Voll-Hybrid oder Verbrenner, welche Vor- und Nachteile?
Mich würde interessieren wo eigentlich noch die Vorteile eines Voll-Hybriden bestehen, da diese Generation auch nicht weniger verbraucht als die sparsamen Verbrenner. Vor allem die Japaner als Vorreiter der Voll-Hybriden stehen ja weiterhin sehr auf diese Technik.
Ich sehe da im Vergleich keine Vorteile. Eher sogar Nachteile wenn mal was an dem Antrieb mit Verbrenner/Elektro etwas nicht stimmen sollte.
Würde mich mal interessieren wie andere darüber denken.
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Wenn wir die Stromversorgung weitgehend auf EE umstellen brauchen wir zwangläufig massive Überkapazitäten.
Dann wird es auch immer wieder Zeiten geben in denen Überschüsse vorhanden sind, wenn da alle Speichermöglichkeiten ausgeschöpft sind macht es durchaus Sinn da auch H2 herzustellen.
Je nachdem wie viel das dann ist kann man einen teil davon auch in Syntetischen Kraftstoff umwandeln.
Vielleicht nicht gerade für PKW aber für LKW und Flugzeuge.
Zitat:
@Turbotobi28 schrieb am 16. Februar 2023 um 17:20:23 Uhr:
Dann wird es auch immer wieder Zeiten geben in denen Überschüsse vorhanden sind, wenn da alle Speichermöglichkeiten ausgeschöpft sind macht es durchaus Sinn da auch H2 herzustellen.
Eben nicht. Weil eine Anlage in Teillast horrend teuer produziert. Überleg mal was es bedeutet, wenn du zum Beispiel nur 1/6tel der Zeit den "Überschuss-Strom" hast. Du musst eine Anlage halt 6 mal größer bauen um die gleiche Jahresleistung (=Umsatz) zu erreichen. Und das teuerste sind die Elektrolysatoren. Aktuell wird unter 2% des Stroms weggeregelt - bei etwa 7-10% an Netzverlusten.
Ich halte es daher für weit eher wirtschaftlich, die Bioquote an Ethanol zum Beispiel in Karren zu investieren, die eben neben einem Akku auch Range Extender haben.
Bei Flugzeugen ist der Leidensdruck beim Kersoin halt hoch genug, dass da "jeder" Preis gezahlt wird. Wenn du 10.000 km nach NY fliegst (also 1/4 Weltumrundung) mit 3 kg/100 km, ballerst du 300 kg Sprit je Passagier durch die Turbinen. Wenn der 5€/kg kostet, das Ticket ist dann eben 1500€ "Sprit" teuer. Fährst du für 2 x 1500€ lieber 2 x ne Woche "plus" mit nem Dampfer über den Atlantik?
Deswegen gibt es aktuell ja auch keine Anlagen zur Erzeugung von H2, jedenfalls nicht in großem Maßstab.
Ich denke aber durchaus das wir in Zukunft mehr Überkapazitäten haben werden die auch eine bessere Auslastung von solchen Anlagen erlaubt und somit wirtschaftlicher machen wird.
Es wird sicher keine Lösung für die breite Masse aber für gewisse Anwendungen eben durchaus.
Und die 3 € je Liter zahle ich dann doch gerne, wenn mein Auto nur 3-4 Liter Benzin verbraucht. Mit einem Säufer, der das doppelte verbraucht, wird man da arm mit der Zeit, außer man hat so viel Geld, dass die Spritkosten sowieso nicht ins Gewicht fallen.
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Zitat:
@Go}][{esZorN schrieb am 15. Februar 2023 um 09:01:17 Uhr:
Ich habe hier noch einen anderen Report, ziemlich frisch. Man beachte VW und Audi.
... ... hm Tesla? ...
... natürlich, aber Du hast geschrieben wenn man beachten soll ... und da fand ich es erwähnenstwerter mal auf einen reinen Stromer hinzuweisen.natürlich, aber wenn man (warum auch imemr) auf VW/Audi hinweisst fand ich Tesla noch bemerkenswerter.
Ich kenne deren Kriterien nicht, um aus dem Ranking zu fallen, aber einordnen kannst du ihn ja wenn du willst.
Ich hatte irgendwo in einem anderen Ranking (imho auch US) gesehen, dass bei den Pannen Tesla ganz mies abgeschnitten hat. Warum habe ich nicht näher geguckt.
Bei Pannen? Wäre mir neu. Die Hersteller müssen für die Erhebung der Studie "Eigentümerdaten" bereitstellen, tun sie das nicht oder nicht in ausreichendem Maß, wird eine Marke nicht offiziell berücksichtigt - Tesla war dort jetzt sowieso zum ersten Mal "provisorisch" dabei. Warum sie da optisch ganz unten eingeordnet werden, obwohl bspw. Audi, Ford und Land Rover schlechter abschnitten und MB nur minimal besser, naja...
Zum Thema Stromer vs. Verbrenner ist diese "Dependability"-Studie aber an sich recht wenig aussagekräftig, weil es da um alles Mögliche geht und die größten Probleme im Infotainment-Bereich auftraten (7 von 10 Problemen) - das lässt dann das Ganze doch in einem etwas anderen Licht erscheinen, weil natürlich ein IT-affiner Besitzer sich sofort aufregt, wenn irgendwas am Infotainment nicht funktioniert und das rückmeldet...und zack ist schon ein Eintrag vorhanden...während ein "einfacherer" Kunde froh ist, wenn das Auto zuverlässig von A nach B fährt und kein Problem meldet. Sprich die Kundenerwartung und die vertretenen Kundengruppen je Marke sind da ganz entscheidende "weiche" Faktoren, wo welche Marke im Ranking landet.
Es lohnt sich also auch immer etwas das Zustandekommen solcher Rankings zu begutachten. Man kann jedenfalls nicht hingehen und sagen "mit einem Land Rover bleibt man doppelt so oft liegen wie mit einem Lexus"...nur weil das die beiden Extreme in der Tabelle sind. 😉
Um den Bogen zum Thema zu bekommen: Was man allerdings wohl ziemlich sicher sagen kann: Mit einem Vollhybrid von Toyota/Lexus hat man statistisch weniger Probleme als mit einem Verbrenner von Land Rover. 😁
Zitat:
@ballex schrieb am 17. Februar 2023 um 00:35:04 Uhr:
...das lässt dann das Ganze doch in einem etwas anderen Licht erscheinen, weil natürlich ein IT-affiner Besitzer sich sofort aufregt, wenn irgendwas am Infotainment nicht funktioniert und das rückmeldet...und zack ist schon ein Eintrag vorhanden...während ein "einfacherer" Kunde froh ist, wenn das Auto zuverlässig von A nach B fährt und kein Problem meldet. Sprich die Kundenerwartung und die vertretenen Kundengruppen je Marke sind da ganz entscheidende "weiche" Faktoren, wo welche Marke im Ranking landet.
Ja, mit der Annahme IT-affiner Benutzer kann man Tesla in ein besseres Licht stellen, wenn man das möchte.
Grundsätzlich vertrete ich aber auch die Meinung, dass Kundenzufriedenheit nicht nur etwas über das Produkt, sondern auch über die Kunden aussagt.
Bei einer Umfrage über die Qualität kann man sich auch viele zufriedene Gäste im Fastfood-Restaurant vorstellen, während im Sterne-Restaurant gerne über kleinste Kleinigkeiten genörgelt wird.
Dann muss man andere Kunden-Ansprüche und das Preisniveau berücksichtigen. Das wird wohl auch Porsche und Mercedes zum Verhängnis, wenn hohe Preise keine Mängelfreiheit garantieren.
Bei der UK-Umfrage schneidet Toyota besser ab als Lexus, bei der US-Umfrage ist es genau andersrum. Ist da irgendwie in einem Land bei einer Marke der Vollhybrid-Anteil signifikant höher?
Zitat:
@22.02.22 schrieb am 27. Januar 2023 um 15:02:18 Uhr:
Ich bin mit meinem Yaris Cross AWD derzeit bei einem Schnitt von 4,3 l (seit April 2022) und das mit Allrad und obwohl ich sicher kein Schleicher bin. Im Sommer hatte ich 3,9 l.Das Fahren mit dem Planetengetriebe ist einfach traumhaft, die Beschleunigung beim Überholen top.
Sind die Heulgeräusche, mit denen das Planetengetriebe in den Prius-Taxis so nervte, jetzt Geschichte? Fand ich immer lästig, wenn ich mal mit dem Taxi gefahren bin.
Zitat:
@CivicTourer schrieb am 28. Januar 2023 um 11:27:11 Uhr:
Zitat:
@Volvorin71 schrieb am 28. Januar 2023 um 09:56:49 Uhr:
Toyota könnte noch viel mehr verkaufen,wenn man endlich ein anständiges Design anbieden würde.Die Dinger sehen doch grauenhaft aus.Ich würde mal bei Alfa Romeo wildern und dort die 3. oder 4.Garde abwerben,Es ist ein Trugschluss, dass Autos sich durch Design besser verkaufen würden. Dafür gibt es zu viele hässliche mit Erfolg und zu wenig schöne. Dazu Verkaufszahlen 2022: Toyota 78366. AR 3657 - und 2022 gilt als Jahr mit Rekordsteigerung der Zulassungen. Womit sich also gerade Dein Argument in Luft auflöst.
Das sind aber sicher nicht wenige Zulassungen im Gewerbebereich, zum Beispiel die Taxibranche und Uber. Den Daimler sieht man immer seltener am Taxi-Stand.
Dann noch die Öko-Käufer, deren Motto "Form follows Function" lauten dürfte.
Als Privatkäufer das mühsam Ersparte in einem solchen Design zu versenken, erfordert schon Charakterstärke. 😉
Zitat:
@golfmanhattan schrieb am 17. Februar 2023 um 08:14:33 Uhr:
Zitat:
@22.02.22 schrieb am 27. Januar 2023 um 15:02:18 Uhr:
Ich bin mit meinem Yaris Cross AWD derzeit bei einem Schnitt von 4,3 l (seit April 2022) und das mit Allrad und obwohl ich sicher kein Schleicher bin. Im Sommer hatte ich 3,9 l.Das Fahren mit dem Planetengetriebe ist einfach traumhaft, die Beschleunigung beim Überholen top.
Sind die Heulgeräusche, mit denen das Planetengetriebe in den Prius-Taxis so nervte, jetzt Geschichte? Fand ich immer lästig, wenn ich mal mit dem Taxi gefahren bin.
Also meiner heult nicht. An Steigungen hört man den Verbrenner deutlich, aber man gewöhnt sich dran. Mittlerweile hatten wir auch Schnee, der Allrad ist einfach Spitze.
Zitat:
@golfmanhattan schrieb am 17. Februar 2023 um 08:14:33 Uhr:
Sind die Heulgeräusche, mit denen das Planetengetriebe in den Prius-Taxis so nervte, jetzt Geschichte? Fand ich immer lästig, wenn ich mal mit dem Taxi gefahren bin.
Das Planetengetriebe (die Leistungsverzweigung also) macht überhaupt keine Geräusche. Was man hört ist das Laufgeräusch des Verbrennungsmotors, der nun mal bauartbedingt beim Beschleunigen, je nach Modell, mal mehr mal weniger mit der Drehzahl hoch geht und dort für einen Moment verweilt mit konstantem Geräusch. Manche, die aus der Bruuuum-ruck-bruuum-ruck...etc... Fraktion kommen, haben Probleme sich an das Geräusch zu gewöhnen. Die meisten überwinden das aber irgendwann.
Am "Getriebe", wenn man es denn so bezeichnen will, liegt es jedenfalls nicht.
Bei meinem Swace mit dem HSD der 4. Generation kann man die Batterie dauerhaft auf einem niedrigen Level halten (3 von 8 Strichen in der Anzeige) und mehr oder weniger seriell fahren, also den Motor die Batterie etwas nachladen lassen, dann wieder elektrisch fahren usw.. Das funktioniert bei niedriger Last so gut, dass der Verbrenner zu 50-65 % der Zeit ausgeschaltet ist.
Ein Nachteil - wenn man so will - ist bei der Fahrweise die hohe Motordrehzahl beim Beschleunigen und an Steigungen, weil der Verbrenner nicht vom Elektromotor unterstützt wird (Ladestand der Batterie zu gering). Aber da spreche ich bei meiner Fahrweise von 2000-3000 U/min bei 60-90 km/h. Also absolut im Rahmen. Der große Vorteil ist, dass man bergab viel Energie rekuperieren kann, was den Verbrauch senkt.
Dass man mit 98 PS vom Verbrenner und 1500 kg keine Wunder erwarten darf und bei hoher Last die Drehzahl auch auf 4000-5000 U/min steigt (mehr als 5200 U/min macht der 1,8 Liter eh nicht mit), ist aber auch klar. Es sind eben nur 142 Nm, die der Motor an Drehmoment bei 3600 U/min bereitstellen kann, bei 5200 U/min sind es nur noch 132 Nm. Ein Golf VIII 1.5 TSI braucht für die gleiche Leistung nur 3450 U/min mit 200 Nm.
3 von 8 Strichen entsprechen übrigens um die 35-40 % Akkuladung. Ich weiß, dass der Antrieb sich lieber bei 60-80 % aufhält, aber das ignoriere ich und das System macht es meistens auch mit.
Der Corolla/Swace hatte zum Glück mit dem alten Antrieb noch eine Drehzahlanzeige (alleine schon ein Kaufgrund), ob es das Facelift mit der 5. Generation noch hat, weiß ich nicht.
Beim neuen Antrieb wurde das Aufheulen angeblich noch weiter reduziert, die Systemleistung steigt von 122 PS auf 140 PS und von 0-100 km/h geht es jetzt beim Swace in 9,4 statt 11,1 Sekunden (12,5 Sekunden im AMS Test). Da der Verbrauch aber genauso hoch angegeben wird, ist das für mich kein relevantes Update.
PS: Ich mag das Geräusch von 4-Zylinder Motoren nicht. Ein 3-Zylinder wäre mir deutlich lieber, denn der schaukelt zwar, hört sich aber wenigstens gut an (eben wie ein halber Reihen-6-Zylinder).