Unser 5. Golf 7 - Eine sehr schlechte Kauferfahrung
Hi,
ich möchte euch nun eine spannende Story mit meinem Händler erzählen. Es sollte der 5. Golf 7 in Folge werden und bisher lief auch jeder Kauf ohne Probleme ab. Wir haben als Zweitwagen einen Golf 7 1.5 TSI DSG gesucht. Nach einem kurzen Blick im Regen hatten wir uns dann für den Kauf entschieden und es wurde uns ein super Auto (Ex-VW-Fahrzeug, Nichtraucher, keine optischen Mängel, 8 Monate alt, 25.000 km) versprochen, welches auch vertraglich festgehalten wurde. Sowas sollte man auch glauben können, wenn man schon mehrere Fahrzeuge beim gleichen Händler gekauft hatte.
Als das Auto dann abgeholt worden ist, war das Auto doch nicht wie versprochen:
- Das Auto war nun ein ehemaliges Europcar-Mietfahrzeug.
- Im Auto wurde geraucht, was man auch gut riechen konnte.
- Der Beifahrersitz hatte einen Brandfleck.
- Der Beifahrersitz hatte einen Fleck.
- Rechte Hintertür hatte eine Beule.
- Die Frontstoßstange hatte einen Kratzer bis zur Grundierung.
- Ein Gummistück ragte hinten aus einer Spalte raus.
- Steinschläge auf der Motorhaube. 8 Stück auf einer Fläche von 10x10 cm.
- Rechte Hintertür hatte große Kratzer.
- Am ganzen Fahrzeug waren feine Kratzer zu erkennen.
- Die Einbuchtungen an den Türgriffen waren stark verkratzt.
- Die Reifen vorne haben nur 4 mm und sind in der Mitte stärker abgefahren als außen. 4mm sind eigentlich zu wenig für Ganzjahresreifen.
Nach langen Emails hatte der Händler die Mängel eingesehen. Wir haben vier Optionen gesehen:
- Auto reparieren und Preis senken.
- Auto zurückgeben und anderes kaufen.
- Auto behalten und Preis dramatisch reduzieren.
- Auto zurückgeben.
Man wollte die Mängel beseitigen, aber den Preis nicht reduzieren. Auch wurde uns ein anderes Fahrzeug mit einer günstigeren Ausstattung zum gleichen Preis angeboten (ohne R-Line, mit Rückfahrkamera, 14.000 km, 12 Monate alt).
Am Ende wurde nun das Auto auch ohne Rechtsanwalt zurückgenommen. Sehr schade, dass man nicht mal eben ein Fahrzeug ohne Mängel kaufen kann. Alles hätte der Händler vor der Übergabe beseitigen können (Das mit Europcar selbstverständlich nicht).
Gerne freue ich mich über eure Meinung. Waren wir einfach zu pingelig? 🙂
Grüße
Dennis
Beste Antwort im Thema
@TE
Und was bringt es dir, wenn jetzt hier Hinz und Kunz dir sagt, alles war richtig oder du bist zu pingelig?! Der Sinn eines solchen Threads erschließt sich mir nicht.😮
37 Antworten
Zitat:
@Drahkke schrieb am 26. März 2020 um 19:54:41 Uhr:
Zitat:
@cki77 schrieb am 26. März 2020 um 18:04:37 Uhr:
Merke: Nie ein Auto im Vorbeigehen kaufen, schon gar nicht bei Regen!
Richtig.Ich habe schon Besichtigungstermine abgesagt, weil es kurz vorher zu regnen begann.
Ich habe den Fehler gemacht. Wusste aber, dass man es eigentlich nicht macht. Irrational eben.
Dadurch habe ich den angegriffenen Lack auf den Motorhaube und dem Dach nicht erkannt, vermutlich
schon durch "rumstehen des auszuliefernden Autos" durch sauren Regen verursacht.
Naja, VW hat die Flächen dann auf Garantie neu lackiert, der ein Super Auto.
Man lernt nicht aus...
Zitat:
@treg4x4 schrieb am 26. März 2020 um 17:42:14 Uhr:
Unserer ist ein ehemaliger Mietwagen ,ein JAhr alt und bis auf minimale Gebrauchsspuren wie neuwertig.
Der ist dann aber nicht von Europcar!
Zitat:
@treg4x4 schrieb am 26. März 2020 um 17:42:14 Uhr:
Zitat:
@PKGeorge schrieb am 26. März 2020 um 17:11:54 Uhr:
Da interessieren die Restlichen Mängel überhaupt nicht mehr.
Richtige Entscheidung mit der Rückgabe!Was denkst du den ,gibt es bei einem 8 Monate alten Auto anderes als einen Miet- oder Vorführwagen? Wenn nicht explizit ausgeschlossen bei der Bestellung ist das doch ok. Unserer ist ein ehemaliger Mietwagen ,ein JAhr alt und bis auf minimale Gebrauchsspuren wie neuwertig.
Es gibt auch sehr viele junge Gebrauchte aus Vorbesitz von Werksangehörigen. Mitunter sind die nur 6 Monate lang zugelassen und befinden sich i.d.R. in einem sehr guten Zustand.
Meinen GTI habe ich 2017 ungesehen online gekauft. 6 Monate zugelassen auf Wolfsburger Erstzulassung, unter 10tsd km gelaufen. Top Zustand bei Abholung. Ich hatte viele Fotos und das Gutachten im Rahmen der Rückgabezustandsbewertung per Mail erhalten und war somit über den Zustand des Fahrzeugs im Bilde.
Die Masche mit dem Werkswagen scheint inzwischen sehr häufig vorzukommen, das schreibe ich, weil ich es selber erlebt habe. Die Bezeichnung wird von Händlern als Lockmittel benutzt, beim Kauf wird der Werkswagen dann wundersamerweise zum mängelbehafteten Leasingrückläufer oder Mietwagen. Genaueres kann man dem Handbuch entnehmen, das Werk findet sich als Stempel auf der Rückseite des Deckblattes bei dem Fahrzeugcode, bei Leasingfahrzeugen findet sich dort ein VW Händler.
Mitarbeiterfahrzeuge sind noch eine andere Geschichte, die werden mit min. 20% Rabatt erworben und werden nicht selten erst einmal familienintern weitergereicht, bevor sie irgendwann einmal veräußert werden.
Die Qualität kann bei all den Möglichkeiten schlecht sein, auch mit Werkswagen wird nicht zwangsläufig pfleglich umgegangen. Daher immer schön die Augen offen halten. Dass mal Schlüssel zerkratzt sind, etwas Steinschlag vorhanden ist oder sich im Türgriff ein paar Nagelkratzer befinden, sind normale Gebrauchsspuren mit denen man sich schon arrangieren muss, wenn man einen Gebrauchten kauft. Was Halema erlebt hat, wäre mich allerdings auch zuviel gewesen.
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Zitat:
@Halema schrieb am 26. März 2020 um 16:59:07 Uhr:
Nach einem kurzen Blick im Regen hatten wir uns dann für den Kauf entschieden und es wurde uns ein super Auto (Ex-VW-Fahrzeug, Nichtraucher, keine optischen Mängel, 8 Monate alt, 25.000 km) versprochen, welches auch vertraglich festgehalten wurde.
Ich verstehe durchaus dass einen so ein Verhalten vom Haendler, zurecht, nervt und nicht in Ordnung ist.
Allerdings muss man sich wirklich ueberlegen wer denn ein Auto nach 8 Monaten und 25Mm wieder verkauft.
Natuerlich gibt es WA Fahrzeuge, allerdings heisst ex-VW jetzt nicht zwingend WA. Da kann die Kiste auch als Leih- oder Poolfahrzeug eingesetzt worden sein, das ist auch nicht unbedingt besser als ein Mietwagenruecklaeufer. Die allermeisten sehr jungen Gebrauchten, meist um die 6-12 Monate alt und mit Fahrleistungen um die 50Mm p.a. sind bzw. waren Mietautos.
Ab 2-4 Jahren kommen dann noch die Leasingruecklaeufer dazu (da bekommt man alles zwischen ganz wenig und sehr vielen Kilometern).
Kein Privater wird ein Auto nach einem Jahr abstossen, ausser er hatte Probleme mit dem Fahrzeug.
Zitat:
@itasuomessa schrieb am 27. März 2020 um 12:50:10 Uhr:
Kein Privater wird ein Auto nach einem Jahr abstossen, ausser er hatte Probleme mit dem Fahrzeug.
Was so nicht stimmt.
Finanzielle Probleme?
Nachwuchs?
Familiäre Probleme?
Umzug?
Arbeitgeber gewechselt?
etc pp
Bei finanziellen Problemen etc, ja klar.
Wegen Umzug oder neuem Arbeitgeber geb zumindest ich persoenlich mein Auto auch nicht gleich her.
Ohne wirkliche Not verkauft keiner ein ein Jahre altes Auto, da kann man sein Geld auch gleich in der FuZo in die Luft werfen. Der ueberwiegende Anteil an sehr jungen Gebrauchten waren in irgendeiner Form Miet-, Vorfuehr- oder Leihfahrzeuge.
Zitat:
@itasuomessa schrieb am 27. März 2020 um 13:05:16 Uhr:
"FuZo"
Was ist das nun wieder? Nie gehört...
Zitat:
@-prh schrieb am 27. März 2020 um 15:39:09 Uhr:
Ihr mit Eurem Abkürzungfimmel hier...
😉
Das heißt AküFi.😁😁
Zitat:
@NackterGolfer schrieb am 27. März 2020 um 02:06:30 Uhr:
Die Masche mit dem Werkswagen scheint inzwischen sehr häufig vorzukommen, das schreibe ich, weil ich es selber erlebt habe. Die Bezeichnung wird von Händlern als Lockmittel benutzt, beim Kauf wird der Werkswagen dann wundersamerweise zum mängelbehafteten Leasingrückläufer oder Mietwagen. Genaueres kann man dem Handbuch entnehmen, das Werk findet sich als Stempel auf der Rückseite des Deckblattes bei dem Fahrzeugcode, bei Leasingfahrzeugen findet sich dort ein VW Händler.
Du meinst wohl das Serviceheft.
Wenn man seinen Neuwagen in der Autostadt abholt, ist die Auslieferung auch im Werk und nicht beim Händler...
@F10ler
Nein, ein Serviceheft gibt es seit Mitte 2017 nicht mehr.
Dafür stehen die fahrzeugspezifischen Daten und Codes sowie der Werks- und der Auslieferungsstempel auf der inneren Umschlagseite (Deckblattseite) des Handbuches.
Zitat:
Du meinst wohl das Serviceheft.
Wenn man seinen Neuwagen in der Autostadt abholt, ist die Auslieferung auch im Werk und nicht beim Händler...
Wie sehen denn die Stempel der Autostadt aus? Ich weiß das nicht.
Bei Werkswagen tauchen dort die wirklichen VW Werke auf, z.B. Kassel, Emden, Braunschweig oder sowas.