Vorzeitige Finanzierungsauflösung
Liebe Community,
ich stelle mir gerade einige Grundsatzfragen bezüglich der Frage Autokauf/Leasing, denn:
vor 2,5 Jahren habe ich den typischen "Fehler" gemacht, einen Neuwagen zu kaufen und auf drei Jahre zu finanzieren. Diese läuft im März kommenden Jahres aus und dann heißt es: Restrate zahlen und das Auto kaufen oder verkaufen? Dazu habe ich folgende Gedanken und Fragen:
- ich habe aktuell ein Angebot eines Käufers vorliegen, bei dem mir abzüglich der Restrate der Finanzierung noch ca. 1000 € übrig bleiben würden. Also Stand jetzt: 65.000km, Angebot bei ca. 11.000 Euro, Restrate Bank bei 10.000€. Wären diese 1000€ dann tatsächlich als "Gewinn" der ganzen Finanzkaufsache anzusehen oder habe ich irgendwie einen Denkfehler bei der ganzen Sache?
- Ist es evtl. sinnvoll, die Finanzierung vorzeitig aufzulösen - um den Wagen jetzt zu verkaufen (und dabei die "Strafzahlungen" der Bank in Kauf zu nehmen, sofern dann am Ende immer noch "etwas übrig" bleibt?)
- Für das Auslösen würde ich dann ggf. einen neuen Kredit zu besseren Zinskonditionen aufnehmen, um den Wagen auszulösen und dann weiterverkaufen zu können.
- Oder ist es vielleicht sinnvoller, den Wagen bis zum regulären Laufzeitende weiter zu fahren und dann erst über einen Verkauf nachzudenken?
- Oder ist es sinnvoll, den Wagen auszulösen (über einen Kredit mit hoffentlich geringen Zinssätzen) und ihn als Eigentum zu Ende zu fahren? Aktuell steht der Diesel bei 65000km, bis Ende März 2022 wird er die 80000km knacken werden. Wann stehen dann erste große Reparaturen an? Bremsen wurden gerade erneuert...
- Das berührt ja die Frage, wie ich künftig mit der ganzen Autosache umgehe: ich bin mir über die Modalitäten Kauf/Leasing im Klaren, kann mich aber nicht durchringen: eigentlich lege ich nicht unbedingt großen Wert auf den Besitz eines eigenen Autos, denn ich scheue die großen Reparaturen, die mit der Zeit auf mich zu kommen. Ist diese Angst berechtigt?
- Das Problem: wenn ich den Wagen auslösen will, habe ich ja noch immer für einige Zeit den Kredit zurückzuzahlen und damit nicht unbedingt den Vorteil günstigerer Monatskosten eines eigenen Wagens. Daher die Überlegung, den vor Jahren gemachten "Fehler" des Kaufes durch den Verkauf aufzuheben und auf Leasing umzusteigen. Ist dieser Gedanke nachvollziehbar oder gibt es auch hier einen Logikfehler?
- Und dann noch ein Randthema: bei einem neuen Modell, das ich mir ggf. zulegen würde: gibt es eine Möglichkeit, gezielt nach Modellen Ausschau zu halten, bei denen Steuer und Versicherung günstig sind oder ist dieser Gedanke absurd?
Ich wäre euch sehr dankbar für Hilfe!
Herzliche Grüße
7 Antworten
Du bekommst ja den Fahrzeugbrief erst, wenn der Kredit abgelöst wurde. Somit wird es schwer das Fahrzeug vorher zu verkaufen. Sofern dir das Autohaus das Fahrzeug abkauft, bekommst du den Restwert des Fahrzeugs. Das Geld kannst du dann als Anzahlung für das neue Fahrzeug nehmen. Oder eben den Kredit ablösen. Das neue Fahrzeug wird dann wieder entsprechend dem Angebot finanziert/geleast.
65.000km sind jetzt auch nicht viel. Ich hab jetzt 160.000 km auf der Uhr nach 4 Jahren. Hatte bis auf Inspektionen und Verschleiß keine Reparaturen (mondeo)
Natürlich kann es immer mal passieren, dass eine größere Reparatur ansteht...
Ich finanziere auch jeweils meine Autos auf 3 Jahre. Allerdings mach ich innerhalb 2 Jahre je eine sonderzahlung und zahle die Schlussrate vorher ab. Die monatlichen Raten sind auch deutlich höher als das Angebot jeweils.
Mein neues Auto das bestellt ist z. B. Zahle ich mit 350 Euro monatlich auf 3 Jahre bei einer Schlussrate von 13.000. Ich persönlich würde kein privatleasing machen.
Und beim zulegen eines Neufahrzeugs, macht es natürlich Sinn auf Steuer und Versicherungen zu achten. Das ist ja Geld, welches du mehr hast pro Monat/Jahr.
Mein Tipp. Nie wegen eines Autos Schulden begehen die man nicht bedienen kann. Egal ob leasing oder Finanzierung. Und nie spitz auf Knopf rechnen. Am besten so, dass Sonderzahlungen immer möglich sind. Lieber ein kleineres Auto zulegen. Deine Fahrleistung scheint ja ohnehin nicht so viel zu sein.
Beste Grüße und alles Gute.
Christian
Hallo, ich finanziere seit ca. 20 Jahren bei VW meine Autos mit der 3 Wegefinanzierung. Wichtig ist mir, dass die Restsumme wesentlich niedriger ist als der Fahrzeugrestwert.
Also die 33% Regel.
Beispiel, der Wagen kostet 30000 Euro, Laufzeit 48 Monate, Kredit bei der VW Bank, der Restwert beträgt nach 4 Jahren 50 % des Neuwertes.
In Zahlen : 10000 Anzahlung , 48 Raten a 250 Euro = 12000 Euro, Restschuld 8000.
Bei Rückgabe zahlt der Händler 16000 Euro, zieht die 8000 ab, der Rest dient wieder als Anzahlung.
Gebe ich das Auto schon nach 3 Jahren vorzeitig zurück, sind zwar die Restschulden höher, aber der Wert des Fahrzeuges ja auch, so dass er den Wagen mit ca. 18- 19 Tausend abkauft.
Soll heissen, in meinem Fall fällt der Restwert linear zur Restschuld, und nach 2,5 bis 3 Jahren Finanzierung ist der Break Even erreicht, dann decken sich der Autowert und die Schulden, danach machst du +.
Bei Niedrigzinsen geht das Recht gut.
Ah und die Anzahlung von 10.000 für die Finanzierung hab ich vergessen zu erwähnen.
Also 10.000 Anzahlung, monatliche Rate 350 Euro auf 3 Jahre und schkussrate von 13.000. Beträge alle gerundet. Aktuell (als ich im Februar bestellt habe) gibt es 0 Prozent Finanzierung bei Ford.
Aber im Prinzip hat benzintransporter das perfekt beschrieben! So würde ich das empfehlen wenn Sonderzahlungen nicht möglich sind oder gewollt sind von dir.
Zitat:
@ChrisZZ schrieb am 6. August 2021 um 09:44:31 Uhr:
Ich finanziere auch jeweils meine Autos auf 3 Jahre. Allerdings mach ich innerhalb 2 Jahre je eine sonderzahlung und zahle die Schlussrate vorher ab. Die monatlichen Raten sind auch deutlich höher als das Angebot jeweils.
Mein neues Auto das bestellt ist z. B. Zahle ich mit 350 Euro monatlich auf 3 Jahre bei einer Schlussrate von 13.000. Ich persönlich würde kein privatleasing machen.
Wenn ich das Auto übernehme kommt die Gegenrechnung, der Wagen 4 Jahre alt, Restrate sagen wir 10000 Euro.
Garantie, Anschlussgarantie erledigt, volles Risiko, Weiterfinanzierung zum Gebrauchtwagenzins, also nochmal 48 mon. 250 Euro.
Der Wagen ist jetzt 8 Jahre alt, fahre den noch 2 Jahre und lasse alles was anfällt bei den Werkstattketten flicken und schweissen.
Nach 10 Jahren geh ich zum Händler und will wieder einen Neuwagen, der kostet aber nicht mehr 30k wie vor 10 Jahren, sondern 35.
In der Zwischenzeit hab ich von dem vielen Geld was ich mit meinem Gebrauchtwagen gespart habe natürlich nichts zurückgelegt, so dass ich jetzt noch 5000 Euro für den Alten bekomme, und einen Finanzierungsbedarf von 30000 Euro habe.
Ich denke, da bleibe ich vorläufig bei dem System, der Fahrzeugbrief kann liegen wo er will, den hab ich bei Leasing auch nicht zuhause.
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Sorry, ich verstehe gar nichts 🙂
Ich bin bisher immer davon ausgegangen, dass es bei Ford nur dann eine Erstattung gibt, wenn das Fahrzeug wesentlich weniger gelaufen ist als vertraglich vereinbart wurde. Geht das bei Ford anders?
Zitat:
@David-Dunn schrieb am 6. August 2021 um 12:55:52 Uhr:
Sorry, ich verstehe gar nichts 🙂Ich bin bisher immer davon ausgegangen, dass es bei Ford nur dann eine Erstattung gibt, wenn das Fahrzeug wesentlich weniger gelaufen ist als vertraglich vereinbart wurde. Geht das bei Ford anders?
Das hat nix mit der Auto Marke zu tun sondern mit der Bank die da hinter steht.
Zitat:
@FrozenYogurt97 schrieb am 6. August 2021 um 13:11:43 Uhr:
Zitat:
@David-Dunn schrieb am 6. August 2021 um 12:55:52 Uhr:
Sorry, ich verstehe gar nichts 🙂Ich bin bisher immer davon ausgegangen, dass es bei Ford nur dann eine Erstattung gibt, wenn das Fahrzeug wesentlich weniger gelaufen ist als vertraglich vereinbart wurde. Geht das bei Ford anders?
Das hat nix mit der Auto Marke zu tun sondern mit der Bank die da hinter steht.
Im Grunde aber daran, welche Lauf Leistung du beim Kauf vereinbart hast. Gibst du 10000/jahr an fährst aber 50000/jahr,hast du nach 3 jahren 150000 km anstatt 30000 gefahren. Demnach ist das auto auch weniger wert als für 30000. Deswegen immer realistische laufleistung angeben.