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Standheizung als Wärmespeicher nutzen

Themenstarteram 18. Dezember 2019 um 23:24

Hallo,

ich fahre sehr viel Kurzstrecke - grob gesagt: ca. 15 Minuten Fahren und ca. eineinhalb Stunden Stehen - weswegen das "Warmhalten des Kühlwassers Sinn macht".

Da eine Standheizung verbaut ist und dadurch auch mehr Kühlwasserschlauch verbaut wurde, sehe ich als ersten Schritt die Isolierung der Schläuche. Hierbei stelle ich mir Isolierungen aus dem Heizungsbau vor: Glas-/ bzw Steinwolle mit einer Aluummantelung, da sowas bezüglich Brandschutz eine gute Wahl sein sollte. Die Standheizung würde ich mit einer doppelten Verkleidung versehen, wo ich dessen Zwischenraum mit Glas-/ bzw Steinwolle versehe.

Der kalkulierte "Geldaufwand" liegt deutlich unter 50€! Den Zeitaufwand kann ich schlecht einschätzen - aber mit "paar Stunden wird´s nicht getan sein".

Hat sowas schon jemand gemacht?

Wie verhält sich sie Standheizung, wenn sie "wärmegedämmt" ist?

Gruss.

Beste Antwort im Thema

Hallo

in den zusätzlich verbauten Schläuchen der SH und in der SH selbst befinden sich vielleicht 1 - 1,5 Liter, wenn überhaupt. Was soll Deine Aktion bringen ?? Der Rest des Kühlsystems und der gut wärmeleitende Motor sind nicht isoliert. Ergebniss gleich null.

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Vor 10 Jahren hatte ich sowas im Oktavia. Motor angelassen, nach 10 Sekunden hat sich das eiskalte Wasser mit dem gespeicherten zu lauwarmen Wasser vermischt und der Wagen war echt schnell warm. Wenn der Wagen aber seltener bewegt wird, ist die Standheizung die bessere Wahl.

Ein großes Problem war damals schon die Platzknappheit im Motorraum. Die Werkstatt hatte den Speicher daher mit langen, isolierten Leitungen nahe der Hinterachse befestigt.

Hallo

in den zusätzlich verbauten Schläuchen der SH und in der SH selbst befinden sich vielleicht 1 - 1,5 Liter, wenn überhaupt. Was soll Deine Aktion bringen ?? Der Rest des Kühlsystems und der gut wärmeleitende Motor sind nicht isoliert. Ergebniss gleich null.

Themenstarteram 19. Dezember 2019 um 0:42

Hallo Marco,

deine Angaben von 1 bis 1,5 Liter sind viel zu hoch!

Gruss.

 

P.S.: Zu sagen "Das Glas Wasser ist halb leer!" ist eine doofe Ansicht, wenn´s einem selbst nichts kostet!

Bei der Idee hätte ich jetzt eher die Motorhaube und Radhäuser isoliert. Der größte vorhandene Wärmespeicher ist der Motorblock selber. Warme Luft steigt nach oben, da würde ich jetzt mal vermuten dass die Isolierung der Motorhaube am gewinnbringendsten ist.

Nicht ohne Grund hat man früher bei kalten Temperaturen die Kühler ganz oder teilweise abgedeckt. Dann pfeift kein kalter Wind durch. Bei Fahrt wie Stand. Bei 15min fahren wirst du eh nicht in Regionen kommen wo im Winter der große Kühlkreislauf nennenswert genutzt werden müsste.

Wobei ich mal anmerke, das bei ca. 1,5h Standzeit, auch im Winter noch um die 30 bis 35° Resttemperatur im Motor sein sollten.

Und ein Benzinmotor sollte nach 15min schon warm genug sein, das auch der große Kühlkreislauf teilweise am "Arbeiten" ist. Beim Diesel hängst vom Fahrprofil ab.

Kühlergrill vorne zu, auch unten am Stoßfänger, ist bei der Nutzung sicherlich auch sehr hilfreich. Vielleicht sich etwas anfertigen lassen, das für längere Strecken, entweder sehr schnell abmontierbar ist, oder eine kleine Öffnung hat, die man von außen schnell und unkompiziert öffenen und schließen kann.

Eventuell könnte man auch noch zusätzlich etwas isolierendes oben über den Motorraum legen. Sprich, statt Glaswolle um die Wasserleitungen der Standheizung wickeln, ne ausfüllende Dämmmatte oben über den Motorraum packen.

 

Und wenn es nicht so eisig kalt ist, vielleicht bei der ersten Fahrt die Heizung noch so lange zu lassen, bis der Motor halbwegs auf Betriebstemperatur ist. Da wird er dann schneller warm, weil bei geschlossener Heizung ein elektrisches Ventil die Leitung vom Motor zum Heizungskühler schließt.

ja siehe Moers75

Ein weiterer Ansatz könnte sein, das Kühlwasservolumen zu erhöhen. Möglichst kompakt an einem Fleck, also größerer Kühlwasser-Ausgleichsbehälter oder ein Behälter anderswo, wo ausreichend Platz ist.

Dauert aber wieder länger, bis das Kühlwasser auf Betriebstemperatur ist.

Mit Thermostat schalten. Wenn der Motor warm ist, wird der Speicher erwärmt.

Motorraum dicht machen, wäre die sinnigste Idee. Da kann man auch noch ne Art Jalousie vorsehen, die Luft rein lässt und auch wieder raus, wenn der Motor zu warm wird.

MfG

Themenstarteram 3. Januar 2020 um 0:18

So, habe gebaut!

den Schlauch zwischen Standheizung und Wärmetauscher habe ich so wie als möglich mit beschriebener "Rohrisolierung" versehen. Darüber habe ich dann einen Schlauch gezogen.

Um die Standheizung herum habe ich in ausreichendem Abstand eine Verkleidung gebaut, in dem dessen Zwischenraum mittels Dämmung versehen werden kann.

https://up.picr.de/37582533kh.jpg

https://up.picr.de/37582534nq.jpg

https://up.picr.de/37582535rv.jpg

https://up.picr.de/37582536gb.jpg

https://up.picr.de/37582537au.jpg

 

Den Wärmestrom des Abgases der Standheizung habe ich auf die Ölwanne gerichtet.

https://up.picr.de/37582554rr.jpg

 

Gruss.

Gescheiter wäre es, in Form von Temperaturdaten vorher / nachher die Wirksamkeit zu belegen.

Für mich ist das Hokus Pokus und gehört in den Bereich der Märchen.

Bekommt deine Standheizung überhaupt noch genug Luft?

Zitat:

@Golfschlosser schrieb am 3. Januar 2020 um 08:21:58 Uhr:

Gescheiter wäre es, in Form von Temperaturdaten vorher / nachher die Wirksamkeit zu belegen.

Für mich ist das Hokus Pokus und gehört in den Bereich der Märchen.

Seh ich ähnlich! Wie viel Energie kann das bisschen Wasser speichern? Denke unter 30 ltr. Wasser hat das kaum einen Effekt. Zumal sich das Wasser auch im Stand bewegt. Es zirkuliert weiter, obwohl die Pumpe nicht läuft. Sprich: Ist eh später alles kalt.

MfG

Themenstarteram 6. Januar 2020 um 20:46

Hallo,

 

tatsächlich scheint die Nutzung der Standheizung und der Schlauchleitung zum Wärmetauscher im Innenraum als Wärmespeicher durch Isolierung dieser Bauteile kaum Nennenswert zu sein.

Auch hatte ich Bedenken bezüglich der "Zwangsabschaltung" wegen Überhitzung der Standheizung durch diese Maßnahmen, die sich aber als unbegründet erwiesen.

Resümee: Die Isolierungsmaßnahmen machen aus einer Standheizung keinen nennenswerten Wärmespeicher! Aber die Effizienz der Wärme des Innenraums bei Nutzung der Standheizung wird erhöht, da durch die Isolierung weniger Wärme in den Motorraum abgegeben wird.

 

Angesprochen wurde das Messen der Temperaturen: Die Verkleidung der Standheizung kann man auch in den Bereichen anfassen, wo man vorher Verbrennungen bzw Verbrühungen an den Fingerkuppen erlitten hätte - es ist dort jetzt vielleicht noch "schön warm". Die isolierte Schlauchleitung von der Standheizung zum innenliegenden Wärmetauscher ist maximal "handwarm" - ohne Isolierung sehr heiß (Verbrühungsgefahr!?).

 

Gruss.

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