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Simmerring nach Wechsel wieder defekt: Antriebswellen zu lang?

VW Golf 2 (19E)
Themenstarteram 28. August 2012 um 11:22

Tach!

Kurz zur Vorgeschichte: Ich habe letztes Jahr bei meinem GTD ein 4T-Getriebe vom Golf 3 eingebaut. Außerdem wurde er mittels Sportfahrwerk ca. 60mm tiefergelegt. Da das G3-Getriebe 100mm Flansche hatte, habe ich die Gelenke der G3-Antriebswellen auf die G2-Wellen umgebaut (G3-Wellen sind zu lang).

Nach dem Umbau hatte ich ein leichtes Schlagen, Brummgeräusche und Vibrationen im Bodenblech ab ca. 70km/h beim Geradeauslauf und insbesondere bei Rechtskurven. Hinzu kam ein leicht flatterndes Lenkrad als die 195er Sommerreifen montiert wurden.

Dann fing er irgendwann an minimal Getriebeöl "auszuschwitzen". Ich hatte die Gummidichtung an der Tachowelle im Verdacht und vor einigen Wochen ein etwa handflächengroßer Ölfleck zu sehen war, wurde die Dichtung gewechselt (und die alte war auch wirklich ziemlich hinüber).

Der Ölverlust war damit aber nicht eingedemmt und es wurde als der Antriebswellenflansch auf der Fahrerseite als Leckagequelle lokalisiert.

Beim Ausbau war zu sehen, dass der Abdichtungsdeckel eindeutig Kontakt mit der ATW hatte (aber noch nicht durchstoßen war) und so wurde die Welle um ca. 4mm gekürzt. In der Hoffnung, damit auch die Ursache für das Schlagen und die Geräusche gefunden zu haben, wurde alles wieder zusammen gebaut. Leider sind die Virbrationen und Geräusche unverändert geblieben und nun nach ca. 120km Fahrt leckt offenbar schon wieder Getriebeöl aus dem Flansch! :eek:

Ich habe bereits bei einem anderen Getriebe die Simmerringe an dieser Stelle gewechselt, so dass ich handwerkliche Fehler für unwahrscheinlich halte (ausschließen kann man sie zwar nie, aber so viel kann man dabei auch nicht falsch machen).

Auffällig war, dass der Flansch derart fest auf seiner Verzahnung saß, dass die Feder dahinter quasi keine Wirkung hatte (Demontage mit Abzieher, Montage über zentrale M10-Gewindestange). Ansonsten war alles normal. Wie kann es sein, dass der Simmerring so schnell wieder kaputt ist? Oder gibt es noch eine andere Leckagestelle? Hat die Feder Einfluss auf die Dichtungswirkung?

Vielen Dank für jedwede Hilfe!

Schöne Grüße,

Klaus

p.s.: Ich habe schon gelesen, dass die Vibrationen auch von einem defekten Radlager kommen könnten. Es wäre merkwürdig, da ich vorher keine Probleme hatte, aber vielleicht wird der Einfluss eines Defekts durch die Tieferlegung verstärkt. Ich werde die Lager auf jeden Fall demnächst prüfen bzw. prophylaktisch austauschen, denn die vorderen RL wurden von mir noch nicht getauscht und sind von mir rund 250Tkm bewegt worden. Außerdem sollte wohl die rechte ATW auch gekürzt werden. Aber woran könnte es noch liegen?

Beste Antwort im Thema
am 28. August 2012 um 15:39

Ich tippe auf Lagerschaden des Differentials. Eventuell wurden die Lager durch die Tieferlegung zu stark unter Druck gesetzt das sie eingelaufen sind. Dadurch hat das gesamte Differential, und damit auch die Flansche zu viel Spiel, wodurch die Dichtringe zu stark radial belastet werden und sehr schnell undicht werden.

Wenn du die Flansche demontierst, prüfe durch wackeln an den Achsstummeln ob Spiel am Differential vorhanden ist.

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Stell deine Frage mal per PN an "Nordhesse".

Der ist Getriebespezi und dürfte eine Antwort auf deine Frage haben.

am 28. August 2012 um 15:39

Ich tippe auf Lagerschaden des Differentials. Eventuell wurden die Lager durch die Tieferlegung zu stark unter Druck gesetzt das sie eingelaufen sind. Dadurch hat das gesamte Differential, und damit auch die Flansche zu viel Spiel, wodurch die Dichtringe zu stark radial belastet werden und sehr schnell undicht werden.

Wenn du die Flansche demontierst, prüfe durch wackeln an den Achsstummeln ob Spiel am Differential vorhanden ist.

Themenstarteram 29. August 2012 um 18:29

Ok! Das klingt plausibel, aber ich habe noch einige Fragen: Müssten dann nicht die Dichtungsringe auf beiden Seiten gleichermaßen undicht werden? Wenn das Schlagen und Brummen auf ein zu stark belastetes Differential zurückzuführen ist, warum tritt es dann nur in Rechtskurven auf?

Muss ich für die Prüfung an den Achsstummeln beide ATW bzw. Flansche gleichzeitig demontiert haben?

Falls Spiel vorhanden ist, wie gehe ich dann weiter vor? Getriebe austauschen? Lassen sich die Differentiallager ersetzen?

bau mal die rechte antriebswelle ab, ich wette das die welle im flansch vom getriebe schleift. dat liegt an der tieferlegung- wenn die wellen fast grade stehen, sind sie etwas zu lang und machen sich nach innen luft. hatten dat bei nem kumpel, dem is ständig das innere gelenk auseinander geflogen und bei nem anderen kumpel, da hat die welle den simmerring zerdrückt und drinnen den flansch. wenn da was zu sehen ist, denn besorg dir die welle vom einser cabrio mit 2h motor, die is kürzer, hat aber auch 100er gelenke. bei autos mit 90er gelenken passiert das nicht, da sind die wellen auh etwas kürzer...

Themenstarteram 30. August 2012 um 13:26

Komme erst am Wochenende wieder zum Schrauben, konnte also eure Hinweise noch nicht umsetzen und habe noch keine weiteren Erkenntnisse. Aber

Zitat:

bei autos mit 90er gelenken passiert das nicht, da sind die wellen auh etwas kürzer...

kann eigentlich nicht stimmen, denn (wie oben geschrieben) waren es ursprünglich Wellen mit 90er Gelenken. Ich habe die 100er Gelenke von den G3-ATW abgebaut und auf die G2-Wellen gesetzt. Dadurch dürfte sich aber die Länge nicht verändert haben.

Oder falls deine Aussage zutrifft, wäre das ein Hinweis, dass die Wellen sich nicht am Differntial verspannen, was wiederum die Fragen aufwirft "Warum leckt der Simmering schon wieder?" und "Wo kommt das Schlagen und Brummen her?"

Themenstarteram 6. September 2012 um 10:52

So, nun habe ich ein ATH eingebaut :)

Die erste Erkenntnis war: Offenbar kein Schaden an den/dem Radlager/n. Keine mahlende Geräusche, kein Knacken bei Lenkeinschlag, keine Schwergängigkeit und kein spürbares Spiel.

Dann wurden die ATW ausgebaut und es folgte die zweite Erkenntnis: Weder links noch rechts war ein Kontakt der ATW mit dem Dichtungsdeckel im Flansch erkennbar. Sind die ATW doch nicht zu lang bzw. nachdem die linke schon beim Dichtungswechsel gekürzt wurde, nicht mehr zu lang?

Außerdem war im linken Gelenk kein Getriebeöl d.h. das Öl muss an der Außenseite des Flansches ausgetreten sein oder es kommt an anderer Stelle raus...

Hingegen war aber Öl in der Gummimanschette der Schaltstange, die über dem Flansch ins Getriebe geht. Kann es sein das an der Schaltstange Öl leckt und sich dieses nach rund 150km großflächig verteilt (Getriebegehäuse, ATW, Schaltgestänge, Radaufhängung, Stabilisator, bis zum Bodenblech unter den Pedalen)? :confused:

Da die undichte Stelle also nicht eindeutig lokalisiert werden konnte und der Wagen unter der Woche wieder einsatzbereit sein musste, habe ich kurzerhand beschlossen, das ATH-Getriebe einzubauen, das ich noch rumliegen hatte.

Resultat: Schlagen und Brummen nach meinem Empfinden deutlich reduziert, aber nicht ganz weg. Ich werde nochmal andere Räder montieren um zu sehen, ob das einen Effekt hat.

ABER: Der Wagen erreicht nicht mehr die volle Leistung bzw. die gleiche Endgeschwindigkeit, bei etwa 140km/h ist Schluss. ATH und 4T sind doch eigentlich baugleich zumindest bei den Übersetzungen, oder? Gibt es eine ATH-Version, die eine andere Übersetzung zur Achse oder im 5. Gang hat als das 4T?

Wenn die Übersetzung gleich ist, sollte der Wagen auch die gleiche Endgeschwindigkeit erreichen - am Motor wurde schließlich nichts verändert. Oder das Getriebe hat einen größeren Reibungsverlust, lag immerhin zwei Jahre rum.

Wie "leicht" müssen sich die Vorderräder drehen lassen, wenn kein Gang eingelegt ist? Kann man das irgendwie messen?

Da meine ATW alle aus Schlachtfahrzeugen bzw. Ankäufen stammen, habe ich immer noch den Verdacht, dass vielleicht doch die Gelenke verschlissen sind und das Schlagen und Brummen verursachen. Ich habe schon viel gelesen über Verschleißanzeichen, aber ich habe weder Knackgeräusche bei Kurvenfahrt oder im Schiebebetrieb, noch sichtbare Verschleißspuren in den Gelenken.

Allerdings habe die ausgebauten Wellen hängend, mit der Hand am Radzapfen des äußeren Gelenks kreisen lassen und man spürt deutlich, wie sich die Kugeln im Gelenk verschieben. Ist das normal oder vielleicht auch ein Hinweis auf Verschleiß?

Wieder viele Fragen, aber ich hoffe ihr habt ein paar Antworten ;)

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