theoretische Haltbarkeit von Auto

Folgende Frage treibt mich schon länger um. Mir fehlt leider das nötige technische Wissen, um sie selber beantworten zu können:
Woran geht ein Auto eigentlich zu Grunde?
Um die Frage diskutieren zu können, würde ich vorschlagen, wir nehmen folgende Bedingungen an:

- Auto wird nach Herstellerangaben Scheckheftgepflegt
- Fahrerprofil ist auf die Kilometer bezogen so was wie 70% BAB / 20% Landstraße / 10% Stadt
- Fahrer geht normal mit seinem Auto um.
- Äußere Faktoren lassen wir mal außen vor (Unfälle oder auch Durchrosten)
- Wir fahren ca 50.000 km im Jahr

Wenn nun alle Services eingehalten werden und der Fahrer sorgsam mit seinem Auto umgeht, woran stirbt denn ein Auto dann?

Beste Antwort im Thema

Die meisten sterben aus Langeweile und werden nach Sueden oder Osten verkauft.

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Zitat:

Original geschrieben von NoirDesir


Ein Auto fällt ganz besonders auf, wo es noch diese Kunststoffklipse gibt: Der Audi A4 B5...

Warum fällt er auf? Weil bei jedem Zweiten mindestens eine Zierleiste fehlt. Kleben dürfte besser halten, bei geringerer Rostanfälligkeit.

Dann guck dir mal den A4 B6 an. 😁 Wenn du bei dem eine Türverkleidung ausbauen musst, dann kannst du von den 20 oder 30 Clipsen (oder wieviele das sind) gut und gerne die Hälfte bis Alle neu kaufen für 2€ das Stück.

In den Vorgänger Generationen wurde noch geschraubt. Z.B. sehr gut auch beim Golf 2 etc. Da kann man die Türverkleidungen 1000 mal an und abschrauben ohne dass was damit passiert.

Bis auf die höhere Sicherheit der neuen Autos reizt mich mittlerweile nur noch sehr wenig an den Karren. Natürlich sind so sachen wie ACC etc. sehr interessant, aber die gibt es ja auch schon seit einigen Jahren....
Diese ganzen Entertainment sachen kann man eigentlich knicken, da das alles nicht wirklich ausgereift ist. Google, Apple & Co. stecken da seit Jahren Milliarden rein, da kann kein Autohersteller mithalten.

Clipse etc. verspröden gern mal.
Die genannten Preise je Stk. und deren Ausfallquote erscheinen mir unrealistisch hoch.

Ich hab an meinem Oldie unten im Herbst 2008, also nach etwas mehr als 8 Jahren Fahrzeugalter, wg. Reparatur des fahrseitigen eFHs die Türverkleidung demontieren müssen, u.a.
Dabei und auch bei vielen anderen Demontagen (B, C, D-Säule, Hinterkante & Leiste Himmel, Kofferaumverkleidung links und mittig hinten, Heckklappenverteilung wg. nahezu abgerutschtem Wasserschlauch am Motorstutzen etc.) später ist mir bis dato noch kein einziger Clip zerbröselt, was mache ich falsch?

Oder, anders gefragt: Was wäre so schlimm, wenn...?

Ich bin, im Zweifel, ja auch oft eher Fan von z.B. schrauben statt vernieten, und im Motorraum ist mir eine Schraube auch bei weitem lieber als ein Kunststoff-Clip, aber im Innenraum finde ich die optische Zurückdrängung von Befestigungs- / Maschinenelementen in Form von div. sichtbaren Schraubenköpfen oder eben deren Kopf-Verkleidung doch ganz angenehm.
Was da konstruktiv manchmal geleistet wird, ist ja wirklich hoch ingeniös.
Schon die (nahezu schraubenlose) Konstruktion der Verkleidung meiner Außenspiegel hat was.
Hut ab vor dem Grips, der da drinsteckt!

Um das eigentl Thema noch einmal aufzuwerfen und darauf einzugehen was ein Motor wirklich umbringt:
Wie bereits erwähnt ist es meist ein wirtschaftlicher Grund weshalb man einen Wagen wechselt oder man entscheidet sich für einen neues, da der alte langsam langweilig wird.
In der technisches Hinsicht allerdings, sind es meist die Kaltstarts, die den Verschleiß des Motors beschleunigen. Siehe Taxis, die laufen teilweise 24std.Das Fahrzeug bleibt an beim Schichtwechsel und wird meistens nur beim Tanken ausgeschaltet, die Öltemperatur fällt da allerdings auch nicht wirklich herab, da der Stop einfach zu Kurz ist. Diese Fahrzeuge laufen meist <400.000km. Deswegen ist auch meine Theorie, dass das laufen des Motors das gesündeste ist. Start stop etc.. Ist alles nur da um die Emissionen /Verbrauch zu minimieren , somit auch Geldbeutel, zu schonen. Ich schalte täglich meine Start Stop Automatik aus, das gehört zum Losfahren bei mir dazu, tägliche Routine, wie das einlegen des 1. Gang.
Kurze Stopps, Auto bleibt an. Öltemperatur bleibt warm. 🙂
Ganz nebenbei kommt das noch dazu wie man im Allgemeinen mit seinen Motor umgeht..... Wir gehen aber mal von einer artgerechten Haltung aus 🙂

Naja, auch ein Audi A4 B6 hat da nur 4 Kunststoff-Spreizmuttern in den Türverkleidungen drin. (keinesfalls 20 - 30!!!) Doch die haben schon gleich gar nichts mit den Klipsen der Zierleisten zu tun...
Grundsätzlich ist da der Versuch erkennbar, dass man verhindern will, dass zwei verschiedene Metalle miteinander in Verbindung gehen: Dann entsteht zwangsläufig Rost, wenn das passende Elektrolyt dazukommt!
Ansonsten sind diese Klipse, Spreizmuttern, etc. reine Verbrauchsmaterialien, wie etwa Kabelbinder!
Und die kosten auch keine 2 € pro Stück!
Wer an bestimmten Fahrzeugen oft bastelt, sollte die Sackweise vorrätig haben...
Denn alles was beim Ausbauen da beschädigt wurde, sogar mit den Original Aushebelwerkzeugen, muss ersetzt werden.
Oder man akzeptiert, dass es nach dem Zusammenbau ständig irgendwo klappert!

So Long...

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Schrauben für die türpappe wurden noch nie direkt ins Blech gespaxt, da war immer ein plastikaufnehmer vorhanden. Gesehen hat man von den Schrauben während der Fahrt auch nichts da sie verdeckt verbaut sind. Schrauben sind immer besser als clipse.

Zitat:

Original geschrieben von Renegolf347


Um das eigentl Thema noch einmal aufzuwerfen und darauf einzugehen was ein Motor wirklich umbringt:
Wie bereits erwähnt ist es meist ein wirtschaftlicher Grund weshalb man einen Wagen wechselt oder man entscheidet sich für einen neues, da der alte langsam langweilig wird.
In der technisches Hinsicht allerdings, sind es meist die Kaltstarts, die den Verschleiß des Motors beschleunigen. Siehe Taxis, die laufen teilweise 24std.Das Fahrzeug bleibt an beim Schichtwechsel und wird meistens nur beim Tanken ausgeschaltet, die Öltemperatur fällt da allerdings auch nicht wirklich herab, da der Stop einfach zu Kurz ist. Diese Fahrzeuge laufen meist <400.000km. Deswegen ist auch meine Theorie, dass das laufen des Motors das gesündeste ist. Start stop etc.. Ist alles nur da um die Emissionen /Verbrauch zu minimieren , somit auch Geldbeutel, zu schonen. Ich schalte täglich meine Start Stop Automatik aus, das gehört zum Losfahren bei mir dazu, tägliche Routine, wie das einlegen des 1. Gang.
Kurze Stopps, Auto bleibt an. Öltemperatur bleibt warm. 🙂
Ganz nebenbei kommt das noch dazu wie man im Allgemeinen mit seinen Motor umgeht..... Wir gehen aber mal von einer artgerechten Haltung aus 🙂

Mit den heutigen guten Ölen findet selbst beim Kaltstart so gut wie kein Verschleiß statt, meine letzten Alltagskarren liefen perfekt ohne teures Öl bis zum Verkauf bei 325000km und jetzt mit 448000 km , und das trotz vieler Kaltstarts und Stadtverkehr .

Kaputt gehen Motoren fast nur wenn sie ohne Öl gefahren werden .

Nicht wenige Fahrer und vor allem Fahrerinnen checken nie den Ölstand, meine Schwester fuhr mit ihrem Golf so lange bis in den Kurven immer die Öllampe anging, am Peilstab war nicht mal mehr ganz unten Öl .

Selbst dieser Motor lief anschließend noch problemlos .

Zitat:

Original geschrieben von John-Mac-Dee


Schrauben für die türpappe wurden noch nie direkt ins Blech gespaxt, da war immer ein plastikaufnehmer vorhanden. Gesehen hat man von den Schrauben während der Fahrt auch nichts da sie verdeckt verbaut sind. Schrauben sind immer besser als clipse.

"Noch nie" ist eine gewagte Aussage! Ich weiß nicht, wo Deine Fahrzeug-Historie anfängt...

Gerade bei Türverkleidungen wurden jedoch zumindest oft sogenannte Blech-Muttern verbaut! Die wurden dann in der Tür in eine rechteckige Ausstanzung eingeklipst. Aber die meisten Elemente sind heute in austauschbaren Kunststoff-Spreiz-Tübeln verschraubt.

Aber auch da hatte man diese "Verbrauchsteile" beim Basteln auf Vorrat liegen...

Denn, wer viel an seinem Auto bastelt, der braucht die ständig! Ob diese Kunststoff-Teile beim Ausbau kaputtgehen, hat in der Regel auch nichts mit dem Geschick des Monteurs zu tun, sondern ist eher vom Zufall abhängig...

Es gibt stellen, an denen bekommt man diese Spreiz-Tübel zerstörungsfrei raus, weil man sie von hinten zusammendrücken kann. Es gibt aber auch Stellen, da kommt man definitiv nicht hin! Dann ist es mehr oder weniger Glücks-Sache, ob der überlebt, oder nicht!

So Long...

Spreizdübel bekommt man immer dann zerstörungsfrei heraus, wenn man das spreizende Element (z.B. den Spreizstift in der Mitte) entfernen oder, beim klassischen Spreizdübel beim Auto, nach innen durchdrücken kann - jenseits der Frage, ob man den Stift noch braucht und später an diesen nochmal herankommt.
Meist ist das der Fall, manchmal nicht, dann muss eben ein kpl. neuer Dübel her...

Mit ein bißchen Fummelei bekommt man ja sogar die Dübel aus der Mauer wieder raus, allerdings empfiehlt sich zuvor die Entfernung der spreizenden Schraube! 😁

All das wisst Ihr natürlich selbst, ich wollt´s daher nur noch mal anmerken!😰

Wer das mit sichtbaren Schrauben / Befestigungselementen im Innenraum nicht so ganz glaubt etc., sollte ggf. mal "Pastewka" gucken - und beim Saab ganz genau hinschauen.
Meine, da sieht man sogar noch die Schraube (oder deren Kopfverkleidung) in der A-Säulen-Verkleidung.

Ist eine Frage, wie lang die eigene Fahrzeug- & Kenntnishistorie zurück reicht, da hat Triumph BGH 125 schon ganz recht.

Zitat:

Original geschrieben von där kapitän


Wenn bei einem 900 Euro Auto die Einspritzpumpe für 1000 Euro kaputtgeht, ist das für viele Leute der Anlass, das Fahrzeug wegzugeben oder zu entsorgen.
cheerio

Das ist natürlich zu kurz gesprungen.

Der Wert eines Fahrzeugs wird vom markt bestimmt. soweit so gut. Der Wagen hat aber auch noch einen

"Wert" für den Eigentümer. Der kennt sein Fahrzeug. Darumsagt der sich ich investiere 1000€ und die EP hält wieder >100.000 durch und gut is.

Dann hat er "in Echt" 1000 Euronen investiert aber nicht gleich den Preis für einen Neuwagen aufgebracht. Das sind dann mal locker 30 oder 40.000 Euronen.

Die Industrie will natürlich verkaufen und argumentiert da MUSS ein neuer her.
Muss er definitiv nicht.

Der Herr lechtenbring hat das mal in einem schönen Lied besungen.

Das hier als Beispiel genommene Fahrzeug mit 50.000 KM p.a. (fähr übrigen kein priv. User)
gibts fast nicht. das sind Profi-KM. Der "private USER" fährt in diesem unserem Lande 12.000KM p.a.
früher waren das mal 15.000 p.a.
Und die Jungs und Mädels zwischen 18 und 30 verzichten zunehmend auf ein Auto.
Daher der Erfolg von Flinkster & Co.

Bei guter Pflege, vielleicht sogar Garage, hält ein Auto eigentlich EWIG.
Siehe hierzu auch die guten Oldtimer die besser als neu dastehen.

Hi,

habe hier zwei interessante Links gefunden:

http://product-life.org/.../...ostenanalyse-von-fahrzeugen-pkw-und-lkw

http://www.product-life.org/.../...Stahel%20Version%20PLI%20june12.pdf

Grüße

Man kann sich das alles schön rechnen, doch in der Praxis sieht es heute einfach oft so aus, dass ein Fahrzeug, das ein bestimmtes Feature, z.B. eine Funktion des neuesten iPhones, noch nicht richtig unterstützt, nur noch die Hälfte Wert ist...
Man unterscheidet da ganz krass zwischen zwei Fahrzeug-Kategorien: Historisch wertvolle Fahrzeuge, und Fahrzeugen, die mehr oder weniger Wegwerf-Artikel sind. Solche waren zum Schluss z.B. diese ganzen Ford-Escort-Modelle. Die hatten Probleme bei so gut wie allem, wo man nur Probleme haben konnte!
Das zeigt sich auch bei den Wiederverkaufswerten solcher Fahrzeuge: Billiger als diese Fahrzeuge kann man ein Auto heute kaum noch kaufen!
Wer jedoch sowieso schon von einem Kaufpreis von ca. 1000 € spricht, der kann da nichts Gutes erwarten, selbst, wenn er bereit ist, sich jeden zweiten Tag selbst unter das Auto zu legen...
Für den, der jedoch nur Daumen an den Händen, oder gar keine Zeit dazu hat, ständig unter dem Auto zu liegen, das Auto aber jeden Tag braucht, ist so ein Auto in der Regel eine Katastrophe mit Ansage...

Die "theoretische Haltbarkeit eines Fahrzeugs" ist theoretisch unbegrenzt, solange die Umweltbedingungen stimmen, und die Ersatzteilversorgung gesichert ist!
So bekommt man auch heute noch perfekt erhaltene Karman-Ghia in Kalifornien zu kaufen!
Und sogar hierzulande hält VW in sogenannten "Alt-Teile-Lägern" dafür so gut wie alle Teile parat.
Doch das tun die nur für bestimmte Fahrzeuge...
Insofern ist die maximale "Haltbarkeit" eines Fahrzeugs von dessen Betriebsbedingungen, und dessen Ersatzteilverfügbarkeit abhängig. Geht ein wesentliches Teil defekt, und man bekommt dafür keinen Ersatz mehr, ist das oft auch das Ende für das Fahrzeug! Danach kommen Spezialanfertigungen: So hat sich ein Bekannter z.B. einen Abgas-Sammler für einen V12- E-Type speziell neu gießen lassen (der originale war gerissen) ...
Machbar ist so was.
Doch der hat dafür halt so viel bezahlt, wie ein anderer für einen recht neuen Golf...

So Long...

.....muß man alles haben was machbar ist?
wir kaufen in aller Regel "Möglichkeiten"
Nutzen tun wir nur einen Bruchteil davon.

Mein Wagen geht von 0 auf 100 in 6,3 Sek.
Wie oft mache ich das wohl ?

Zitat:

Original geschrieben von Triumph BGH 125


Man kann sich das alles schön rechnen, doch in der Praxis sieht es heute einfach oft so aus, dass ein Fahrzeug, das ein bestimmtes Feature, z.B. eine Funktion des neuesten iPhones, noch nicht richtig unterstützt, nur noch die Hälfte Wert ist...

Man unterscheidet da ganz krass zwischen zwei Fahrzeug-Kategorien: Historisch wertvolle Fahrzeuge, und Fahrzeugen, die mehr oder weniger Wegwerf-Artikel sind. Solche waren zum Schluss z.B. diese ganzen Ford-Escort-Modelle. Die hatten Probleme bei so gut wie allem, wo man nur Probleme haben konnte!
Das zeigt sich auch bei den Wiederverkaufswerten solcher Fahrzeuge: Billiger als diese Fahrzeuge kann man ein Auto heute kaum noch kaufen!
Wer jedoch sowieso schon von einem Kaufpreis von ca. 1000 € spricht, der kann da nichts Gutes erwarten, selbst, wenn er bereit ist, sich jeden zweiten Tag selbst unter das Auto zu legen...
Für den, der jedoch nur Daumen an den Händen, oder gar keine Zeit dazu hat, ständig unter dem Auto zu liegen, das Auto aber jeden Tag braucht, ist so ein Auto in der Regel eine Katastrophe mit Ansage...

Die "theoretische Haltbarkeit eines Fahrzeugs" ist theoretisch unbegrenzt, solange die Umweltbedingungen stimmen, und die Ersatzteilversorgung gesichert ist!
So bekommt man auch heute noch perfekt erhaltene Karman-Ghia in Kalifornien zu kaufen!
Und sogar hierzulande hält VW in sogenannten "Alt-Teile-Lägern" dafür so gut wie alle Teile parat.
Doch das tun die nur für bestimmte Fahrzeuge...
Insofern ist die maximale "Haltbarkeit" eines Fahrzeugs von dessen Betriebsbedingungen, und dessen Ersatzteilverfügbarkeit abhängig. Geht ein wesentliches Teil defekt, und man bekommt dafür keinen Ersatz mehr, ist das oft auch das Ende für das Fahrzeug! Danach kommen Spezialanfertigungen: So hat sich ein Bekannter z.B. einen Abgas-Sammler für einen V12- E-Type speziell neu gießen lassen (der originale war gerissen) ...
Machbar ist so was.
Doch der hat dafür halt so viel bezahlt, wie ein anderer für einen recht neuen Golf...

So Long...

Die Aussage zum fehlenden apple-Feature halte ich für höchst gewagt, wenn nicht gar für falsch.
Es gibt immer solche und solche Käufer, eigentlich unendlich viele mit den unterschiedlichsten Vorstellungen zur notwendigen Ausstattung eines Gebrauchtfahrzeugs.

Nun gibt es umgekehrt Verfechter zahlreicher Zusatzausstattungen beim Neufahrzeug, mit dem Argument, dass sich das positiv auf den Wiederverkauf auswirke (kenne ich noch aus den 1980er Jahren aus meinen Zeiten bei MB...).

Der Markt ist aber breiter (und aufgrund zahlreicher Leasing-Rückläufer etc. eh übervoll, also kein Mangel an Angebot, sondern eher an Nachfrage!) und dem GW-Käufer, dem dieses oder jenes pille-palle ist, ist auch dann nicht mehr Geld zu entlocken, weil das betr. Fahrzeug eine bestimmte Zusatzausstattung hat, die die anderen aber eh auch alle haben, nach der Devise: Schön und gut, dass Sie das drin haben. Ich will und brauche das aber nicht und daher zahle / honoriere ich das auch nicht.
Selbst wenn ein Großteil der Vergleichsfahrzeuge eine Option nicht aufweist, schlägt sich das im GW-Markt nicht immer zwangsweise auf den Abverkaufspreis nieder, klingt unlogisch, ist aber so.
Am Ende bestimmt die Größe des Gesamtangebotes und die Größe der Nachfragegruppe ohne spez., gezielte Wünsche eine Rolle. Wenn´s dann hier nicht passt, also das Auto nicht genau auf den einen Interessenten trifft, der das Feature genau so sucht, sonst nirgendwo findet und zudem bereit ist, dafür nun mehr hinzulegen, dann ist´s eh peng.

Es gibt ja z.B. kaum noch Fahrzeuge ohne AC.
Kenne Beispiele, in denen Leute sowas explizit gesucht haben.
Der Preis des Autos ohne AC war dann final gar nicht geringer als mit, weil es eine (zugegeben) kleine, kenntnisreiche GW-Käufergruppe gab, die das Auto explizit ohne AC suchte und keine wollte.

Kenne auch etliche Beispiele für z.B. VW Golf ohne Navi, heute ja vermeintlich ein Feature, ohne das es nicht mehr geht und was deshalb vermeintlich immer mitbestellt wird. Dann gibt es die Kundengruppe, die sowas nicht braucht und zum Friedhof und ALDI bisher immer ohne Navi gefunden hat, für unbekannte Fahrten ggf. mal auf eine mobile Lösung (ggf. irgendwo geliehen) zurückgreift und überdies die Nachfolgekosten für updates (und ggf. upgrades) scheut - und schwupps hat man einen Markt für Golf ohne Navi und Kunden, die für einen Golf mit Navi keinen Cent mehr zu bezahlen bereit sind.

Für den Großteil heutiger Zusatzfeatures (AC gehört für mich per se nicht mehr dazu, sondern ist fast Standard, das obige Beispiel sollte daher nur eine krasse, aber reale Ausnahme schildern) gilt eh:
Schön wenn´s drin ist, aber muss nicht und der GW-Käufer bezahlt dafür keinen Cent mehr als für einen anderen ohne, wenn das Angebot groß genug ist und ggf. noch andere Kritierien wie Laufleistung etc. eine Rolle spielen.

Daher behaupte (und weiß aufgrund anderer, vergleichbarer Beispiele sogar) ich mal mutig,
dass das Beispiel mit dem "fehlenden apple-Feature und nur noch der Hälfte wert" auch in seiner Pauschalität (die ich durchaus begriffen habe) mächtig hinkt.
Bei einer vermutlich eher kleineren GW-Käufergruppe der sog. "digital natives" dürfe das Fehlen dieses Features dann ein echtes k.o.-Kriterium sein (die haben aber dann meist von Automobiltechnik, Zuverlässigkeit und anderen, originär das Fzg. betr. Kriterien eh keine Ahnung, Hauptsache bling-bling und facebook auch im Auto!), dem großen Rest ist das - noch - völlig wurscht und sicherlich kein Grund, nur noch 50% anzubieten.

Zitat:

Original geschrieben von Triumph BGH 125


Man kann sich das alles schön rechnen, doch in der Praxis sieht es heute einfach oft so aus, dass ein Fahrzeug, das ein bestimmtes Feature, z.B. eine Funktion des neuesten iPhones, noch nicht richtig unterstützt, nur noch die Hälfte Wert ist...
Man unterscheidet da ganz krass zwischen zwei Fahrzeug-Kategorien: Historisch wertvolle Fahrzeuge, und Fahrzeugen, die mehr oder weniger Wegwerf-Artikel sind. Solche waren zum Schluss z.B. diese ganzen Ford-Escort-Modelle. Die hatten Probleme bei so gut wie allem, wo man nur Probleme haben konnte!
Das zeigt sich auch bei den Wiederverkaufswerten solcher Fahrzeuge: Billiger als diese Fahrzeuge kann man ein Auto heute kaum noch kaufen!
Wer jedoch sowieso schon von einem Kaufpreis von ca. 1000 € spricht, der kann da nichts Gutes erwarten, selbst, wenn er bereit ist, sich jeden zweiten Tag selbst unter das Auto zu legen...
Für den, der jedoch nur Daumen an den Händen, oder gar keine Zeit dazu hat, ständig unter dem Auto zu liegen, das Auto aber jeden Tag braucht, ist so ein Auto in der Regel eine Katastrophe mit Ansage...

Die "theoretische Haltbarkeit eines Fahrzeugs" ist theoretisch unbegrenzt, solange die Umweltbedingungen stimmen, und die Ersatzteilversorgung gesichert ist!
So bekommt man auch heute noch perfekt erhaltene Karman-Ghia in Kalifornien zu kaufen!
Und sogar hierzulande hält VW in sogenannten "Alt-Teile-Lägern" dafür so gut wie alle Teile parat.
Doch das tun die nur für bestimmte Fahrzeuge...
Insofern ist die maximale "Haltbarkeit" eines Fahrzeugs von dessen Betriebsbedingungen, und dessen Ersatzteilverfügbarkeit abhängig. Geht ein wesentliches Teil defekt, und man bekommt dafür keinen Ersatz mehr, ist das oft auch das Ende für das Fahrzeug! Danach kommen Spezialanfertigungen: So hat sich ein Bekannter z.B. einen Abgas-Sammler für einen V12- E-Type speziell neu gießen lassen (der originale war gerissen) ...
Machbar ist so was.
Doch der hat dafür halt so viel bezahlt, wie ein anderer für einen recht neuen Golf...

So Long...

Dein Bekannter hat halt Geld zuviel, für den E- Type gibt es alles, und das sogar garnicht so teuer , da sind alte Porscheteile erheblich teurer, auch da gibt es alles .

http://www.paramount-performance.com/...-LHD-and-RHD-E-Type-CLONE.html

Bei gefragten Klassikern lohnt sich immer eine Reparatur , die Wagen werden ja ständig teurer .

Zitat: vom Kapitän ,
Deshalb... fahren, bis nix mehr geht. Lieber 250 Euro in Heißfett beim Karosseriebauer investieren und die Hohlräume versiegeln, als 5.000 Euro in ein anderes Auto.

Mache ich seitdem nur so. 😉

Und bei dem 250 D hätte er über Taxiteilehändler wohl heute noch ohne Probleme Teile gekriegt.
Steuergeräte, Kombi- und Tachoinstrumente werden mittlerweile auch schon repariert von speziellen Firmen. Im Moment alles noch insgesamt viel günstiger als ein teureres Auto.
Zitat ende:

So mache ich es auch ,
Wieso Geld für ein neuen kaufen , wo man schon für die viele Knöpfe nen Duden braucht ,
Und die feine Technik nur Ärger macht ,
Wenn man mit einem Alten viel weiter kommt , und nicht wie bei einem Neuen die Ersatzteile für ein halbes Vermögen hin Blättert ,
Und der Vertragshändler für ne Reperatur einen Ausnehmen will ,

Bei dem Alten immer schön alles einschmieren , Motor ab und zu nachschauen , ob genügend Wasser , Öl ist ,
Auch mal schauen nach Beschädigungen ,
Wie z,b Achslager , Spurstange , Lager an den Dreieckslenker , Motorlager , Bremsleitungen , Treibstoffleitung u,s,w ,,,
Erste anzeichen von Rost gleich Behandeln , und nicht immer erst Warten ,
Manche Werkstätte beseitigen mit Trockeneis den ganzen alten Unterbodenschutz und Dreck , und versiegeln es dan alles neu ,
Da werden e,v sogar Beschädigungen die unter der alten Pampe ist , aufgedeckt und kann dann problemlos Behandelt werden ,
Hohlraumversiegelung ist das A & O beim Auto , denn viele gammeln gern von Innen nach Außen ,,,,

Mfg Passini

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