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Sprit sparen/niedertouriges Fahren > Verschleiss?

Themenstarteram 4. Oktober 2005 um 13:17

Hallo Gemeinde!

Zur Zeit liest man ja in diversen Automobilzeitschriften zig Tipps zum Thema Spritsparen. Am unglaubwürdigsten empfand ich immer die Tipps, die besagten, man soll im hohen Gang mit viel Gas fahren. Der Wirkungsgrad des Motors sei bei hoher Last besser und die gewünschte Geschwindigkeit würde früher erreicht, so dass man also länger normal (und sparsam) im Verkehr mitschwimmen kann. Klingt ja doch mal ganz plausibel, dachte ich mir kürzlich, also: Ausprobiert.

Gedacht, getan! Also eine Tankfüllung lang immer im ersten Gang sachte angerollt, dann die Gänge jeweils mit Vollgas bis 2000 U/min durchgeschaltet. Geschwindigkeiten auf der Landstraße (natürlich je nach Verkehr) bis zu 140 km/h - also nicht wirklich geschlichen. Das Resultat nach 597 km: Für einen 5E respektable 8,18 Liter Super auf 100km. Es funktioniert also tatsächlich. Hätte ich früher nie geglaubt.

Jetzt aber zu meiner Frage. Man liest ja immer: Drehzahl = Verschleiß. Da bei der oben beschriebenen Fahrweise ja kaum Drehzahlen erreicht werden, müsste diese also sehr schonend für den Motor sein. Andere böse Zungen aus meinem Freundeskreis wollen jetzt aber wissen, dass durch das hohe abgeforderte Drehmoment bei niedrigen Drehzahlen auch erhöhter Verschleiß zum Tragen kommt. Letztendlich also meine Frage: Stimmt das? Hohes gefordertes Drehmoment = erhöhter Verschleiß?

Bin mal gespannt auf Eure Meinungen.

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22 Antworten

Teils Teils, es ist wohl richtig dass bei untertourigem Fahren mit Vollgas in hohen Gängen (also so dass der Motor nicht mehr rund läuft) die Schmierung nicht so funktioniert wie das für die Belastung notwendig wäre.

Allgemein ist Niedertourig aber immer besser als zuviel Drehzahl. Solange der Motor keine eigenartigen Vibrationen oder Geräusche von sich gibt, must du dir keine Sorgen machen. Sprich bei 2000 U/min mit 1/2 Gas ist sparsamer und schonender als bei 3500 U/min mit 1/3 Gas. Solang deine Drehzahl sich im angemessenem Rahmen bewegt, wird der Motor das eher mit einem längeren Leben durch verringerten Verschleiss belohnen, sonst müssten Diesel und großhubige V8 Benziner reihenweisse stehenbleiben, schließlich fährt man einen V8 (ausgenommen die neuen Drehsemmeln mit Hochdrehzahlkonzept) oder V12 schon jeher mit niedriger Drehzahl und erfreut sich am maximalen Drehmoment das früh am Drehzahlband anliegt.

Ich fahre auch meist zwischen 1.500 und 2.500 aber nicht mit Vollgas - meist max. 1/2.

Der Verschleiß ist auf jeden Fall geringer für die "Dreh- und Hub-Teile". Nur wenn´s wirklich nicht mehr rund läuft, entstehen an anderer Stelle erhöhte Belastungen. Letzenende sage ich immer, wenn der Verbrauch niedrig ist, wird es für den Motor i.d.R. auch gut sein.

Dass ab V8 sehr niedrige Drehzahlen "rrund" möglich sind, liegt aber auch an den gegenüber R4 viel kürzeren Zündabständen.

Das liegt wohl eher an den 8 Kolben und nen gut doppel so großem Hubraum , die Zündabstände sind bauartbedingt eh vorgegeben !

Zitat:

Das liegt wohl eher an den 8 Kolben und nen gut doppel so großem Hubraum , die Zündabstände sind bauartbedingt eh vorgegeben !

Ich meinte ja 8 Zylinder = 8 Zündungen alle 720 Grad. Würden aber im V8 nur 4 Zylinder (Rest läuft leer mit) gezündet, wäre er nicht mehr runder als ein R4. Mit dem Hubraum hat das aber nichts zu tun denke ich. Der sorgt unten höchstens für den höheren Drehmoment aber nicht für runden Motorlauf.

Spritverbrauch

 

Hallo Jungs,

Das mit dem Vollgas bei nierdriger Drehzahl ist vollkommen richtig.

Bei niedriger Drehzahl und "Vollgas" ist der Hauptanteil die Mehrluft die die Leistung bringt, und nicht der Sprit.

Natürlich schonend nur wenn der Motor nicht protestiert mit Ruckeln oder ähnlich. Dann gehts auf die Lager.

Beim Turbo ist auf jeden Fall der "Einsatz des Turbos" entscheident.

Sprichwort: Turbo läuft - Turbo säuft.

Kann bei meinem S6,20V den Spritverbrauch locker um 1l/100km senken,wenn der Laderdruck beachtet wird.

Aber wer will das schon..........

Ist immer die Frage, wie mann (frau) das Auto (Audi) bewegen will.

Gruß Jochen

Natürlich läuft ein 8-zylinder runder als ein 4-zylinder , wenn man die 720° nimmt , zündet der eine 8 mal und der andere nur 4 mal und 4 zylinder leer mitlaufen lassen kann man nicht mit nem R4 vergleichen !

Natürlich nicht ganz mit einem R4, sondern einem V4, der aber kaum verbreitet ist. R4 dürfte etwas ruhiger laufen als V4.

Ich glaube wir schweifen damit etwas von Thema ab ;-)

Dann vergess die Vergleicherei , das bringt eh nichts , ein V8 läuft nur mit 8 zylindern richtig und nicht mit 4 , dafür wurde der nicht gebaut , somit ein Vergleich sinnlos !

Volllast im ganz niedrigen Drehzahlbereich (<1500 Touren) sollte vermieden werden.

Grund:

Der hydrodynamische Schmierfilm in den Lagern ist erst ab einer gewissen Drehzahl (ca. 1500 Touren) unter Volllast in der Lage die Reibpartner vollständig voneinander zu trennen, sodass nur Flüssigkeitsreibung vorliegt. Fährt man unterhalb dieser Drehzahl Volllast so genügt der in den Lagern aufgebaut Öldruck nicht um die Reibpartner vollständig voneinander zu trennen, es entsteht Mischreibung in den Lagern -> Verschleiß.

Dass 8 Zylindermotoren ruckfrei laufen ist völlig richtig, dennoch kann Lagerverschleiß auch auftreten ohne, dass dieser bewusst wahrgenommen wird.

Wer seinen Wagen nur immer 70.000km fährt und ihn dann abstößt wird damit nie Probleme haben. Fährt man allerdings mal ein Fahrzeug bis zum Erreichen der 500.000km Marke macht sich schnell bemerkbar wie gut man mit der Maschine umgegangen ist. Hat man sie gepflegt, die elekronischen Anbauteile für die Gemischaufbereitung stets auf Fuktion geprüft und ggf. getauscht und ist so gefahren, wie man einen Motor bedienen sollte so wird man eben lange Freude an ihm haben. Bedient man ihn falsch kann er auch nach 150.000km schon total fertig sein.

Bei erreichen der Betriebstemperatur ist auch sehr hohe Drehzahl kein Problem, falls Öle mit hohem Verschleißschutz verwendet werden (HTHS > 3,5). Mineralöle können bei hohen thermischen Belastungen verkoken und schaden dann dem Motor, wenn er hohe Drehzahlen liefern soll, aber eine Öldiskussion haben wir ja woanders!

Themenstarteram 6. Oktober 2005 um 10:29

Ab wieviel bar Öldruck kann ich denn davon ausgehen, ruhigen Gewissens Vollgas geben zu können? Im Leerlauf habe ich ca. 3 bar, ab 1100 etwa 4. Reicht das?

Der Öldruck kommt nicht von der Pumpe und wird dadurch nicht angezeigt, die Lager bauen ihn selbstständig durch die Drehzahl auf, daher mein Wert mit ca. 1500 Touren.

Das ist jetzt nicht dein Ernst , ohne Ölpumpe geht auch bei den Lagern nichts , wird alles über den Öldruck geschmiert und am Leben gehalten !

Das war mein voller ernst!

Zitat:

Sehr niedrige Drehzahlen in Verbindung mit hoher Last sind nicht nur für die Pleullager, sondern für alle Gleitlager nicht gut!

Zitat:

Grund: Die drehenden Wellen erzeugen ihren EIGENEN Öldruck in den Lagern, welcher sogar um ein vielfaches höher ist, als der denn die Ölpumpe liefert. Und nur dadurch ist eine hydrodynamische (berührungsfreie) Schmierung überhaupt möglich! Wären die auf die paar Bar der Ölpumpe angewiesen, wären sie bereits nach wenigen km am Ende!

Ist so. Die Ölpumpe muß nur dafür sorgen, daß genügend Öl an den Lagern ankommt. Die Lager selbst ziehen das Öl durch die Drehbewegung in den Spalt und bauen Druck auf, viel mehr als die Ölpumpe schafft.

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