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Verschleiß von Zündspulen -werden sie langsam schlechter oder sterben sie plötzlich?

Themenstarteram 9. Juni 2015 um 19:15

Hallo,

seitdem ich wieder einen Benziner fahre, frage ich mich ob Zündspulen langsam schlechter werden, oder ob sie einfach plötzlich sterben.

Ein Hersteller (NGK) schreibt hierzu, evtl. aus Eigeninteresse:

"Wie viele andere Bauteile eines Fahrzeugs unterliegt die Zündspule einem gewissen Verschleiß. Ihre Laufleistung beträgt in der Regel zwischen 60.000 und 80.000 Kilometern...."

(Quelle: http://www.ngk.de/.../ )

Mein V8 hat nun rund 76.000km runter und ich könnte einfach mal 8 Stück neu verbauen, dann hätte ich wieder was zu schrauben :D Mit rund 20 Euro pro Stück wäre das auch als präventive Wartung drin.

Welche Erfahrungen habt Ihr mit Zündspulen und deren Verschleißverhalten?

Vielen Dank!

Beste Antwort im Thema

Hallo,

Die Lebensdauer einer Zündspule hängt immer von den Bedingungen ab, unter denen sie arbeitet. Bei modernen Fahrzeugen, werden die Spulen aufgrund der engen Bauart stärker durch Hitze belastet, als bei älteren Modellen, bei denen sie noch über Zündkabel mit den Kerzen verbunden sind. Heutige Zündspulen sind meist Stabzündspulen, die ohne Zündkabel direkt über der Kerze im Kerzenschacht "hängen", und damit natürlich deutlich heißer werden, als die früheren, die sich weiter weg vom Motor befanden. Dazu kommt, dass Zündsuplen immer kleiner werden, aber gleichzeitig auch immer stärker. Damit steigt die Belastung auf das Material, da es weniger wird, aber immer mehr leisten muss. Das lässt sich nur zum Teil mit modernen Materialien ausgleichen. Dazu kommt, dass die Spulen mancher Fahrzeuge auch öfters zünden, wobei eine möglichst vollständige Verbrennung erzielt werden soll. Das mindert natürlich auch die Lebensdauer, kurzum: wie lange eine Zündspule lebt, hängt von vielen Faktoren ab, welches Fahrzeug, wie sind sie eingebaut, wie stark ist der Motor, wie heiß wird er, besonders bei Stabzündspulen, wie modern ist das Fahrzeug (Mehrfachzündung und Mehrfacheinspritzung bei BDE) aber heutige Spulen überleben normalerweise nur selten 100.000 km. ob eine Zündspule plötzlich defekt geht, oder aber langsam immer schwächer wird, hängt auch von vielen Faktoren ab, unter anderem z.B. von der Art des Schadens, den sie hat also Risse, durch die dann Wasser eindringt, und die Spulen schädigt, was dazu führt, dass die Spule meist erst schwächer wird, dann irgendwann Wackler bekommt (Fahrzeug springt manchmal nicht oder nur schwer an, läuft schlecht, aber nur manchmal bis hin zum Totalausfall) oder aber interne Brüche, die auch vorkommen können, wobei die Spule meist plötzlich ausfällt.

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Kommt drauf an welches Fahrzeug und welcher Motor.

VW hatte da mal so ne Zeit mit Einzelzündspulen für ihre Vierender, die sind teilweise alle 30tkm gestorben.

E55 mit 340tkm hat immernoch die Ersten Acht Zündspulen drinnen

C320 270tkm immernoch die orginalen sechs

Astra G 240tkm immernoch die erste

A3 1,8T 180tkm bis dato 10 erneuert

Und meiner Meinung nacht erzeugt eine Zündspule noch die Nötige Hochspannung oder nicht mehr. Wenn hin dann Wechseln anders fahren bis sie defekt ist.

Provelaktisch könnte mann ja alles am Fahrzeug mal tauschen, da alles einem Verschleiss unterliegt und wenns nur der Dachhimmel wäre.

...wenn ,dann ist das ein Fahrzeugspezifisches Problem.

Pauschal eine Haltbarkeit festzulegen wäre Unsinn.

Ausserdem könnte man das auch mit einem Tester herausfinden, falls Zweifel an der Leistung bestehen.

es gibt welche die halten 50 Jahre, andere reissen ein nach wenigen Jahren oder schlagen durch.

Vorsorglich brauchst du die nicht zu wechseln, das wäre Geldverschwendung. Vor allem bei einem V8.

Wie lange die Spulen halten, kann man auch schwer festlegen. VW hatte eine Zeit lang regelmäßige Ausfälle, dann wurden die Spulen und Kerzen geändert. Bei vielen Autos halten die Spulen auch weit über 100.000 km bzw ewig.

Wenn irgendwann mal Zündaussetzer kommen, ist der Defekt da und du kannst die Spule tauschen. Vorher braucht man da nichts zu machen.

Der technische Aufbau einer Zündspule gleicht ja einem Transformator. Aber auch die Wicklungen enes Elektromotors sind vergleichbar. All diese Bauteile gehen an Windungsschlüssen kaputt. Wann dieser Fall eintritt, hängt von sehr vielen Faktoren ab, Qualität des Isolierlackes, werden die vorgegebenen Temperaturen eingehalten, usw. So gibt es Teile die werden 100 Jahre alt und manche keine 5Jahre. Letztlich sind es die Auslegung und die Betriebsbedingungen.

Fazit: Empfehlungen kann man hier nur aus statistischen Erfahrungen für das jeweilige Fahrzeug ableiten.

Altbekanntes Problem auch aus Zeiten der Zeilentrafos. Über 20kV auf engstem Raum mit Gießharzen und hauchdünnen Lackschichten isoliert, geht nur solange gut, bis das Harz durch die Hitze hart und spröde geworden ist und irgendwann durch das permanente Ausdehnen und Schrumpfen rissig wird. Der Tod kommt meist plötzlich - mitten im WM-Finalem zack, Mattscheibe schwarz bzw. Zündung aus beim Auto.

meine persönliche langzeitstudie von 1991 hat noch die erste.

insgesamt wohl irgendwas um die 350kkm in einem corrado g60.

irgendwann zählte der km-zähler nur noch schleppend bis gar nicht und wurde ersetzt.

wieviel km dadurch insgesamt unterschlagen wurden, kann ich leider nur schätzen:D

dafür kann man die vom cayman den wechsel betreffend schon fast als kombiteil mit den zündkerzen ansehen:mad:

Trifft in der heutigen Zeit nicht nur auf Zündspulen zu: "Was ewig hält, bringt dem Hersteller kein Geld...!"

....kost'n das beim Cayman ?

Nur so aus Neugier.

Um mal ganz negativ zu orakeln ,würde ich schon behaupten, das Zündspulen heute schon besser auf eine Fahrzeuglebensdauer abgestimmt sind.

In Presse und Medien gerne auch als "geplante Obsoleszenz" publiziert.

der reine teilepreis ~50€(stk) porsche, wahrscheinlich die gleichen von beru um die 35€.

dummerweise hat er 6 zylinder.

ansonsten wurde das im rahmen der inspektion/111-points-check gemacht; also größtenteils auf garantie.

sinnigerweise haben sie die zündspulen ab 2010 (?) aus der garantie herausgenommen; verschleissteil:mad:

Zitat:

@Kung Fu schrieb am 10. Juni 2015 um 11:26:09 Uhr:

In Presse und Medien gerne auch als "geplante Obsoleszenz" publiziert.

wird wohl was dran sein....

verschleissteil zündspule.

Sensationell !

Da hat man als Hersteller auch immer ein Hintertürchen offen. Wenn zB der Kat mal abbrennt : Zündspulen auch regelmässig gewechselt ?

Da bin ich mal wieder um meine alten Schinken froh...ist ja elend genug.

Zitat:

@Kung Fu schrieb am 10. Juni 2015 um 00:23:17 Uhr:

Altbekanntes Problem auch aus Zeiten der Zeilentrafos. Über 20kV auf engstem Raum mit Gießharzen und hauchdünnen Lackschichten isoliert, geht nur solange gut, bis das Harz durch die Hitze hart und spröde geworden ist und irgendwann durch das permanente Ausdehnen und Schrumpfen rissig wird. Der Tod kommt meist plötzlich ...

Yep, irgendwan ist der Punkt erreicht wo irgendwas durchschlägt (ist dann plötzlich kaputt, aber trotzdem langsam gealtert ohne vorherige Ankündigung).

Präventiv austauschen würde ich die trotzdem nicht.

Gruß Metalhead

Ich finde die Frage von Muc sehr berechtigt und gut!

Ich persönlich wechsle die Zündspulen alle 5 Jahre oder 100.000 km.

Bei etwa 20 € pro Stück und der sehr geringen Einbauzeit ist das -meiner persönlichen Meinung- nach eine gute Investition.

Zusätzlich möchte ich die Gelegenheit nutzen mich einmal nach den Zündkerzen für die turboaufgeladenen Vor-FL V8 (F-Modelle) zu erkundigen.

Es gibt in einen russischen Fachforum einige Beiträge die davon ausgehen, dass die ursprünglich im Vor-FL verbauten Zündkerzen der hohen Hitzebelastung nicht dauerhaft standhalten.

Nun ist zusätzlich ersichtlich, dass in den M-Modellen und im Facelift V8 Zündkerzen des selben Herstellers (Bosch) mit leicht veränderter Typnummer eingesetzt werden.

Vor-FL: 20€ BMW Ersatzteil-Nummer 12120037580 - Typ BOSCH ZR5TPP33

FL: 20€ - 12120040581 - ZR5TPP330A

M-Modelle: 26€ - 12120039634 - Bosch ZMR5TPP330

Muc, ist für dich ersichtlich mit welchem Drehmoment die jeweiligen Zündkerzen angezogen werden müssen?

Für mich wäre zudem auch interessant zu wissen ob man die Zündkerzen aus den M-Modellen in den anderen Modellen ebenfalls einsetzen kann.

Früher hat sich eine fette Spule abgerackert und alle Zylinder versorgt und in der Regel hat sie das ein Autoleben lang gemacht.

Heute sitzen die Dinger in einem engen Schacht auf der Kerze, der dazu schön muckelig warm ist und halten oftmals nicht solange wie die Kerzen, ein echter Fortschritt.

Mein letzter 3er hat 3 Sätze Spulen verbraucht.

Ich wette, in nicht allzuferner Zukunft werden die Kerzen mit den Spulen kombiniert und müssen im Verbund gewechselt werden

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