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Warum überholen sich LKW's auf der Autobahn?

Hallo,

ich fahre erst seit ein paar Jahren Auto und bitte daher um Nachsicht. Auf meinem täglichen Weg zur Uni auf einer zweispurigen AB fällt mir eins häufig auf: LKW's überholen sich gegenseitig mit einem Geschwindigkeitsüberschuss von gefühlten 2 Km/h. Auch nach dem Überholvorgang fährt der Überholende nicht wirklich schneller. Also was bringt es, wenn man am Ende vom Tag wegen 2 Km/h mehr ein paar Minuten eher am Ziel ist?

Es ist doch verständlich, dass es für Autofahrer ärgerlich ist, wenn einige rücksichtslos ausscheren und dann Ewigkeiten brauchen, bis sie die linke Spur wieder freimachen können. Manchmal wünsche ich mir, dass "Elefantenrennen" ganz verboten wären. Ich hoffe ihr könnt mich über die Beweggründe aufklären. :)

Beste Antwort im Thema

Warum überholen sich Pkw s gegenseitig? Weil der eine schneller fahren kann oder will wie der andere.

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Zitat:

@Pepperduster schrieb am 20. Oktober 2015 um 22:13:46 Uhr:

Es wird doch auch bei genau 80 km/h geliefert.

Es wird auch bei 60km/h geliefert, nur wenn der Fahrer weniger KM in seiner Zeit schafft, sammt dem LKW, dann wird der LKW Kilometer teurer und damit auch der Transport deines Päckchens, was dazu führt dass dann ein anderer Spediteur kommt, bei dem die Fahrer 88 fahren und schon ist der bei welchem sie nur 80 fahren aus dem Geschäft.

Das ist aber zu kurz gedacht für den Unternehmer.

Der Unterschied zwischen 80km/h und 88 km/h beträgt rein rechnerisch bei einer Fahrzeit von 9 Stunden 72km. Die kann ich in der Praxis aber nicht erreichen. Ich darf nicht abbremsen, es darf kein Stau kommen usw.

Ich schätze den Unterschied in der Praxis vielleicht auf 10, vielleicht 20km.

Wenn ich jetzt aber den verfeuerten Diesel, den die Kiste bei 88 statt 80 nimmt, einberechne, kommt bestenfalls ein Nullsummenspiel raus. Eher wohl ein Kostenvorteil für den 80er Fahrer.

Das Ding ist einfach, dass kein Mensch stupide stundenlang mit eingeschaltetem Tempomat ohne irgendeine Abwechslung aus dem Fenster schauen kann. Ein Überholvorgang unterbricht zumindest für kurze Zeit diese Eintönigkeit.

mfg

Zitat:

@Mark-86 schrieb am 23. Oktober 2015 um 09:43:26 Uhr:

Zitat:

@Pepperduster schrieb am 20. Oktober 2015 um 22:13:46 Uhr:

Es wird doch auch bei genau 80 km/h geliefert.

Es wird auch bei 60km/h geliefert, nur wenn der Fahrer weniger KM in seiner Zeit schafft, sammt dem LKW, dann wird der LKW Kilometer teurer und damit auch der Transport deines Päckchens, was dazu führt dass dann ein anderer Spediteur kommt, bei dem die Fahrer 88 fahren und schon ist der bei welchem sie nur 80 fahren aus dem Geschäft.

Rein rechnerisch bedeutet es nur das der Fahrer welcher am Begrenzer fährt und diese Zeit auch für die Tour rechnet vollkommen genervt 5-10 min eher an der Laderampe steht als derjenige welcher ruhiger unterwegs ist.

Die Tourenplanung macht die Dispsition und nicht der Fahrer, wenn man die Tour in der Fahrzeit rechnerisch garnicht fahren kann zb nach 4,5 Std Zeit in 405km Entfernung beim Kunden zu sein, dann ist das nicht mehr das Problem des Fahrers, sondern von dem der das so Geplant hat.

Zitat:

@Go}][{esZorN schrieb am 23. Oktober 2015 um 11:06:06 Uhr:

Das ist aber zu kurz gedacht für den Unternehmer.

Der Unterschied zwischen 80km/h und 88 km/h beträgt rein rechnerisch bei einer Fahrzeit von 9 Stunden 72km. Die kann ich in der Praxis aber nicht erreichen. Ich darf nicht abbremsen, es darf kein Stau kommen usw.

Ich schätze den Unterschied in der Praxis vielleicht auf 10, vielleicht 20km.

...

Das Bild hier (klick) zeigt, was maximal möglich ist und dabei rollte das Fahrzeug im täglichen Linienverkehr zwischen 2 Automobilwerken sogar mehrere Kilometer abseits der Autobahn und in den Werken gibts über mehrere hundert Meter eine strikte Geschwindigkeitsbeschränkung auf 30km/h.

Und wer Ahnung von der Materie hat, der wird mir besstätigen, dass der Verbrauch von 26,4 Ltr / 100km für einen Sattelzug (MB Actros 1844 Lowdeck mit verschiedenen Megatrailer) weit unter dem Durchschnitt liegt... um zu zeigen, dass das nicht nur eine Eintagsfliege war, hier die Durchschnittswerte über 70.000km - klick.

Für den Kraftstoffverbrauch eines LKW ist es vollkommen egal, ob der 80 oder 88km/h fährt... das entscheidende ist einzig die Fahrweise... bei identischem Ladungsgewicht. Je vorrausschauender gefahren wird, je weniger gebremst werden muß z.B. wegen roter Ampeln, Ausbremsen durch andere VK,...etc. , je mehr der LKW mit Reisegeschwindigkeit dahinrollen kann, desto niedriger ist der Verbrauch.

Und dass ich auf den knapp 400.000km, die ich den Zug gefahren bin sehr wenig gebremst habe, und wenn es nötig war dann immer möglichst mit dem 5 oder 6 stufigen Retarder -weiß nicht mehr genau wieviele Stufen der hatte, die Bedienung erfolgte vollkommen intuitiv, selbst an rote Ampeln, etc. hab ich den Zug mitm Retarder abgebremst- zeigte sich an der Verschleißanzeige, siehe klick.

Die SZM wurde im November 2011 zugelassen, da hab ich den Actros mit ca. 600km von der Überführung her als Neuwagen bekommen, abgegeben hab ich ihn mit knapp 400.000km... als ich mit dem Fahren wieder komplett aufgehört hab.

Es wurden an dem Fahrzeug in den gut 2 Jahren bzw. auf den 400.000km, die ich ihn gefahren hab keinerlei Wartungsarbeiten an der Bremsanlage (Klötze, Scheiben, verschleißrelevante Bauteile) vorgenommen!

Hier noch die Daten der Stammtour: Abfahrt zu Hause 21:00 Uhr, um 22:00 Uhr Ankunft Werk 1, Entladen von Leergut / Laden Vollgut, Abfahrt ca. 22:30 bis 22:45, manchmal auch 23:00 Uhr (je nach Ladung), ca. 4:00 bis 4:15 Uhr Ankunft Werk 2, Einfahrt ins Werk um 5:00 Uhr, Vollgut entladen / Leergut laden, Abfahrt ca. 6:00 Uhr, Ankunft zu Hause ca. 9:00 - 10:00 Uhr.

...ein paar Bilder von den Ladungen: klick, klick, klick, klick

Im Endeffekt hatte diese zügige Fahrweise für den Fahrer eine tägliche Heimkehr mit Tagesruhezeit im eigenen Bett zur Folge. Und außerdem konnte die SZM zwischendurch während der Ruhepause des Stammfahrers mit einem anderen Trailer und einem weiteren Fahrer auf zusätzlichen (kürzeren) Tour oder für andere Aufgaben eingesetzt werden... somit hat der Spediteur dadurch eine komplette zusätzliche Zugmaschine (Leasingrate, Steuer, Versicherung) eingespart.

PS: Hat mich persönlich zwar nicht betroffen aber aus der Zeit als ich Kühler in der Lebensmittelbranche gefahren bin, habe ich erlebt, dass 5 Minuten früher oder später darüber entschieden haben, ob ein Fahrer sein Wochenende zu Hause oder irgendwo auf dem Parkplatz eines Zentrallagers verbracht hat... waren immer traurige / harte Situationen, wenn gegen Ende noch einer reingeschneit ist und feststellen mußte, dass z.B. bei Lidl (Anzing) Punkt 12:00 Schluß war und er dann mal eben statt WE zu Hause mit der Familie auf nem LKW-Parkplatz bis Montag 6:00 Uhr warten mußte um seinen Mist loszuwerden.

Es sind oft nicht einmal die Termine, das hatte ich persönlich eigentlich nie, dass ich wegen einem vom Kunden oder Empfänger gesetzten Termin am Begrenzer gefahren bin. Das war bei mir eigentlich immer nur um bei den vorgegebenen Strecken die Lenkzeiten einzuhalten... oft wars so, dass es sogar gemütlich war und auch mal ein paar Stunden zusätzliche Pausen oder auf den Nachttouren mal ein kleines Schläfchen drin waren... so lange in der Zeit eben keine Lenkzeit verbraucht wurde.

Was ich damit sagen, will die Gründe sind äußerst verschieden, warum es nötig ist möglichst schnell unterwegs zu sein.

 

am 24. Oktober 2015 um 0:57

Zitat:

@gast356 schrieb am 23. Oktober 2015 um 20:48:52 Uhr:

 

Für den Kraftstoffverbrauch eines LKW ist es vollkommen egal, ob der 80 oder 88km/h fährt... das entscheidende ist einzig die Fahrweise... bei identischem Ladungsgewicht.

Das stimmt nicht wir haben den Versuch über einem vergleichbaren Zeitraum getätigt, ich kann dir im Moment meine Verbräuche nicht als Bild liefern liege aber bei 25-26 Ltr je nach Tour, die selben Touren am Begrenzer bedeutet 1-1,5 ltr mehr, weil der Wind und Rollwiderstand höher ist.

Gerechnet bei einem Fuhrpark von 10 Fahrzeugen ist es eine Kraftstoffeinsparung von ca.30.000 €

Der Unterschied bei der Reibung bzw. dem Luftwiderstand ist derart gering, dass der Mehrverbrauch, den eine minimal höhere Geschwindigkeit z.B. die hier genannten +8 km/h mit sich bringt schon durch ein paar sinnvolle kraftstoffsparende Manöver / besser Handlungsweisen im Fahrstil mehr als aufgefangen werden kann.

Läßt man den LKW z.B. auch nur in einer Senke durchlaufen und nimmt den Schwung mit in die nächste Steigung oder läßt die Geschwingikeit kurz vor der Kuppe leicht einbrechen und nutzt das anschließende Gefälle um wieder auf Reisegeschwindigkeit 90 zu kommen, statt sklavisch z.B. 80km/h durchzufahren (=bergab auf der Bremse um nicht über 80 zu kommen und ab der Senke bergauf durchgängig Vollgas) oder man fährt auch nur etwas mehr vorrausschauender und vermeidet z.B. im Stadtverkehr dadurch ein paar Stops und die daraus resultierenden Anfahrmanöver... vom Grundprinzip eigentlich ganz einfach, wer bremst verliert (Treibstoff).

Diese Faktoren bringen ein Vielfaches beim Spritverbrauch als 8km/h langsamer zu fahren und hat nicht den Nachteil etliche Kilometer an Tagesleistung einzubüßen.

Ich habe diese oben beschriebene Tour zwischen bis auf wenige Meter immer identischen Ladestellen täglich über ca. 2 Jahre lang 5 x pro Woche gefahren und konnte dabei etliche Faktoren beobachten / austesten... selbst der Reifenverschleiß hat sich in den Tourdaten abgezeichnet - die Strecke variierte ca. zwischen 710 mit neuen und 720km mit abgefahrenen Reifen.

 

Warum überholen LKWs -> z.B. deshalb klick, leider hat man inzwischen die meisten Steigungen mit einem Überholverbot für LKW versehen, mit der Folge, dass auch ein leichter / fast leerer / leerer Zug wie der LKW aus dem gefilmt wurde hinter dem Langsamsten herfahren müßte. Da LKW-Fahrer aber keinesfalls dumm sind, meist ihre Strecken / die Streckenprofile mit den Beschränkungen kennen und auch an den Achsen / dem Fahrverhalten eines LKWs auf dessen Beladungszustand schließen können -die Leistung (PS) kann man ja meist auf der Fahrertür direkt ablesen-, wird man versuchen mit einem bezogen auf die Leistung leichten LKW an den schwereren / schwächeren vorbeizukommen... das führt halt dann zu diesen frühzeitig noch in der Ebene / auf den nicht mit Überholverbot überzogenen Strecken stattfindenden Überholvorgängen... welche natürlich länger dauern als sie beispeilsweise an einer Steigung wären, wo der Schwächere / Schwerere keine Chance hat das Überholt werden durch -ich nenne es mal- Tricks zu verhindern bzw. zumindest es zu verlängern (= Elephantenrennen).

Hier (klick) sieht man z.B. wie man selbst einen leeren LKW mit bester Motorisierung (selbst 700 oder 800PS bringen nix, wenn der Begrenzer bei 90 abregelt) überholen kann bzw. wenn dieser ansetzt um zu überholen, dies verhindern oder je nach Ausmaß zumindest verzögern kann, indem man als Fahrer des schwereren / schwächeren Fahrzeugs, dieses bei passendem Streckenverlauf einfach immer wieder mal ein paar Sekunden über den Begrenzer laufen läßt.

Zu dem Video, der vorbeirauschende Zug hatte damals 40 Tonnen (einer der damaligen Schwedenfahrer... der hatte 25 Tonnen Holz aus Skandinavien darauf). Der Zug aus dem gefilmt wird ist fast leer, das sind ca. 15 Tonnen Leergewicht + ein paar hundert Kilo Leergut. Von der Leistung her sind die LKW mit 460 zu 440PS nahezu identisch, wobei, wie schon geschrieben die Leistung nicht relevant ist, da die Geschwindigkeit beider Züge am bzw. über dem Begrenzer (90km/h) liegt.

Gegen Ende des Videos sieht man die Bremslichter angehen (= der Zug wird wieder auf 90km/h eingebremst, da sonst der digitale Tachograph nach ca. 30 Sekunden einen Geschwindigkeitsverstoß in der "High Score - Liste" (= linker Ausdruck) niederschreibt.

Kein User bei MT liest sich solche langen Monologe mit Diversen Verlinkungen durch, das solltest du dir mal von einem "alten Hasen" hier gesagt lassen.

LKW´s Überholen weil es Nervt wenn du hinterher tuckern musst. Nicht alle Fahren 89!!

Und bei Steigungen kann ein 40t. seine Geschw. halten.

ausserdem will jeder zügig nach hause. auch wenn das nur gefühlte minuten sind. und manchmal sind die autofahrer die nervigen!

vorallem in baustellen wo sie meinen sie müssen sich noch durchquetschen und keine ahnung haben wie anstrenngend das sein kann!!

Gegenfrage: Warum überholen sich PKWs gegenseitig?

Du provozierst hier gerade eine Antwort, die eigentlich zum hodenleckenden Rüden gehört .... :D

Warum überholen sich PKW der vergleich ist wohl wie Äpfel mit Birnen* Ein PKW hat keinen begrenzer und wohl ein geringeres Eigengewicht*

Aber mal im ernst ich bin jahre gefahren und lehre jetzt das Fahren aber solch ein Quark im bezug auf Verbräuche wie oben geschrieben ist wirklich was für den Truckerstammtisch*

Und nur nebenbei zur Erinnerung es gilt für KFZ über 7,5t eine zulässige Höchstgeschwindigkeit von 80 Km/h auf Autobahnen oder nicht? Und auf Landstrassen 60 Km/h wie können dann Elefantenrennen zustande kommen?

Ergo ist es der Fahrer der sich den Gesetzmäßigkeiten wiedersetzt

Und ja ich war um einiges ruhiger und entspannter unterwegs mit dem einhalten der zulässigen Höchstgeschwindigkeiten und jetzt als Fahrlehrer bin ich es schon aus beruflichen Gründen.

...ah so ein kleiner Weltverbesserer, der keine Ahnung hat was draußen läuft und in diesen Quatschschulungen den Unfug erzählt über den sich die Fahrer immer kaputt lachen, die täglich draußen die bittere harte Realität dieses Jobs erleben.

Ach nee ... ein Fahrlehrer. :D

  • Kein Termindruck durch einen ständig nörgelnden und treibenden Disponenten
  • Keine Touren- und Leistungsüberwachung durch permanente GPS-Kontrolle
  • Kein Zeitdruck wegen anzufahrenden Lade- und Entladestellen
  • Keine Angst vor Kontrollen (BAG, Polizei) und möglichen deftigen Strafzahlungen

Egal, ob Bus oder Truck: Realität ist „irgendwie anders“! :D

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