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Warum laufen Saab die Kunden weg?

Themenstarteram 22. Juni 2007 um 7:16
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95 Antworten

Da bin ich von der Welt aber bessere Artikel gewohnt. Solche Artikel sind kontraproduktiv.

Vor allem: Wieso benötigt Saab eine weitere Modellreihe? Das ist zwar schön für die Werkstatt (Auslastung), aber bringt sonst nicht viel.

Nachteile:

- krasser Unterschied bei den Käuferschichten. Wer das live erleben möchte, der soll mal als Saab Kunde zu einem Saab/OPEL Händler gehen.

- zu geringe Stückzahlen für weitere Modellreihe

- Overhead (Ersatzteilvorhaltung, Marketing,..)

- noch mehr Imageverlust mit einer Einstiegsmodellreihe

- Mehr Umsatz heisst nicht gleich mehr Gewinn

Schon der 92 und der 97 waren nicht sehr förderlich. Das endet nachher in reinem rebadging und kompletten Identitätsverlust. Dann ist Saab letztendlich nur noch eine Ausstattungsvariante im GM Konzern. Dem scheint man aber mit dem neuen 95 entgegenzuwirken. Ich würde sagen stay tuned.

warum laufen saab die käufer weg...

nachdem 2006 das beste jahr der geschichte für saab war, ist der absatz im frühling 2007 gegenüber 2006 eingebrochen.

sommer 2007 steht der facelift an.

ist das so ungewöhnlich, dass die leute auf das facelift warten?

ausserdem überlagert ja der effekt, dass insgesamt weniger neuwagen verkauft werden (nur C-klasse legt zu) das ganze zusätzlich. dazu war neulich ein interessanter bericht im spiegel, demzufolge sich das alter der neuwagenkäufer immer weiter ins rentenalter verschiebt (ich glaube etwa 20% sind über 75 oder so, muss man nachlesen).

die schlussfolgerung war, dass es in deutschland hauptsächlich die rentner sind, die wirtschaftlich in der lage sind, sich einen neuwagen zu leisten.

in dem zusammenhang finde ich es amüsant, jetzt hier zu lesen, dass nur die C-Klasse zugelegt hat:)

mal sehen was erst ist, wenn die neue C-Klsse in die statistik eingeht!!!

Neues Modell = viele Vorführwagen = höhere Zulassungen bei Einführung

am 22. Juni 2007 um 10:51

Es ist doch so das, das Design in den letzten Jahren stark gelitten hat.

SAAB hat wenig von dem was es noch mit den Modellen bis 900 -94

und 9000 hatte. Die Entwürfe und Ideen aus schweden stimmen ja wie man an den in den letzten JAhren vorgestellten Studien sehen kann. ( nicht nur der Aero X es gab da noch mehr)

Aber wo sind diese Fahrzeuge??

Fehlt hier die Traute??

Sperrt hierGM??

Die individalisten Ecke ist verlassen worden, soviel steht fest. Die Modelle gefallen mich auch, aber wenn ich bein Supermarkt auf den Parkplatz komm find eich meinen 900 -94 Sofort, den 900 / 9-3 -02 kann ich vielleicht noch mit 2 Blicken identiviziern. Bei der Sportlimosine und dem Sportkombi wirds schwer.

Ich kann es nur immer wieder sagen, "bring back the hutch"

Weiter ist die Modellpalette zu erweitern,

Die Idee des 9-1 finde ich nicht schlecht, weiter soll wohl auch ein 9-4 in der schublade liegen und ist auch in BILDER bei google zu finden.

Ein altes Sprichwort sagt aber, "Wer nicht wagt, der nicht gewinnt".9-4x 9-1

Völlig irre finde ich die Idee in dem Artikel, dass ein SUV auf dem deutschen Markt die Rettung sein könnte.

Teure Zipperleins sind wohl heute bei allen Marken zu finden. Aber Ersatzteilpreise auf Porscheniveau, immer wieder unausgereifte Komponenten (Navi, Mp3- Audio etc., Fahrwerk) und ein fehlender, attraktiver Diesel sind wohl eher ausschlaggebend. Zumal die Neuwagenpreise (ohne Rabatt) für den Gegenwert als unverschämt gelten müssen.

Andere Mütter haben zudem auch hübsche Töchter...

am 22. Juni 2007 um 11:58

Das Problem ist nur in einem geringen Teil beim Produkt.

Aus meinem Bekanntenkreis haben sich einige für einen Saab interessiert. Ich habe vom meinem Wohnort 50 km in die eine Richtung und 60 km in die andere Richtung zu fahren (zufällig arbeite ich in der Nähe des 60 km enfernten Händlers). Alle von meinen Bekannten haben keinen Saab gekauft. Meistens war der Kommentar, tolles Auto, aber ich habe keine Lust so weit zu Händler zu fahren, wenn mal was ist. Also fahren diese meist VW, Audi und BMW, sogar einen Subaru (aber nur weil Händler eben vor Ort). C-Klasse ist keine dabei, meine Bekannten haben schliesslich Geschmack. Wenn ich einen BMW kaufen wollen würde hätte ich im Umkreis von 20km 4 Händler zur Auswahl, falls einer dabei ist bei dem Chemie nicht stimmt. Dann gehe ich halkt zum nächsten. Bei Saab tue ich mich damit verdammt schwer.

Und ob gemeinsame Opel/Saab Händler der richtige Weg ist, bezweifle ich stark. Vor allem das Niveau der Opel-Verkäufer ist dort häufig unterirdisch.

am 22. Juni 2007 um 12:24

Es kommen wohl einige Aspekte, warum Saab nicht läuft, zusammen:

Generell gilt:

Das erste halbe Jahr war in D auf dem PKW-Sektor relativ schlecht (was Neuzulassungen betrifft). Ausnahme, wie angesprochen, das neue C-Klasse-Modell, auf das viele Käufer aber auch schon länger gewartet hatten.

Wohl auch ein Effekt der MwSt.-Panik-Käufe Ende 2006...

Das schlägt natürlich auch auf die kleineren Hersteller durch.

Im Übrigen ist für Saab auch eher der deutsche Markt problematisch, in anderen Ländern, z.B. im Nachbarland Schweiz, sieht es besser aus.

Andere Probleme sin hausgemacht:

- alternder 9-5, ein potentieller Nachfolger wird zwar immer wieder angekündigt, etwas konkretes ist aber nicht in Sicht.

- angekündigtes Facelift des 9-3. Nicht unwichtig, wenn man bedenkt, dass in Deutschland fast alle Saab-Verkäufe auf den 9-3 entfallen, die verkauften 9-5 kann man an einer Hand abzählen (siehe KBA)...

Vermutlich war es auch nicht so glücklich für Saab, dass die ersten Facelift-Fotos bereits vor dem Winter auftauchten, also rd. 9 Monate vor dem Relaunch. Saab-Interessierte dürften wohl abgewartet haben. Jetzt sind die Zahlen im Keller.

- Die SUVs werden bei den Saab-Fans wohl überhaupt nicht ankommen und verwässern zunehmend das Image der Marke (ähnliche Argumenation im "Saab-Documenta-Artikel im Spiegel). Hinzu kommt, dass das Wachstum in diesem Segment an eine "natürliche Grenze" gekommen zu sein scheint (siehe etwa den Artikel über Mercedes in der Zeit).

- Während Opel immer besser wird, quälen sich Saab-Kunden immer wieder mit kleineren Problemchen rum. Wenn es finanziell schon nicht anders geht, das Modelle in Rüsselsheim produziert werden und Gleichteile bestehen, dann sollte doch wenigstens die Qualität der Fahrzeuge nicht schlechter sein.

- Saab ist so gut wie gar nicht mit lukrativen Angeboten auf dem florierenden Geschäftswagen-Markt unterwegs. Die hohen Kosten für Werkstatt/Reparaturen und wenig flexible Geschäftskunden-Leasing Angebote, lassen die Saab-Modelle im Ranking sinken. Was nützt es, wenn einzelne Käufergruppen (Anwälte etc.), satte Rabatte bekommen? Große Geschäftskunden kann man so nicht erreichen. Vielleicht sollte über eine "FleetManagement"-Truppe nachgedacht werden, mit speziellen Offerten für kleinere und mittlere Unternehmen. Da muss doch noch was gehen.

Warum ist es trotz GM-Zentrallagern nicht möglich die Teilepreise in den Griff zu bekommen? Wo sind die Synergie-Effekte der Allianz?

- Werbeetat sollte ausgebaut wwerden.Erste Erfolge (man berichtet wieder in der Presse über Saab, wenn auch nicht durchweg positiv) zeigen sich ja etwa beim documenta-Sponsoring.

Und dann könnte es auch wieder bei Saab klappen. :)

am 22. Juni 2007 um 13:05

Moin,

wer sich die letzten Jahre auch nur ein bisschen mit Saab beschäftigt hat, kann sich die Frage selber beantworten.

Die bestehenden Kunden wurden durch die mangelnde Zuverlässigkeit (3,0TID) sowie unterirdisch schlechte Qualität, die sich inzwischen unter Opelstandart befindet, vergrault.

Die Neukunden könnte man evtl. noch für einen 9-3er Cabrio oder Kombi begeistern. Die mangelnde Werkstattdichte und die nicht unerheblichen Unterhaltskosten verhageln aber auch hier bessere Geschäfte.

Stillstand ist Rückschritt, dass passt zu Saab wie die Faust aufs Auge. Die Autowelt hat Saab inzwischen kpl. überholt.

Selbst ein Brot und Butterauto wie der neue Ford Mondeo lässt ein Saab in punkto Verarbeitungsqualität, Haptik usw. alt aussehen, sehr alt.

Ford bekommt es trotz Megaschulden noch hin solche Autos zu bauen, dass kann GM auch. Wenn man den nur will......

Mit ein Grund könnte sein dass Saab keine Modellpolitik betreibt, die das "Mitwachsen" mit der Marke ermöglicht. Beispiel Audi:

A3/S3 für den jungen, reichen wilden (19-25)

A4/S4 für den jungen Single oder mit Freundin oder Frau ohne Kinder (24-40)

A6/S6 für den Familienpapa (30-60)

A8+S8 für den reichen der die Kinder aus dem Haus hat (>60)

A5+A4+S-Modelle Cabrio Zweitwagen für die Freundin oder Frau

Q7 für den reichen der die Kinder aus dem Haus hat und keine neuen mehr zeugen kann

allroad quattro für die gleiche Zielgruppe wie Q7 aber Budget nur für A6

RS-Modelle für alle denen ein Porsche zu unpraktisch und ein Ferrari zu vulgär ist...

Bei Saab kommt man von irgendwo in den 9-3, dort klappt es bis und mit Lifestyle-Kombi und Zweitwagen, dann kommen die Kinder, da gibts noch den 9-5 und dann ist Ende, vielleicht im Alter nochmals das Cabrio, aber man will ja bekanntlich höher sitzen im Alter und da ist nichts...

Und schlussendlich die ewige kaputtsparerei durch GM hat sicher auch ihren Teil dazu beigetragen dass die Qualität nicht mehr dem entspricht was man vom Preis erwartet und wer einmal eine schlechte Erfahrung gemacht hat macht sie in der Regel nicht gerne noch ein zweites Mal und wechselt deshalb die Marke... :(

Grüsse

Cyberax

Kunden laufen weg?

 

Vergessen wir mal das Zielgruppen-Bla-Bla (Architekten, Lehrer usw.)

Die Mehrheit aller Autofahrer würde am liebsten Porsche fahren, wenn sie

es finanziell könnten. Da es nur wenige können, nehmen sie die nachfolgenden

'Prestige'-Marken, DB, Audi oder BMW, die nicht so viel kosten. Und damit sind sie glücklich. Einen Audi-Fahrer, der aus 'Prestige'-Gründen auf Saab umsteigt, den möchte ich sehen. Der muß sich ja rechtfertigen, warum er Saab fährt.

Das ist dem lästig. Da leidet sein Selbstwertgefühl. Es gefällt ihm viel

besser, ein schwarzes Allerweltsauto zu fahren, mit Macho-Grill (4x so hoch wie bei einem Jaguar oder Aston Martin) und hinten mit einer Rußfahne, die aus einem Turbo-Diesel ohne Partikelfilter (bis vor kurzem noch) kommt. Der wird sich auch nicht rechtfertigen, warum eine Rußschleuder fährt, ohne Filter.

Das ist mir umgekehrt selbst in Schweden so gegangen, wo ich von Audi-Fahrern gefragt wurde, warum ich kein deutsches Auto fahre, wo die doch so gut sind usw. und warum ich Saab fahre. Mir ist das wurscht! Die können mich fragen, was sie wollen! Aber in D wollen halt die meisten Autofahrer

bewundert werden mit ihren Autos. Das ist doch viel schöner, als sich dauernd rechtfertigen zu müssen, warum man ein 'etwas anderes Auto' fährt.

Saab hat nie seine Stärken genutzt: Sie haben ein Kult-Cabrio gebaut (von den Amerikanern angeregt), das war richtig, aber sie hätten gleich nachlegen müssen und einen flachen, flundrigen Flitzer nachschieben (so wie die alte Renault Alpine) quasi als neues Sonett und nicht immer daran denken, ob das die Lehrer und Philosophen auch fahren würden. Klar würden die das fahren!

Auch der Aero-X dürfte nicht eine Studie bleiben, der müßte nächstes Jahr am Markt sein.

Badge-Engineering via Chevy und Subaru, das wird nichts!

ich hatte das vor einiger zeit schon mal gesagt:

ich denke, dass die "S" serie von audi, die "M" serie von bmw und in ähnlicher form auch die amg serie von benz ein genialer marketingtrick sind.

die autos haben mit der "serie" ja nicht mehr so wahnsinnig viel zu tun, aber das gefühl, das beim käufer der "normalen" version hängen bleibt ist:

"ich fahr die günstige version eines 80000euro-autos..."

dh die blosse existenz dieser "super-versionen", egal wie oft verkauft, bringt einen enormen prestige-gewinn in dessen glanz sich der besitzer des "normalen" autos weiss.

wichtig dabei ist, dass das nicht als blosses "tunen" rüber kommt, das wirkt billig.

vielmehr gehört da am besten ein 500ps 8/10 zylinder rein.

das auto kann man dann ruhig so teuer machen, dass es sogar dann kostendeckend wird, wenn nur ein einziges verkauft wird. je teurer und exklusiver, desdo besser. es geht ja eigentlich nur um marketing...

so funktioniert ja auch die ganze auto-renn-geschichte!

je teurer, desdo mehr profitiert der rest der serie davon.

ich hoffe, saab hat das verstanden, wiewohl ich "black turbo" nicht gelungen finde.

besser wäre etwas dezentes.

viggen wäre nicht schlecht, nur ist der name vorbelastet. der "alte" viggen war zu billig...vielleicht eine "jet" version?

nochmal: so ein modell müsste allermindestens doppelt so teuer werden wie die stärkste "normale" version, also der aero.!

versteht ihr worauf ich hinaus will?

Re: Kunden laufen weg?

 

Moin!

Zitat:

Original geschrieben von bavarianlynx

Das ist mir umgekehrt selbst in Schweden so gegangen, wo ich von Audi-Fahrern gefragt wurde, warum ich kein deutsches Auto fahre, wo die doch so gut sind usw. und warum ich Saab fahre.

Kürzlich hat mich eine Kollegin fast ausgelacht, als ich ihr Vorschlug als Ersatz für ihren Opel einen gebrauchten Saab ins Auge zu fassen.

Da würde sie lieber einen Mondeo fahren. Maßgebend waren übrigens nicht die möglichen Probleme oder Folgekosten (die ich natürlich richtig darstellte), sondern das Image. :confused: DAS sollte Saab vielleicht zu denken geben.

Gruß

am 22. Juni 2007 um 21:34

Für einen "Premiumhersteller" ist Deutschland natürlich ein schwieriges Pflaster. Das ergeht auch Lexus nicht besser, obwohl die in den letzten Jahren einiges an neuen Modellen und Innovationen gebracht haben. Was hats genutzt? Satte 29 mehr verkaufte Autos als Saab im Mai.

Aber generell: Der 9-5 müsste natürlich schon lange ersetzt sein, so lange Zyklen sind halt einfach nicht mehr zeitgemäss.

Der 9-3 macht sich facegeliftet ja gar nicht schlecht: Sicherstes Auto der Klasse, jetzt auch mit einem sehr modernen Diesel und zumindest klassenübliche Ausstattungsdetails.

Das heuste aber auch ein Mondeo ein gutes Autos ist, ist klar, schliesslich ist er gerade auf den Markt gekommen.

Ich wage jetzt mal einen Blick in die Zukunft:

Im Jahr 2011 wird Saab neuen Rekordzahlen einfahren, denn dann haben wir einen neuen 9-5, einen neuen 9-3 und einen schicken Premium Kompakten 9-1 oder so. Dann gehts edlich aufwärts. Die Autos strotzen vor Technik und Design und niemand bemängelt die Opel Technik, weil sie dort teilweise noch gar nicht eingesetzt wird.

Dann wird es plötzlich schick einen Saab zu fahren und in diesem Forum gibt es schon die ersten Stimmen in der Art "Es fahren einfach zu viele Leute einen Saab"...

 

Ah , noch was: Saab hat traditionell nie rentiert, das liegt nicht nur am GM Missmanagement, das war schon vorher so.

am 22. Juni 2007 um 21:38

Meiner Meinung nach hat GM das "Projekt Saab" kpl. vergeigt.

Die Marke hatte mal ein Top Image und einen Zahlungskräftigen Kundenkreis.

Da hätte man perfekt drauf aufbauen können. Audi wäre das perfekte Vorbild gewesen. Viele Saabfahrer findet man auch inzwischen bei Audi, nicht nur in Deutschland.

Aber wie steht Saab heute da ? Man könnte die Marke morgen von Markt nehmen und es würde kaum einer merken.

Schade, hät man mehr draus machen können.......

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