich fahre ja auch bis in den April noch WR, obwohl die dann in den meisten Situationen schon deutlich schwächer sind als SR. GJR werden sich irgendwo dazwischen einreihen bei trocken und nicht so kalt.

Zitat:

@pulsedriver75 schrieb am 20. März 2020 um 07:10:44 Uhr:



falls das mit den GJR doch nicht so gut ist. Es ist dann schnell im Winter auch ein Satz WR wieder organisiert, wenn die im Winter doch nicht taugen sollten. Und falls sie mir im Sommer zu schwach erscheinen, fahre ich den einen Satz halt runter und gehe dann wieder auf SR/WR.

GJR werden sich irgendwo dazwischen einreihen bei trocken und nicht so kalt.

Die GJR splitten sich ja auf durch unterschiedliche Auslegungen.

Z.B. Conti ASC und Vredestein Quatrac Pro stark im Winter, akzeptabel im Sommer. Conti mit guter Laufleistung, Vredestein etwas weniger langlebig (lt.Tests).

Michelin und Bridgestone gut im Sommer, Michelin mit sehr guter Laufleistung, Bridgestone weniger langlebig, dafür beim Kauf günstiger.

Dann kommen noch Fahrzeug, Einsatz/Topographie dazu. Schwer zu pauschalisieren.

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