Spritverbrauch senken?

Hi Leute, kurz und knapp.

Wie kann ich den Verbrauch senken? Durch welche Hilfsmittel kann man einiges erreichen, ich habe was von Chiptuning gehört, aber das wird nicht alles sein oder?

Den üblichen kram kenne ich "Fahrweise" und den ganzen mist.. Ich habe aber nicht immer Lust wie ein alter Opa zu schleichen, also muss etwas anderes her..

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Fahrrad.

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Zitat:

@Rainer_EHST schrieb am 26. Januar 2020 um 09:02:28 Uhr:



Zitat:

Mal davon ab, dass a) schneckige Beschleunigung im Alltag nicht recht praxistauglich ist

Also ich beschleunige im Schnitt mit ca. 5 bis 10PS Leistungsüberschuss, wobei ich das Gaspedal allmählig weiterdrücke. Bei meinen früheren Saugbenzinern habe ich das Gaspedal sogar wieder sanft zurückgenommen, wenn dann mit steigender Drehzahl die Beschleunigungsdynamik gut spürbar zunahm.

Das Ganze ergibt bei mir im Schnitt etwa eine Geschwindigkeitszunahme von 10km/h um die 150m Fahrstrecke. Innerorts beim Ampelstart (freie Bahn voraus) dauerts zw. 8 und 11 Sekunden bis auf 50km/h.

Auch beim Überholen bewege ich mich ebenfalls zu über 90% in diesem Leistungsbereich. Gelegentlich vielleicht mal weitere 5PS mehr an Leistungsüberschuss. Ich schalte auch nicht noch mal extra runter.

Der Unterschied am Gespedal, von konstantem Tempo zur Beschleunigung, ist in etwa wie bei ebener Strecke zu 3 bis 5%iger Steigung, was auch an der Momentanverbrauchsanzeige gut ablesbar ist.

Hallo Rainer(?),

ich möchte das eigentlich gar nicht lesen, geschweige den live erleben/sehen. Da springt mich das Entsetzen an.
Du schreibst da was vom Überholen. Auf die von dir beschriebe Art und Weise gefährdest du da dich und andere. Es hat einen Grund, warum der § 5 Abs. 2 Satz 2 StVO von "wesentlich höherer Geschwindigkeit des Überholenden" spricht. Es geht darum zu gewährleisten, dass die erhöhte Gefahrensituation eines Überholvorgang so schnell wie möglich vorbei ist. Das kannst du mit so zögerlichem Überholen nicht gewährleisten!
Ja, ich schalte auch oft beim Überholen nicht runter. Aber da fallen dann gut 420Nm Drehmoment über den Antriebsstrang her und sorgen für ordentlichen Vortrieb.
Und neben diesem Aspekt ist hoffentlich klar geworden, dass du dir da auch energitechnisch keinen Gefallen tust.

Grüße
Martin

PS: Die Momentanverbrauchsanzeige ist da keinen Pfifferling wert. Der integrierte Verbrauch des Beschleunigungsvorgang ist immer derselbe, bzw. , da du in ungünstigen Lastzuständen unterwegs bist, sogar höher als notwendig.

Zitat:

@martins42 schrieb am 26. Jan. 2020 um 13:4:34 Uhr:


Auf die von dir beschriebe Art und Weise gefährdest du da dich und andere. Es hat einen Grund, warum der § 5 Abs. 2 Satz 2 StVO von "wesentlich höherer Geschwindigkeit des Überholenden" spricht. Es geht darum zu gewährleisten, dass die erhöhte Gefahrensituation eines Überholvorgang so schnell wie möglich vorbei ist. Das kannst du mit so zögerlichem Überholen nicht gewährleisten!

Ich finde da grad den Zusammenhang nicht.

Der Gesetzgeber verlangt, dass man innerhalb des Limits deutlich schneller fährt als der Überholte. Vom Beschleunigen ist da nicht die Rede.

Mehr noch, nach so einer Auffassung wäre ein Überholen mit einem 54 PS Golf (als Beispiel, schlicht weil ich noch einen habe) unverantwortlich, dabei bricht man sich dabei nichts ab, von Gefährdung gibt es keine Spur.

@martin42

Verate mir mal, inwiefern ich andere und mich gefährde.
https://www.youtube.com/watch?v=cV2RTsvXCn8

Zitat:

PS: Die Momentanverbrauchsanzeige ist da keinen Pfifferling wert.

Den habe ich ja nur angesprochen, weil mir der etwa gleiche Momentanverbrauch auch die etwa gleiche Leistungsabgabe beim Beschleunigen, sowie bei leichten Anstiegen (3 bis 5%) suggeriert, was mir übrigens auch das Scanngauge II bestätigt.

Und wozu man für 15 bis 20km/h Tempogewinn unbedingt FullMetal benötigt, erschleicht sich mir garnicht. Es sei denn, man überholt auch gerne bei sehr knappen Situationen.
Da fragt sich dann aber wirklich, wer da denn nun sich und andere gefährdet? 😉

Zitat:

Und neben diesem Aspekt ist hoffentlich klar geworden, dass du dir da auch energitechnisch keinen Gefallen tust.

Naja, mit nem jahresdurchschnittlichen Verbrauch von 3,8 bis 3,9L/100km mache ich da bestimmt nicht allzuviel falsch. Momentan liege ich bei 3,6, laut BC, real dann in Schnitt ein 1/10 mehr.

Ach ja:
Ich habe diesbezüglich übrigens mal nen Praxistest gemacht.

http://www.motor-talk.de/.../tricks-zum-spritsparen-t5476926.html?...

Ist zwar nicht labortechnisch, zeigt aber schon auf, das die geringste Beschleunigungsvariante in dem Test offenbar doch die sparsamste scheint.
Ihr vergesst immer, das die Effizients im Verhältnis zur Leistungsabgabe steht. Das heißt, ...

hohe Effizients x hoher Leistung = hoher Verbrauch

Und in dem Zusammenhang, das hier ...

Zügiges Beschleunigen benötigt zwar weniger Treibstoff für die Beschleunigung, allerdings verlängert es die kraftstoffverbrauchende Strecke im Reisetempo, wobei der gesparte Sprit beim schnelleren Beschleunigen wieder "aufgefressen" wird.

... nicht vergessen.

PS:
Bei mir sind übrigens sämtliche "unnützen" elektrischen Verbraucher im OFF-Modus. Ansonsten, mal kurzzeitig, nur dann in Betrieb, wenn sie wirklich benötigt werden, was allerdings sehr selten vorkommt.

@FWebe
In der Mail von Rainer_EHST ist vom Beschleunigen die Rede. In der Regel eben üblich bei Überholvorgängen auf der Landstraße, sonst wird man halt nicht schneller. Und wie gesagt, der Sinn der Gesetzgebung (und des gesunden Menschenverstand) sind nun mal, Überholvorgänge möglich schnell abzuschliessen.
Und oh ja, das überholen mit einem 54PS PKW kann situativ unverantortlich sein. Von "Gefährdung keine Spur" kann da oftmals nicht die Rede sein. Aber da ist die Situation eigentlich eine andere, weil das worüber gerade diskutiert wird, eine künstlich (?mutwillig) verlängerter Überholvorgang ist. Eine schwache Motorisierung kann halt u.U. einfach nicht besser, weswegen Überholen da eine höhere Umsicht erfordert und sich oftmals auch schlicht verbietet.

Aber macht mal, ihr werdet schon wissen, was ihr tut. Hier wird m.E. die Sicherheit dem Götzen Spritersparnis geopfert.

Grüße
Martin

PS: Nur der Klarheit zuliebe: Ich rede hier nicht von "Vorbeifahren" an Fahrzeugen, die ohnehin deutlich langsamer sind. (Ich weiss, der Begriff ist juristisch falsch, es ist trotzdem "Überholen".)
Da brauchen wir auch nicht über Beschleunigung reden.

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Zitat:

@martins42 schrieb am 26. Januar 2020 um 15:14:01 Uhr:


@FWebe
In der Mail von Rainer_EHST ist vom Beschleunigen die Rede.

Eben und in der StVO ist beim Überholen davon nicht die Rede.

Soll heißen, es braucht keinen sonderlich hohen Leistungsabruf, um die mindestens 20 % Tempodifferenz zu erreichen, damit man auf einer Landstraße legal überholen kann. Da beim geltenden TL sowieso Schluss ist, gewinnt man durch eine stärkere Beschleunigung auch nicht wirklich was und zu guter Letzt beschleunigt man beim Überholen nicht erst auf der Gegenfahrbahn, sondern noch auf der eigenen, so dass man mit Tempoüberschuss vorbeiziehen kann. Deshalb funktioniert das Überholen mit einem 54 PS Golf auch genauso gut wie mit einem 400 PS M3, da beide beim Beginn des Überholvorgangs mit der zHG fahren.

Zitat:

@Rainer_EHST schrieb am 26. Januar 2020 um 15:07:28 Uhr:


[...]

hohe Effizients x hoher Leistung = hoher Verbrauch

[...]

Nein, nochmal: Für eine definierte Geschwindigkeitserhöhung z.B. von 60 auf 100 - typische Ortsausgangssituation - ist der absolute Treibstoffverbrauch immer derselbe (Wirkungsgrad mal wieder ignoriert, weil deine Fahrweise eh den schlechteren Wirkungsgrad impliziert).
Um deinen Momentanverbrauch - wenn es sein muss - ins Spiel zu bringen: Die höhere Beschleunigung sorgt dafür, dass der erhöhte Momentanverbrauch entsprechend kürzer anfällt (zumindest was den beschleunigungsabhängigen Teil angeht).
Ja, der Verbrauch über Gesamt-Strecke oder Zeit wird höher sein, aber nur deswegen, weil deine Geschwindigkeit höher ist, aber was ja nun genau das ist, was du in so einer Situation willst.
Es hat keinen Sinn, die Beschleunigung irgendwie zu verzögern.

Grüße
Martin

Zitat:

@FWebe schrieb am 26. Januar 2020 um 15:24:20 Uhr:


Eben und in der StVO ist beim Überholen davon nicht die Rede.
Soll heißen, es braucht keinen sonderlich hohen Leistungsabruf, um die mindestens 20 % Tempodifferenz zu erreichen, damit man auf einer Landstraße legal überholen kann. Da beim geltenden TL sowieso Schluss ist, gewinnt man durch eine stärkere Beschleunigung auch nicht wirklich was und zu guter Letzt beschleunigt man beim Überholen nicht erst auf der Gegenfahrbahn, sondern noch auf der eigenen, so dass man mit Tempoüberschuss vorbeiziehen kann. Deshalb funktioniert das Überholen mit einem 54 PS Golf auch genauso gut wie mit einem 400 PS M3, da beide beim Beginn des Überholvorgangs mit der zHG fahren.

Theoretisch hast du recht. Praktisch ganz sicher nicht.
(a) Die wenigsten lassen so viel Abstand zum vorausfahrenden, dass man hinter diesem schneckengleich herankrabbelt und dann erst rauszieht. Reale Welt: knapp bemessener Sicherheitsabstand, ähnlicher Speed wie der, "sobald frei und Fuß auf Gas". Minimiert den Überholweg.
(b) "Alle" Überholenden legen die zHG mit einer gewissen "temporären Toleranz" aus. Man darf eben nicht dabei gemessen werden....

Zitat:

@FWebe schrieb am 26. Januar 2020 um 15:24:20 Uhr:



Zitat:

@martins42 schrieb am 26. Januar 2020 um 15:14:01 Uhr:


@FWebe
In der Mail von Rainer_EHST ist vom Beschleunigen die Rede.

Eben und in der StVO ist beim Überholen davon nicht die Rede.
Soll heißen, es braucht keinen sonderlich hohen Leistungsabruf, um die mindestens 20 % Tempodifferenz zu erreichen, damit man auf einer Landstraße legal überholen kann. Da beim geltenden TL sowieso Schluss ist, gewinnt man durch eine stärkere Beschleunigung auch nicht wirklich was und zu guter Letzt beschleunigt man beim Überholen nicht erst auf der Gegenfahrbahn, sondern noch auf der eigenen, so dass man mit Tempoüberschuss vorbeiziehen kann. Deshalb funktioniert das Überholen mit einem 54 PS Golf auch genauso gut wie mit einem 400 PS M3.

Das wird spitzfindig. Völlig egal wo, aber die Beschleunigung muss stattfinden. Und es geht nicht darum, was erlaubt ist - im Sinne von nicht negativ sanktioniert - sondern wie man das beste Maß an Sicherheit aufrecht erhält. Und das ist nicht das Vorbeischleichen!
Es sind juristisch wohl sogar nur 10km/h Unterschied ausreichend. Aber ich für meinen Teil überhole bei so geringer differenz nicht! Viel zu lange Überholstrecke, führt nur dazu, dass mal wieder die Sicherheitsabstände hinter und vor dem Überholten ignoriert wird.

Aber egal, ich breche das für mich ab. Thema war technisch/energietechnisch sinnvolles Beschleunigen, nicht Sicherheit im Straßenverkehr.

Grüße
Martin

Zitat:

@GaryK schrieb am 26. Januar 2020 um 15:35:13 Uhr:



Zitat:

@FWebe schrieb am 26. Januar 2020 um 15:24:20 Uhr:


Eben und in der StVO ist beim Überholen davon nicht die Rede.
Soll heißen, es braucht keinen sonderlich hohen Leistungsabruf, um die mindestens 20 % Tempodifferenz zu erreichen, damit man auf einer Landstraße legal überholen kann. Da beim geltenden TL sowieso Schluss ist, gewinnt man durch eine stärkere Beschleunigung auch nicht wirklich was und zu guter Letzt beschleunigt man beim Überholen nicht erst auf der Gegenfahrbahn, sondern noch auf der eigenen, so dass man mit Tempoüberschuss vorbeiziehen kann. Deshalb funktioniert das Überholen mit einem 54 PS Golf auch genauso gut wie mit einem 400 PS M3, da beide beim Beginn des Überholvorgangs mit der zHG fahren.

Theoretisch hast du recht. Praktisch ganz sicher nicht.
(a) Die wenigsten lassen so viel Abstand zum vorausfahrenden, dass man hinter diesem schneckengleich herankrabbelt und dann erst rauszieht. Reale Welt: knapp bemessener Sicherheitsabstand, ähnlicher Speed wie der, "sobald frei und Fuß auf Gas". Minimiert den Überholweg.
(b) "Alle" Überholenden legen die zHG mit einer gewissen "temporären Toleranz" aus. Man darf eben nicht dabei gemessen werden....

Nun ich spreche natürlich nur für mich und nicht für andere.
Die meisten lassen deutlich zu wenig Abstand, knapp bemessen ist da noch sehr nett untertrieben. Da wundert man sich, dass die überhaupt noch was nach vorne sehe können (durch das Hin- und Hergependel landen hier auch dauernd Leute im Gegenverkehr). In der Situation muss man es natürlich mit Mehrleistung rausreißen, jedoch liegt das dann auch am fehlerhaften Fahrstil der Nutzer und nicht unbedingt an fehlender Antriebsleistung.
Hält man sich hingegen an den Mindestabstand, gibt es diesbezüglich keine Probleme.

Das zu schnell Fahren ist tatsächlich auch so eine Unsitte. Da wo man es dürfte (unlimitierter Bereich), macht es kaum wer und da wo es verboten ist, macht es der Großteil. Ich persönlich fahre beim Überholen nicht schneller als die zHG hergibt (und zwar mit dem LKW ebenso wie mit dem PKW), sprich ich überhole dann auch nicht, wenn es nur mit einem Regelverstoß zu schaffen wäre. So eine Situation wäre per Definition zu knapp.

Das Problem beim Überholen ist, dass die wenigsten da mit Verstand rangehen. Das beste Beispiel sind 2+1 Kraftfahrstraßen, welche eigentlich dafür gedacht sind, dass der schnellere Verkehr den langsameren Verkehr überholen kann. Statt aber überwiegend nur LKW zu überholen, mutieren solche Strecken zu "halben Autobahnen mit Aufforderung zum Rennen", statt also mit 100 km/ h vorbeizufahren, wird bis zum Ende Gas gemacht und irgendwo bei ~150 km/ h (den Statistiken der Polizei zu entnehmen) und erst an der Spitze der Schlange wieder nach rechts gewechselt.
Überholt wird nicht weil man es darf, sondern häufig nur weil man es kann, häufig ohne Zeitgewinn und oft genug sogar mit Behinderung des überholten und Gefährdung des entgegenkommenden Verkehrs.

Ich behaupte, dass das ganze Thema eine Charakterfrage ist, denn nur wer bereit ist mit zu wenig Abstand und zu schnell zu fahren, wird auch eine ebensolche Notwendigkeit der Antriebsleistung sehen, während die mehr oder weniger "Idealfahrer" (lt. Gesetzgeber) da keinen Bedarf dran haben.

Am Ende wird vermutlich der "Idealfahrer" nicht nur sicherer fahren, sondern auch noch weniger verbrauchen und das ohne einen nennenswerten Zeitverlust.

Zitat:

@martins42 schrieb am 26. Januar 2020 um 15:27:50 Uhr:


Es hat keinen Sinn, die Beschleunigung irgendwie zu verzögern.

Da wär ich mir nicht so sicher. Viele Benziner werden bei mäßiger Beschleunigung in der Lambda-Loop (optimal) weiterlaufen, während sie bei stärkerer Beschleunigung irgendwann abreißt und dann i.d.R. unterstöchiometrisch angereichert wird. Bei manchen sieht man ja die Rauchfahne, wenn sie aufs Gas latschen.

Hat hier schon einer Reifendruck gesagt?

Deswegen "Lambda und Last" beobachten. So lange das Lambda nahe 1 ist -> alles gut.

Zitat:

@FWebe schrieb am 26. Januar 2020 um 15:56:35 Uhr:


Das Problem beim Überholen ist, dass die wenigsten da mit Verstand rangehen. Das beste Beispiel sind 2+1 Kraftfahrstraßen, welche eigentlich dafür gedacht sind, dass der schnellere Verkehr den langsameren Verkehr überholen kann. Statt aber überwiegend nur LKW zu überholen, mutieren solche Strecken zu "halben Autobahnen mit Aufforderung zum Rennen", statt also mit 100 km/ h vorbeizufahren, wird bis zum Ende Gas gemacht und irgendwo bei ~150 km/ h (den Statistiken der Polizei zu entnehmen) und erst an der Spitze der Schlange wieder nach rechts gewechselt.
Überholt wird nicht weil man es darf, sondern häufig nur weil man es kann, häufig ohne Zeitgewinn und oft genug sogar mit Behinderung des überholten und Gefährdung des entgegenkommenden Verkehrs.

Dieses Verhalten ist aber weniger das Problem als die Spezialisten die mit minimaler Beschleunigung dann die ganze Strecke bis es wieder Einspurig wir benötigen um einen einzigen LKW zu Überholen.
Da sind mir Die die das Limit etwas überziehen lieber wenn dann auf dem dreispurigen Abschnitt nicht nur Einer überholt sondern Mehrere die Möglichkeit dazu haben.

Zitat:

Nein, nochmal: Für eine definierte Geschwindigkeitserhöhung z.B. von 60 auf 100 - typische Ortsausgangssituation - ist der absolute Treibstoffverbrauch immer derselbe (Wirkungsgrad mal wieder ignoriert, weil deine Fahrweise eh den schlechteren Wirkungsgrad impliziert).

Ich weiß schon, was du willst. Ist aber auch nicht richtig.
Wenn ich mit doppelter Leistung beschleunige, dann ist der Verbrauch, rein für den Beschleunigungsvorgang, geringer. Siehe den LINK zu meinen eigenen Beitrag.

Je schneller ich beschleunigt habe, desto weniger Kraftstoff habe ich zum Beschleunigen verbraucht. Nur hat halt der Verbrauch, für die dadurch längere Strecke im Reisetempo diese Einspaurung wieder wett gemacht, bzw. war höher.

Nur noch mal aus meinem Selbsttest, die beiden Endwerte.

Beschleunigung von 60 auf 90km/h in

400m = 6L/100km Momentanverbrauch = 0,024 Liter für die Beschleunigung

100m = 15L/100lm Momentanverbrauch = 0,015 Liter für die Beschleunigung

Der Momentanverbrauch hat sich zwar um 250% erhöht, absolut sind es aber fast 40% weniger Verbrauch für die 30km/h Geschw.-Erhöhung.
Nun kommen aber noch 300m Reisegeschw. dazu. Bei 0,009 Liter Unterschied zur langsamen Beschleunigung, dürfte ich jetzt bei konstant 90 nur einen Verbrauch von 3L/100km haben um auf die 400m Strecke nicht mehr Kraftstoff zu verbrauchen, als bei der langsamen Beschleunigung. So niedrig ist aber der Verbrauch meines 75PS Diesels bei konstant 90 nicht. Der pendelt da irgendwo zw. 3,6 und 3,8 herum. Eher in Richtung 3,8. Für die 3,6 brauche ich schon einige Ortsdurchfahrten.

Und wer nicht mit moderater Beschleunigung sicher überholen kann, kann es mit starker Beschleunigung bestimmt auch nicht besser. 😉
Entweder man hat ein Gefühl für die Verkehrssituation und dem eigenen Fahrzeug (beides notwendig für das richtige Timing), oder hat es nicht.

Übrigens nochmal drei weitere Aspekte, warum das moderate Beschleunigen beim Überholen, dann doch doch die sparsamere Variante sind.

1. Ich fahre länger im Windschatten des zu Überholenden.
Mal, als Beispiel, Wind von vorne rechts und ich möchte einen LKW überholen.
Durch die langsamere Beschleunigung verweile ich, beim Vorbeifahren, ein paar Sekunden mehr im Windschatten des LKWs. Nochmals ein paar Milliliter beim Überholen gespart. 😉

2. Da ich etwas längere Überholwege brauche, kann ich diverse Möglichkeiten zum Überholen nicht nutzen. Ergo, fahre ich öfters und länger hinter langsameren Fahrzeugen her, was wiederum den Durchschnittsverbrauch auf der Strecke entsprechend senkt.

3. Da ich mit meiner Fahrweise insgesamt etwas entspannter mit dem Überholen umgehe, bin ich nicht so sehr darauf verpicht nun unbedingt jeden, der langsamer als ich fährt, auf Teufel komm raus zu überholen. Und wiederum veringet sich mein Durchschnittverbrauch, da mir die mal etwas längere Strecke mit 5 bis 10km/h langsamer, als ich sonst fahren würde (bis sich unsere Wege trennen), nicht so sehr stört.

Zitat:

Da sind mir Die die das Limit etwas überziehen lieber wenn dann auf dem dreispurigen Abschnitt nicht nur Einer überholt sondern Mehrere die Möglichkeit dazu haben.

Komischerweise sind das dann immer die, die die Sperfläche bis zum letzten Streifen ausreizen. 😉

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