Umstieg von AMG - benötigt bitte Erfahrungen
Guten Tag,
ich fahre seit vielen Jahren AMG aber Mercedes möchte mich als Kunden nicht mehr haben, da mir außer dem Amg gt 63s kein Auto mehr gefällt und der ist mir zu teuer.
Mein Auge fiel leider leicht ermüdet auf den I4 M60: Ich bin ganz ehrlich: optisch überzeugt der mich nicht aber finde ihn subjektiv erst einmal preislich in Ordnung.
3 Fragen habe ich:
Wie weit komme ich real mit so einem Auto? Ich fahre viel und schnell (25k pa)
Wie lange dauert das Nachladen? Ich will und kann weder in meiner Firma noch Zuhause schneller als 8kv laden, muss dafür auf dem Weg die Schnellader nutzen.
Macht das Auto Spaß? (Eine ziemlich dumme Frage. Hoffe auf cleverere Antworten).
Danke und Gruß Falk
73 Antworten
Wurde bereits geschrieben. Schnell fahren bedeutet schnell Akku leer. Dann heißt es nachladen.
Dabei solltest du beachten, dass bei so einer Beanspruchung durchaus die Leistung wegen der Temperatur gedrosselt werden wird, und er wird eventuell schon beim dritten DC Ladevorgang die Ladeleistung merklich drosseln. Wegen Bauteilschutz.
Du hast lediglich eine Dauerleistung von 125kW beim M50. Der M60 eventuell ein paar kW mehr. Der Rest ist von den Bauteil und Batterietemperaturen abhängig.
Die volle „Werbeleistung“ hast du zB nur im Sport Boost Modus und dann auch nur 10 Sekunden.
Ohne Änderung des beschriebenen AMG Mindset wird das nichts mit einem eAuto. Bzw. wirst du dich deutlich engeschränkt fühlen.
Da schaust lieber mal nach einem eTron GT oder Taycan. Die dürften das etwas länger aushalten.
Auch wenn der M50 auf dem Papier ausreichend Leistung und den M Buchstaben ausweist, ist es fahrtechnisch trotzdem ein merkbarer (großer) Unterschied zu meinem ehemaligen M4, M5 oder auch C63S.
Danke für die vielen und auch echt guten Antworten!
das Auto ist für mich eher eine Vernunftsentscheidung durch die fortgeführten 0.25%, optisch ist er für mich ein „geht so“, das aber ok wäre, ich komme von Mercedes und müsste eh umdenken in fast Allem.
Taycan z.B. ist urururalte Technik für superteuer, einen etron RS GT hatte ich vor 3 Jahren schon mal als Leihwagen und der war nach 200km leer, das war damals für mich ein nogo.
Ich dachte der i4 hätte wegen m50 auf m60 Wechsel ein technisches Upgrade erhalten.
Wie ist die CarPlay Integration? Mercedes ist einsteigen - „geht immer“.
Gruß und danke
Falk
Das Update ist vermutlich eher marginal. Vmax Fahrten bedeuten auch hier <200 km Reichweite. Für schnelle Autobahnetappen bleibt ein Vebrenner noch das Maß der Dinge.
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Wenn es eine echte Vernunftsentscheidung ist, dann steht ja auch "vernünftigem Fahren" bei angepasster Geschwindigkeit eigentlich nichts im Wege 😜
Wenn man sich auf der Autobahn so bei 120-130 km/h einpegelt, kommt man auch weit. Selbst, wenn man es auf kürzeren Abschnitten mal kurz krachen lässt.
Wann musst Du denn tauschen? Bei BMW steht ein großer Plattform- und Technologiewechsel an. Mit modernster E-Auto-Technologie (keine Verbrenner-Plattform mehr wie beim i4), viel höherer Reichweite, viel schnellerem Laden und komplett neuer Designsprache. Die ersten Modelle dieser "Neuen Klasse" sollen schon dieses Jahr erscheinen (allerdings erst mal SUV).
Wenn Du es nicht eilig hast, könnte sich Warten also durchaus lohnen.
Zitat:@FalkRo schrieb am 1. August 2025 um 14:49:54 Uhr:
einen etron RS GT hatte ich vor 3 Jahren schon mal als Leihwagen und der war nach 200km leer, das war damals für mich ein nogo.
Das wird dir beim i4 M60 nicht anders gehen.
Der Akku des etron GT vor 3 Jahren ist ähnlich groß wie der des BMW i4 M60 (eher größer) und WLTP-Verbrauch und Reichweite ist zwischen den Modellen auch vergleichbar.
Bist du Kurierfahrer für Organtransplantationen oder warum musst du so schnell unterwegs sein?
Sportlichkeit muss man aber auch definieren. Die meisten denken, wenn man mit über 200 über die Autobahn brettert, dann ist das sportlich, aber eigentlich ist man nur schnell.
Ich nutze den 40 als Landstraßengerät und ja, das macht Spaß, hab seit ich das Auto habe mein Motorrad komplett vernachlässigt. Aber: ich habe null Probleme bei trockenem Asphalt in der Kurve heftig zu übersteuern. Dieser Punkt lag bei meiner alten E-Klasse jenseits meiner Angstschwelle. Weiß jetzt nicht ob das nur am Gewicht liegt oder an der eher preiswerten Vorderachse. Beim 50 oder 60 wird das dank Allrad nicht so ausgeprägt sein. Aber wie Kobela schon schrieb: das aus der Kurve raus beschleunigen macht Laune, selbst mit nur 340 PS bei mir, ohne Schaltrucke und ohne Lärm, einfach phänomenal.
Danke für die sachliche Kommunikation das hilft mir weiter.
Ich habe mir schon fast gedacht dass jemand kommt und sagt „sportlich ist nicht rasen“ und „du kannst ja auch langsam fahren“.
Kann ich, wenn ich aber mal nicht schnell sein kann wenn ich es muss verliere ich jeden Monat sehr viel Geld. Mein kostbarstes Gut was ich oft nicht habe ist zeit. Wenn ich dann nicht auch mal Osnabrück Duisburg und Retour in 3-4h schaffe dann ist es das falsche Auto.
Es gibt einen Grund warum ich e für mich immer ausgeschlossen habe und das ist dieser.
Nun bringt Mercedes ein Auto das 400km in 10 Minuten lädt und die normale Variante schafft 5sec 0-100 und 210. Katastrophe.
09/26 muss ich spätestens wissen was ich möchte. Innovation zu erwarten?
Zitat:
@FalkRo schrieb am 1. August 2025 um 14:49:54 Uhr:
Taycan z.B. ist urururalte Technik für superteuer, einen etron RS GT hatte ich vor 3 Jahren schon mal als Leihwagen und der war nach 200km leer, das war damals für mich ein nogo.
Ich dachte der i4 hätte wegen m50 auf m60 Wechsel ein technisches Upgrade erhalten.
Der hat dank anderer Wechselrichter ein wenig mehr Reichweite, der Unterschied liegt so bei ~7%.
Der Facelift-Taycan ist dagegen schon ein ordentliches Upgrade gewesen, das ist keine Uralttechnik mehr. Der Neupreis wäre mir aber deutlich zu hoch.
Der Verbrauch des M50 bei Tempo 225 liegt bei über 60 kWh/100 km, den Rest kannst du dir selbst ausrechnen. Bei leerer Bahn schnell zwischen Städten pendeln geht damit halt nicht. Das wird sich auch mit der Neuen Klasse nicht ändern. Die sinnvolle Geschwindigkeit erhöht sich nur von 120-130 auf vielleicht 150, je nach Streckenlänge.
Mein Motorrad steht auch viel herum seit ich den i4 habe..
Zitat:
@FalkRo schrieb am 1. August 2025 um 16:20:10 Uhr:
09/26 muss ich spätestens wissen was ich möchte. Innovation zu erwarten?
Für uns hier ist das Problem, dass wir die nächste Stufe von BMW auch noch nicht kennen. Es gibt keine Tests, nicht mal Fotos, außer von stark getarnten Erlkönigen.
Fest steht: Es kommt ein neues Cockpit, wo viele Anzeigen unter die Frontscheibe wandern in einem breiten Band.
Es kommen 800V: Schnelleres Laden, mehr Entladestrom, weniger Kabeldicke.
Es kommt eine andere Batteriezellenform. andere Akkukühlung.
Die Reichweite erhöht sich um 30%. Das heisst aber nicht, dass aus 600km WLTP 900km werden, wie schon einige falsch errechnet haben ;) Sondern 780km.
Komplett neue Karossen.
Die E-Motore bleiben beim Fremderregerprinzip, damit ist BMW sehr gut gefahren bislang.
Und zu deiner dringendsten Frage: Es weiß bislang niemand, welche Modelle bis einschliesslich 2027 in welcher Reihenfolge erscheinen. Ende 2027 sollen alle auf dem Markt sein.
Zitat:@FalkRo schrieb am 1. August 2025 um 16:20:10 Uhr:
Danke für die sachliche Kommunikation das hilft mir weiter. Ich habe mir schon fast gedacht dass jemand kommt und sagt „sportlich ist nicht rasen“ und „du kannst ja auch langsam fahren“.Kann ich, wenn ich aber mal nicht schnell sein kann wenn ich es muss verliere ich jeden Monat sehr viel Geld. Mein kostbarstes Gut was ich oft nicht habe ist zeit. Wenn ich dann nicht auch mal Osnabrück Duisburg und Retour in 3-4h schaffe dann ist es das falsche Auto. Es gibt einen Grund warum ich e für mich immer ausgeschlossen habe und das ist dieser.Nun bringt Mercedes ein Auto das 400km in 10 Minuten lädt und die normale Variante schafft 5sec 0-100 und 210. Katastrophe.09/26 muss ich spätestens wissen was ich möchte. Innovation zu erwarten?
Ja, das deckt sich mit meiner Einschätzung. Ich würde da bis auf weiteres grundsätzlich die Finger von eAutos lassen.
Die 320 km für Osnabrück-Duisburg und zurück schafft man mit der Neuen Klasse locker in angemessener Zeit. 3-4h passen aber auch schon mit einem i4, vor allem mit dem Hecktriebler.
Ich bin früher oft gefahren, was geht (252), und kam trotzdem selten über 150 Durchschnittsgeschwindigkeit, und das ist schon etliche Jahre her. Die Vorgabe ist ja auch nicht 2 Stunden für die Strecke.
Ende der 90er habe ich mit einem Audi 100 2.5 TDI, der 195 fuhr, ca. 185 Schnitt geschafft zwischen Düsseldorf und HH, aber die Zeiten sind vorbei.
Noch behalte ich den Verbrenner für schnelle Autobahnfahrten, aber realistisch betrachtet bringt das eigentlich nichts mehr.
p.s. wenn man zuhause laden kann, sollte man noch die wegfallenden Tankstellenbesuche gegenrechnen.
Zitat:
@FalkRo schrieb am 1. August 2025 um 16:20:10 Uhr:
Danke für die sachliche Kommunikation das hilft mir weiter.
Ich habe mir schon fast gedacht dass jemand kommt und sagt „sportlich ist nicht rasen“
Nein nein, ich wollte dich nicht kritisieren, jeder kann doch machen was er meint. Ich wollte damit eigentlich nur sagen dass ich mit einem W211 von der Beschleunigung mal abgesehen nicht langsamer auf der Landstraße unterwegs war wie mit dem i4. Auf der Autobahn belasse ich es meistens so bei 140-160 kmh. Versuche die aber wo es geht zu vermeiden, hab in meinem Leben schon zu viel Autobahn gesehen.
Zitat:
@Sonntagnachtsfahrer schrieb am 1. August 2025 um 16:26:52 Uhr:
Der Verbrauch des M50 bei Tempo 225 liegt bei über 60 kWh/100 km, den Rest kannst du dir selbst ausrechnen.
Ein hochmotorisiert Benziner verbrauch bei voll4gas auch locker mal an die 30 l, also ungefähr vergleichbar von der Reichweite. Das ist nichts anderes.
Stimmt nicht. Die Reichweite beim Verbrenner bei Höchstgeschwindigkeit ist mindestens doppelt so hoch. Selbst wenn der Verbrenner 250 fährt und der i4 nur 225.