Sicherheitsrisiko BMW ?

BMW Motorrad

Hallo zusammen,

am 09.06.05 wird im TV auf HR um 21:10Uhr in der Sendung MEX, unter dem Titel "Sicherheitsrisiko BMW", ein Beitrag über die aktuellen Bremsenprobleme bei BMW-Motorrädern gesendet.

Wenn ich es zeitlich schaffe, werde ich mir die Sendung anschauen.
Vielleicht haben wir ja anschließend wieder was zu diskutieren. 😉

Gruß, rainman

35 Antworten

Hallo AMR,

momentan verfolgt BMW wohl die Taktik des Ignorierens.

Was soll denn auch passieren ?

Selbst wenn jemand zu Tode kommen sollte, müsste erst noch bewiesen werden, dass es an einer Fehlfunktion der Bremse lag und nicht am persönlichen Fehlverhalten.
Das festzustellen dürfte auch den besten Gutachtern äußerst schwer fallen.

Die Zeit spielt für BMW.

Irgendwann wird das Problem beseitigt sein, egal ob durch ein neues Bremssystem, durch ein Softwareupdate, oder durch den Totalschaden einer verunglückten Maschine.

Und falls wirklich einmal per Gutachten eine Kausalität nachgewiesen werden sollte, wird man bei BMW wiederum einen Einzelfall darin sehen und gemäß Produkthaftung dafür geradestehen, was im Amiland nicht gerade billig werden dürfte.

Aber vermutlich sieht man bei BMW dadurch einen geringeren Imageschaden, als wenn man sofort seinen Fehler eingesteht und alle betroffenen Motorräder zurückruft und umrüstet.

Die wissen vielleicht nicht 100%ig an welchem Bauteil der Fehler liegt, aber die wissen inzwischen sehr wohl, dass es einen Fehler gibt.

Hey, ich sehe gerade deinen neuen post.
Na, da werden wir in D wohl auch nicht mehr lange warten müssen.

Frei nach Galileo ... und sie bewegen sich doch. 😉

Gruß, rainman

Zitat:

Original geschrieben von rainman-1


...

BMW wurde zu einer Stellungnahme aufgefordert.
BMW sprach dabei von Einzelfällen, die noch im "üblichen Rahmen" liegen.
Weiterhin wurden diese Vorfälle auch dadurch entschuldigt, dass es bei solch komplexen Systemen
schon nach den Gesetzen der Wahrscheinlichkeit zu häufigeren Ausfällen kommen kann, als bei konventionellen Systemen.
Man versprach aber Verbesserungen, die in die Serie einfliessen werden. *Beitrag Ende*

...

Und da hat BMW auch Recht. Alle anderen Mutmaßungen, Gedanken und Beweise lasse ich mal dahingestellt. Das ganze ist aber nun einmal stochastisch bergründbar. Ich gehe mal davon aus, dass sich die Anzahl der Fälle in etwa (wie fast alles) an der gauß'schen Glockenkurve orientiert (kurz: meistens passiert nichts, manchmal aber höchstwahrscheinlich schon). Und jetzt müsste man eben mal mathematisch begründet abwägen, welche Möglichkeit besser ist.

Eine Kosten-Nutzen-Analyse wird sicherlich auch bei BMW durchgeführt. Es nützt eben keinem etwas, wenn das System zwar 100%ig sicher ist (ich bezweifle ohnehin, dass das sonderlich wahrscheinlich ist), aber zugleich unbezahlbar.

Und ob man auf das System prinzipiell verzichten sollte, ist mehr als fraglich.

Zitat:

Original geschrieben von aggex


Und ob man auf das System prinzipiell verzichten sollte, ist mehr als fraglich.

Ein modernes Bremssystem, dass im Vergleich zu anderen, in der Performance gleichwertigen oder gar besseren modernen Bremssystemen allein schon aufgrund der Komplexität zu einer statistisch höheren Ausfallquote führt, ist vom Design her eine Fehlkonstruktion. Zumindest jedoch keine Meisterleistung... Denn erhöhte Komplexität ohne konkreten Nutzen, dafür aber eine bereits statistisch höhere Ausfallquote - was für eine beschämende Ingenieursleistung.

Die statistische Wahrscheinlichkeit verblasst doch hinter der tatsächlichen Misere! Sicher, man kann auch die Augen schließen und sich die Ohren zuhalten. Kann die Sachlage ignorieren.

Bremsen sind lebenswichtig. Da gibt es keine Diskussionen, sowas machen nur Idioten bei Sicherheit (Bremsen) spaßen. Das ist nicht lustig !!! Wer die Sachlage verharmlost, und damit Menschen in Gefahr bringt, der ist allein moralisch schon zu belangen.

Die Idee ABS an Motorräder zu montieren ist doch eine gute. Wer ABS haben möchte, der soll es auch bekommen. Jetzt kommt's aber, hier wird der Bergriff "gutes ABS" eingeführt.

In der aktuellen ADAC Motorwelt. Da heißt es wörtlich: "Gut soll heißen, nicht das Verfahren vorzuschreiben, sondern die Wirkvorschriften von Bremsen so zu gestalten, dass nur bestes ESP und bestes ABS in Kraftfahrzeuge eingebaut wird, die auch beste Sicherheit bringen."

Es kann im Falle der Integral-Bremsanlage mit ABS von BMW an Motorrädern wohl kaum von bester Sicherheit gesprochen werden. Der Begriff Sicherheitsrisiko hat sich im Zusammenhang mit der Anlage etabliert!

Und rainman-1 hat leider völlig Recht mit seiner Darstellung.

AMR

Erinnerungsarbeit, E-Mail Dr. Robert Kahlenberg, Leiter Qualitätssicherung BMW Motorrad, siehe auch Interview BMW MOTORRÄDER Nr. 13 [MO]:

http://img150.echo.cx/img150/4830/kba3do.jpg

Erinnerungsarbeit, BMW Stellungnahme gegenüber HR3:

http://img65.echo.cx/img65/2825/19pc.jpg

http://img65.echo.cx/img65/111/28tc.jpg

Den Ausführungen von A.M.Ries ist nichts hinzuzufügen.

Den Darstellungen von addex sehrwohl.
Es ist absoluter Blödsinn, dass Entwickler ihre sicherheitstechnischen Überlegungen an der gaußschen Normalverteilungskurve abgleichen.

Sobald ein Risikopotential besteht, muss dieses bestmöglich und nach Stand der Technik ausgeschlossen werden. Da gibt es eine ganze Reihe von CE, ISO und DIN-Vorschriften, die gesetzlichen Charakter haben.

Z.B. müssen im allgemeinen Maschinenbau Sicherheitsanalysen erstellt werden, die den Grad der Gefährdung bei Ausfall eines Systems darstellen.
Besteht die Gefahr, das der Benutzer schwer verletzt oder getötet werden könnte, ist mindestens Sicherheitskategorie 4 anzuwenden (es gibt noch zwei höhere Kategorien, die für katastrophale Auswirkungen relevant sind).

Würde dieses Verfahren ignoriert, wäre das eine grobfahrlässige Handlung, die entsprechend geahndet werden kann.

Betriebswirtschaftliche Gründe können da höchstens das ganze System verhindern.

Diese ganzen Analysen und Verfahren dienen der späteren Nachweisbarkeit, dass man von Anfang an alles technisch sinnvoll machbare zur Risikominimierung getan hat, um einen Fehler und eine Gefährdung nach einem Fehler auszuschließen.

Desweiteren gibt es im Rahmen des Produkthaftungsgesetztes festgelegte Prozedere, wie ein Hersteller zu reagieren hat, falls er oder andere einen Fehler mit hohem Gefährdungspotential festgestellt haben.

Der Hersteller ist demnach zum sofortigen Rückruf und zur Nachbesserung verpflichtet.
Dieser Rückruf kann auch durch das KBA erfolgen.

Warum das in diesen Fällen noch nicht geschehen ist kann ich mir nur dadurch erklären, dass seitens BMW ein "hohes" Gefährdungspotential dementiert wird. Das Problem wird einfach kleingeredet und weitestgehend ignoriert.

Wie sooft haben sich wahrscheinlich die Marktstrategen gegen die Techniker durchgesetzt.

Gruß, rainman

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Zitat:

Original geschrieben von rainman-1


Dieser Rückruf kann auch durch das KBA erfolgen.

Zum

Thema KBA

möchte ich Anmerkungen machen.

Am

Do 02.12.2004 15:18

habe ich dem Präsidenten des Kraftfahrtbundesamtes in Flensburg eine E-Mail geschickt.

Zitat:

"Meine Einschätzung bis heute lautet: Ohne dramatische, möglichst tödliche Unfälle, und einer darauf folgenden Sicherstellung durch die Staatsanwaltschaft und einem eindeutigen Nachweis durch einen Sachverständigen / Gutachter wird gar nichts passieren."

Am

Di 07.12.2004 09:49

habe ich erneut den Präsidenten, Herrn Zinke, angeschrieben.

Zitat:

"ich möchte darüber informieren, dass die BMW Chefetage über die Problematik mit dem I-ABS III lange unterrichtet ist. Es geht mir darum, dass so viele Menschen wie möglich weltweit darüber informiert sind, dass das Problem BMW lange bekannt war. Im Falle von Todesfällen aufgrund Ausfällen, Aussetzern, verzögertem Druckaufbau und spezifischem Regelverhalten, die von Fahrern nicht handhabbar waren, werde ich entsprechend die Staatsanwaltschaft informieren. Mein Fall hätte tödlich ausgehen können. Die Berichte, die ich recherchiert habe, die Berichte, die mir vorliegen sind nicht minder gefährlich."

Die Begründung für die Einstlellung der Untersuchungen lautete wie folgt:

Zitat:

"... das Kraftfahrt Bundesamt (KBA) hat untersucht, ob der von Ihnen gemeldete Mangel eine solche Gefahr für die Verkehrssicherheit darstellt, dass Maßnahmen nach dem Geräte- und Produktsicherheitsgesetz (GPSG) einzuleiten sind.
Die Ermittlungen haben ergeben, dass nach den vorliegenden Informationen das von Ihnen ritisierte Bremsverhalten der Krafträder, Typ R1150 GS Adventure, mit automatischen Blockierverhinderer (ABV), kein Mangel darstellt, der eine Einstufung der Fahrzeuge als "nicht sichere Produkte" im Sinne des GPSG rechtfertigt. Dies begründet sich wie folgt:

* Die Bremsanlage entspricht den spezialgesetzlichen Mindestanforderungen.

* Da dem Fahrzeugführer der Ausfall des ABV einschließlich der Bremskraftunterstützung angezeigt wird, hat er die Möglichkeit, sich auf das nicht optimale Leistungsvermögen des Fahrzeuges mit seinem Handeln einzustellen.

Bei der Beurteilung eines gemeldeten Mangels hat das KBA nach § 1 Abs. 3 GPSG zu prüfen, ob das Produkt den Sicherheits- und Gesundheitsanforderungen anwendbarer Rechtsverordnung entspricht. Da Ihr Fahrzeug auf der Grundlage einer EG-Typgenehmigung erstmals in den Verkehr gebracht wurde und innerhalb des Typgenehmigungsverfahrens die Bremsanlage mit ABV nach der Einzelrichtlinie 93/14/EWG Anh. Anl. 2. geprüft worden ist, erfüllt Ihr Kraftrad die spezialgesetzlichen Mindestanforderungen.

Vom Fahrzeughersteller wurde mir bestätigt, dass der Ausfall des ABV einschließlich der Bremskraftunterstützung durch Warnleuchten angezeigt wird. Dies entspricht sinngemäß den Bestimmungen des Punktes 3.2 der Einzelrichtlinie 93/14/EWG Anh. Anl. 2. Auch wurde mir bestätigt, dass in diesem Fall die gesetzlichen Mindestanforderungen der Bremsanlage erhalten bleiben. Somit stellt der Mangel keine unabwendbare und unmittelbare Gefährdung i. S. des GPSG dar, da das Auftreten des Mangels für den Fahrzeugführer erkennbar ist und das Fahrzeug mit einer höheren Betätigungskraft noch abgebremst werden kann.

Im übrigen weise ich darauf hin, dass unterschiedliche Bereifungen oder unebene Fahrbahnverhältnisse durchaus Einfluss auf das Regelverhalten des ABV-Systems und somit auf das Bremsverhalten des Kraftfahrzeuges haben kann.

Da das System das Blockieren von Rädern verhindern soll, kann insbesondere bei nassen oder winterlichen Straßenverhältnissen, oder wenn ein Rad aufgrund von Bodenwellen zum Stillstand kommt, eine kurzfristige Bremsbeeinträchtigung auftreten. Dies gehört aber zu den inhärenten Merkmalen eines ABV-Systems auf die sich der Fahrzeugführer durch eine entsprechend angepaßte Fahrweise einzustellen hat.

Da sich bei der Überprüfung Ihrer Eingabe keine Anhaltspunkte für einen herstellerbedingten Mangel ergeben haben, die Maßnahmen des KBA rechtfertigen würden, schließe ich hiermit die Untersuchung in der obigen Angelegenheit ab. ..."

Wer den Text verstanden hat kann die Begründung auch verständlich zusammenfassen: Die Warnlampe könnte immer brennen, das System muss überhaupt nicht funktionieren. Das ist schon okay, denn Qualität und Zuverlässigkeit werden bei buchstabengetreuer Auslegung der Gesetze, Verordnungen und Bestimmungen nicht berücksichtigt.

Am Mi 23.03.2005 15:09 sah ich mit genötigt, erneut den Präsidenten des KBA anzuschreiben:

Zitat:

"Übrigens hat einer Ihrer Mitarbeiter mir – sinngemäß - geschrieben, er könne nicht jeden Hinweis von mir verfolgen. Denken Sie darüber nach, ob diese Formulierung zutreffend gewählt war, und was damit zum Ausdruck gebracht werden sollte. Ich bin mir da nämlich – im Zusammenhang – nicht mehr sicher."

Und?

Am Do 09.06.2005 wurde im Regionalprogramm der ARD, nämlich in HR3, über das Sicherheitsrisiko BMW berichtet. Mit Bildern der Verletzungen eines Unfallopfers und mit Interviews mit Fahrern, die erheblicher Gefährdung ausgesetzt waren. Fahrer, die ins Kornfeld gebrettert sind, und Fahrer, die in Krezungen reingefahren sind, und dabei in Panik immer wieder nach dem Bremshebel gegriffen haben. Ist ja nicht neu - diese Beschreibung der Vorfälle. Aber die Welt ist geschockt. Die Motorrad-Experten von ADAC und öffentlich bestellte und vereidigte Gutachter begreifen das Verhalten des Herstellers nicht, und das KBA - Abteilung Produktsicherheit/Rückrufe unter Leitung von Herrn Pietsch - ermittelt wieder.

Die Staatsanwaltschaft München I hat im Übrigen zwischenzeitlich in der BMW-ABS-Geschichte Ermittlungen wegen Betrugs gegen die BMW-Mitarbeiter Stoffregen, Diess und deren Chef, den BMW-Vorstandsvorsitzenden Herrn Dr. Helmut Panke, sowie zwei weitere Mitarbeiter des Bremsenzulieferers FTE eingeleitet (AZ: 255 JS 205 338 / 05). Das wurde bereits am 18.05.2005 bestätigt. Anders als von einigen BMW-Mitläufern, wird das Verhalten von BMW in der ABS-Geschichte wohl von der Staatsanwaltschaft aufgrund der registrierten Vorfälle als nicht gerade einsichtig empfunden, so dass der Rechtsstaat hier wohl allen Grund sieht, die Öffentlichkeit - und die BMW-Kunden - vor weiteren “innovativen” Fehlleistungen zu schützen.

Man darf mit Recht gespannt sein.

AMR

Womit ich mich im Kern meiner Aussagen leider bestätigt sehe.

Es ist traurig, dass das solche Ausmaße annehmen muss.

Wieviele Entscheider müssen bei BMW eigentlich an Realitätsverlust leiden, dass die sich zu einer solchen Vorgehensweise hinreißen lassen ?

Dabei hätte BMW das ganz bestimmt nicht nötig.

Bei den zahlreichen technisch anspruchsvollen und durchaus gelungenen Entwicklungen der letzten Jahre, die BMW erfolgreich auf den Markt gebracht hat, hätten die genug Kredit gehabt auch mal eine Fehlentwicklung einzugestehen.

Aber dieser Kredit wird gerade verspielt.

Falls es nicht zu einer außergerichtlichen Einigung kommt und BMW erst durch ein Urteil zu einer Schadensbegrenzung verpflichtet wird, wird das den guten Ruf der Firma auf Jahre beschädigen.

Das kann doch nicht wirklich deren Absicht sein, oder ?

Gruß, rainman

@rainman-1
zitat: ...... Realitätsverlust leiden ......

hier fragt man sich wirklich wer der leidtragende ist 🙂 ...... rainman du kannst doch froh sein das es so wadenbeißer wie Ries gibt sonst hättest du doch kein nährboden ......

@ries
hier ist mitlerweile jeder kommentar überflüssig ...... schade nur das nicht jeder leser die wahren hintergründe kennt und hier nur deine version zu lesen bekommt ....
BMW hat sich am anfang dir gegenüber sehr interessiert gezeigt ...... was jedoch dein wahres ziel war / ist kann sich doch jeder an einer hand ablesen ....
ich wünsche dir A.M.Ries das du deinen frieden mit dir findest und dein jetziges moped dich nie enttäuscht .....

allzeit gute fahrt .... KS

Zitat:

..., wird das den guten Ruf der Firma auf Jahre beschädigen.

Vielleicht sprichtst Du von einem Image. Ein Image, von dem man mal gut gelebt hat und sich auch noch heute davon ernähren möchte?

Am Mi 27.10.2004 02:46 habe ich den Leiter der Abt. Rückrufe / Produktsicherheit beim KBA per E-Mail auf einen PLUSMINUS Beitrag hingewiesen:

Zitat:

in der Angelgenheit „Bremsverhalten beim Kraftrad BMW Typ R1150GS Adventure mit automatischem Blockierverhinderer (ABV)“ habe ich seit dem 20.09.2004 nichts mehr von Ihnen gehört.

Ich möchte Sie aber über einen Fernsehbericht in der ARD (SR) vom 26.10.2004 um 21.55 Uhr unterrichten. Die Information kann Ihnen möglicherweise zur Beurteilung der dramatischen Lage beim I-ABS III von BMW hilfreich sein.

Im Zusammenhang mit dem Aufdecken von Qualitätsmängeln und Konstruktionsfehlern am I-ABS III von BMW habe ich die Erfahrung gemacht, dass sich sowohl die Fach-Presse als auch der Hersteller wünschen, dass ich schweige.

Ich würde mich freuen, bald von Ihnen zu hören. Ich überlege mir inzwischen, mich an PLUSMINUS zu wenden, da der Fall ähnlich gelagert zu sein scheint.

Ich empfehle jetzt wirklich, sich die Mühe zu machen, diesen Beitrag

hier zu lesen!

Dem RA kann ich nur zustimmen, der die Meinung vertrat:

Zitat:

„Man kann das durchaus als Schweinerei bezeichnen, wenn der Hersteller weiß, das es einen Mangel gibt und trotzdem keine Rückrufaktion macht, obwohl er hier das Leben seiner Käufer aufs Spiel setzt.“

Das ist doch ganz sicher kein 'guter Ruf', oder? Worauf Du vermutlich ansprichst ist die Tatsache, das BMW Produkte eine gewisse Anziehungskraft auf Kunden ausüben. Also auf mich üben z.B. die Modelle 1150Adv und 04er BCR eine hohe Anziehungskraft aus. Andere mögen 3er BMW's.

AMR

Zitat:

Original geschrieben von Kopfschmerz


rainman du kannst doch froh sein das es so wadenbeißer wie Ries gibt sonst hättest du doch kein nährboden ......

Wenn du diese Geschichte mit der nötigen Aufmerksamkeit verfolgt hättest, dann wäre dir sicherlich aufgefallen, dass es leider noch sehr viel mehr direkt Betroffene außer A.M.Ries gibt.

Leider konntest du noch keinen einzigen sachlichen Beitrag hierzu verfassen und verlierst dich ständig in Polemik.

Aber was sollst du auch sonst machen, wenn dir die Argumente fehlen.

Gruß, raiman

Zitat:

Original geschrieben von rainman-1


Aber was sollst du auch sonst machen, wenn dir die Argumente fehlen.

Das Problem was sich für die

BMW-Mitläufer

, also die Polemiker und die Argumentationslosen z.Zt. stellt ist wie folgt:

Üblicherweise fühlen sie sich in der Masse der BMW-Mitläufer wohl. Diese Masse ist signifikant geschrumpft, und das nicht, weil die das Thema ein Jahr lang aufmerksam verfolgt hätten. Nein. Einige BMW-Mitläufer haben lediglich die Sendung M€X am Donnerstag 09.06.2005 mit dem Titel Sicherheitsrisiko BMW - wenn Premiummotorräder von der Straße abkommen gesehen.

Viele müssen Verletzungen erst sehen. Es reicht ihnen nicht zu hören, dass ein Einzelner zweimal gefährliche Bremsendefekte dank seines Geschicks und fahrerischen Könnens überlebt hat. Nein. Das reicht nicht. Das muss man im TV sehen.

Diese BMW-Mitläufer haben nicht einmal davor zurückgeschreckt, den interviewten Frank Rudolf anzugreifen, als er von seinem Unfall mit Verletzungen auf dem ADAC Sicherheitstraining in Stuttgart am 22.05.2005 berichtet hatte. In allen drei BMW K1200S Board ist er in einer unglaublichen unsachlichen Art und Weise angegriffen worden.

Die BMW-Mitläufer können eines nicht kompensieren: Kognitive Dissonanzen.

Das aber ist allein das Problem von BMW-Mitläufern. Und es gibt Hilfe dafür, wenn man damit nicht angemessen umgehen kann.

AMR

Zitat:

Original geschrieben von A.M.Ries


Das ist doch ganz sicher kein 'guter Ruf', oder? Worauf Du vermutlich ansprichst ist die Tatsache, das BMW Produkte eine gewisse Anziehungskraft auf Kunden ausüben. Also auf mich üben z.B. die Modelle 1150Adv und 04er BCR eine hohe Anziehungskraft aus. Andere mögen 3er BMW's.

Ich bin seit 1989 BMW-Kunde.

Zu einem guten Ruf gehört für mich, neben der Zuverlässigkeit und Technik der Produkte, auch ein guter Service und eine langjährige funktionierende Ersatzteilversorgung und die Bestätigung darüber durch andere Kunden und der Fachpresse.

Und da habe ich über die Jahre bislang mehr positive als negative Erfahrungen gemacht.

Ich möchte auch die Probleme im PKW-Sektor nicht mit denen im Motorradbereich vermischen, da hier erstens zwei unterschiedlich geführte Unternehmensbereiche und zweitens ein ganz anderes Gefährdungspotential vorliegt (anders, nicht geringer !).

Die Anziehungskraft der BMW-Produkte hat in den letzten Jahren bei mir eher nachgelassen, was aber hauptsächlich auf die missratende Optik der meisten Fahrzeuge zurückzuführen ist.
Aber das ist halt Geschmacksache und eine andere Geschichte.

Ich könnte mir auch jetzt noch vorstellen eine BMW zu kaufen, allerdings würde ich das vom Ausgang dieses Desasters abhängig machen.

Gruß, rainman

Zitat:

Original geschrieben von rainman-1


Ich könnte mir auch jetzt noch vorstellen eine BMW zu kaufen, allerdings würde ich das vom Ausgang dieses Desasters abhängig machen.

Letztes Jahr gab es Veränderungen im Personal bei BMW Motorrad. Dr. Martin Braunsperger arbeitet z.B. nicht mehr da.

Er war Leiter Entwicklung und Baureihen bei BMW Motorrad und unter anderem für die Entwicklung der neuen Boxergeneration und der sportlich ausgerichteten K 1200 S verantwortlich.

Niemand geht ohne Grund!

Jedenfalls hat er die die Gesamtleitung der Karosserieentwicklung bei BMW übernommen. Kann er da weniger Schaden anrichten? Ich weiß es nicht. Aber was ich aus Erfahrung weiß, ist folgendes:

Häufig lösen Personalentscheidungen Probleme. Sicher ist es für leitende Angestellte nicht leicht, bei einem laufenden Ermittlungsverfahren einen neuen Job zu bekommen, aber eine Umbesetzung innerhalb des Konzerns - wie z.b. bei Braunsperger - müsste doch machbar sein.

Das ist nur eine Idee. Und meine Erfahrung. Meist läuft der Laden nämlich wenn die richtigen Köpfe die Leitung übernehmen. Braunsperger könnte der Anfang gewesen sein.

AMR

Muss aber nicht so sein.

Schau dir z.B. mal den Wolfgang Bernhard an.
Bei DC ist er rausgeflogen, weil er sich mit Schrempp überworfen hat. Bei GM wollte man ihn nicht, weil angeblich überqualifiziert *Gelächter* und jetzt hat er mal eben kurzfristig die Leitung der Volkswagen-Sektion übernommen und macht dort "management by helicopter", sprich: - Angeflogen kommen, Staub aufwirbeln und wieder verschwinden. -

Das pikante dabei ist, dass er vom Vorstandsvorsitzenden Bernd Pischetsrieder eingestellt wurde, der bei BMW wegen seiner Unfähigkeit (z.B. Zukauf von Rover) gehen musste.

Ich befürchte, dass dieses "Rotationsprinzip" auch vor der Motorradbranche keinen Halt gemacht hat.

Aber lassen wir uns mal überraschen.

Das die Ursache der meisten Probleme in der Führungsetage zu suchen ist mag stimmen, denn nicht umsonst sagen wir hier im Norden:
"Der Fisch fängt vom Kopf her zu stinken an." 😉

Gruß, rainman

Zitat:

Original geschrieben von rainman-1


Aber lassen wir uns mal überraschen.

Ich halte es aber kaum noch aus... 🙂

Daher habe ich Anwälte beauftragt, mir mal die Akte der Staatsanwaltschaft München I zu besorgen (AZ 255JS205338/05, Strafsache gegen Panke, Diess, Stoffregen, Dobigeon, Böhme, wegen Betrugs).

Denn wenn wegen Betrugs ermittelt wird, muss ja zumindest der Anfangsverdacht der beabsichtigten Täuschung gegeben sein.

Worüber soll man denn getäuscht haben? 😉

AMR

Geheimer Rückruf?

Zitat:

Quelle: http://www.michaelbense.de/k12­00s/forum/viewtopic.php?t=1048

Rückruf K1200S:

"Bremskabel ABS könnte schleifen, und somit das ABS am VORDERRAD ausfallen! Bremsen würden aber trotzdem funktionieren ,logischerweise dann aber ohne ABS (soll mal mein Kabel ansehen, ist nur eine Vorsichtsmaßnahme, und mal bei Gelegnheit vorbeikommen )Umbauzeit ca
1,5 Stunden"

"Der Meister sagte sie melden sich wenn die Teile da sind. Wäre aber nicht sonderlich gefährlich da nur nach Aus-Einbau des Vorderrades vorkommen könnte. Dann müßte man halt aufpassen, dass man das Kabel nicht quetscht solange noch nicht umgerüstet"

Hallo,

ist das ein 'geheimer' Rückruf, kaschiert als Qualitätssicherungsmaßnahme? Zufällig einen Tag nach Ausstrahlung des Wirtschaftmagazins M€X (HR3)? Tun sich etwa Haftungsfragen auf? Fragen über Fragen!

AMR

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