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Sprit sparen

Themenstarteram 2. Mai 2005 um 16:53

An alle die Sprit sparen wollen

auf Wunsch von Kollegen eröffne ich diesen Thread für alle die zum Spritsparer oder noch besser werden wollen.

Vorbereitung:

Die Technik muss stimmen:

Die Bremsen dürfen nicht fest sein.

Dir Spur muss stimmen.

Der Motor sollte im Top Zustand sein und wird wie eine "Frau" behandelt. ;)

Bedenke: starke Beanspruchung -> höherer Verschleiß -> mehr Reparaturen -> höhere Unterhaltskosten -> unzufriedener Fahrer.

Verbrauchte Zündkerzen, verstopfte Luftfilter und Billigmotoröle sind Verbrauchskiller. Am besten nur vollsynthetisches Mehrbereichsöl (z. B W 0–40) verwenden. Kostet zwar mehr, aber der Motor wird es einem Danken. Der nächste Ölwechsel kann dadurch auch etwas hinausgezögert werden und als Nebeneffekt sinkt der Benzinverbrauch.

Der Reifendruck sollte spätestens nach 2 Mon. geprüft werden und min. 0,1 bar mehr als Vorgeschrieben (Werksreserve) liegen. In meinen 4.2 Qu. gehören 2,2 (leer) und 3,0 (voll) bar. Nachdem ich 90 % meiner Fahrten zu Fünft (3 Kinder) und mit halbvollem Kofferraum unternehme, fahre ich mit 2,5 bar.

Die beste Technik für ein sparsames Fahren wäre eine 5+E-Handschaltung.

Wenn möglich, nicht den Thempomat und Klimaanlage (ECO-Taste) aktivieren. Sind Benzinfresser.

 

Grundsätzliches zum Verbrauch:

geringe Motordrehzahl = geringer Verbrauch

Das heißt, am besten im größtmöglichen Gang fahren. Lieber mehr Gas geben, als zurück schalten. Bei der Tip. leider nicht immer möglich (Handbetrieb hilft meistens).

Die Regel "wer langsamer fährt, verbraucht weniger" ist nur bedingt richtig. Ausschlaggebend hierbei sind die Faktoren Motorleistung, Fahrzeuggewicht, Luftwiderstand und Steigung/Gefälle.

Pauschale Regel:

Vom Wegfahren bis zum einlegen des letzten Ganges sinkt der Verbrauch.

Erhöht sich die Geschwindigkeit im letzten Gang erhöht sich auch der Verbrauch.

Ausnahme: verringert sich der CW-Wert (gleitet die Luftströmung opt. übers Auto), je nach Fahrzeug bei 80 bis 120 km/h (A6 AVANT bei 90, A8 bei 110) sinkt der Verbrauch wieder.

Also, bei 60 km/h im letzten Gang (ca. 5 Ltr.)

Tipp: die Verbrauchsanzeige aktivieren, falls vorhanden.

Fahrer:

Vorausschauendes Fahren ist alles ! ! ! :cool:

Wird für einige Zeit (ab ca. 5 Sec.) keine Motorleistung benötigt, den Gang raus nahmen (Tip. auf "N")

z.B: fahren auf eine rote Ampel oder Ortsschild, Staubildung, leichtes Gefälle. 5 bis 30 % der gefahren Km sollte zu Schaffen sein.

Bei Stillstand ab 10 Sec. (Stau, rote Ampel) Motor aus.

Wird für einige Zeit (ab ca. 10 Sec.) geringe Bremskraft benötigt, rechtzeitig Fuß vom Gas (bei Tip. auf "4" oder "3"). Dadurch wird die Schubabschaltung aktiviert und der Verbrauch sinkt auf 0 Ltr. Die Motorbremse kann sich sehen lassen. Nicht zu empfehlen bei Schnee, Eis (Schleudergefahr) und Serpentinen, ausser man hat Quattro.

Beim Wegfahren und Beschleunigen, dass Gaspedal nur antippen ! ! !

Ein bis zwei Zentimeter reichen bei großen Motoren vollkommen aus. Nach dem Sprichwort "in der Ruhe liegt die Kraft".

Die Tip. stellt sich automatisch auf den Fahrer ein. Das heißt, frühes Hochschalten der Gänge, wenn das Pedal nicht durchgedrückt wird.

Praxis:

ab und zu habe ich ja bereits meine Erfahrung kundgetan.

Meine letzte Erfahrung ab 24.04.2005.

Ich bin am 21.04.2005 nach Hochfügen (Österreich) auf eine einsame Hütte (1300 Meter) gefahren. Ich hatte soviel Gepäck (für 2 Erw. + 3 Kinder + Bettzeug + Essen + Schlitten + Kinderwagen), dass ich den großen Kofferraum (600 Ltr.) leicht 4-mal hätte Füllen können.

Um das Fahrwerk zu schonen habe ich alles auf meinen Lastenhänger, Ladefläche 2,5 * 1,5 Meter, gepackt. Der war richtig voll.

Dank Quattro konnte ich ziemlich nah an die Hütte fahren.

Verbrauch ca. 9,5 bis 10 Ltr.

Beim Heimfahren habe ich natürlich den Tank mit SUPER aufgefüllt (1,024 €) und FIS auf 0 gestellt.

Nach 147 km war ich zu Hause, FIS 8,3 Ltr. :)

Nächste Woche hol ich meinen Wohnwagen aus dem Winterschlaf. Dann geht es über die Landstrassen und Pässe (z.B. Klöckenpas) an die Adria und hoffe unter 12 Ltr. zu kommen. :D

 

Und jetzt gebt mal eure Tipps frei.

Auch Profis können noch was dazu lernen. :rolleyes:

Bärchen2

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51 Antworten

Re: Sprit sparen

 

Zitat:

Original geschrieben von Bärchen2

geringe Motordrehzahl = geringer Verbrauch

Das heißt, am besten im größtmöglichen Gang fahren. Lieber mehr Gas geben, als zurück schalten. Bei der Tip. leider nicht immer möglich (Handbetrieb hilft meistens).

Stimmt nur bedingt. In einem ewig hohen Gang den Berg hochzufahren ist somit das Spritfressenste was man tun kann. Auch so ist man mit untertourig Fahren nicht umbedingt gut bedient. Der Motor läuft am effektivsten im Teillastbetrieb. Untertourig Fahren braucht mehr Sprit. Beste Verbrennung /Wirkungsgrad bei 3800 bis 5000 Upm.

Das ist so nicht ganz richtig. Klar, dass wenn man z.b. auf der Autobahn mit 120 km/h einen Berg hochfährt, und das Auto selbst bei Vollgas mit 2500 U/min an Drehzahl verliert, man dann natürlich zurückschalten sollte, um Sprit zu sparen und um natürlich den Berg noch hinauf zu kommen. Doch wenn man z.B. über 2000 U/min fährt und man im 5 Gang die Geschwindigkeit mit z.B. "Halbgas" halten kann, ist es wieder verbrauchsgünstiger. Das rührt daher, dass man beim Beschleunigen bzw. mehr Last um die Geschwindigkeit zu halten weniger Krafstoffverbrauch hat (Stichwort Drehmoment), als mit höherer Drehzahl und weniger Last (höhere Drehzahl--->mehr Reibungswiederstand).

 

Sowas könnte natürlich jeder hier reinschreiben und keiner muss das auch für bare Münze nehmen, doch zur Quelle:

Bin an einer FH die sehr im Fahrzeugwesen involviert ist, und wenn ich wieder ein wenig Zeit habe (habe im Moment Prüfungen), kann ich ein paar Verbrauchsdiagramme hier reinstellen.

mfg

Themenstarteram 7. Juli 2005 um 13:11

Hallo chefbaer,

Hast Du ein FIS ?

Wenn mir beim Bergfahren bei einer Drehzahl von 1400 Umd. der Motor absagt und ich einen Gang zurück schalte erhöht sich die Drehz. auf 2200 Umd. und der Verbrauch erhöht sich laut FIS um über 50 %.

Schalte ich noch mal zurück liegt die Drehzahl bei über 3000 Umd. und der Verbrauch bei weit über dem doppeltem. :(

Das FIS lügt nicht.

Heutige gute Motoren haben bereits bei 1500 Umd. ein sehr hohes Drehmoment.

Mein 4.2 mit 300 PS hat bei 1000 Umd. 330 NM, bei 1500 Umd. 370 Nm und bei 2000 Umd. 390 Nm

Das höchste Drehmoment von 400 Nm wird bei 3000 Umd. erreicht.

Bei 1500 Umd. habe ich bereits über 90 % des max. Drehmomentes ;)

Norbert

Nein FIS habe ich nicht, aber es fährt ja auch nicht jeder einen Hubraumgroßen Benziner oder Diesel die schon bei derartig niedrigen Drehzahlen so ein hohes Drehmoment anliegen haben. In deinem Fall sehe ich das auch sofort ein, bei den Durchschnittsmotoren bis 2 Litern Hubraum, wie sie in den meisten Fahrzeugen zu finden sind, ist das aber nicht so. Und gerade da fährt man schneller mal untertourig und braucht damit auch mehr Sprit. Sicher bilden die neuen Turbomotoren da eine Ausnahme. Auf hubraumkleine Sauger trifft meine Aussage allerdings zu.

Zitat:

Original geschrieben von Bärchen2

Hallo Norbiw,

da hast Du grundsätzlich Recht.

Aber man muss wissen, das wenn der Thempomat eingeschalten wird ein Kompressor (wie bei der Klima) aktiviert wird und der frist Sprit. ;)

Auch passt er nicht die Geschwindigkeit an den Straßenverlauf an (Steigung/Gefälle), sondert fährt stur seine Geschwindigkeit.

Der Tempomat läuft doch heutzutage über das Steuergerät, und da die meisten Motoren sowieso E-Gas haben ist es doch egal ob man selbst den elektrischen Impuls zur Drosselklappe sendet oder das Steuergerät. Welchen Vorteil soll es außerdem geben wenn die Geschwindigkeit an den Straßenverlauf angepasst wird?

Ich will nicht sagen dass man mit Tempomat weniger Sprit verbraucht, aber auch nicht mehr. Es ist lediglich ein Hilfsmittel dass den Komfort erhöht.

Themenstarteram 8. Juli 2005 um 12:48

Zitat:

Original geschrieben von cancer33

Der Tempomat läuft doch heutzutage ...

Meiner ist steinalt

Zitat:

Original geschrieben von cancer33

Welchen Vorteil soll es außerdem geben wenn die Geschwindigkeit an den Straßenverlauf angepasst wird?

Sprit sparen

Bergab das Auto laufen lassen

Bergauf die Geschwindigkeit reduzieren

Ok, dein Auto ist steinalt und der Tempomat läuft noch mechanisch. Ich glaube aber nicht dass der Spritverbrauch nur annähernd mit dem eines Klimakompressors vergleichbar ist.

Für die Bergauf- und abfahrt zählt der Energieerhaltungssatz. Und der sagt, das es völlig egal ist ob man den berg schnell rauf oder runter fährt. Es sei denn man hat einen solch steilen Berg dass der Motor in die Schubabschaltung gehen kann, dann spart es wirklich, dieses kommt auf der Autobahn aber selten vor. Ansonsten gelten die üblichen Verluste, und die sind nur geschwindigkeitsabhängig.

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