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Stickstoffdioxid-Wert senken durch Tempo 30?

Themenstarteram 4. November 2015 um 18:48

In unserer Stadt will man an einer viel befahrenen Bundesstrasse Tempo 30 einführen (für die Kenner: B1 am Breitscheider Kreuz), um die Stickstoffdioxid-Werte zu senken. Dies hat ein Gutachter der Stadt empfohlen und wird nun testweise umgesetzt.

Ich bin kein Fachmann, daher frage ich die Experten; ist das eine erfolgversprechende Maßnahme? Bei Tempo 30 fahre ich vermutlich im 2. oder maximal 3. Gang. Meine Verbrauchsanzeige ist bei dieser Geschwindigkeit höher, als wenn ich mit 60 oder 70 im 4. oder 5. Gang fahre.

Beste Antwort im Thema

Zitat:

@ToniCorsaC schrieb am 4. November 2015 um 18:48:21 Uhr:

In unserer Stadt will man an einer viel befahrenen Bundesstrasse Tempo 30 einführen (für die Kenner: B1 am Breitscheider Kreuz), um die Stickstoffdioxid-Werte zu senken. Dies hat ein Gutachter der Stadt empfohlen und wird nun testweise umgesetzt.

Dazu gibt es Untersuchungen aus Baden-Württemberg.

 

Tempolimits von 30 oder 40 km/h verbessern nicht zwangsläufig die Luftqualität

LUBW stellt Untersuchungsergebnisse vor

"09.10.2012 „Tempo 30 oder 40 auf Hauptverkehrsstraßen führt nicht zwangsläufig zu einer Verminderung der Fahrzeugemissionen und damit zu einer Verbesserung der Luftqualität. Dies ist das Ergebnis von zwei Untersuchungen, die die LUBW Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg in Auftrag gegeben hat“, so Präsidentin Margareta Barth. ..."

 

VG myinfo

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Normalerweise senkt sowas angeblich nur den Lärmpegel. Sicher nicht die Schadstoffwerte. Bei uns haben die auch sowas in der Stadt gemacht, jetzt hat die Stadt zugegeben, die Umstellung der Ampelanlagen um die Grüne Welle zu halten funktioniert nicht und ist nach aktuell techn. Stand nicht zu ändern. Auch Anwohner sagen: Scheiße gemacht! Denn die Straßenbahn die auch durch die Straße fährt bleibt lauter. Fazit der Stadt: wir werden den Blitzerwagen öfter aufstellen... JUHU!

Mir fallen spontan einige mögliche Effekte des Tempolimits ein, die Einfluss auf die (lokalen) Stickoxid-Emissionen haben können:

- Fahrer meiden die limitierte Strecke

- weniger starke Beschleunigung, das hat vor allem bei Dieselmotoren einen großen Einfluss auf NOx, und die verursachen ja den größten Teil der Emissionen

- passt es mit der grünen Welle?

- wie schnell wird wirklich gefahren, und wie konstant? Bei max. 70 fahren ja nicht alle konstant 70, und bei max. 30 fahren sehr viele schneller als 40.

- die NOx-Emissionen verteilen sich nicht gleichmäßig auf alle Fahrzeuge, deshalb bestimmt die Auswirkung auf die größten Emittenten (ältere Nutzfahrzeuge?) den Gesamterfolg des Tempolimits.

Der Verbrauch korreliert übrigens nicht besonders stark mit dem Stickoxid-Ausstoß, insbesondere nicht bei Dieselantrieb.

Wie ist denn heute das Tempolimit auf der diskutierten Strecke? Soll wirklich von 70 auf 30 reduziert werden?

Es geht vermutlich um den Lärm und da wird der Stickoxid vorgeschoben .

mfG

Das kommt dabei heraus, wenn selbsternannte "Experten" das Sagen haben. Bei 50 km/h ist die Last dermaßen niedrig, dass die Emission an Stickoxiden absolut gering ist. Ich darf erinnern: Im NEFZ - Zyklus wird bis 120 km/h schnell gefahren, und dort halten die Dieselmotoren die (bei Euro 6 übermäßig strengen) Grenzwerte ja ein.

Zitat:

@ToniCorsaC schrieb am 4. November 2015 um 18:48:21 Uhr:

In unserer Stadt will man an einer viel befahrenen Bundesstrasse Tempo 30 einführen (für die Kenner: B1 am Breitscheider Kreuz), um die Stickstoffdioxid-Werte zu senken. Dies hat ein Gutachter der Stadt empfohlen und wird nun testweise umgesetzt.

Dazu gibt es Untersuchungen aus Baden-Württemberg.

 

Tempolimits von 30 oder 40 km/h verbessern nicht zwangsläufig die Luftqualität

LUBW stellt Untersuchungsergebnisse vor

"09.10.2012 „Tempo 30 oder 40 auf Hauptverkehrsstraßen führt nicht zwangsläufig zu einer Verminderung der Fahrzeugemissionen und damit zu einer Verbesserung der Luftqualität. Dies ist das Ergebnis von zwei Untersuchungen, die die LUBW Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg in Auftrag gegeben hat“, so Präsidentin Margareta Barth. ..."

 

VG myinfo

Genau die von myinfo vom LUBW veranlasste Studie(n) hätte ich auch zitiert. NOx Werte sind kein Argument für Tempo30, dass diese mit sinkender Geschwindigkeit abnehmen ist ein technischer Irrtum. Um 50 herum haben die NOx der Diesel ein Minimum, das zudem um so minimaler ist je flüssiger der Verkehr läuft. LKW und Kleinlaster per Umleitung zu verbannen wäre sinnvoller wenns nur um NOx geht. Zweite Maßnahme wäre eine grüne welle und Reduktion von Staus um ständiges Stop & Co zu meiden. Da "kotzen" Diesel leider richtig NOx raus. Hohe Last setzt das AGR typisch außer Funktion. Bei VW halt "nahezu immer" so lange es nicht auf einem Prüfstand steht ;)

Siehe https://...ubw.baden-wuerttemberg.de/.../...o6_Diesel_20150409.pdf?... und dort zitiert https://...ubw.baden-wuerttemberg.de/.../...ord-lubw-pems-2011.pdf?...

Zitat:

Die Gestaltung des Messprogramms war so angelegt, dass möglichst viele Fragestellungen beantwortet werden konnten. Eine zentrale Frage war der Einfluss der erlaubten Höchstgeschwindigkeit auf Hauptverkehrsstraßen auf die Emissionssituation. Die Auswertungen der Versuchsergebnisse führten hier nicht zu einem eindeutigen Ergebnis. Zwar konnten in Einzelergebnissen leichte Vorteile bei Tempo 40 gezeigt werden, die aber nicht durchgängig nachweisbar waren. Ergebnisse für Tempo 30 zeigten keine Vorteile. PHEM Modellierungen mit den Fahrdaten der real gefahrenen Zyklen zeigten einen eindeutigen Trend zu steigenden Emissionen bei geringeren Geschwindigkeiten. Zugrunde gelegt wurde hier eine Fahrzeugflotte mit einem Anteil von 95% Pkw und 5% leichten Nutzfahrzeugen mit dem Bezugsjahr 2010. Zusammenfassend kann aus diesen Ergebnissen gefolgert werden, dass die Emissionssituation auf den hoch belasteten Hauptverkehrsstraßen in Stuttgart nicht durch eine Reduktion der erlaubten Höchstgeschwindigkeit signifikant verbessert werden kann

Dann les mal das "Gutachten" und gucke wie der Argumentiert. Gegen diese Modellierung kommst du mit Worthülsen nicht wirklich an. Vor allem ist jede Unterstellung "Tempo 30 gleich weniger Sprit gleich weniger Schadstoffe" damit inhaltlich unhaltbar.

Zitat:

@ToniCorsaC schrieb am 4. November 2015 um 18:48:21 Uhr:

In unserer Stadt will man an einer viel befahrenen Bundesstrasse Tempo 30 einführen (für die Kenner: B1 am Breitscheider Kreuz), um die Stickstoffdioxid-Werte zu senken. Dies hat ein Gutachter der Stadt empfohlen und wird nun testweise umgesetzt.

Ich bin kein Fachmann, daher frage ich die Experten; ist das eine erfolgversprechende Maßnahme? Bei Tempo 30 fahre ich vermutlich im 2. oder maximal 3. Gang. Meine Verbrauchsanzeige ist bei dieser Geschwindigkeit höher, als wenn ich mit 60 oder 70 im 4. oder 5. Gang fahre.

Sehe ich wie die meisten Vorredner. Bringt aber aus der Ferne nix, kommt auf die Situation vor Ort an.

Nimm doch mal Einsicht und Stelle eine Zusammenfassung hier ein. Da es oft um Gefälligkeitsgutachten geht, hat sich das Ganze, oft schon nach Sichtung der Ausgangslage erledigt.......

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