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Usa durchquerung mit der eigenen Maschine - wer kann helfen?

BMW G
Themenstarteram 26. Januar 2014 um 15:09

hi,

bin neu hier, hoffe aber auf eure hilfe. Meine Frau und ich wollen 2015 auf einer ! Gs die usa durchqueren. (west nach ost) Jetzt ist ja bekannt das der transport der eigenen maschine in die usa nicht so ganz einfach ist. Ich sammle momentan noch Tips und Erfahrungen, um die beste Möglichkeit zu finden. Mieten ist über einen Zeitraum von 6-8Wochen viel zu teuer. Habt ihr Ideen, lasst es mich wissen - vielleicht hat ja jemand sowas schon mal gemacht.

gruss Andreas

Beste Antwort im Thema
am 1. Februar 2014 um 15:53

Hallo,

über einen Bikerurlaub in den USA ist eigentlich im Netz schon alles beschrieben worden - einfach mal googlen. Mit "möchte gerne" und "vermute" ist niemandem geholfen, wie es Kawa-H. von sich gibt.

Hier noch ein paar Eckdaten:

1) Langzeitmiete ist teuer und problemlos. Aber eben sehr teuer.

2) Eigenes Bike mitnehmen ist preiswert und problemlos.

Zur Überführung gibt es alle Variationen, vom Flieger (beachte: Rückflug ist (fast) immer stand-by!) bis zur Eigenorganisation. Ich empfehle eine gute Spedition (wie DHL, Hellmann und andere nichtgenannte gute Firmen), dazu das Bike in eine Kiste verzurren und als Sammelgut verschicken. Wichtig: kein Naturholz verwenden, da dies unbehandelt Ungeziefer und/oder deren Eier enthalten kann und daher teuer behandelt werden muß. Kiste aus Spanplatten bauen und zusammenschrauben mit Schloßschrauben (Nägel und Spaxschrauben reißen im rohen Speditionsalltag oftmals aus). Man kann ruhig Reste verwenden oder sich eine ganze Platte zuschneiden lassen, da billiger, weil die Fracht i.d.R. nach Raumgewicht berechnet wird. Staplertaschen nicht vergeessen. Bike muß sauber sein, nur Restmenge Benzin im Tank, Batterie abklemmen und Pole sichern, evtl. Batterie gegen Säureverlust in stabilem Plastik einschweissen. Versicherung gibt es beim Makler in Hamburg, alle Hafen- und Zollformalitäten sollte man der Spedition übertragen - es lohnt sich.

3) Bike in den USA kaufen

Eine gute gebrauchte Tourenmaschine kostet ca. 12.000 -16.000 USD, dazu evtl. teure Versicherung weil keine Historie vorhanden. Kauf und Verkauf dauern jeweils ca. 2-6 Tage, also total 1-2 Wochen Zusatzaufwand, zusätzlich kommen Hotel- und Mietwagenkosten hinzu. Verkauf unter Zeitdruck bedeutet Preisnachlaß! Ein Internetkauf von D-Land aus ohne Inaugenscheinnahme ist Wahnsinn, ein Billigheimer bedeutet laufende Reparaturen während des Urlaubs. Eine Mitnahme nach D-Land ist praktisch unsinnig (u.a. hohe Kosten für Abgasgutachten).

Ein Kauf ist nur sinnvoll, wenn man drüben arbeitet, studiert, längerfristig bleibt oder Bekannte hat.

Mitnehmen sollte

- man bikespezifisches Werkzeug, Zubehör und Ersatzteile,

- Internetadressen und Telefonnummern von Händlern u. Servicestationen auf seiner Route, und

- sich auf seine Bikemacken vorbereiten (so hat mein US-Eigenimport z.B. öfters eine leere Batterie. Daher hat sie eine Batteriesteckdose für Starthilfe, ein Bike-Starthilfekabel und ein 110 V-Ladegerät fürs Laden übernacht im (H)Motel.

Wer organisieren kann, benötigt keinen AAA.

Sinnvoll sind ferner ein Netbook (z.B. Asus eee) und zwei Tribandhandys, US-Navi fahre ich im Tankrucksack oder in der Bikerkluft mit Kopfhöhrer. Eine tägliche Routenplanung ist wichtiger als blind nach Navi fahren.

Ich empfehle immer eine Tour von Nord nach Süd und von Ost nach West zu fahren, denn das Schönste sollte man sich zum Schluß aufheben, und das ist der Südwesten der USA.

Eine empfehlenswerte Route ist auch im GEO-Spezial-Heft 1/2013 (www.geo-spezial.de) "Nationalparks USA" beschrieben. Einfach mal reinlesen.

Der Süden ist im Sommer naturgemäß sehr warm (so 40-45+ °C), aber ich habe die gleichen Temperaturen dort auch schon im ganzen Oktober erlebt.

Noch Fragen? Dann gerne auch über pn.

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20 Antworten

Hallo Andreas,

Motorrad in die USA zu bekommen ist eigentlich vergleichsweise einfach.

Wir haben mit inTime nach Kanada per RoRo verschifft. Die kann ich wirklich empfehlen. Sie bieten auch per Kiste + per Flieger an. USA ist für die auch kein Problem.

Allgemeines zur Verfliegung + Verschiffung und Spezielles für den Transport nach CDN findest Du hier:

http://www.krad-vagabunden.de/motorrad-transport/

Falls Du noch Anregungen für Eure Tour brauchst:

http://www.krad-vagabunden.de/reise-tagebuch-bilder/usa-lower-48/

Auch wenn das eine Nord-Süd-Durchquerung der sogenannten Lower48 war, so ist vielleicht dennoch was für Euch dabei.

Gruß

Panny

am 26. Januar 2014 um 22:31

Zwar träume ich von einer USA Tour mit einem Motorrad auch schon lange, aber ich habe es immer wieder verworfen, weil sehr unrealistisch (und viel zu stressig, auch schon vor 2001 denn man hatte vermutlich nur Verwaltungsmist um die Ohren), und nach 2001 vermute ich, dass es völlig unmöglich ist, das eigene Mopped nach USA zu schleppen (und 100% teurer als dort eine gebrauchte Maschine zu kaufen). Also ein gebrauchte Mopped dort kaufen ist wohl billiger, zumal ab einem gewissen Aufenthalt (ca. 6 Monate) Zoll und Sales tax anfällt (und dasselbe wieder zurück nach Deutschland nach 6 Monaten und wenn man kein Steuerjurist ist, vergißt man sicher irgendeinen Vorantrags-Zettel und zahlt dann zweimal Zoll und MwSt fürs eigene Mopped (übrigens auch wenn Ihr es dort verschrotten würdet, es wäre trotzdem importiert zum Wert mit welchem es die Grenze überquerte. Und zerlegt wird es am Hafen sicher auch wie am Checkpoint Charlie und wieder zusammenbauen müsstet Ihr es dann sicher alleine oder Ihr müsst einen teuren Mechaniker dafür bezahlen.

1. USA quer rüber sind Luftline 4000-5000km, d.h. Landstraße (und die Route 66 ist kein Highway, sonst wäre es ja auch langweilig mit dem Mopped) knapp das doppelte, das hält kein Rücken aus (es sei denn Ihr seid Rally Paris-Dakar bzw. Panamerikana-Fahrer) und die GS hält 2 Personen auf diesen effektiv wohl fast 7000-8000km von Küste zu Küste auch nicht aus ohne aufwendige Reparaturen (und 2-3 Reifenwechsel). Oder wolltet Ihr mit 2 Maschinen fahren ? Ich würde ein großes AUto oder Caravan nehmen für so weite Touren (70% - 80% Wüste, je nach Route, und das ohne Gallonen von Trinkwasser an Bord wäre mir zu gefährlich. Ich wollte mal von Jerusalem nah Eilat fahren - mit dem Auto und mit 10-20 LItern Trinkwasser an Bord und am toten Meer fuhr ich noch bis zum Ende ca. 100 km von Jerusalem weg mit einer trügerischen Illusion von "Wasser" - totes Meer ist mancherorten eher eine Salzschlacke als Wasser ) aber dann nach ca. 20-50km weiter in einsamer Wüste bekam ich die Hosen randvoll (denn bei einer Reifenpanne und überhitztem Motor sind auch 20l Wasser schnell alle), dass ich umwendete (verfuhr mich aber trotzdem aber wurde icher schon vom Mossad "beäugt", welcher Depperl-Tourist da in der geheimen Wüste Negev rumeiert.

2. Nach Kanada könnte einfacher sein, aber derzeit könnte es genauso kompliziert sein, über Canada nach USA einzureisen, wie über Mexico, nämlich defakto unmöglich mit derart "kurioser" Importhistore, denn die würden Euch an der kanadischen Grenze das Mopped vermutlich wieder zerlegen lassen (ha ha ha ... die Stasi hatte damals die Sitze sogar manchmal wieder eingebaut und einen nicht hilflos mit den Trümmern im Regen stehen lassen). Ich wollte 2003 mal von Californien eine Tagestour nach Baja California machen und fragte einen freundlichen Highway-Patrol Officer dort wo, ich dafür ein Visum kriegen könnte (nur für 1 Tag oder so) und der riet mir gleich ab mit den Worten, dass ich zwar nach Mexico rüberkäme aber zu 99%iger Wahrscheinlichkeit nicht mehr zurück in die USA (wo mein Rückflug startete und Mietwagen stand usw.) Am Immigration-Office (gibt es an jeder US-Grenze irgendwo) sagte mir die Immigration-Officerin, dass sie mir zwar für paar Dollar so ein Mexico-hin-und-zurück-Visum ausstellen könnte für paar 10 Dollar, aber es könnte dennoch sein, dass an der Grenze die Immigration mich nicht mehr zurücklassen würde, weil sie irgendwelche beliebigen Ermessensspielräume haben und wenn die eure Klamotten, Frisur oder sonstwas nicht mögen, lachen die über Visa auch schonmal.

3. Mein Rat: Lasst es auf eigene Faust quer durch USA mit dem Mopped zu touren (und ich sage das obwohl ich sonst Individualreisen meist stark bevorzuge), entweder Miet-Auto/Caravan oder schließt Euch einer geführten Reisetruppe an, die zwar recht teuer sind, aber wohl günstiger (und 1000 mal stressfreier) als das eigene Mopped über den Teich zu schippern.

Gruß und good luck

Themenstarteram 27. Januar 2014 um 7:43

Zitat:

Original geschrieben von Kawa_Harlekin

Zwar träume ich von einer USA Tour mit einem Motorrad auch schon lange, aber ich habe es immer wieder verworfen, weil sehr unrealistisch (und viel zu stressig, auch schon vor 2001 denn man hatte vermutlich nur Verwaltungsmist um die Ohren), und nach 2001 vermute ich, dass es völlig unmöglich ist, das eigene Mopped nach USA zu schleppen (und 100% teurer als dort eine gebrauchte Maschine zu kaufen). Also ein gebrauchte Mopped dort kaufen ist wohl billiger, zumal ab einem gewissen Aufenthalt (ca. 6 Monate) Zoll und Sales tax anfällt (und dasselbe wieder zurück nach Deutschland nach 6 Monaten und wenn man kein Steuerjurist ist, vergißt man sicher irgendeinen Vorantrags-Zettel und zahlt dann zweimal Zoll und MwSt fürs eigene Mopped (übrigens auch wenn Ihr es dort verschrotten würdet, es wäre trotzdem importiert zum Wert mit welchem es die Grenze überquerte. Und zerlegt wird es am Hafen sicher auch wie am Checkpoint Charlie und wieder zusammenbauen müsstet Ihr es dann sicher alleine oder Ihr müsst einen teuren Mechaniker dafür bezahlen.

1. USA quer rüber sind Luftline 4000-5000km, d.h. Landstraße (und die Route 66 ist kein Highway, sonst wäre es ja auch langweilig mit dem Mopped) knapp das doppelte, das hält kein Rücken aus (es sei denn Ihr seid Rally Paris-Dakar bzw. Panamerikana-Fahrer) und die GS hält 2 Personen auf diesen effektiv wohl fast 7000-8000km von Küste zu Küste auch nicht aus ohne aufwendige Reparaturen (und 2-3 Reifenwechsel). Oder wolltet Ihr mit 2 Maschinen fahren ? Ich würde ein großes AUto oder Caravan nehmen für so weite Touren (70% - 80% Wüste, je nach Route, und das ohne Gallonen von Trinkwasser an Bord wäre mir zu gefährlich. Ich wollte mal von Jerusalem nah Eilat fahren - mit dem Auto und mit 10-20 LItern Trinkwasser an Bord und am toten Meer fuhr ich noch bis zum Ende ca. 100 km von Jerusalem weg mit einer trügerischen Illusion von "Wasser" - totes Meer ist mancherorten eher eine Salzschlacke als Wasser ) aber dann nach ca. 20-50km weiter in einsamer Wüste bekam ich die Hosen randvoll (denn bei einer Reifenpanne und überhitztem Motor sind auch 20l Wasser schnell alle), dass ich umwendete (verfuhr mich aber trotzdem aber wurde icher schon vom Mossad "beäugt", welcher Depperl-Tourist da in der geheimen Wüste Negev rumeiert.

2. Nach Kanada könnte einfacher sein, aber derzeit könnte es genauso kompliziert sein, über Canada nach USA einzureisen, wie über Mexico, nämlich defakto unmöglich mit derart "kurioser" Importhistore, denn die würden Euch an der kanadischen Grenze das Mopped vermutlich wieder zerlegen lassen (ha ha ha ... die Stasi hatte damals die Sitze sogar manchmal wieder eingebaut und einen nicht hilflos mit den Trümmern im Regen stehen lassen). Ich wollte 2003 mal von Californien eine Tagestour nach Baja California machen und fragte einen freundlichen Highway-Patrol Officer dort wo, ich dafür ein Visum kriegen könnte (nur für 1 Tag oder so) und der riet mir gleich ab mit den Worten, dass ich zwar nach Mexico rüberkäme aber zu 99%iger Wahrscheinlichkeit nicht mehr zurück in die USA (wo mein Rückflug startete und Mietwagen stand usw.) Am Immigration-Office (gibt es an jeder US-Grenze irgendwo) sagte mir die Immigration-Officerin, dass sie mir zwar für paar Dollar so ein Mexico-hin-und-zurück-Visum ausstellen könnte für paar 10 Dollar, aber es könnte dennoch sein, dass an der Grenze die Immigration mich nicht mehr zurücklassen würde, weil sie irgendwelche beliebigen Ermessensspielräume haben und wenn die eure Klamotten, Frisur oder sonstwas nicht mögen, lachen die über Visa auch schonmal.

3. Mein Rat: Lasst es auf eigene Faust quer durch USA mit dem Mopped zu touren (und ich sage das obwohl ich sonst Individualreisen meist stark bevorzuge), entweder Miet-Auto/Caravan oder schließt Euch einer geführten Reisetruppe an, die zwar recht teuer sind, aber wohl günstiger (und 1000 mal stressfreier) als das eigene Mopped über den Teich zu schippern.

Gruß und good luck

Themenstarteram 27. Januar 2014 um 7:53

Herzlichen Dank für die Tips. Aber warum so skeptisch? Wir planen 6-8 Wochen für die Tour - da sollten auch ein paar Pausen drin sein. Außerdem waren wir mehrfach mit einem Auto insgesamt ca 16000 km dort unterwegs und es gab nie auch nur irgendein Problem. Außerdem hatte ich vor kurzem noch ein Gespräch mit jemandem, der mit einer 25 Jahre alten BMW den Dempster Highway (nur Schotter) hochgefahren ist - und sowas möchte ich meiner Liebsten nun wirklich nicht antun. Viele Nebenstrassen und entlang der grandiosen Naturschönheiten, das ist der Plan. Ich kann mir nicht vorstellen, daß ich da so viele Reifen verschleißen werde und wenn, dann ist das eben so. Aber BMW ist in den USA gut vertreten.

Gruß Andreas

am 27. Januar 2014 um 9:50

Naja, was heißt da skeptisch, es ist ja alles relativ und in einem zivilisiertem Land wie USA auch in Wüstengegenden ist, schlicht eine Frage des Geldbeutels, was man sich zutrauen kann. Ich will ja auch schon lange eine Moppedtour in USA machen, aber nicht quer rüber, nur auf schöne interessante Bereiche begrenzt, z.B. Südwest-USA als Anfang, da ich die Gegend wie meine Westentasche schon per Auto erkundet habe. Ich "dämpfe" hier nur gerne bei Mammutreiseplänen immer etwas, denn es lesen ja auch Moppedneulinge mit und manche sind vielleicht sehr naiv und denken sich dann "och, das machen wir auch" und vergessen, dass es ein Paris-Dakar-Profi-Rallye-Fahrer oder ähnliche big marines (die ihre Reifen mehr oder weniger während der Fahrt wechseln fast ohne abzusteigen dabei) gewesen sein könnte, der seine Tour präsentierte.Und immer wenn ich einen USA-Route66 Tourvorschlag sehe, erinnere ich mich immer herzhaft lachend an zwei lustige Moppedneulinge zurück, die sich mal unserer Südtirolgruppe anschlossen und auf der Heimfahrt (vergleichsweise lächerliche 800km) so nach ca. 500km sich an einer LKW-Tanke so ne Art rosa Plüschkissen kauften, die sie sich unter den Hintern klemmen mussten weil sie nicht mehr sitzen konnten (selten so gelacht, deren simulierter Volkshelden-Nimbus war dann definitiv im buchstäblichen "Arsch". Mir tat der Hintern auf meiner alten Kawa zwar auch weh nach 500-600km am Stück, aber ich gab das wenigtens nicht zu ... PS: Manche Naivlinge hätten es vielleicht sogar verdient, in tiefste Sch... getunkt zu werden per Fallensteller-Mammut-Tourvorschlag (so oder so ähnlich ist wohl diese lustige befremdliche Dschungelcampshow entstanden), aber eben sicherlich nicht alle.

Themenstarteram 27. Januar 2014 um 10:35

Ok hab ich verstanden, wir waren und sind ausreichend erprobt und werden vorher noch einige Touren machen um die hornhaut aum A... zu verstärken - das hatten wir sowieso geplant. (die nächste geht nach England)

Gruss Andreas

 

Ps.: nächste Frage wäre: gehe ich die Tour von Ost nach West oder West nach Ost an. Für die West-Ost Tour spricht meiner Meinung nach vor allem die Motorradverschiffung zurück nach Deutschland von der Ostküste aus - oder?

!außerdem kann ich dann die Sierra Nevada runterfahren - morgens früh um 4:30, wenn`s noch nicht sooo heiß ist!

am 28. Januar 2014 um 6:48

Containerschiffe von L.A. aus fahren meines Wissens irgendwo durch den Panama-Kanal, wurde mir jedenfalls mal gesagt, und ein Auto von der Westküste nach Europa verschiffen hätte damals in 2003 angebllich ca. 1200US$ gekostet (Ostküstenverschiffung müsste dann doch wohl etwas billiger sein, aber das teuerste ist derzeit möglicherweise die Verladerampen-Action am Hafen jeweils und gar nichtmal so sehr die Länge der Fahrtstrecke. Und wenn Ihr nicht hin und zurück ost-west-ost touren wollt (das gäbe 100% eine unprecedented Hornhaut am allerwertesten Hintern ("butt"), sozusagen ein medizinisches "Kuriositätenkabinett" im A...) und Euch nicht dort "einfach" (Versicherung ist ein riesiges und teures "Geschiss" dort auch, Registration ist dagegen ein Klacks für 100US$ und fertig, Steuer in dem Sinne wie hier gibt es dort nicht, nur jährlich ein 100$-Bepper auf's Licence Plate) eine Maschine kaufen wollt (habe nur sehr wenig Motorradhändler an der CA-Westküste gesehen (aber extrem viele Autohändler/Gebrauchtautohändler), nur einen einzigen großen Kawasaki-Händler zwischen L.A. und SB, seltsamerweise (evtl. sind die alle in Laguna Seca), und Ostküste kenne ich nicht als "Globetrotter"/Camper auf Reisen, kenne ich nur in Schlips und Kragen). Die hohen Sierras sind immer kalt, oben auf 3000m würdet Ihr auch im Sommer natürlich nicht schwitzen sondern frieren auf dem Motorrad, unten im berühmten national monument "Death Valley" (Wüste) dann natürlich sehr schwitzen im Sommer (im Winter ist es dort zwar kalt aber erträglich, bleibt nachts paar Grade über 0°C außer auf dem Hochplateau), aber um 4:30 friert man sich in Californien an der Küste immer den Hintern ab, irgendwie gehen nachts die Temperaturen sehr (relativ, 4-7 Grad Celsius) tief manchmal sogar im Sommer je nachdem wo man ist wegen des kalten Humboldtstromes entlang des Küstengewässers den die Wale für ihre Hochzeitsreisen von der Arktis nach Baja California zum Wal-Kinder kriegen entlang schwimmen (ich hatte damals nachts noch im April auf dem Motorrad sehr gefroren, sogar im Santa Monica Canyon wo das Küstenwasser eigentlich schon viel wärmer ist als nördlich noch in San Louis Obispo (Orson Wells 1984 Castle oder so, ich verwechsele die zwei immer, oder war es Goerge Orwell ??), und auch im Küsten-Hinterland nördlich von L.A.).

Gruß

PS: Weerrrr haaat's abgeschnitttten ??? Oder iiis scho' wieder mein Internet-Draht oooabg'rissen ??

PPS: Der große Autoclub in USA heißt dort "AAA" (sprich: "tripleA") und als ich mal mein Licht vergaß abzuschalten am Parkplatz (oder es aus sonstigen Gründen paar Stunden lang brannte) und die Batterie leer war, kamen die sogar sehr spät am abend bloß zum Jumpstarten innerhalb kürzester Zeit aus der nächsten Werkstatt. Der Brüller war, dass der Techniker mit einer 40 Tonner oder gar Gigaliner Zugmaschine angebraust kam (und der war offensichtlich in Eile auch aus anderen Gründen) und als ich seinen gigantomanischen Batterieblock sah, an den er meine Schrumpfbatterie meines kleinwagens anschloß, fürchtete ich kurz, meine Karre würde gleich in Form von Elektrosmog atomisiert verdampfen, aber weit gefehlt, sprang einwandfrei an meine Karre, obwohl er wohl vermutlich normalerweise nur Schwerlastern und Güter-Dieselloks Starthilfe gibt mit dieser Monstertruck-Zugmaschine. Gelungene Show am UCSB-Campus jedenfalls, schade dass die wohl alle gepennt hatten (oder gab es webcams ?).

Falls du Verwandte / Bekannte in den USA haben solltest, ist eine gute Alternative, sich ein gebrauchtes Motorrad in den USA zu kaufen und von den Bekannten anschauen, kaufen, anmelden, versichern zu lassen (und sie können ggf. später beim Verkauf helfen). Ich habe letztes Jahr eine 2006er Shadow gekauft, die hat mit Anmeldung, Versicherung, Werkstatt-Check und Besteuerung (weiß nicht mehr genau, wie das richtig hieß) des Gebrauchtkaufs insgesamt knapp $3,700 gekostet. Dafür gehört das Motorrad jetzt zur Familie :D

Bei uns war es ein relativ entspannter 4 Wochen Urlaub (knappe 4,000 Meilen, sind auch nicht jeden Tag gefahren). Da wären wir beim Mieten zwischen $5,000 und $6,000 gewesen mit sinnvollen Zusatzversicherungen gewesen, ohne diese immer noch bei > $4,000. Ich glaube, bis auf den Diebstahlschutz hatten wir so aber trotzdem alle Zusätze. Unsere Bekannten haben für uns das Motorrad vor Urlaubsantritt abgeholt und durchchecken lassen und wir konnten sofort starten.

Der (überwiegend) private Motorrad-Handel läuft quasi komplett über Craigslist und man sieht fast nur extrem gut gepflegte Motorräder und die Leute schreiben auch, wenn man bestimmte Sachen erneuern muss. Man muss nur auf ein paar Sachen achten: Verkäufer sollte im Besitz des "title" (US Fahrzeugbrief) sein und der muss "clean" sein (keine Forderungen mehr an den Halter). Das schreiben die Leute aber auch eigentlich immer, weil das Angebot ansonsten nicht attraktiv ist, genauso wie in der Regel sehr gründlich aufgelistet ist, wann was wo warum gewechselt/erneuert wurde und was ggf. noch zu machen ist. Da sucht man sich natürlich etwas, was man direkt fahren kann.

Wir haben unser Motorrad übrigens nicht verkauft sondern durften es unterstellen und wollen nächstes Jahr wieder fahren :)

Zitat:

Original geschrieben von struvi

Herzlichen Dank für die Tips. Aber warum so skeptisch? Wir planen 6-8 Wochen für die Tour - da sollten auch ein paar Pausen drin sein. Außerdem waren wir mehrfach mit einem Auto insgesamt ca 16000 km dort unterwegs und es gab nie auch nur irgendein Problem. Außerdem hatte ich vor kurzem noch ein Gespräch mit jemandem, der mit einer 25 Jahre alten BMW den Dempster Highway (nur Schotter) hochgefahren ist - und sowas möchte ich meiner Liebsten nun wirklich nicht antun. Viele Nebenstrassen und entlang der grandiosen Naturschönheiten, das ist der Plan. Ich kann mir nicht vorstellen, daß ich da so viele Reifen verschleißen werde und wenn, dann ist das eben so. Aber BMW ist in den USA gut vertreten.

Gruß Andreas

Hallo Andreas, euer Vorhaben ist ohne grosse Probleme durchzufuehren. Die GS mit einer Firma

rueberschicken, die es kann.....und schon geht's los. Wenn ihr schon mit dem Auto in USA

gereist seid, habt ihr eine gewisse "Vorbildung". Papierkram (Zoll, Versicherung....etc) penibel

erledigen, der Rest ist Urlaub. Hauptreisezeit / Ferienzeit in USA nach Moeglichkeit vermeiden

mehr Verkehr, hoehere Preise, hoechste Temperaturen......

Viel Spass in Amiland......

 

am 1. Februar 2014 um 9:48

Zitat:

Original geschrieben von Kawa_Harlekin

1. USA quer rüber sind Luftline 4000-5000km, d.h. Landstraße (und die Route 66 ist kein Highway, sonst wäre es ja auch langweilig mit dem Mopped) knapp das doppelte, das hält kein Rücken aus (es sei denn Ihr seid Rally Paris-Dakar bzw. Panamerikana-Fahrer) und die GS hält 2 Personen auf diesen effektiv wohl fast 7000-8000km von Küste zu Küste auch nicht aus ohne aufwendige Reparaturen (und 2-3 Reifenwechsel).

Hallo Andreas,

dem kann ich nicht zustimmen. Wir sind letztes Jahr in 5 Wochen 13 000 km mit nur einem Reifen gefahren.

Außerdem wäre die Möglichkeit ein Motorrad zu kaufen und gleich mit dem Händler eine Rücknahme zu vereinbaren. Allerdings wäre es dann eine Rundreise. Ich finde den Westen sowie interessanter als der Osten. Und ihr könntet in der Zeit auch nach Kanada fahren. Juli und August sollte der Südwesten wegen der hohen Temperaturen gemieden werden.

Viele Grüße

Rolf

Mir kommen die Preise fürs Motorrad verschicken von Europa aus sehr hoch vor. Habe 2012 von Los Angeles eine Wide Glide nach Bremen versendet und zahlte knapp 900$...inkl einer Seetransportversicherrung mit 250$ Selbstbeteiligung.

Themenstarteram 1. Februar 2014 um 15:41

Zitat:

Original geschrieben von rooster45

Mir kommen die Preise fürs Motorrad verschicken von Europa aus sehr hoch vor. Habe 2012 von Los Angeles eine Wide Glide nach Bremen versendet und zahlte knapp 900$...inkl einer Seetransportversicherrung mit 250$ Selbstbeteiligung.

Hi,

hast Du noch den Namen der Spedition??? Ansonsten schon mal vielen Dank für Eure Unterstützung.

Gruss Andreas

am 1. Februar 2014 um 15:53

Hallo,

über einen Bikerurlaub in den USA ist eigentlich im Netz schon alles beschrieben worden - einfach mal googlen. Mit "möchte gerne" und "vermute" ist niemandem geholfen, wie es Kawa-H. von sich gibt.

Hier noch ein paar Eckdaten:

1) Langzeitmiete ist teuer und problemlos. Aber eben sehr teuer.

2) Eigenes Bike mitnehmen ist preiswert und problemlos.

Zur Überführung gibt es alle Variationen, vom Flieger (beachte: Rückflug ist (fast) immer stand-by!) bis zur Eigenorganisation. Ich empfehle eine gute Spedition (wie DHL, Hellmann und andere nichtgenannte gute Firmen), dazu das Bike in eine Kiste verzurren und als Sammelgut verschicken. Wichtig: kein Naturholz verwenden, da dies unbehandelt Ungeziefer und/oder deren Eier enthalten kann und daher teuer behandelt werden muß. Kiste aus Spanplatten bauen und zusammenschrauben mit Schloßschrauben (Nägel und Spaxschrauben reißen im rohen Speditionsalltag oftmals aus). Man kann ruhig Reste verwenden oder sich eine ganze Platte zuschneiden lassen, da billiger, weil die Fracht i.d.R. nach Raumgewicht berechnet wird. Staplertaschen nicht vergeessen. Bike muß sauber sein, nur Restmenge Benzin im Tank, Batterie abklemmen und Pole sichern, evtl. Batterie gegen Säureverlust in stabilem Plastik einschweissen. Versicherung gibt es beim Makler in Hamburg, alle Hafen- und Zollformalitäten sollte man der Spedition übertragen - es lohnt sich.

3) Bike in den USA kaufen

Eine gute gebrauchte Tourenmaschine kostet ca. 12.000 -16.000 USD, dazu evtl. teure Versicherung weil keine Historie vorhanden. Kauf und Verkauf dauern jeweils ca. 2-6 Tage, also total 1-2 Wochen Zusatzaufwand, zusätzlich kommen Hotel- und Mietwagenkosten hinzu. Verkauf unter Zeitdruck bedeutet Preisnachlaß! Ein Internetkauf von D-Land aus ohne Inaugenscheinnahme ist Wahnsinn, ein Billigheimer bedeutet laufende Reparaturen während des Urlaubs. Eine Mitnahme nach D-Land ist praktisch unsinnig (u.a. hohe Kosten für Abgasgutachten).

Ein Kauf ist nur sinnvoll, wenn man drüben arbeitet, studiert, längerfristig bleibt oder Bekannte hat.

Mitnehmen sollte

- man bikespezifisches Werkzeug, Zubehör und Ersatzteile,

- Internetadressen und Telefonnummern von Händlern u. Servicestationen auf seiner Route, und

- sich auf seine Bikemacken vorbereiten (so hat mein US-Eigenimport z.B. öfters eine leere Batterie. Daher hat sie eine Batteriesteckdose für Starthilfe, ein Bike-Starthilfekabel und ein 110 V-Ladegerät fürs Laden übernacht im (H)Motel.

Wer organisieren kann, benötigt keinen AAA.

Sinnvoll sind ferner ein Netbook (z.B. Asus eee) und zwei Tribandhandys, US-Navi fahre ich im Tankrucksack oder in der Bikerkluft mit Kopfhöhrer. Eine tägliche Routenplanung ist wichtiger als blind nach Navi fahren.

Ich empfehle immer eine Tour von Nord nach Süd und von Ost nach West zu fahren, denn das Schönste sollte man sich zum Schluß aufheben, und das ist der Südwesten der USA.

Eine empfehlenswerte Route ist auch im GEO-Spezial-Heft 1/2013 (www.geo-spezial.de) "Nationalparks USA" beschrieben. Einfach mal reinlesen.

Der Süden ist im Sommer naturgemäß sehr warm (so 40-45+ °C), aber ich habe die gleichen Temperaturen dort auch schon im ganzen Oktober erlebt.

Noch Fragen? Dann gerne auch über pn.

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