Volvo 850 96'er Baureihe 10V Automatik: läuft nur in P-Stellung rund

Volvo 850 LS/LW

Hallo in die Runde,

folgendes Problem habe ich bei meinem Benziner:

er läuft im Leerlauf normal. Sobald er unter Zug ist nimmt er nur schwach Gas an. OHNE Geruckel bzw Zündaussetzeretc. Mittlerweile fährt er kaum noch und geht (außer in P-Stellung) fast aus. Jetzt steht er seit nem Monat in der Werkstatt. Der KFZ-Meister sagte mir heut, dass der Elch im "S"-Modus fast normal fährt. Ich seh da nicht mehr durch. Vielleicht ein Fehler im Automatikgetriebe. Es leuchtet keine Kontrollleuchte.

Folgendes wurde in den letzten Jahren erneuert:

Klopfsensoren wurden letzte Woche gewechselt
Nockenwelkensensor wurde geechselt
Termostat wurde gewechselt
Zündkerzen und Kabel wurden gewechselt
Verteilerdose wurde gewechselt
Benzinpumpe wurde gewechselt

Habt ihr Rat für mich? Danke im Voraus!

Micha

109 Antworten

Zitat:

@Elchpfleger schrieb am 6. Januar 2022 um 20:28:29 Uhr:


Passender Kat zum Schnäppchenkurs - sagt mal, was der denn geraucht?

Zumal es beim Verwerter für nen Kat vom 10v kaum was gibt. Im September waren es bei meinem dichten, aber vollständigen Kat kaum 300€, bei einem Verwerter der gerecht zahlt.

'Nabend allerseits,

heut hab ich nun bei Schneeregen den Kat vom Krümmer gelöst. Bin dann ne Runde als Traktor gedreht...am Problem hat sich dadurch nichts geändert.
Dann hat mich der Hafer gestochen: komplette Zündanlage nochmals abgesteckt, sämtliche Stecker und Sensoren ebenfalls.. Und mit Kontaktspray versehen.... konsequent jefoch wohl dosiert in alle Öfgnungen. Es ist auch gut möglich, dass die neuen Zündkabel nicht hupro richtig rein gesteckt waren (wechsel letzte Woche).

Jedenfalls fuhr er sich heut dann richtig gut. ??????Dieses Gas-Versagen trat nur noch auf, wenn ich so richtig (ähnlich einem zügigen Überholvorgang) durchgetreten hab. Selbst da, war er wesentlich stabiler und fing sich wieder. Es fehlen somit von der Leistung nur noch gefühlte 10 %.

Was geblieben ist: per Bordkomputer gute 5l Mehrverbrauch als üblich. Auch beim Ausrollen an Ampeln geht die momentane Spritverbrauchanzeige bis auf 15l eh sie dann auf null ist. Kenn ich so nicht. Durchschnit liegt bei 17l.

Wärmetauscher hab ich wechseln lassen (November 21) da er nicht richtig wärmte und die Motortemperatur-Anzeige bei langen Fahrten statt 15.00 17.00 anzeigte.
Thermostat hatte ich im November ausgeschlossen, da dies 2016 gewechselt wurde.
Jetzt seh ich es anders....wird wohl doch kaputt sein. Wärmetauscher ist nun auch wieder undicht. Vermute, dass die Werkstatt die alten Dichtungen wiederverwendet hat. Sie wollen es am Donnerstag erledigen.

Mein jetziger Verdacht (nach dem Kontaktspray-Manöver): 1. Zündkabel (vorm Wechsel) waren mangelhaft und die neuen Kabel letzte Woche etwas unbeherzt angeschlossen.
2. Verteilerdose nicht ganz hundertprozentig in Schuss
3. Thermostat futsch sowie Kühltemperatursensor futsch.
4. Zündspule evtl. auch im "Geronto-Zustand"

Bestellt hab ich heut: Verteilerdose samt Finger; Zündspule (Bosch -Danke für Rat an Sachsenelch) sowie einen Temperatursensor (Thermostat hab ich schon da)

Den jetzigen hohen Verbrauch sowie die derzeitigen - zum Glück nicht mehr so dramatischen - Leistungslöcher schiebe ich zu 60% dem Temperaturfühler zu. Alla: Steuergerät sagt "kalt" - und somit "immer rin mit dem Sprit" ...und der Motor kommt beim Saufen nicht hinterher.. Soweit meine Küchenpsychologie. Die restlichen 40 Prozent erhoffe ich mir vom Wechseln der Verteilerdose inkl Finger und der Zündspule.

Habt erst mal alle Dank. Ich sehe wieder Licht am Ende des Tunnels. Eine Scheidung nach 15 Jahren würde schon weh tun...

Cheers Micha

Spätestens Dienstag wird alles

Um den Temperatursensor zu prüfen, kannst du den Stecker des Sensors mal abziehen. Dann fährt er ein festes Kennfeld ab.

Ansonsten würde ich noch einmal penibel nach Falschluft suchen, da verschlucken sich die auch mal gerne.

Viel Erfolg!

LG, Tim

Hi,

Die falschluft ist nahezu auszuschließen. Die Idee hatte ich auch schon und hab mir das angesehen. Da war, soweit ich das beurteilen kann, alles gut.
Den Thermostat hatte ich ausgeschlossen weil der auch noch nicht so lange her gewechselt wurde und mir das auf der Probefahrt auch nicht als auffällig vorkam. Der Temperatur Sensor in Verbindung mit dem defekten Thermostat könnte aber genau für die jetzt noch stehenden Probleme verantwortlich sein. Es bleibt spannend.
Ich finde das aber total toll wie du Dich reinhängst und dran bleibst!! Wirklich klasse!!

Gruß der sachsenelch

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Ich tippe immer noch wie anfangs geschrieben auf den Spritdruck. Das messen ist ja jetzt nicht so der Aufwand und alle Symptome deuten darauf hin.

Weiße Kerzen trotz hohen Verbrauch z.B….der Verbrauch wird vom Bordcomputer anhand der Öffnungszeiten der Düsen berechnet. Der Druck wird konstant mit 3 bar angenommen. Wenn der Druck jetzt aber viel weniger beträgt, spritzt der Motor zu wenig ein. Gottseidank erkennt das deine Lambdasonde und der Motor fettet nach. Der Bordcomputer zeigt entsprechend zu viel an.

Auch das mit dem Durchzug ist so erklärbar. Hatte das Problem exakt so gehabt. Die Kiste lief nur noch 140 und sobald man auf den Pinsel getreten ist, ging nichts mehr. Beim moderaten fahren war aber nix zu merken. Im Endeffekt war nur der Schlauch von der Pumpe im Tank gerutscht. Quasi eine 10 min. Sache.

Hallo,

heut kamen meine bestellten Teile. Zündspule, Verteilerdose inkl Finger ausgetauscht.
Zum Wechseln des Thermostats und Temperatur-Sensor kam ich nicht. Beide Torx-Schrauben sind hinüber. Die hintere hab ich extra mit Gelenk an Ratsche versucht, da man sie sonst nicht richtig erwischt. Greift nichts. Zum kotzen.
Grip-Zange und Torx-Nummer größer brachte auch nichts. Wollte auch nicht auf dem Gehäuse gar so hämmern.

Also versuchte ich es mit einem Schrauben-Ausdreher (Linksgewinde). Ergebnis: Schraubenkopf abgebrochen. Gehäuse ist noch heile. Die hintere ist noch im ausgebuttertem Zustand drin. Da kommt man aber auch beschissen ran.

Den Temperaturfühler kann man ja leider nicht wechseln, wes das selten dämliche Gehäusedeckelchen drauf sitzt.
Mir platzt grad der Arsch bis zu Halskrause.

Für den Fall, dass ich das gesamte Gehäuse (natürlich derzeit nicht lieferbar) wechseln muss:
Wie und wo verschaffe ich mir Platz? Servopumpe wie und wo lösen?

Verzeiht mir die Emotionalität. Fühl mich heut wie ein Linkshänder mit zwei rechten Pfoten

Cheers, Micha

Moin Micha,
den Temperaturfühler bekommst Du ohne Ausbau des Deckels raus, den Thermostaten natürlich nicht. Das Gehäuse mit äußester Vorsicht behandeln, die reißen sonst gerne und Ersatz gibt es für die 10V nicht mehr. Ein Schrauberkumpel meinte, ich soll das einfach mit Silikon abziehen, das würde halten. Ich weiß ja nicht... Habe zum Glück einen Schlachter gehabt und habe dann fröhlich 2 Tage geschraubt.
Wenn Du das Gehäuse rausbauen willst, dann gibt es eine größere OP. Entweder links alles rausschrauben, bis zum Klimakompressor runter! Andernfalls bekommst Du diese Trägerplatte nicht aus dem Weg. Der andere Weg ist, die Ansaugbrücke auszubauen (dann würde ich auch gleich die Ölfalle mitmachen), dann kommt man so eben an diese eine Mistschraube. Da brauchst Du dann aber auch neue Dichtungen. Hier wurde auch mal geschrieben, dass man sich ein Werkzeug für die Ecke bauen kann, ich habe das nicht geschafft.
Wie gesagt, das Gehäuse muss überleben, den Deckel gibt es noch.
Viel Erfolg
Micha

Zitat:

@Elchpfleger schrieb am 12. Januar 2022 um 19:55:13 Uhr:


Moin Micha,
den Temperaturfühler bekommst Du ohne Ausbau des Deckels raus, den Thermostaten natürlich nicht. Das Gehäuse mit äußester Vorsicht behandeln, die reißen sonst gerne und Ersatz gibt es für die 10V nicht mehr. Ein Schrauberkumpel meinte, ich soll das einfach mit Silikon abziehen, das würde halten. Ich weiß ja nicht... Habe zum Glück einen Schlachter gehabt und habe dann fröhlich 2 Tage geschraubt.
Wenn Du das Gehäuse rausbauen willst, dann gibt es eine größere OP. Entweder links alles rausschrauben, bis zum Klimakompressor runter! Andernfalls bekommst Du diese Trägerplatte nicht aus dem Weg. Der andere Weg ist, die Ansaugbrücke auszubauen (dann würde ich auch gleich die Ölfalle mitmachen), dann kommt man so eben an diese eine Mistschraube. Da brauchst Du dann aber auch neue Dichtungen. Hier wurde auch mal geschrieben, dass man sich ein Werkzeug für die Ecke bauen kann, ich habe das nicht geschafft.
Wie gesagt, das Gehäuse muss überleben, den Deckel gibt es noch.
Viel Erfolg
Micha

Vielen Dank für deinen Kommentar.

Wie bekomme ich denn den Temperatursensor raus? An die 19èr Mutter vom Sensor kommt man ja nicht ran. Wie würdest du vorgehen? Also wenn du nur den Sensor wechseln wölltest? Dicken Kühlerschlauch zum Thermostaten ab und dann?

LG

Genau, dann das Kabel durchkneifen und den Sensor abschrauben. Das geht, das glaubt mir hier niemand. Den neuen Sensor eindrehen und den Schlüssel hochkant draufsetzen. Dann zudrehen, der braucht nicht viel. Beim nächsten Schlachter mache ich mal ein Video. Wenn Du eh einen neuen einsetzt, dann kannst Du das alte Kabel getrost durchkneifen.

Zitat:

@Elchpfleger schrieb am 12. Januar 2022 um 20:32:23 Uhr:


Genau, dann das Kabel durchkneifen und den Sensor abschrauben. Das geht, das glaubt mir hier niemand. Den neuen Sensor eindrehen und den Schlüssel hochkant draufsetzen. Dann zudrehen, der braucht nicht viel. Beim nächsten Schlachter mache ich mal ein Video. Wenn Du eh einen neuen einsetzt, dann kannst Du das alte Kabel getrost durchkneifen.

Kabel ist schon abgeschnitten. Wollte dann mit ner 19er Nuss ran. Aber das Rohr vom Thermostatendeckel ist im Weg. Wie machst du das? Mit welchem Werkzeug?

Hi,

Muss mich mal mit dazwischen tauchsiedern…..
Evtl geht es mit einer längeren Nuss von vorne, müsste ich aber sehen….
Wenn alle Stricke reißen, ich habe noch ein komplettes Thermostatgehäuse mit Ober- und Unterteil im Regal ( muss aber unter uns bleiben)….

Gruß der sachsenelch

Ich verrat's keinem!

So, Männers! Wie ein wilder Eber bin ich vor ca. 2h noch mal mit Taschenlampe zum Elch. Hab nen 19 Maulschlüssel frontal an den Sensor gehallten und dann am anderen Ende des Maulschlüssels zärtlich gehebelt/gedreht. Schwubs..war er draußen. Nur fiel mir zu spät ein, dass ich vorher (wie heut Nachmittag ) mit meinem Krankenhaus-Absauggerät die Kühlflüssigkeit aus dem Ausgleichbehälter absauge (ist echt praktisch). So kam einiges an Kühlflüssigkeit raus. Werd Freitag einkaufen. Nun musste erst mal Kühlerfrostschutz und Wasser herhalten.

45 Minuten Autofahrt (Autobahn, Landstraße und Stadt) lief gut. 160 Km/h. Darüberhinaus zögert er noch. Sehr strammes beschleunigen ist auch nicht 100%ig. Aber schon besser!! Und die Temperaturanzeige steht jetzt endlich wieder ordentlich und konstant auf 15 Uhr. Nachher fahr ich in die Tiefgarage und guck noch mal an der Benzinpumpe, wie mir hier empfohlen wurde. Vielleicht gibts dort ja tasächlich n Wackelkontakt oder loses Kabel.

Wieder etwas Sonne in mir. Der Elchpfleger hatte den Teufel in mir geweckt (Sensor). Danke

Schlaft gut.

Euer Wüterich und Flickschuster ;-)

😕 Kann (mal wieder ? ;-) ) sein, dass ich da 'was nicht verstehe, bei einem "850 Erstzulassung:
10/1995".
Ein Schraubenkopf bricht ab, wenn man ausdrehen will ?
Die Ausdreherei geht doch wohl derat, dass man erst mal ein nicht zu dickes Loch durchbohrt - durch beinah die ganze Schraube (also mittig ;-) ) - und dann den Ausdreher in die Bohrung ansetzt .... und nicht nur den Kopf die paar Millimeter durchbohrt.
Zum Sensor ausschrauben könnte wohl 'ne Langnuss dort dann passen ?
Ich hatte immer das Glück, dass man den Deckel abmachen konnte (Elch1 Torxschrauben / Elch2 vom Vorbesitzer in 6Kant-Schrauben bereits geändert) und dann mit der WaPuZa (= Wasserpumpenzange ;-) ) das Ding easy drehen konnte.
<Oh ! der TE hatte mittlerweile schon ge-post-et :-/ >

Zitat:

@Zug_Spitzer schrieb am 12. Januar 2022 um 23:27:03 Uhr:


😕 Kann (mal wieder ? ;-) ) sein, dass ich da 'was nicht verstehe, bei einem "850 Erstzulassung:
10/1995".
Ein Schraubenkopf bricht ab, wenn man ausdrehen will ?
Die Ausdreherei geht doch wohl derat, dass man erst mal ein nicht zu dickes Loch durchbohrt - durch beinah die ganze Schraube (also mittig ;-) ) - und dann den Ausdreher in die Bohrung ansetzt .... und nicht nur den Kopf die paar Millimeter durchbohrt.
Zum Sensor ausschrauben könnte wohl 'ne Langnuss dort dann passen ?
Ich hatte immer das Glück, dass man den Deckel abmachen konnte (Elch1 Torxschrauben / Elch2 vom Vorbesitzer in 6Kant-Schrauben bereits geändert) und dann mit der WaPuZa (= Wasserpumpenzange ;-) ) das Ding easy drehen konnte.
<Oh ! der TE hatte mittlerweile schon ge-post-et :-/ >

So hab ichs gemacht. Dünn und mittig vorgebohrt. Und dann Rausdreher links eingedreht.

Zum Sensor. Es ist und bleibt unmöglich eine Nuss anzusetzen, wenn der Thermostatdeckel drauf ist. selbst wenn er ab ist, ist die Servopumpe noch im Weg. Hab mir vorhin ein Video angesehen. Ein V70 (BJ ca.1998). da sieht die ganze Sache schon viel luftiger aus. Eine deutliche Verbesserung.

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