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Steuerkette auslesen?

BMW 3er E90
Themenstarteram 10. April 2017 um 21:08

Hallo,

Weis zufällig jemand wie ich bei Rheingold bzw. bei INPA die Steuerkette auslesen kann? Also die Steuerzeiten nehm ich mal an. Hab nämlich schon 240 000km auf meinem 325d und wollte einfach mal Sicherheitshalber nachsehen ob da alles in Ordnung ist.

Hab zwar in Google eine Anleitung gefunden, die dürfte aber für eine ältere Version sein.

Beste Antwort im Thema

So, wie versprochen:

Vom Hersteller der Kette wird eine zulässige Längung von 0,5 % angegeben. In diversen Dauerlaufversuchen lagen die meisten Werte irgendwo zwischen 0,05 und 0,3 %, der höchste Wert ohne Schaden war 0,4 %. In einem Fall war die Kette gerissen, sie war aber auch um 0,55 % gelängt.

Um die Werte besser einordnen zu können: 0,5 % entsprechen ca. 13 °KW, ein Zahn am Kurbelwellenrad sind 18 °KW.

Ein Teil der sonstigen Toleranzen (siehe vorheriger Beitrag) werden bei der Motorproduktion am Bandende adaptiert, sind dem Steuergerät also als Nullpunkt bekannt. Von da an wird der Winkelversatz regelmäßig bei jeder Fahrt adaptiert und gespeichert. Als Fehlergrenze wurden 9,5 °KW appliziert. Daraus folgt, dass der Fehlereintrag spätestens bei 0,37 % Kettenlängung erfolgen würde, also zu einem Zeitpunkt, wo ein Kettenriss noch eher unwahrscheinlich ist. Da hier auch noch ein paar andere Einflüsse berücksichtigt wurden, könnte der Fehlereintrag sogar schon bei der halben Kettenlängung erfolgen.

Das Beispiel zeigt, dass eine vernünftige Diagnose durchaus möglich ist, was aber nicht bedeutet, dass das bei jedem Motor auch entsprechend sorgfältig gemacht wird.

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Solange der Motor ruhig läuft und deine Steuerkette ned rasselt is alles Okeh.

@andii6

Man kann keine Steuerkette auslesen und auch keine Steuerzeiten.

Auslesen kann man nur Steuergeräte, die wiederrum bekommen ihre Werte von der Sensorik/Aktorik. Eine Steuerkette auslesen ist nicht möglich, mechanisches Teil ohne Möglichkeit digitaler Ausgabe. Die Steuerzeiten werden fest vorgegeben und können somit zwar eingesehen werden, allerdings verrät das nichts über den Zustand da die Kolben auch etwas vom OT abweichen können... das betrifft jedoch nur Benziner. Ein Diesel ist ein Selbstzünder.

Kettenlängung kann man glaub ich prüfen, allerdings muss man dazu an die Kette... was beim Diesel schwer ist, da kann man wohl gleich die Kette tauschen.

Sicheres Indiz ist und bleibt ein verändertes Motorgeräusch. Wenn die Kette irgendwo schleift, bleibt das nicht "ungehört".

Zitat:

@ToastManOne schrieb am 11. April 2017 um 08:55:41 Uhr:

Die Steuerzeiten werden fest vorgegeben und können somit zwar eingesehen werden, allerdings verrät das nichts über den Zustand da die Kolben auch etwas vom OT abweichen können... das betrifft jedoch nur Benziner. Ein Diesel ist ein Selbstzünder.

Den Teil verstehe ich nicht. Was haben denn die Steuerzeiten mit dem Brennverfahren zu tun?

Zitat:

Kettenlängung kann man glaub ich prüfen, allerdings muss man dazu an die Kette... was beim Diesel schwer ist, da kann man wohl gleich die Kette tauschen.

Nicht unbedingt. Zumindest bei Ottomotoren (beim Diesel weiß ich es nicht, dürfte aber auch so sein) gibt es eine Diagnose, welche auch eine Kettenlängung erkennen sollte. Da braucht man nichts auseinander zu schrauben.

Und wieso kommt man bei einem Diesel schlechter an die Kette als bei einem Otto?

Beim Diesel vom Themenersteller ist die Kette meist hinten (zwischen Motorblock und Fahrgastzelle) während beim Benziner die Kette meist vorn sitzt. Um da an die hinten liegende Kette zu kommen, um diese mechanisch zu prüfen, muss man soviel Arbeit investieren dass man sie auch gleich tauschen kann.

Steuerzeiten beim Benziner ist eine fest vorgegebene Zeit bei dem die Zündkerze das Luft-Gasgemisch zündet. Wenn die Kette sich längt, weicht der Kolben von der Position des optimalen Zündzeitpunktes ab. Da kann man halt nichts messen, da gibt das System vor wann das passieren soll. Wenn die Kette springt, kann es bspw. zum Motorschaden führen da die Zündkerze den Brennraum zündet während der Kolben den OT noch nicht erreicht hat... das ist dann ein worst case. Motoren wurden zu Beginn Explosionsmaschine genannt, wer das Überspringen mal erlebt hat, weiß warum.

Eine ordnungsgemäß funktionierende Kette sorgt für ruhigen Lauf. Wenn er mal beim Benziner etwas zickt im kalten Zustand muss das nicht gleich Kette sein. Die Direkteinspritzung hat so ihre tücken. Ich hab den aktuellen Kettenspanner drin (Version 3 ab 10/2016), der bringt mehr Federkraft auf und strafft die Kette besser. Mehr kann man nicht machen... alle 1000km mal das Häubchen auf und zuhören was der Gute so für Geräusche von sich gibt.

Aua, aua, aua ....

Zitat:

@ToastManOne schrieb am 11. April 2017 um 10:13:15 Uhr:

Steuerzeiten beim Benziner ist eine fest vorgegebene Zeit bei dem die Zündkerze das Luft-Gasgemisch zündet.

Das nennt sich Zündzeitpunkt und nicht Steuerzeit. Und fest ist der schon mal gar nicht, sondern sehr drehzahl- und lastabhängig.

Zitat:

Wenn die Kette sich längt, weicht der Kolben von der Position des optimalen Zündzeitpunktes ab.

Derweil der Zündzeitpunkt vom Kurbelwellenwinkel abhängt und dieser mittels eines Sensors an der Kurbelwelle erfasst wird, ist es für den Zündzeitpunkt völlig unerheblich, wie lang oder kurz die Kette ist. Theoretisch müsste sie nicht mal im Motor sein.

Zitat:

Wenn die Kette springt, kann es bspw. zum Motorschaden führen da die Zündkerze den Brennraum zündet während der Kolben den OT noch nicht erreicht hat... das ist dann ein worst case.

Da der Zündzeitpunkt sehr variabel ist, ist das da oben gar kein Problem für den Motor. Im Gegenteil: Im Allgemeinen wird immer vor OT gezündet, teilweise bis 40 oder 50 °KW v. OT.

Der worst case ist der, dass der Kolben hoch kommt während ein Ventil noch geöffnet ist. Dann rumst es richtig.

Das würde mich auch interessieren, wie man die Längung der Kette ermitteln kann. Habe auch einen 325d mit N57, also auch die Kette hinten. Mittlerweile sind es 194.000km. Vor kurzem laß ich von einer gerissenen Kette bei einem N57 bei 300.000km. Ist aber auch echt doof, dass die so verbaut ist. Klar, eigentlich soll die verbaute Fahrradkette ein Leben lang halten, tut sie aber nicht unbedingt. Ich würde schon gern ganz entspannt ne halbe Million km drauffahren, aber ob ich dabei entspannt bleiben kann, wird sich noch zeigen. Die Zeiten wo ne halbe Million km für einen R6 ganz selbstverständlich waren sind evtl. vorbei.

Mein 330d N57 hat schon 366.000 km und bis jetzt keine ketten probleme

Themenstarteram 11. April 2017 um 20:02

Hab einen M57 Motor.

Zumindest hat der M57 die Kette vorn:)

Zitat:

Mein 330d N57 hat schon 366.000 km und bis jetzt keine ketten probleme

Sorry für OT, aber gab es großartig was außerplanmäßiges oder lief er ohne Zicken? Bei meinem ist auch alles fit. Mal Kleinigkeiten, ne undichte Dichtung am Ölfiltergehäuse, jährlich Reifen, Bremsen, Öl, Filter aber sonst gab es nix zu tun. OK ein Schnitzerfahrwerk kam vor 100.000km rein, ansonsten wären die Dämpfer wahrscheinlich schon breit.

@Rael_Imperial Ich hab mich da wohl sicher nicht genau genug ausgedrückt *g* Ein paar Definitionssachen waren tatsächlich sehr Laienhaft. Allerdings hätte ich trotzdem noch ein paar Anmerkungen:

Es ist richtig das der Zündzeitpunkt abhängig von Last und Drehzahl ist, was allerdings nichts daran ändert das es ein fest programmierter Wert ist der vom System vorgegeben ist. Deshalb ist es unsinn diesen zu messen um eine Kettenlängung zu ermitteln. Anhand von Kennkurven wird der Zündpunkt ermittelt und ist nicht davon abhängig ob sich der Kolben tatsächlich im OT befindet, das ist eine indirekte Messung über den Kurbelwellensensor. Man geht einfach davon aus das die Kurbelwelle und die Nockenwelle synchron und definiert laufen. Der Kurbelwellensensor detektiert ausschließlich die Lage der Kurbelwelle ohne zu wissen wie die Nockenwelle tatsächlich steht. Diese werden m.E. nicht gegeneinander verglichen. Beim Überspringen der Kette kann es also, wie schon geschildert, zur Zündung kommen wenn der Kolben den OT noch nicht erreicht hat, also im Hochkommen... sonst wäre es ja Zündung nach Überschreiten des OTs, was tatsächlich möglich ist. Zweite Ursache für einen Motorschaden durch Steuerkettensprung kann durch Aufeinandertreffen von Kolben und Ventilen entstehen.

So oder so kann man eine Kettenverschleißmessung nicht über Sensoren messen, zumindest hab ich davon noch nie gelesen oder gehört. Ich lass mich aber gern eines besseren belehren :D

@Rael_Imperia

1. Anwort = sehr laienhaft.

Die spätere 2. Anwort wurde wohl irgendwo abgeschrieben.... da sie sehr kompetent wirkt.

Mein sachlicher Senf: Wie schon mehrfach geschrieben wurde, kann man die Steuerkette nicht auslesen. Ein erfahrener Schrauber hört "die Längung der Kette". Wenn dies passiert, dann sollte man die Steuerkette samt Steuerkettenspanner wechseln.

Wenn man sich unsicher ist, aber auf der sicheren Motorenseite sein möchte, dann sollte man Geld in die Hand nehmen und vorsorglich wechseln.

Ich lese ab hier nur noch mit. Allzeit gute Fahrt.

Zitat:

@Rael_Imperial schrieb am 11. April 2017 um 09:17:53 Uhr:

Zitat:

@ToastManOne schrieb am 11. April 2017 um 08:55:41 Uhr:

Die Steuerzeiten werden fest vorgegeben und können somit zwar eingesehen werden, allerdings verrät das nichts über den Zustand da die Kolben auch etwas vom OT abweichen können... das betrifft jedoch nur Benziner. Ein Diesel ist ein Selbstzünder.

Den Teil verstehe ich nicht. Was haben denn die Steuerzeiten mit dem Brennverfahren zu tun?

Zitat:

@Rael_Imperial schrieb am 11. April 2017 um 09:17:53 Uhr:

Zitat:

Kettenlängung kann man glaub ich prüfen, allerdings muss man dazu an die Kette... was beim Diesel schwer ist, da kann man wohl gleich die Kette tauschen.

Nicht unbedingt. Zumindest bei Ottomotoren (beim Diesel weiß ich es nicht, dürfte aber auch so sein) gibt es eine Diagnose, welche auch eine Kettenlängung erkennen sollte. Da braucht man nichts auseinander zu schrauben.

Und wieso kommt man bei einem Diesel schlechter an die Kette als bei einem Otto?

@Rael_Imperia

Die 2. Anwort wurde wohl irgendwo abgeschrieben.... da sie sehr kompetent wirkt.

 

 

Zitat:

@Rael_Imperial schrieb am 11. April 2017 um 16:41:27 Uhr:

Aua, aua, aua ....

Zitat:

@Rael_Imperial schrieb am 11. April 2017 um 16:41:27 Uhr:

Zitat:

@ToastManOne schrieb am 11. April 2017 um 10:13:15 Uhr:

Steuerzeiten beim Benziner ist eine fest vorgegebene Zeit bei dem die Zündkerze das Luft-Gasgemisch zündet.

Das nennt sich Zündzeitpunkt und nicht Steuerzeit. Und fest ist der schon mal gar nicht, sondern sehr drehzahl- und lastabhängig.

Zitat:

@Rael_Imperial schrieb am 11. April 2017 um 16:41:27 Uhr:

Zitat:

Wenn die Kette sich längt, weicht der Kolben von der Position des optimalen Zündzeitpunktes ab.

Derweil der Zündzeitpunkt vom Kurbelwellenwinkel abhängt und dieser mittels eines Sensors an der Kurbelwelle erfasst wird, ist es für den Zündzeitpunkt völlig unerheblich, wie lang oder kurz die Kette ist. Theoretisch müsste sie nicht mal im Motor sein.

Zitat:

@Rael_Imperial schrieb am 11. April 2017 um 16:41:27 Uhr:

Zitat:

Wenn die Kette springt, kann es bspw. zum Motorschaden führen da die Zündkerze den Brennraum zündet während der Kolben den OT noch nicht erreicht hat... das ist dann ein worst case.

Da der Zündzeitpunkt sehr variabel ist, ist das da oben gar kein Problem für den Motor. Im Gegenteil: Im Allgemeinen wird immer vor OT gezündet, teilweise bis 40 oder 50 °KW v. OT.

Der worst case ist der, dass der Kolben hoch kommt während ein Ventil noch geöffnet ist. Dann rumst es richtig.

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