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Was darf ich wem antun der mein auto aufbricht ?

Themenstarteram 20. Dezember 2004 um 11:29

Hallo

auch wenns nicht so klingt es ist ernst gemeint

eben ging meine AA los

ich erst garnicht gecheckt dass das ja meine is ^^

bin dann schnell raus fahrertür auf und weiter weg sehe ich wen rennen

habe ihn leider nicht bekommen war schon weit weg aber was dürfte ich tun wenn ich ihn bekommen hätte?

dass ich ihn nicht zusammenhauen darf is klar aber darf ich ihn festhalten bis polizei kommt ?

:)

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66 Antworten

ich würde ihm eine geben " aus notwehr!" und würde ihn dann net mehr festhalten müssen weil ihm die fresse so weh tut :-)

irgendwer hat nach einem Juristen gefragt ;) hier also mal eine kurze Ausführung zu Jedermannparagraph und Notwehr:

Ganz so einfach ist das nämlich alles nicht, vor allem weil die Notwehr unter Juristen stark umstritten ist und viele Gerichte ihren Geltungsumfang als relativ eingeschränkt betrachten.

Der sogenannte Jedermann-Paragraph steht nicht im BGB sondern in der StPO (für jeden der nachlesen will ;)), nämlich

§ 127 StPO:

(1) Wird jemand auf frischer Tat betroffen oder verfolgt, so ist, wenn er der Flucht verdächtig ist oder seine Identität nicht sofort festgestellt werden kann, jedermann befugt, ihn auch ohne richterliche Anordnung vorläufig festzunehmen.(...)

Das bedeutet in der Praxis, daß jeder den Betreffenden festhalten darf, sofern es zur Identitätsfeststellung oder bei Fluchtverdacht nötig ist. Die dazu erforderliche Voraussetzung ist, daß die betreffende Person

auf frischer Tat ertappt bzw. nach frischer Tat verfolgt wird. Steht also ein finsterer Geselle mit einem Drahtkleiderbügel zehn Meter vom aufgebrochenen Auto entfernt und raucht, hat man aber nicht gesehen, wie er sich am Auto zu schaffen machte, darf man ihn nicht unbedingt festhalten. Es ist umstritten, ob ein solcher "dringender Tatverdacht" ausreicht, um die Person festzuhalten. Tut man es, kann also möglicherweise vor Gericht bereits zum Nachteil des Festhaltenden entschieden werden.

Die Grenzen der Gewaltanwendung sind wenn von seiten des Täters "nur" z.B. ein Autoradio entwendet werden sollte, sehr eng gesteckt. Die Gewaltanwendung zum Festhalten muß verhältnismäßig zur Straftat sein! Es ist z.B. sogar strittig, ob ein ausgeraubter Tankstellenbesitzer nach einem bewaffneten Überfall (!) Schußwaffengewalt zum Festhalten der Täter einsetzen darf.

Dies macht deutlich, dass bei einem bloßen Autoaufbruch die Grenze der Verhältnismäßigkeit spätestens nach z.B. ein-zwei Schlägen und einem schmerzhaften Haltegriff überschritten sein dürfte.

Ob eine stärkere Gewaltanwendung letztendlich bewiesen und verfolgt werden kann, steht natürlich auf einem anderen Blatt, theoretisch ist sie dann allerdings bereits strafbar.

Außerdem kommt die Notwehr als Rechtfertigungsgrund in Frage. Die Notwehr, § 32 StGB benötigt folgende Voraussetzungen:

1. Ein gegenwärtiger, rechtswidriger Angriff auf ein Individualrechtsgut des Betroffenen (z.B. Eigentum, körperliche Unversehrtheit, Freiheit). Gegenwärtig bedeutet, daß der Angriff (hier: der Einbruch ins Auto und evtl. Diebstahl des Radios) unmittelbar bevorsteht, gerade stattfindet oder noch nicht vollständig abgeschlossen ist.

Ein Angriff ist dann abgeschlossen, wenn er fehlgeschlagen, endgültig aufgegeben oder vollständig durchgeführt ist. Erwischt man also den Übeltäter rechtzeitig und rennt er daraufhin davon, ohne etwas zu stehlen, entfällt die Notwehr als Rechtfertigungsgrund. Entdeckt ihr den Dieb aus der Nachbarschaft am nächsten Tag dabei, wie er auf dem Flohmarkt euer Radio vertickt, ist der Angriff vollständig durchgeführt und die Notwehr entfällt ebenfalls.

2. Die Notwehrmaßnahme muß geeignet sein. D.h. die Verteidigungsmaßnahme muß in der Lage sein, den jeweiligen Angriff zu stoppen,

und gleichzeitig

muß es sich bei der Verteidigungsmaßnahme um das geringste, dem Verteidiger zur Verfügung stehende Mittel handeln, das ausreicht, um den Angriff endgültig abzuwenden. Mildestes Mittel dürfte in der Praxis bedeuten, den Typen evtl. zunächst anzubrüllen, dann aus dem Auto zu zerren, dann (natürlich nur wenn der Angriff auf euer Eigentum jetzt noch nicht aufgegeben wurde) evtl. zu schlagen. Jegliche Messer-, Schußwaffen-, Baseballschläger- oder sonstige Attacken sind bei unserer Sachlage vollkommen unzulässig, es sei denn, der Angreifer hat selbst eine (entsprechende) Waffe und ist entsprechend gefährlich. Selbst wenn aber z.B. der Dieb und ihr jeweils eine Schußwaffe zücken würdet (hoffentlich nicht ;)) dürfte man nicht zur Verteidigung drauflosballern. Laut laufender Rechtsprechung sind zuerst Warnschüsse abzugeben, danach gezielt auf Arme und Beine zu schießen, und erst in allerletzter Konsequenz ist dann ein Todesschuß zulässig (wenn man noch nicht selbst erschossen wurde ;)). Ihr seht also, wie streng sowas rechtlich beurteilt wird.

Drei wichtige Anmerkungen noch:

Die zulässige Notwehr endet dann, wenn der Angriff auf euer Eigentum beendet ist, also z.B. wenn ihr den Dieb aus dem Auto gezerrt habt und ihm das Radio entrissen habt. Wenn der Typ jetzt keine Anstalten mehr macht, sich das Radio wiederzuholen oder etwas anderes zu klauen, kann man ihn nur noch nach "Jedermann-Paragraph" (s.o.) festhalten, mit den geltenden Einschränkungen.

Es werden zunehmend einschränkende Annahmen getroffen, was die Fähigkeit von Betrunkenen, unter Betäubungsmitteln stehenden Personen und insbesondere Kindern angeht, einen Angriff zu verüben, der zur Notwehr berechtigt. Überwiegend wird allerdings noch die Meinung vertreten, dies sei möglich. Natürlich darf man aber einen 14-jährigen Gangsta nicht so rüde behandeln wie einen Erwachsenen.

Bei krassem Missverhältnis zwischen angegriffenem Gut und Verteidigungsmaßnahme (z.B. Radio im Wert von 100 Euro sollte geklaut werden, danach bricht man dem Dieb Kiefer und Nasenbein), macht man sich vollumfänglich (!) der Körperverletzung strafbar. Hat man dabei noch ein "Werkzeug" benutzt, also z.B. einen Baseballschläger, einen Schlagring oder auch nur einen Stock oder einen Schraubenschlüssel oder eine Flasche, die man gerade dabei hatte, bewegt man sich unter Umständen bereits im Bereich des § 224 StGB, gefährliche Körperverletzung. Diese wird bereits in minder schweren Fällen mit Freiheitsstrafe von mindestens 3 Monaten geahndet.

Soviel dazu, ich hoffe weitergeholfen zu haben ;)

Oder ist die Verwirrung jetzt nur noch größer? :D

Gruß

Lars

Also wenn demnächst mal mein Auto aufgebrochen wird, dann werd ich an diesen Thread hier denken und ihm so dermaßen eine reinhauen. Dann beschäftige ich mich so lange, bis die Bullerei endlich auftaucht. Die werden dann denken, er hätte sich beim aufbrechen meines Autos die Nase verletzt.

Das geht echt zuweit, dass manche leute autos knacken, nur um ihre Langeweile zu befriedigen. Sollte man ne Bombe draufschmeißen, wenn sich jemand aus jucks nen Dicken Virhammer nimmt und damit ne Scheibe oder so einschlägt. Sollen die lieber bei ihrem Pakistanischen Freunden machen.

}}HIER{{

 

Den sollten die mal knacken...

Ein Bekannter von mir hatte vor Jahren mal einen Auffahrunfall in der Stadt. Als er gerade mit dem Verursacher verhandelt hat, sah er wie ein Junge südosteuropäischer Abstammung gerade dass Radio aus dem Auto ausbaut (das war noch zur Quick-out-Zeit, die Älteren werden sich erinnern). Er dem Junge erstmal eine "geleuchtet". Landläufig würde man das wohl als Affekt bezeichnen, keine Ahnung, wie es juristisch aussehen würde... Die Polizei hat ihm dann eine kleine Geldstrafe gegeben (20 oder 30DM), mit den Worten: "Dann sind sie dafür schon bestraft, und können nicht mehr dafür angezeigt werden."

Zitat:

Original geschrieben von Asphaltpilot

Selbst wenn aber z.B. der Dieb und ihr jeweils eine Schußwaffe zücken würdet (hoffentlich nicht ;)) dürfte man nicht zur Verteidigung drauflosballern. Laut laufender Rechtsprechung sind zuerst Warnschüsse abzugeben, danach gezielt auf Arme und Beine zu schießen, und erst in allerletzter Konsequenz ist dann ein Todesschuß zulässig (wenn man noch nicht selbst erschossen wurde ;)). Ihr seht also, wie streng sowas rechtlich beurteilt wird.

Das nicht so korrekt. Erstens gehe ich mal davon aus das keine nen Schußwaffe dabei haben wird, zumindest nicht legal.

Im Notwehrfall braucht man keinen Warnschuß abgegen, falls man dazu noch Zeit hat ist es wohl kaum Notwehr.

Und wo man dann hinschießt ist egal. Ich möchte man den sehn der aus 5-10m mal locker in der Eile einer Notwehrsituation noch gut zielen kann. Da gehöt verdammt viel Training zu.

P.S Dazu gibt es auch etliche Freisprüche.....

Zitat:

Es ist z.B. sogar strittig, ob ein ausgeraubter Tankstellenbesitzer nach einem bewaffneten Überfall (!) Schußwaffengewalt zum Festhalten der Täter einsetzen darf.

Fragt sich nur welcher Tankstellenbesitzer in D legal ne Schußwaffe in der Tanke haben darf. Weil zur Verteidigung bekommst in D als tankstellenpächter bestimmt kein Waffenschein dafür.

Und wenn er da eine hatte woher auch immer, wandert der gleich hinerher in Bau...

 

Mein persönlicher Tip. Nix riskieren, Werte kann man ersetzen, neukaufen, ect., Menschen leben nicht.

Ich würde, nix riskieren was noch hinten losgehn kann. So'n Eintrag im Führungszeugnis macht die Jobsuche nicht leichter...

Sollen die die Karre doch aufbrechen, ich schließe meinen Wagen teilweise nicht mehr ab....sollen sie doch seh das dort nix zu holen ist...

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