Unfall mit W126
Hallo, S-Klasse-Kollegen,
leider hatte ich gestern einen Unfall mit meinem W126. Wen die Details interessieren, kann es hier nachlesen:
http://www.suite101.de/.../...strassenbahn-zerstoerte-mercedes-a127049
Frage nun:
Die Werkstatt meint, der Achskörper hin und der Wagen wirtschaftlicher Totalschaden. Mit gebrauchten Teilen sei er für 4.500 Euro wieder hinzukriegen. Nach dem Unfall habe ich das Auto noch problemlos vom Gleiskörper der Straßenbahn fahren und am Bürgersteig rückwärts einparken können. Ich bezweifle ein wenig die Diagnose der Werkstatt.
Zwei Bilder hänge ich an.
Ich weiß nicht, was ich tun soll: Wenn der Vorgang sich zu lange zieht, muss ich den Hund ins Tierheim geben, weil ich Arbeit und Hundebetreuung ohne Auto oragnisatorisch nicht packe. Ich bin verzweifelt. Und das mir: Seit 1979 habe ich den Führerschein, seitdem weder Unfall noch Punkte; trotz stets leistungsstarker Dienstwagen mit bis zu 80.000 Km Jahresfahrleistung. :-(
Beste Antwort im Thema
Zitat:
Original geschrieben von Chatchamp
Ich weiß nicht, was ich tun soll: Wenn der Vorgang sich zu lange zieht, muss ich den Hund ins Tierheim geben, weil ich Arbeit und Hundebetreuung ohne Auto oragnisatorisch nicht packe. Ich bin verzweifelt.
Statt ums Auto, mache ich mir mehr Sorgen um den Hund. Ins Tierheim geben, weil "der Vorgang sich zu lange zieht"? Ja gehts noch? Dein Begleiter, der dir vertraut, den willst du abgeben?
Mein gut gemeinter Tipp: Du hast mit dem Unfall in Zukunft wohl viel Ärger, sprich keine Kohle für den Totalschaden. Kauf dir eine billige Karre, damit du erst mal mobil bleibst, das Leben weitergeht und der Hund bei dir überlebt. Und mach dir mal bitte Gedanken um die Stellung und Wert deines Hundes in deinem Leben.
38 Antworten
Zitat:
@TimJones schrieb am 16. Juni 2020 um 22:05:36 Uhr:
Zitat:
@Bert80 schrieb am 16. Juni 2020 um 21:51:46 Uhr:
Da sieht der weizengelbe W126im Vergleich zum Golf IV aber sehr schlecht aus. Personenschäden mal unkommentiert.Dem liegt ein physikalisches Missverständnis zugrunde. Tatsächlich kann man sehen, dass die S-Klasse einen großen Teil der Energie aufgenommen und in Verformung verwandelt hat, ohne dabei den Innenraum zu beschädigen. Das dürfte beiden Fahrern geholfen haben, nicht schwer verletzt zu werden, weil die g-Kräfte niedrig(er) gehalten wurden.
Danke für Deine Richtigstellung: der W 126 war ein Vorbild in puncto Sicherheit, Qualität und Design.
Bruno Sacco sei Dank.
Gerade als Mopf die schönste S-Klasse überhaupt, finde ich.
@Bert80 - Ein Zitat aus Wikipedia zur Knautschzone:
Das erste nach diesem Konzept (Einteilung der Karosserie in drei „Boxen“: weicher Vorbau, gestaltfeste Fahrgastzelle, weiches Heck) gebaute Fahrzeugmodell war der Mercedes-Benz W 111 („Heckflosse“) von 1959.[1]
Erstaunlich. Ich habe immer diesen Crashtest W140 gegen Smart im Kopf. Der W126 ist ein sicheres Auto. Er ist aber nunmehr auch schon sehr alt.
Man muß sich immer vor Augen halten wann der W126 entwurfen worde. Die Präsentation der Baureihe war 1979, die Entwicklung fand also in den 1970er Jahren statt. Und für eine gut 45 jährige Konstruktion hat sich der weizengelbe doch gut geschlagen und hat seinen Insassen zumindest das Überleben gesichert. Bei den meisten, vielleicht sogar allen anderen Autos dieser Epoche, hätte das für die Insassen vermutlich anders ausgesehen.
Ähnliche Themen
Genau das ist der Punkt!
Mercedes war in Punkto Unfallsicherheit stets der absolute Vorreiter und Wegbereiter. Der W 126 war damals (wenn ich mich nicht irre) in den USA "Safest Car of the World". Der W 140 soll / sollte in Punkto Crash-Sicherheit nochmals um 30 % darüber gelegen haben.
Viele Grüße
Jörg H. und Blau Bär
Zitat:
@Blau Baer schrieb am 17. Juni 2020 um 10:14:02 Uhr:
Genau das ist der Punkt!
Mercedes war in Punkto Unfallsicherheit stets der absolute Vorreiter und Wegbereiter. Der W 126 war damals (wenn ich mich nicht irre) in den USA "Safest Car of the World". Der W 140 soll / sollte in Punkto Crash-Sicherheit nochmals um 30 % darüber gelegen haben.Viele Grüße
Jörg H. und Blau Bär
So habe ich das auch in Erinnerung.
DB ganz vorne, danach vielleicht Volvo (denen ich emotional leider nichts abgewinnen kann. Sind/waren für mich Autos für Oberlehrer. Paßt die kommende Limitierung auf 180 km/h bestens).
Selbst der R 107 war schon sehr gut.
Es gibt einen Unfallbericht, bei der mit einem etwa gleichschweren Franzosenauto neuerer Fertigung und etwa gleichschwer im Stadtbetrieb frontal kollidiert ist.
Die Insassen des NCAP-optimierten Peugeot mußten, mit glücklicherweise, nur leichten Verletzungen ins Krankenhaus.
Die Belegschaft im 107 stieg völlig ohne Blessuren aus.
Ich habe mir mal die Bilder in Ruhe angesehen.
Die Verformung hat ja gut funktioniert.
Offensichtlich hat der W126 frontal den Golf vorne links getroffen.
Man kann davon ausgehen, dass die Fahrzeuge auf den Bildern noch ihre ursprüngliche Position direkt nach dem Unfall haben.
Der Golf wirkt zwar nicht ganz so stark beschädigt, aber immerhin hat es ihn ziemlich weit in die Wiese geschleudert.
Unvergessen und für mich und eines der prägendsten Videos ist für mich nach wie vor dieses Werbevideo aus Australien zum W126: Klick hier!
"Bei einem Unfall sitze ich gern im sichereren Auto", einer der wesentlichen Gründe, warum ich S-Klasse fahre und nicht irgendeinen Kleinwagen.
Ich selber hatte 1988 mit einem W116 einen heftigen Unfall.
Die Bilder unten sind von meinem W116 280 SE von 1977, aufgenommen auf der Rückfahrt von Spanien bei Narbonne Sud.
Meine Frau war gefahren.
Von der Einfädelspur zog jemand direkt auf die rechte Spur, der dort fahrende Wagen wich auf unsere Spur nach links aus.
Da war neben der linken Spur noch etwas Asphaltbreite bis zur Leitplanke.
Das hörte jedoch auf.
Meine Frau hat scharf gebremst, ich habe ihr íns Lenkrad gegriffen, um den Wagen mehr nach rechts zu bekommen.
Das war mein letzter Wagen ohne ABS.
Wir sind dann von 150 km/h fahrend (abzüglich Bremsung) um 45 Grad nach rechts abgebogen und schräg in die Leitplanke gedonnert, abgeprallt und dann ein Stück weiter nochmal leicht eingeschlagen.
Zum Glück standen die Haltepfeiler der Leitplanken in dem Bereich sehr eng, sonst wäre es abwärts gegangen.
Der eigentliche Verursacher war natürlich weg, und ich musste meine Vollkasko bemühen.
Schaden laut Gutachten 16.000 DM, ich habe den Wagen in einer freien Werkstatt dann für 9500 DM reparieren lassen und noch 2 Jahre gefahren.
Bis auf den Platten war der Wagen noch halbwegs fahrbereit (Kühlerlüfter natürlich plattgedrückt, Kühler aber noch dicht).
Die Flüssigkeit neben der Fahrertür stammt nur von einer defekten Plastikwasserflasche, nicht vom Wagen.
Wir sind mit dem Schrecken davongekommen, keinerlei körperliche Beschwerden.
Das wäre mit unserem damaligen Golf 2 sicherlich nicht so gut ausgegangen...
Sicherheit ist mir bei meinem Fahrzeug jedenfalls sehr wichtig.
lg Rüdiger 🙂
Zitat:
Meine Frau hat scharf gebremst, ich habe ihr íns Lenkrad gegriffen, um den Wagen mehr nach rechts zu bekommen.
Das war mein letzter Wagen ohne ABS.
lg Rüdiger 🙂
Ähhm, ABS hilft auch nicht, wenn der Beifahrer hysterisch im Lenkrad rumgrabbelt.
Zitat:
@carsten253 schrieb am 18. Juni 2020 um 12:07:18 Uhr:
Zitat:
Meine Frau hat scharf gebremst, ich habe ihr íns Lenkrad gegriffen, um den Wagen mehr nach rechts zu bekommen.
Das war mein letzter Wagen ohne ABS.
lg Rüdiger 🙂Ähhm, ABS hilft auch nicht, wenn der Beifahrer hysterisch im Lenkrad rumgrabbelt.
Das ist richtig.
Aber ich gehe zu der Situation nochmal etwas mehr ins Detail:
Normalerweise ist zwischen der linken Spur und der Leitplanke keine Spurbreite Asphalt mehr.
Warum das an der Stelle war, keine Ahnung, vielleicht eine Brücke.
Meine Frau war reflexartig dahin ausgewichen, damit uns das von der rechten Spur kommende Fahrzeug nicht in die Seite fuhr.
Da wir schneller fuhren, waren wir schnell an diesem Fahrzeug vorbei, gleichzeitig endete das asphaltierte Stück links und ging in unbefestigten Boden über.
Während meine Frau scharf bremste, sah ich die Gefahr, dass wir auf dem unbefestigten und gleichzeitig schmaler werdenden Gelände vor uns Probleme bekommen würden.
Ich habe dann nicht hysterisch, sondern eher mit Bedacht (soweit das in so einer Situation möglich ist), durch Ziehen mit der linken Hand am Lenkrad versucht, den Wagen etwas nach rechts, also auf die wieder freie linke Spur zu bekommen.
Lenken und Bremsen mit blockierenden Rädern vertragen sich aber nicht, somit ist der Wagen nach rechts ausgebrochen.
Mit ABS hätten die Räder gar nicht blockiert und ein leichtes Rüberziehen wäre möglich gewesen.
Ich bin mir also ganz sicher, dass mit ABS dieser Unfall gar nicht passiert wäre und wir mit leichtem Schrecken einfach weiter nach Hause gefahren wären.
lg Rüdiger 🙂