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Wasser steht im Innenraum

Themenstarteram 1. März 2020 um 23:02

Hallo zusammen,

vorgestern habe ich zufällig festgestellt, dass bei meinem Auto im Innenraum Wasser steht.

Und zwar einerseits nur auf der Fahrerseite, dafür aber gleich überall, nämlich vor dem Fahrersitz, unter dem Fahrersitz und im Fußraum vor der Rückbank.

Bemerkt habe ich zunächst nur, dass der Teppichboden nass ist. Als ich da drauf gedrückt habe, kam aber richtig Wasser durch, d.h. ich schätze mal da steht jeweils mindestens 1 bis 2 cm Wasser unterm Bodenteppich.

Das Wasser kann da theoretisch schon länger stehen, bzw. erst langsam im Laufe der Zeit immer mehr geworden sein - das will ich gar nicht ausschließen.

Offene Scheiben bei Regen, ausgeschüttete Flüssigkeit, herein getragenes Wasser von den Schuhen, etc. schließe ich definitiv aus. Es kann sich also eigentlich nur um verstopfte Wasserabläufe, kaputte Türdichtungen oder ähnliches handeln.

Die Ursache, woher das kommt, ist außerdem die eine Sache - um die geht es mir hier erst mal gar nicht. Das festzustellen, dürfte nämlich für eine Werkstatt nicht so unlösbar sein.

Die Frage ist vielmehr die:

Hat eine Werkstatt die Möglichkeit, das Wasser zu entfernen und das Auto trocken zu legen, ohne gleich den ganzen Bodenteppich auszubauen? Der Teppich ist wie gesagt nicht nur feucht von oben, sondern es steht scheinbar richtig Wasser da drunter.

Ein kompletter Ausbau scheint mir aber ziemlich umständlich und entsprechend teuer, weil da ja mindestens der Sitz raus muss und wer weiß was noch alles.

Das Auto habe ich zwar damals als Neuwagen gekauft, aber es ist inzwischen über 16 Jahre alt. Zudem wird im Oktober wieder die HU fällig und wer weiß, was dann noch an Kosten kommt.

Die Frage ist also, ob das überhaupt noch lohnt.

Ich würde jedenfalls jetzt ungern mehrere hundert Euro fürs Trockenlegen bezahlen, wo im Oktober womöglich sowieso Schluss mit diesem Auto ist.

Bevor ich also zur Werkstatt fahre und die Sache dem Fachmann übergebe, hier erst mal die Frage, ob es überhaupt eine Möglichkeit gibt, das ganze einigermaßen preisgünstig zu beheben - oder ob schon das reine Trocknen (ohne Ursachenbehebung) auf jeden Fall mehrere hundert Euro kosten wird.

In diesem Fall würde ich mich nämlich vielleicht gleich mal nach was neuem umsehen und hier gar nichts mehr groß investieren.

Gruß Stefan

Beste Antwort im Thema

Wenn man wüsste um welches Fahrzeugmodell und welche Ausstattung es geht, dann könnte es evtl. fahrzeuspezifische Tipps geben. Wen könnte man da bloß fragen? :)

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mach doch erst mal einen der Gummistopfen im Blech von unten raus, dann kann die Brühe zumindest ablaufen....

Hatte ich beim Skoda Oktavia mal, da war es die Wischwasserleitung für den Heckscheibenwischer. Zwar keine 2cm hoch aber trotzdem Klatschnass. Merkt man ja auch nicht sofort. Muss sich über Monate gesammelt haben.

Abgesaugt hatte ich das Zeug mit nem Nass-Staubsauger.

Wenn man wüsste um welches Fahrzeugmodell und welche Ausstattung es geht, dann könnte es evtl. fahrzeuspezifische Tipps geben. Wen könnte man da bloß fragen? :)

Es kommt darauf an was die Werkstatt hat. Evtl mal ein Fahrzeugaufbereiter anfragen, der sollte einen Nassauger haben. Damit kann man viel Wasser rausziehen. Dann mit Luftentfeuchter oder Heizlüfter weiter trocken.

Schiebedachablauf wäre so ein Eintrittspunkt oder Rücklichtdichtung im Alter.

Gerne genommen sind auch die Abläufe vorne im Windlauf unterhalb der Frontscheibe. Das Wasser läuft dann durch die Lüftung in den Fussraum. Da das Wasser vom Dach und der Frontscheibe dort rein läuft, kommt da richtig viel Wasser zusammen.

 

Ich würde da als erstes schauen. Das geht schnell und ohne Werkstatt.

 

Und Hitze, Hitze, Hitze ins Auto bringen! Wagen warm fahren, Lüfter auf Maximum und Fussraum stellen, Temperatur auf max, Fenster alle 2-3 cm öffnen und dann fahren. Je länger, je besser. Auch 5-10 ltr. trocknen weg, wenn man diesen genug Wärme und Zeit gibt.

 

Wenn möglich, Fahrzeug überdacht abstellen! (Zumindest, bis die Eintrittsstelle gefunden wurde.)

 

MfG

Zitat:

@Dichterfürst schrieb am 1. März 2020 um 23:02:36 Uhr:

… Hat eine Werkstatt die Möglichkeit, das Wasser zu entfernen und das Auto trocken zu legen, ohne gleich den ganzen Bodenteppich auszubauen? Der Teppich ist wie gesagt nicht nur feucht von oben, sondern es steht scheinbar richtig Wasser da drunter.

Ein kompletter Ausbau scheint mir aber ziemlich umständlich und entsprechend teuer, weil da ja mindestens der Sitz raus muss und wer weiß was noch alles. …

Schreib doch erst mal, um welches Auto es denn geht. Dann kannst du auch in den fahrzeugspezifischen Foren schauen, ob es schon Lösungen gibt. Bist ja nicht der einzige mit Wasser im Auto.

Wenn es richtig gemacht werden soll, dann Sitz/Teppich ausbauen und darunter trockenlegen. Oft sind Steuergeräte unterm Teppich gebaut, die gehören dann ebenfalls trockengelegt. Der Ausbau ist kein Hexenwerk, wenn der Teppich nicht voll verklebt ist.

In der Werkstatt trockenlegen geht üblicherweise so, dass sie das auf dem Werkstatthof mit laufendem Motor und Heizung volle Pulle auf Fußraum gestellt einen Tag auf den Hof stellen, damit bekommt man schon viel Wasser raus. Über 5 °C die Klima anschalten, damit kommt trockene Luft ins Fahrzeug und trocknet noch schneller. Wenn du ein abgeschlossenes Grundstück hast, kannst du das aber auch selbst machen.

Erfahrungsgemäß wirst du den Wagen so nicht trocken bekommen. Unter dem Teppich ist Dämmmaterial, was vollgesogen ist, die Feuchtigkeit hält sich Monate oder noch länger. Nach ein paar Monaten fängt es an zu gammeln und dann stinkt die Bude wie ein Müllwagen. Bei unseren Golf4 hatte ich das zweimal. Der Wagen hatte irgendwann den Spitznamen "Das Auqurium" bekommen:). Er roch auch irgendwann so.

Selbst mit einem entsprechenden Sauger wirst du nur einen Bruchteil des Wassers rausbekommen. Die Sitze ausbauen ist eigentlich kein Problem, danach kann man meist einfach die Teppich rausnehmen und auch das Dämmmaterial. Alles zusammen ein paar Tage auf die Heizung und schon ist es wieder trocken. Nervt zwar alles, ist aber billiger als wenn es die Werkstatt macht.

Wenn du den Wagen im Herbst eh verkaufen willst, kannst du es auch sein lassen. Musst nur dem Verkäufer den Mief erklären. Wichtiger wäre es aber erstmal rauszufinden, wo das Wasser reinkommt.

Wenn es ein Opel Corsa ist, bei dem verfällt im Laufe der Zeit die Dichtung vom Sicherungskasten. Dieser ist sehr ungünstig dort verbaut (Fahrerseite), wo Regenwasser von im Bereich Motorhaube/Windschutzscheibe in den Motorraum gelangt.

Der Sicherungskasten läuft dann voll und über ihn das Wasser in den Innenraum.

https://youtu.be/bGC1ESmSeFY?t=1145

Themenstarteram 3. März 2020 um 23:03

Danke für eure Antworten.

Es handelt sich um einen Toyota Avensis T25 2.4 Kombi, EZ 10/2003

Ich war inzwischen auch bei der (freien) Werkstatt. Die sehen die Ursache mit hoher Wahrscheinlichkeit in einer undichten Frontscheibe, wo es unten durch hinter das Armaturenbrett nach innen läuft. Die Abläufe sind alle komplett sauber und nicht verstopft, da haben sie auch nachgesehen, Schiebedach habe ich nicht und die Heckscheiben-Waschanlage habe ich schon seit Monaten nicht mehr benutzt.

Zudem stand jetzt nach den letzten Regentagen das Wasser wieder hoch im Auto, was ich vorher mit Handtüchern, etc. mühsam einigermaßen entfernt hatte.

Um den Innenraum wirklich komplett trocken zu legen, müsste man nach Aussage der Werkstatt innen ziemlich viel ausbauen, was sich schon alleine nicht mehr lohnt aber damit ist ja zudem immer noch nicht der Defekt behoben.

Dass sich die Sache nicht mehr lohnt kommt übrigens als Aussage vom Chef dort, der dieses Auto schon lange kennt und wartet und sonst eher der Typ ist (Beispiel Schaltseil der Automatik-Schaltbox): "Das muss man nicht austauschen, das reinige und fette ich neu, dann funktioniert das wieder einwandfrei."

Zudem verkauft der keine Autos, hätte also gar keinen Vorteil durch diese Aussage. Im Gegenteil muss er ja damit rechnen, dass ich mit einem neuen Auto dann wieder in die Fachwerkstatt gehe und nicht zu ihm.

Wenn DER also sagt, das lohnt nicht mehr, dann glaube ich ihm das mal. Zur Toyota Fachwerkstatt muss ich wahrscheinlich gar nicht erst hinfahren, die wollen mir mit Sicherheit gleich einen komplett neuen Innenraum verkaufen oder sowieso gleich ein ganz neues Auto.

Die Stopfen am Bodenblech hat die Werkstatt übrigens tatsächlich rausgemacht. Das war deren erste Handlung, so läuft das Wasser wenigstens durch und bleibt nicht innen stehen.

b) Wasser entfernen Nasssauger + Röhrchen wie bei Fettabsugung, Belag angheben

c) trocknen

a) Ursachenforschung: rein setzen, von aussen mit gartenschlauch besprühen.

a2) abdichten

Ein Nachbar hat alle 2 Probleme das gleiche Problem mit einem 5er BMW, dort kommt vom Motorraum hinter dem Luftfilterkasten Laub und sowas rein was das Wasser Ablaufloch zu macht, dann kriecht das Wasser in den Innenraum bis nach hinten zu den Beifahrerfußmatten.

Vielleicht wäre das eine Option

Wenn man Strom am Parkplatz hat: elektrische Luftentfeuchter kosten zwischen 100 und 150€ und lassen sich auch anderweitig einsetzen, z. B. im Keller. Im Wäschetrocknungsmodus holen die am Tag 10-20 Liter Wasser aus der Luft, sofern die Feuchtigkeit geliefert wird. So'n Ding kriegt das spielend trocken.

Die Defektstelle muss man trotzdem dicht kriegen, ist klar.

Das dort gewonnene destillierte Wasser eignet sich aufgrund seiner Weichheit übrigens hervorragend zur Lecksuche....

Grüße,

Michael

Das Leck muss natürlich geschlossen werden, wenn Dein Auto nicht mehr so wertvoll ist, kann man da versuchen, mit Sika Flex abzudichten. Dann Wasser so weit als möglich absaugen, danach immer wieder mit Zeitung auslegen. So Zeitungszeug saugt ordentlich auf. Anstelle von einem elekrischen Entfeuchter kann man mangels Strom auch Katzenstreu verwenden, Zeitung bekommste wahrscheinlich kostenlos, Katzenstreu kostet. Salz ist auch hydrophob, hilft Restfeuchte raus zu bekommen.

Viel Erfolg

Zitat:

@juri.gagarin schrieb am 4. März 2020 um 22:55:10 Uhr:

… Salz ist auch hydrophob, …

Hydrophil, nicht hydrophob.

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