Unfallreparatur nachträglich feststellen?
Hallo,
ich habe mir vor mittlerweile 5 Jahren einen Mondeo als Jahreswagen gekauft. Das Fahrzeug wurde als unfallfrei ausgewiesen. Jetzt bin ich gerade dabei den Mondeo aufgrund von Zuwachs zu verkaufen. Heute war ein Interessent da und hat aufgrund der Spaltmaße vermutet, dass das Auto einen Unfallschaden hatte. In den Jahren in denen ich das Fahrzeug hatte, gab es definitiv keinen Schaden.
Laut Forum sind unterschiedliche Spaltmaße bei Ford eher normal als besonders.
Meine Frage ist jetzt, ob über das Ford Werkstatt System festgestellt werden kann ob das Fahrzeug schon mal repariert wurde. Ich weiß nicht ob die Ford-Werkstätten schon so vernetzt sind oder ob die Daten von jeden Werkstattbesuch nur in der betreffenden Werkstatt ab liegen.
Hat jemand eine Ahnung?
Falls jemand von Euch solch einen tiefen Einblick hat, wäre ich für eine Rückmeldung dankbar.
Gruß, PowerStation
6 Antworten
Hallo Powerstation,
das klingt zumindest für mich ungewöhnlich, dass ein Jahreswagen, der ausdrücklich als "unfallfrei" verkauft wird, einen Unfallschaden hatte.
Viel gewöhnlicher klingt die Behauptung für mich dagegen von einem Interessenten, der nach irgendwelchen Punkten sucht, um den Preis nach unten drücken zu können...
Für Unfallreparaturen gibt es Spezial-Betriebe, die fast nur solche Sachen machen und dabei eine hohe Professionalität entwickelt haben. Marken-Werkstätten bringen Unfallwagen oft zu solchen Spezialisten, aber auch Besitzer von Autos, die einen Unfallschaden haben. Diese Spezialwerkstätten sind überhaupt nicht mit anderen Werkstätten vernetzt.
Sollte also Dein Wagen tatsächlich einen Unfallschaden gehabt haben, wäre der Vorbesitzer sehr wahrscheinlich zu einem Unfallspezialisten gefahren, der nicht vernetzt ist und hätte das Auto dort wiederherstellen lassen. So was kriegst Du aber allerhöchstens nur in Kombination von einem KFZ-Sachverständigen mit Privatdetektiv heraus, nicht auf die einfache Tour. Der erfahrene KFZ-Sachverständige könnte anhand von manchen Symptomen (nachlackierte Stellen etc.) die Vermutung stützen, dass es evtl. ein Unfallwagen war und der Privatdetektiv würde das Umfeld des Vorbesitzers ausleuchten und versuchen herauszufinden, ob der Vorbesitzer einen Unfallspezialisten kennt...
Ich persönlich würde in der Sache nichts mehr tun und guten Gewissens den Wagen auch als unfallfrei weiterverkaufen. Und wenn der erste Interessent nicht mag dann eben an den nächsten...
Gruß
Uwe
Schreib doch mal, um welche Spaltmaße es sich handelt! Dann kann man vielleicht Punkte nennen, wo du schauen kannst. Kleine Abweichungen in den Spaltmaßen sind üblich! Dafür kostet er auch den Preis eines Kleinwagen weniger, als so mancher vergleichbare Audi, Beamer oder Benz.
Zusätzlich, sollten einige Daten vom fFH abgerufen werden können. Einfach mal schauen lassen, was im System ist. Meist sind Wartungen eingetragen und einige Reparaturen.
Wenn du im ADAC oder Co. bist, fahr doch mal dort hin. Die können auch einen Gebrauchtcheck machen und ggf. sowas finden. (z.B. Lackdicke prüfen!)
Solche Phantastereien mit Detektiv und Co. würde ich gleich mal unter Ablage-P einordnen! (Totaler Unfug!)
Wenn du auf die einfache Tour keine stichhaltigen Punkte zu einem eventuellen Schaden findest, schick den "Interessenten" in die Wüste! Der will dich nur übervorteilen. Der nächste Käufer wartet sicher auch schon!
MfG
Zitat:
Original geschrieben von uwepantherschwarz
Ich persönlich würde in der Sache nichts mehr tun und guten Gewissens den Wagen auch als unfallfrei weiterverkaufen. Und wenn der erste Interessent nicht mag dann eben an den nächsten...
Gruß
Uwe
Stimme Uwe zu, würde auch weiterhin als unfallfrei verkaufen. Sollte was bei rauskommen hast Du persönlich nichts zu verbergen – unfallfrei gekauft = unfallfrei verkauft
Mein letzter Audi wurde wegen eines Kratzerschadens am Kotflügel rechts (Parkhaus) komplett rechtseitig + Motorhaube lackiert. Und? Ist das ein Unfall gewesen? Wurde übrigens bei Audi auch als unfallfrei angeboten, mit dem Vermerk auf Nachlackierung beim Kauf. Habe den übrigens auch als Unfallfrei verkauft… Natürlich mit dem Hinweis auf Nachlackierung in KV
Grüße
Bei meinem unfallfreien Halbjahreswagen (Mondeo), der vorher nur auf Ford Köln zugelassen war, ist auch nach 5 Jahren die Spachtelmasse aus dem Schweller gefallen, weil der rostige Untergrund selbige nicht mehr getragen hat. Unter der Plastikleiste die da leicht über dem Schweller unter den Türen sitzt, hat man dann nach Demontage auch die Abklebenaht von der Komplettschwellerlackierung gesehen. Trotzdem wusste Ford angeblich von nix...
Musste dann selber reparieren. Also wenn da irgendwo unfallfrei steht, dann muss man das nicht glauben.
Zitat:
Original geschrieben von escalator
Bei meinem unfallfreien Halbjahreswagen (Mondeo), der vorher nur auf Ford Köln zugelassen war, ist auch nach 5 Jahren die Spachtelmasse aus dem Schweller gefallen, weil der rostige Untergrund selbige nicht mehr getragen hat. Unter der Plastikleiste die da leicht über dem Schweller unter den Türen sitzt, hat man dann nach Demontage auch die Abklebenaht von der Komplettschwellerlackierung gesehen. Trotzdem wusste Ford angeblich von nix...Musste dann selber reparieren. Also wenn da irgendwo unfallfrei steht, dann muss man das nicht glauben.
Das ist natürlich nicht ok!!
Wiederrum ist es für einen Käufer immer wieder der perfekt Grund den Preis drücken zu wollen,obwohl der Wagen (u.U.) keinen Unfall hatte und nur die Spaltmaße nicht ganz in der Norm sind.
Was bei Ford ja schonmal vorkommt...
Eine Austauschtür z.b. die wegen Rost (MK3 bis `03) gewechselt wurde, und wo beim Einbau die Spaltmaße nicht sooo sehr beachtet wurden macht aus dem Auto noch lange kein Unfallwagen.
Und mal ehrlich,versuchen nicht alle Autokäufer durch irgendwelche "Gründe" den Preis zu drücken?!😉
Und was ich beim Autoverkauf schon für Gestalten hier aufm Hof stehen hatte,ein "Profi" jagte den anderen ...die kannten mein Auto besser als ich selbst ,hatte ich manchmal das Gefühl 🙄
Da hieß es dann,der nächste bitte!!
Des Käufers Wort ist nicht Gesetz!!
Man sollte aber Kompromisse (beide Seiten) eingehen,dann sind alle zufrieden.
Der TE muss den Wagen ja nicht an diesen Käufer verkaufen,ist ja kein Zwang!
mfg
Zitat:
Original geschrieben von Nebiru666
Und mal ehrlich,versuchen nicht alle Autokäufer durch irgendwelche "Gründe" den Preis zu drücken?!😉
Da muss man oft nicht lange suchen... ich suche seit nem Monat nach einem Auto eigentlich nen Vectra. Aber nun bin ich bei Mondeo angelangt da die Vectra alle sind und der KFZ Sachverständige zu dem ich die Autos immer zum Checken fahre eher Ford Fan ist.
Focus Turnier ist mir zu Plastik Like..
Die Preise beim Mondeo liegen ja eher niedrig (ungefähr 2002er 100.000km ca. 2.500.- laut DAT). Bisher waren aber alle Autos maximal die hälfte wert von dem was die Verkäufer wollten... da muss man nicht lange nach Gründen suchen 😉
Der letzte wirkliche Unfaller (von verschobenen Stoßstangen sehe ich mal ab) wurde teils mit Kabelbinder gefixt...
Also ich empfehle immer vor dem Kauf den Wagen komplett prüfen zu lassen. Wenn man ihn dann wieder verkaufen will weis man wenigstens welcher Zustand vorher bestand... der Ruf des Betrügerischen Autoverkäufers ist Tatsache mehr als ein Klischee....
Will dem TE hier aber mal nix unterstellen, gibt auch genügend Käufer (vielleicht sind es dann sogar nur Wiederverkäufer!!!) die Märchen erzählen um den Preis zu drücken.
Fazit, zum Feststellen am besten zu einem KFZ Sachverständigen. Praktisch wenn man selber einen kennt.