Softwareupdate Motorsteuergerät - Servicemaßnahme 23CJ Reduzierung der Stickoxidemission TDI-Motoren
Liebe Seat-Leon Gemeinde,
vergangenen Samstag hatte ich meinen Briefkasten geöffnet und sehe Post mit dem Absender "Kraftfahrt Bundesamt Flensburg". Mit zitternden Knien habe ich den Brief geöffnet und dachte schon scheiße was habe ich verbrochen. Als ich den Brief geöffnet hatte Entwarnung:
Seat möchte an meinem Leon ein Update am Motorsteuergerät durchführen. Den Brief habe ich mal als Anhang mit eingefügt. Ich wollte dazu einfach kurz Eure Meinung hören. Machen oder nicht? Liest man im Internet einige Beiträge zu ähnlichen Updates wird zur vorsicht gemahnt. Meine Leon 5F ist aus 2017 mit dem 2.0 TDI (150 PS) Diesel ausgestattet.
Ich kenne einige bekannte die den selben Motor (EA288 mit 150 PS) fahren, aber jeweils zwei Golf und ein Audi A3. Alle drei haben aktuell nichts erhalten, nur eine Kollegin meinte sie hätte mal vor geraumer Zeit einen Brief erhalten und hat auf anraten ihres Mechanikers kein Update durchführen lassen.
Ich bin gespannt auf Eure Meinungen!
Viele Grüße
Marcel
132 Antworten
Ich weiß nicht was der VAG Konzern mit der KBA für ein abkommen hat, jedoch wie giwer richtig erklärt hat, ist das Update "noch" freiwillig. Eine neue Klagewelle wäre schon vorprogrammiert. Die Anwaltskanzleien Warzen nur auf neue Munition. Google mal nach Dieselskandal und Rechtsanwalt.
Das KBA greift nur ein, wenn es um sicherheitsrelevante Dinge geht. Oder wenn VW offiziell an der Motorsteuerung etwas ändern müsste ( Schummeldiesel usw.). Das gab es meines Wissens aber nie, bzw. nur bei den bewussten Schummlern. Dazu gehört der Leon 2,0 tdi aber nicht.
Ansonsten ist es dem KBA völlig egal, was die Autohersteller an ihren Autos so schrauben. Natürlich im Rahmen der Zulassung des jeweiligen Autos.
Das einzige "Abkommen" das die mit VW haben, ist dass das KBA die VWs homologiert.
Hab gerade erstmal mein Schreiben vom Dezember 2021 rausgesucht…
Ja ihr habt recht - das Schreiben kam zwar vom KBA, aber nur aus Gründen des Datenschutzes wie es in dem Schreiben heißt…
Habe das Schreiben nun auch letzte Woche erhalten, es ist nach wie vor freiwillig.
Das KBA schreibt einem aus Datenschutzgründen an. Es ist ausdrücklich ein Hinweis vom KBA und nichts weiter.
Ich weiß nicht ob das versenden einfach so lange dauert oder ob es 2023 immer noch freiwillig ist/bleibt.
Ich stelle mir aber die Frage wie es sich mit der neuen TÜV Prozedur verträgt.
Korrigiert mich bitte falsch ich komplett falsch liege.
Seit 01.01.2023 gibt es ja ein neues Verfahren bei der AU (Partikelzählung). Werden durch solche Updates ggf. auch die Partikel reduziert und werden die Sollwerte beim TÜV auch dementsprechend angepasst?
Nicht das man irgendwann mal nicht mehr durch die AU kommt weil man das Update nicht gemacht hat.
Ich mein in der heutigen Zeit trau ich denen alles zu.
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Gemessen wird derzeit nur die Trübung. Also Ruß. Ein ausgebauter DPF könnte ggf. auffallen.
Eine Messung der Stickoxide steht derzeit nicht auf dem Plan.
Daher wird weder eine alte / eine neue / noch eine eigene manipulierte Software auffallen.
Was jedoch bei der HU / AU einige Prüfstellen überprüfen, ist der Softwarestand und der Readinesscode. Diese Datenbanken werden regelmäßig aktualisiert.
Ein guter Tuner sorgt dafür dass Beides passt.
- korrekte CVN
- korrekter Readiness Code
Die Tuner werden auch in Zukunft gut zu tun haben. Damit meine ich keine Leistungsoptimierung, sondern Optimierung im Sinne der Umwelt und Langlebigkeit.
Danke für die Richtigstellung dann war meine Überlegung falsch.
Bezüglich der CVN und Readiness Codes, ein freiwilliges Update kann da nicht ausschlaggebend sein denn dann wäre es nicht mehr freiwillig.
Wenn sowas eingeführt wird sind die Anwälte direkt spitz.
Zitat:
@Sascha_95 schrieb am 28. April 2023 um 10:43:06 Uhr:
Seit 01.01.2023 gibt es ja ein neues Verfahren bei der AU (Partikelzählung).
Nein, die Einführung der Partikelzählung ist erstmal noch weiter verschoben worden. Die Messgeräte (Hardware) sind immer noch nicht in der benötigten Anzahl verfügbar (und ich glaube, es gibt auch noch keine zugelassene Software für den Leitfaden 6).
Neuer Termin ist der 01.07., aber ob der gehalten werden kann werden wir dann sehen.
Bis dahin wird auch bei den Euro-6-Diesel die Trübung gemessen, mit der bekannt geringen Aussagekraft.
Zitat:
Werden durch solche Updates ggf. auch die Partikel reduziert und werden die Sollwerte beim TÜV auch dementsprechend angepasst?
Die Partikelgrenzwerte bei der AU sind (jedenfalls derzeit) nicht fahrzeugbezogen sondern pauschal. Dabei liegt der Grenzwert so hoch, dass intakte Motoren um mehrere Größenordnungen darunter liegen (siehe Anhang, mein 5F hatte einen Wert von 118 bei einem Grenzwert von 250.000 pro cm³!). Selbst wenn es durch eine Verringerung der Stickoxide mehr würden (was technisch gesehen eher wahrscheinlich wäre als weniger), wäre es noch weit vom Grenzwert entfernt.
Generell ist die AU nicht geeignet, die Einhaltung der genehmigungsrelevanten Emissionswerte zu überprüfen. Das wäre vom Aufwand her überhaupt nicht vertretbar. Sie kann und soll lediglich grobe Mängel im Bereich Abgasreinigung und Motormanagement feststellen. Auch für die Messung der Stickoxide gibt es derzeit noch keine konkrete Perspektive.
Zitat:
Nicht das man irgendwann mal nicht mehr durch die AU kommt weil man das Update nicht gemacht hat.
Ich mein in der heutigen Zeit trau ich denen alles zu.
Bei der HU kann man eher den Softwarestand der Motorsteuerung prüfen als Details der Abgasreinigung. Das tut man ja auch bei den "Schummel-Dieseln" aus der Generation Euro 5.
In meiner Werkstatt wurde mit gesagt dass das Update gemacht werden MUSS . Bei denen im System ist eine rote Meldung bei meinem Wagen :-) . Hab natürlich abgelehnt müsste aber dafür unterschreiben dass die mich drauf hingewiesen haben. So lange das Fahrzeug gut läuft mache ich garnichts dran , dann ist auch meinen Software Optimierung weg :-).
Hallo zusammen , habe mein Brief auch gestern erhalten und bin am überlegen ob ich es machen soll oder nicht. Habe ein Cuna kennbuchstabe und will es normal nicht machen lassen würde ich Probleme mit kba amt bekommen?? Und gibt es eine Sammelklage für sowas ?? MfG
Zitat:
@audifreak_2010 schrieb am 30. April 2023 um 09:41:09 Uhr:
Hallo zusammen , habe mein Brief auch gestern erhalten und bin am überlegen ob ich es machen soll oder nicht. Habe ein Cuna kennbuchstabe und will es normal nicht machen lassen würde ich Probleme mit kba amt bekommen?? Und gibt es eine Sammelklage für sowas ?? MfG
Das Update ist freiwillig wie es in dem Brief steht.
Solange Updates freiwillig sind wirst du keine Probleme mit dem KBA bekommen.
Ok danke dann lasse ich es nicht machen da es gut läuft nur etwas Öl verbraucht was Krankheit bei diesen Motoren normal ist
Ich habe den Brief vom KBA letztens auch bekommen und werde das Update auch nicht machen lassen solange es keine Pflicht ist.
Heute habe ich auch das Schreiben vom KBA und SEAT für meinen 1.6 TDI EA288 bekommen.
Mal zur Klarstellung:
Das KBA schreibt die Fahrzeughalter aus Datenschutzgründen an, da Seat die Fahrzeughalter unbekannt sind. (durch Gebrauchtwagenkauf ect.)
Das KBA dient daher lediglich als Vermittler um die frohe Botschaft von Seat zu übermitteln. Daher ist das Schreiben als Information anzusehen, und gehört wie ein Werbeprospekt in die Mülltonne.
Es verbirgt sich zudem eine dicke Lüge im Schreiben:
Zitat:
Die Servicemaßnahme wird sich weder auf Motorleistung, Kraftstoffverbrauch, Geräuschentwicklung noch Motorlebensdauer negativ auswirken.
Der beste Spruch in diesem Zusammenhang:
Da betrügt der Betrogene den Betrüger.
...hier zusammengefasst meine Chronologie/Erfahrung mit der Servicemaßnahme 23CJ. Mein Fahrzeug: Seat Leon ST 5f 150PS 4Drive BJ 2015:
- Schreiben vom KBA in 12/2021 -> Update habe ich nicht machen lassen
- Teilnahme an Goldenstein-VW-Sammelklage im Januar 2022
- Verrückt: Bei Reifenwechsel im Seat AH in 10/2022: Händler weist mich auf eine "tolle neue Aktion" hin inkl. Softwareupdate -> ich lehne ab -> Plötzlich will Seat AH mir mein Auto nicht mehr aushändigen, mit Verweis auf Stilllegung des Fahrzeugs -> nach kurzer Diskussion bekomme ich Auto wieder und Verweigere auch Unterschrift auf der Rechnung bzgl. Kenntnisnahme
- 10/2022: Seat teilt mir schriftlich mit, dass das Motorsteuergerät unter der Maßnahme 23CJ einem Softwareupdate unterzogen werden soll. Ich reagiere nicht.
- 04/2023: Güteverhandlung gegen VW scheitert vorerst, da das Gericht der Ansicht ist, dass Seat als VW Tochter gesondert verhandelt werden muss. Mit anderen Worten: man will VW nicht pauschal für die Aktivitäten von Seat verantwortlich machen. Derzeit läuft eine Prüfung, wie es weitergeht.
- 10/2023: wieder Reifenwechsel, wieder Verweis auf eine "tolle neue Aktion mit Softwareupdate". Ich hake nach. Plötzlich heißt es, dass Auto könnte in seltenen Fällen anfangen zu brennen. Ich hake nach ob es nicht doch was mit Abgas/Stickoxid Reduktion zu tun hat - das wird verneint.
Ich lasse es dennoch nicht machen. Auf der Rechnung erscheint der Hinweis, dass ich auf die Servicemaßnahme 23CJ hingewiesen wurde. Ich frage direkt nach, da es ja dann wohl doch mit der Abgas/Stickoxid Thematik zu tun hat. Der Servicemitarbeiter schaut nach und plötzlich heißt es, dass die Servicemaßnahme 23CJ erweitert wurde. Neben der Brandgefahr wird auch das Abgasverhalten des Motors verbessert. Wenn ich das Update nicht wollte, soll ich beim nächsten Mal eine andere Bundesregierung wählen. Auch werde ich darauf hingewiesen, dass Seat ab sofort keine Inspektion mehr durchführen darf, wenn nicht im gleichem Atemzug auch das Motorsteuerupdate eingespielt wird.
- 10/2023: Ich erhalte den gleichen Brief von Seat wie im Oktober 2022 mit Verweis auf Qualitätsverbesserungsmaßnahmen.
->
Was mich an der ohnehin schon ärgerlichen Angelegenheit wirklich stört ,ist die Tatsache dass ich im Seat AH - also einer teuren Fachwerkstatt - gefühlt für "dumm verkauft" werde.
Statt mich ordentlich aufzuklären und mit mir die nächsten Schritte abzustimmen und diese dann auch zu akzeptieren, werde ich immer auf was "schönes und was tolles" hingewiesen. Wenn ich das Ablehne wird plötzlich der Ton rau. Ich lasse schon meine Inspektionen jetzt woanders machen, aber das kann es doch nicht sein, oder?
->
... to be continued....
Zeigt leider nur einmal mehr den ganzen VAG Konzern zu meiden .....
Ich denk bei mir war's der erste und letzte aus dem VAG Haus