Videos:Ruckeln zwischen Standgas und 1500 U/min

VW Polo 3 (6N / 6N2)

6N1 von 96/ 45PS Monitronic AEV 1.0

Der Polo meiner Nichte ruckelte im Fahrbetrieb und Leerlauf. Ich hatte vor ca 5.000 km alle Filter und Flüssigkeiten getauscht und da lief er noch lange problemlos.

Wegen des Ruckelns habe ich heute die Zündkerzen angeschaut. Rehbraun, mit teilweise weissem Film, den man mit dem Finger wegwischen konnte. Die Kerzen sind 5000 km drin.

Auch die Verteilerkappe habe ich geöffnet. Es waren Verkrustungen zu erkennen. Ich habe Kappe und Läufer erneuert.

(Unterdruck)Schläuche alle geprüft. Nichts zu erkennen optisch. Zündkabel sehen gut aus, auch innen. Alle 4 Zylinder laufen.

Drosselklappe sieht sauber aus, Benzin wird draufgespritzt.

Nur wenn man aus dem Standgas beschleunigt, rappelt der Motor bis ca 1.500 / 2.000 Touren.

Was kann ich noch prüfen? Gibt es typische Verdächtige?

https://youtu.be/K7R60ft52Ss

Und

https://youtu.be/6SMkTnIqYTQ

Vielen Dank im Voraus.

40 Antworten

Ja. Bei allen Kerzen gleich. Der Motor hat auch erst 99.000 km runter. Ich wollte auch mal die Drosselklappe abnehmen und reinigen, hab aber gelesen, dass man danach neu anlernen muss.
Mein OBD funktioniert bei dem Polo leider nicht.
Ich wollte mit ein Delphi ausleihen und versuchen damit auszulesen.

Beim AEV mit seiner zentralen Einspritzeinheit der Mono-Motronic spritzt das Einspritzventil direkt auf die Drosselklappe, diese ist daher eigentlich immer sauber und muss nicht gereinigt werden.(Wie Du ja übrigens in deinem Eingangsbeitrag schon selbst bemerkt hast.)
Die Mono-Motronic ist mit einer Eigendiagnose ausgestattet, die aber nur einen Teil des Einspritz- und Zündsystems überwacht. Anlernen lässt sich die Drosselklappe bei dem Motor nicht, es wird nur der Leerlaufschalter per Grundstellung eingestellt.
Bei den Motoren mit der Zentraleinspritzung wird häufiger aber mal der darunter liegende Zwischenflansch zur Ansaugbrücke rissig und undicht.

Stimmt da hat Talker recht, einfach mal mit bremsenreiniger bei laufenden Motor benebeln und gucken ob sich die leerlaufdrehzahl ändert

Danke Dir Talker für Deinen kompetenten Beitrag. Genau das brauche ich hier.
Muss die Grundeinstellung des Leerlaufs halters auch per Diagnosegerät vorgenommen?

@Kalle: Ich versuche es mal. Dieser Gummiblock sieht aus wie neu.

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Die Einstellung ist nur bei Ersatz des Drosselklappenstellers oder des Einspritzeinheit-Unterteils notwendig.
Es sollte also ohne Grund, als da wären aufgrund der Eigendiagnose festgestellte und im Fehlerspeicher abgelegte Fehler, nichts an den Einstellungen geändert werden, weil das System soweit wie möglich die Teilsysteme "selbstlernend" den ggf. geänderten Umgebungs- und Betriebsbedingungen automatisch anpasst.
Der erste Schritt wäre also jetzt erstmal das Fehlerspeicherauslesen, was übrigens bei laufendem Motor erfolgen soll.

Ich tippe aus Erfahrung (zwei AVR-Motore mit niedrigem km-Stand) immer noch auf eine verschlissene Nockenwelle, d.h. abgerundete Nockenspitzen. Die Monotronic spritzt im Standgas nur kürzer Benzin auf die Drosselklappe. Dann ist aber bei einer verschlissenen Nockenwelle (und damit auch Hydrostößel) zumindest ein Einlass-Ventil noch geschlossen, was zu einer Minderung der Drehzahl führt. Das versucht die Monotronic durch Vergrößerung der Einspritzzeiten dann auszugleichen, was die Drehzahlschankungen verursacht: ein typischer Regelkreis !

@pwohpwoh, hast Du weiter oben die Fotos der Nocken gesehen? Die sieht gut aus, denke ich. Spitz.
Auch stottert es nur beim Beschleunigen, wenn ich zB 2 oder 3.000 Touren halte, läuft der motor super.

Was auch komisch ist, dass es nach dem Urlaub erst auftrat, als der Wagen 2 Wochen stand.
Gerade mal kalt angemacht und da läuft, er wie auf 3 Zylindern.

Die Nockenwelle sieht gut aus. Ergo: abhaken !
Bei Problemen nach langer Standzeit half bei mir mal ein Benzinfilterwechsel.

@TE
Lies dir mal die beiden folgenden Threads durch, worin es um einen 1,6 l AEA Motor mit der gleichen Mono-Motronic geht.
https://www.motor-talk.de/.../...im-beschleunigen-leicht-t4272805.html
https://www.motor-talk.de/.../...-im-teillastbetrieb-t5606173.html?...
Auf die Beiträge von PKGeorge kann man eigentlich immer zählen.

Hast Du die alten Kerzen noch liegen? Bin schon so oft reingefallen, wo "neue" Kerzen nach paar Tausend Km nicht zündelten. Waren die gleichen ruckel Sympthome, um das auszuschließen.

Also heute hatte ich auch irgendwie die Kerzen, in verdacht wegen dem 3 Zylinder Gefühl. Kerzen und auch Benzinfilter sind ca 5000 km alt.
Ich habe jetzt folgendes vor:
1.) Auslesen (warte auf das Gerät)
2.) zwischenzeitlich mal die Kerzen auf den Deckel legen, Benzinpumpenrelais raus und mal beim Starten das Funkenbild ansehen.
3.) Kerzenstecker lose drauf und dAnn nacheinander mit isolierter Zange anheben, ob sich der Lauf bei einem Zylinder nicht ändert.
4.) Flanschdichtung und Schläuche an der Monotronik ausbauen und Abdrücken mit Druckluft.

Kerzen so ins leere funken lassen, bringt nichts, wrden dann wohl funken. Unter Last, also Kompression und Beschleunigung können die aussetzen. Hatten bei der BW Inst so ein Zündkerzentestgerät. Da wurde die Kerze eingeschraubt, Funke erzeugt, und Druck (Komprerssionsdruck simuliert) in die Kammer hinter einer Sichtschutzscheibe gegeben. Bei defekten Kerzen konnte man sehen, wie der Funke erlosch. Hat wohl keine Werkstatt mehr, bzw lohnt sich nicth mehr, so eine Kerze zu prüfen.

Ich kann ja mal ne neue kaufen und die durchprobieren. Kostet ja nix.

Mein Ibiza (1,0 AER Mortor) sprang mal nicht an, (Stecker des Steuergerät abgesoffen) Nach trockenlegen des Steckers sprang er an, lief auch, stotterte, ruckelte, und ging aus. Nach Einbau gebrauchter Kerzen, die ich noch liegen hatte läuft er (seit 20.000 Km) Wie gesagt, vieleicht nur ein Zufall.

Also update:
Wenn ich das Zündkabel des 3. Zyl ziehe passiert: Nichts!
Bei allen anderen Zylindern abgezogen, läuft er deutlich unrunder.
Kerze 3.Z gewechselt, ohne Erfolg. Finger, Vert-Kappe und Spule sind ja neu und ich hatte damals beim Widerstandsmessen erst gedacht, dass 3.Z Kalbel sei defekt, aber es hat dann bei weiteren Messungen wieder 5-6 KOhm angezeigt und ich dachte es sei in Ordnung.
Für mich bleibt dann noch Zündkabel oder Kommpressionsdruck als Ursache, richtig?

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