Sind den die modernen CR Diesel heute gar nicht mehr finanziell fahrbar??
Hallo
ich hab nen gutes Angebot vom Bekannten für nen 530d bekommen, der aber schon etwas über 200000km hat, glaub 205t oder sowas in der Richtung.
Immer wenn ich mich in Foren einlese, liest man nur von Injektoren, Hochdruckpumpen, Turboladern, Drallklappen usw.......
Wie jetzt? Jeder, der sich so einen modernen Diesel kauft, schaufelt sich selbst ins finanzielle Grab oder was? Dieser Bekannte hat ihn auch gebraucht gekauft und hatte keine Probleme.
Wird es nur so schlimm in Foren dargestellt, oder hat mein Bekannter nur Glück und 1000 Engel, die ihn vor teuren Schäden schützen?
Und wie macht sich ein defekter Turbo bemerkbar? Ich bin desöfteren mitgefahren. Ein leises, aber deutliches Pfeiffen ist zwar schon zu hören, aber laut ihm ist es immer so und das kommt halt vom Turbo. Penetrant find ichs nicht, hört sich schon ganz nett an, sollte man den Turbo so raushören oder nicht?
Wie lassen sich Injektoren und die Hochdruckpumpe nachprüfen? Davon habe ich nicht viel lesen können, ist einfach ein komplettes Durcheinander mit den ganzen Themen.
Das Auto ist ein Schalter und ne Limo, Baujahr 2001 in schwarz metallic, im ordentlichen Zustand mit weißen Blinkern und Xenon, PDC, normales Radio, MF Lederlenkrad. Fernbedienung funzt net, muss man eben selber aufmachen.
Das Auto dient zum Anhängerziehen (ca 1300kg). Sollte wenn möglich nen Jahr durchmachen oder höchstens zwei, danach kann man sich weiter umschauen.
Ist es möglich, dass so ein Auto weiter 30000 oder 40000km schafft, oder ist die Motorentechnik zu kompliziert und anfällig und teuer? Da kriegt man ja Gänsehaut, wenn in fast jedem Thread von teuren Schäden verzählt und von einer Anschaffung abgeraten wird. Ich mein, der Ottonormalmensch liest nicht ständig in Foren, kauft sich einen gut erhaltenen Turbodiesel, und merkt dann irgendwann, dass es eine Fehlinvestition war, egal wie billig das Auto ist.
Oder soll ich doch lieber zu einem uns unbekannten 1.9 tdi Passat aus gleichem Baujahr greifen. Die Power brauchen wir ja nicht, aber der Preis ist eben verlockend.
Was meint Ihr?
PS: Mein 320i ist auch nicht frei von Fehlern. Im Kaltstart hört sich der Motor fürchterlich an. Diese Anschaffung kann ich trotzdem nicht mit dem Privatkauf vergleichen, denn der hier war von BMW mit Euro+
Grüße
Aidk
Beste Antwort im Thema
Hallo aidk,
zum BMW 525 oder 530 d:
Also grundsätzlich ist der M57-Motor nahezu unkaputtbar.
Das einzige Problem bei fast allen modernen (Diesel-)Triebwerken quer durch alle Hersteller ist die Peripherie, in diesem Fall bei BMW (aber auch bei viiiiielen anderen) erfahrungsgemäß vorzugsweise Turbo, CR-Pumpe, Injektoren.
Das andere, angebaute Geraffel hat meist nichts und ist auch nicht anfällig (Lichtmaschine, Wasserpumpe zum Beispiel). Sollte hier ein Fehler auftreten, läßt er sich niemals eindeutig der Marke BMW zuordnen, sondern kann über alle Hersteller hinweg auftreten.
Der CR-Diesel bei BMW ist bei einigermaßen guter (und vor allem überschaubarer) Pflege sehr dankbar, hat einen niedrigen Verbrauch und Kraft ohne Ende, die sich darüber hinaus noch überaus angenehm entfaltet => es macht einfach Spaß, damit zu fahren.
Zu nennen wären hier die schon angesprochenen Tipps:
- nicht mit hohen Drehzahlen warmfahren
- "kalt"fahren, also Turbo vor Abstellen des Motors noch etwas nachlaufen lassen
- Ölwechsel brav machen (auch gerne mal am Anfang im voreilenden Gehorsam)
- KGE tauschen (wenig Geld, große verhütende Wirkung möglich => Turbo)
- Zweitaktöl zumischen (wenig Geld, vorbeugende (CR-Pumpe) und reinigende (Injektoren) Wirkung)
Da du über einen Schalter nachdenkst, kommen so potenzielle Probleme wie Drallklappen und AGR-Thermostat nicht zum Tragen und bedürfen auch keiner Zuwendung.
Wo ich nichts zu sagen kann, ist der Betrieb des M57 als Anhängerzugmaschine. Lediglich aus verschiedenen Berichten kann ich entnehmen, dass es nur was zu meckern gab, wenn die Leute die GM-Automatik eingebaut hatten; hier gab es Unzufriedenheits-Kommentare. Als Schalter scheint es keine Probleme zu geben. Aus meiner Sicht würde ich lediglich vermuten, dass durch die doch wesentlich höhere Belastung eventuell die Hardyscheibe als Verschleißteil früher aufgibt als gedacht und dann ersetzt werden muss (was dann dem überwiegenden Hängerbetrieb geschuldet wäre).
Mein Fazit:
Wenn die anvisierte Kiste auch nur annähernd in Ordnung ist, sind die 200.000 km absolut kein Problem (so manch einer sagt, der Motor wäre dann gerade erst eingefahren :-) ).
Wenn auch noch der Preis stimmt, wirst du vielleicht sogar nach den erwähnten zwei Jahren das Auto behalten wollen ...
Schöne Grüße
kaparo
28 Antworten
Ich denke mal, Du kannst mit jedem Auto Pech haben. Bei meinem mit 103.000km gekauften X5 ist nach ca. 3000km das vordere Differential auseinandergefallen und hat dabei das Verteilergetriebe zerstört= €4500,--.
Es gibt natürlich Sachen, die man auch beim Diesel falsch machen kann, Hochdrehen nach dem Kaltstart, Motor nach der zügigen Fahrt nicht nachlaufen lassen, keine Wartung.
Bedenke, dass meist in den Foren nur über Probleme berichtet wird, kaum einer schreibt," Mann läuft mein Diesel super und geht nicht kaputt."
Die Haltbarkeit eines DB 123 mit 2 Liter Diesel und 60PS darf man wohl nicht mehr erwarten, die Motoren sind heute doch schon höher belastet. Es ist auch mehr dran, was ausfallen kann.
Ich fahre noch nicht lange einen BMW Diesel, bin aber mit dem Auto recht zufrieden (wie mit der Marke im Allgemeinen, der X5 war wohl ein Ausreißer).
Der Passat ist garantiert auch nicht solider, schau mal in die entsprechenden Foren. Abgesehen davon: Frontantrieb- nee danke
Hi scotty,
danke für Deine Antwort.
Aber um erlich zu sein, finde ich dort nicht viele Turboladerausfälle, wie sie hier von Dieseleigentümern verbreitet werden. Natürlich habe ich nicht abgezählt und ich habe auch keien Statistik. Es ist nur eine reine Gefühlssache.
Hmm, mal sehen, der 5er ist billiger, und als Zugpferd finde ich geeigneter als der Passat, da mehr Leistung. Den ein oder anderen Liter, das ist mir egal. Sollte eben zuverlässig die nächsten Monate laufen. Andererseits, der wird mir so billig angeboten, selbst wenn ich einen Turboschaden habe, könnte ich ihn mit dem Schaden mit kleinem Verlust weiterverkaufen, da ich verglichen mit mobile etwa über 1000 Euro weniger bezahle, Freundschaftspreis eben.
Damit hat sich die Frage wohl geklärt. Trotzdem würde ich mich über weitere Antworten bezüglich der Haltbarkeit und paar Tipps mit der Technik worauf man beim Kauf achten soll, freuen.
Aidk
Zitat:
Original geschrieben von sq-scotty
Ich denke mal, Du kannst mit jedem Auto Pech haben. Bei meinem mit 103.000km gekauften X5 ist nach ca. 3000km das vordere Differential auseinandergefallen und hat dabei das Verteilergetriebe zerstört= €4500,--.Es gibt natürlich Sachen, die man auch beim Diesel falsch machen kann, Hochdrehen nach dem Kaltstart, Motor nach der zügigen Fahrt nicht nachlaufen lassen, keine Wartung.
Bedenke, dass meist in den Foren nur über Probleme berichtet wird, kaum einer schreibt," Mann läuft mein Diesel super und geht nicht kaputt."
Die Haltbarkeit eines DB 123 mit 2 Liter Diesel und 60PS darf man wohl nicht mehr erwarten, die Motoren sind heute doch schon höher belastet. Es ist auch mehr dran, was ausfallen kann.
Ich fahre noch nicht lange einen BMW Diesel, bin aber mit dem Auto recht zufrieden (wie mit der Marke im Allgemeinen, der X5 war wohl ein Ausreißer).
Der Passat ist garantiert auch nicht solider, schau mal in die entsprechenden Foren. Abgesehen davon: Frontantrieb- nee danke
Immer schön wenn der Server gewartet wird während man eine Antwort schreibt, steht man eigentlich da wie nen Idiot. Ich hatte nicht den ganzen Text von Scotty als Zitat und meine Antwort war lang , aber die ist nun wech, keine Lust mehr den ganzen Käse neu zu schreiben...
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hi. also mit 200tkm musst du dir schon sicher sein das da wehwehchen auftauchen werden.
ein leichtes fauchen vom turbo ist normal aber sobald es richtig lauter wird und der turbo so langsam mehr öl verbraucht deutet es auf ein turbo schaden,und das kostet 1200 austausch 600.injektoren kann man bei bosch ablesen lassen.und die sind auch nicht billig,ich mein 250 das stück.
also wenn der preis passen sollte kann man ihn schon kaufen bei einer laufleistung von 200tkm
Hallo zusammen,
@TE, ich denke, den kannst Du unbesehen kaufen, zumal Du ihn ja sowieso nur 1-2 Jahre fahren willst.
Wie sq-scotti das schon richtig geschrieben hat, werden im Forum i.d.R. Probleme gewälzt und kaum einer lobt seinen 530d wenn alles perfekt läuft. Da es sich um einen Schalter handelt, wirst Du auch im ständigen Hängerbetrieb keine Probleme haben. Alles andere ist subjektiv. Natürlich kann Dir irgentwas kaputt gehen aber das kann Dir auch bei einem mit weniger Laufleistung passieren. 205 Tkm sind m.Ea. kein Problem wenn das Fahrzeug regelmäßig gewartet wurde. Und wenn Du es von einem Freund kaufst, kannst Du davon ausgehen, daß er Dir keine Fehler verheimlicht und für Dich dann das große Erwachen kommt. Ich rate Dir zum Kauf.
MfG Thomas
Ich finde die Erwartungen an 200.000km Diesel mittlerweile einfach zu hoch. Selbstverständlich machen die Diesel das mit aber jeder Kilometer der ungepflegt, sprich kalt, geheizt wird kommt früher oder später hoch. Ich weiß nicht wieviele es sind, aber 1600 oder mehr Bar Druck über Jahrzente durch Picolöcher ohne Fehler ? Alle wollen wenig Verbrauch und viel Bums, natürlich am besten ohne einen Cent an Fehlern zahlen zu müssen. Das kann gut gehen, geht es heute aber Häufig eben nicht mehr.
Komme aus dem Fordlager und mein Mondeo ist auch bekannt für sterbende Düsen oder mal nen netten kleinen Turbo zu verspeisen.
Kann passieren und wird wohl bei jedem Hersteller passieren. Wenn an keine Knete auf Tasche hat einen 10 Jahre alten Wagen zu reparieren sollte man zum nächstkleineren greifen....wenn der Vorbesitzer schon so gehandelt hat wird es für den nächsten nicht einfacher.
Außerdem....der hat 200.000 und Du willst in nem Jahr 90.000 km fahren ? Du fragtest nach nem Jahr, bestenfalls zwei....das wären eben bestenfalls 90.000km pro Jahr wenn Du nach 300.000 oder mehr fragst.
Wenn dir die Leistung reicht, dann hol dir einen 520D die haben nicht so viel Schnickschnack was kaputt gehen kann , da sie noch keine Commonraildiesel sind.
Hmm, jetzt wirds wieder durcheinander...
@Langsamfahrer:
Wo steht von mir geschrieben, dass der aktuelle Besitzer, der ihn seit gut 60000km fährt, immer getreten hat? Hab ich nie was von verzählt?
Und woher hast Du die 90000km pro Jahr???? Es war von 30 bis 40t km in beiden Jahren die Rede, un zugegebenerweise mit Anhänger zu 90 Prozent. Eher über 40t km denk ich mal, wenn ich den Kilometerstand unseres Kastenwagens ablese.
Und wie gesagt, es ist eher Zufall, dass der 530d ins Spiel kam. Eigentlich war schon immer die Rede von einem Passat mit dem 1.9 TDI, also das Facelift 2001 oder 2002. Der Bekannte kriegt in der zweiten Woche April voraussichtlich seinen neuen Wagen, einen kleineren Benziner, weil er nicht mehr viel fährt. Und da könnte ich ihn übernehmen.
Und genau das wollte ich heir klarmachen. Ich bin NIE von einem 525d oder 530d ausgegangen. Aber den würd ich billiger kriegen als die Passat, die mit angemessener Laufleistung im Normalzustand heute aufm Markt sind, und dann noch einen mir bekannten. Deswegen habe ich vor ein paar Tagen angefangen, im E39 Forum zu lesen und zu recherchieren und dadurch bin ich auch auf diese Frage gekommen.
Also, ich hab noch bissl Zeit, lass ich mir nochmal durch den Kopf gehen. Auf jeden Fall wäre es für mich (wenn der Wagen in Ordnung ist) UND für ihn ein gutes Geschäft, denn er würde ihn für bissl mehr als den Inzahlungnahmepreis des Händlers loswerden und ich würde ein Schnäppchen machen, und der Wagen hat auch wenig Kratzer und keinen sichtbaren Rost.
Nunja, mal sehen.
Andererseits bleibt heutzutage nichts anderes mehr übrig nen 1300kg Anhänger regelmäßig zu bewegen, als die moderne Dieseltechnik zu benutzen. Mit nem Sauger wirds etwas kritisch und verbrauchsmäßig auch teuer oder nicht?
Ich gehe nicht von einem 525i oder 530i aus, sondern hätte eher nen Passat 2.0 mit 115 oder 130 PS im Auge.
Also was meint Ihr? Doch lieber auf Sauger setzen oder die CR Technik riskieren? Wie gesagt, es geht um 1300kg Anhängelast.
Aidk
Hallo Aidcar,
mit dem 530d bist Du mit Anhänger besser drann, weil erheblich mehr Drehmoment. Und laß Dich nicht von den ganzen beschriebenen Fehlern hier abschrecken. Du hast ein klares Ziel, 40 - 50 tkm und das macht der locker. Da kann Dir ein leicht ausgeschlagenes Fahrwerk ziemlich egal sein oder was sonst noch für Krankheiten für den E39 typisch sind. Der M57 (Motor vom E39, 530d) ist eigentlich sehr zuverlässig. Der Turbolader geht von alleine nicht kaputt und die Injektoren sind auch nicht besonders anfällig und Drallklappen hast Du beim Schalter nicht. Wenn Du vorbeugen willst, mache einen Ölwechsel und wechsel dabei auch gleich die Kurbelgehäuseentlüftung. Die KGE kostet beim 🙂 so um die 45 € und die kannst Du problemlos selbst wechseln. Wenn die kaputt ist, ist sie aber oft Ursache für einen Turboschaden. Das Pfeiffen was Du hörst ist bei Kälte normal, wenn es nicht übermäßig laut wird. Ich kaufe meine Autos erst ab 200 Tsd km aufwärts und weiß, daß der Motor kaum tot zu kriegen ist.
MfG Thomas
Hallo,
wer ständig mit Hänger unterwegs sein muss, wird sicher lieber einen Automatik fahren. Da ist dann leider beim E39 GM-Problematik und Drallklappengeschichte im Gespräch. Allerdings muss man auch darauf hinweisen, dass in den Foren natürlich hauptsächlich Probleme geschildert werden und sicher auch eine Menge 525dA und 530dA mit hohen Laufleistungen unterwegs sind. Aber bei jede Gebrauchten fährt das Risiko mit. Wenn ich einen starken Diesel mit AHK kaufe, muss ich beim Schalter mit einer ausgelutschten Kupplung rechnen.
Gruß Steffen
Hallo Steffen,
da magst Du recht haben, aber eine Kupplung zu wechseln, ist kein Problem und kostet relativ wenig.
MfG Thomas
Hallo,
klar ist der Kupplungswechsel eine relativ einfache und preisgünstige Reparatur (im Vergleich zum defekten Automatikgetriebe oder geschrottetem Motor), aber wer möchte bei dieser Fahrleistung ständig im Getriebe rühren 😉 ? Vielleicht ist ja deshalb die Fahrzeugauswahl auch auf andere Fahrzeuge auszudehnen.
Gruß Steffen
Gutes Thema, Thema Kupplung:
Wir fahren seit Jahren mit nem Kastenwagen MB 100 D mit 75 PS (Sauger) Diesel und das bei einem permanentem Gewicht von über 2.5 tonnen (beladen eben). Und es ist die Kupplung seit 1992 und knapp 3000000km. Bloß kommt der mit NICHT EINMAL roter Plakette nicht mehr in München rein, oder von mir aus auch Augsburg, Nürnberg und was weiß ich wo man noch ne Plakette braucht. Und da wir auf Auto mit Anhänger umsteigen, haben wir uns auch eben gedacht, ist das Gesamtgewicht auch irgendwo bei 3 Tonnen, ja 500 kg mehr, aber was solls. Und das könnte die Kupplung doch auch aushalten oder nicht?
Außerdem fahren ja die ganzen riesigen Sprinter (welchen wir uns erst zulegen wollten), mit 3.5 Tonnen Gewicht mit ihren Kumpplungen spazieren in der Stadt, und das teilweise als Paketdienst. Warum sollte dann ein Auto mit nem Anhänger dran das nicht schaffen?
Oder mach ich grad nen Denkfehler und es kommt nicht nur aufs Gewicht an?
Was haltet Ihr von der generellen Idee, nen Sauger als Zugfahrzeug herzunehmen bei 20000km pro Jahr oder etwas mehr? Hab recherchiert und rausgefunden, dass die auch mehr als 1.5 Tonnen schaffen.
Aidk