Sicherheitsrelevantens Bauteil komplett durchgerostet

Mercedes E-Klasse W211

Hallo,
erstmal die Daten.
W211 Bj. 2007, 184 PS Kompressor.
1. Hand von 2007 bis 11.2021.
Komplett Mercedes Benz Scheckheft gewartet mit einer Laufleisung von 51800km.
2.Hand von 12.2021 bis 02.2022 übern einen Händler gekauft mit TÜV Neu und einer Gebrauchwagen Garantie.
3. Hand gekauft 02.2022 mit KM stand 57500km.
Was mir in letzter Zeit aufgefallen war das das Lenkrad schief steht ca. um 15 Grad nach links.
Es würde im Mai das Kombiinstrument getauscht aufgrund eines defektes.
Mein Gedanke vielleicht ist das Lenkrad nicht grade aufgesetzt worden ,also nochmal zum Freundlichen gefahren und eine runde mit dem Meister gefahren.
Das Auto läuft ohne Auffälligkeiten, kein Klappern oder Poltern vom Fahrwerk auch der
Gradeauslauf ist einwandfrei.
Den Meister ist bis auf das Lenkrad schief steht auch nix am Auto aufgefallen.
Der Monteur hat dann gleich vor Ort das Lenkrad um 2. Zähne versetzt und das wäre sehr ungewöhnlich zumal das Lenkrad nicht abgebaut werden müsste um das Kombiinstrument zu tauschen.
Es hat ihn keine Ruhe gelassen und er hat das Auto auf die Hebebühne gefahren um sich die Vorderachse anzuschauen.
Da war alles in Ordnung.
Hinten links ist ihn aufgefallen das Rad würde schief stehen unten in richtung Fahrzeug.
Somit hat er die Kunststoffabdeckung vom Federquerlenker abgenommen.
Was da zu Tage gekommen ist hat noch keiner in der Werkstatt gesehen.
Fast komplett abgerostet in richtung Hinterrad Aufnahme.
Das Auto würde sofort stillgelegt.

Ich kann nur jeden Raten die Querlenker sich mal ohne Abdeckung anzuschauen.
Wenn das Hinterrad bei 150kmh abreißt geht nicht gut aus.
Leider bleibt ich auf den Kosten sitzen, für Kulanz zu alt das Auto, die Gewährleistung vom Händler greift auch nicht da laut Urteil zu alt das Auto.

Querlenker hinten
35 Antworten
Zitat:
@atze998 schrieb am 28. August 2025 um 19:30:18 Uhr:
War vom freien Händler GGG heißt die Garantie.
Motor, Getriebe, Steuergeräte und das kombiinstrument sind abgedeckt.
Bei MB sagten man die macht nur Ärger die Versicherung und zahlt fast überhaupt nicht.
Nur das der Käufer beim Händler ein gutes Gefühl hat und der Händler die 12 Monate Gewährleistung an die Versicherung übergibt.

Gut zu wissen, dass man genau die Bedingungen anschauen muss, bei solchen "Garantien" !

Daher danke für Info. Grade Fahrwerk und schlimmer Rost, sind ja Sachen wofür man eher in teure Werkstätten fahren muss, am Motor kann man meist viel Selber machen, Getriebe in Maßen auch.

Eine Garantie hilft dem Gebrauchtwagenhändler nicht, hier greift die gesetzliche Gewährleistung.

Zitat:
@FS01 schrieb am 29. August 2025 um 10:47:11 Uhr:
Eine Garantie hilft dem Gebrauchtwagenhändler nicht, hier greift die gesetzliche Gewährleistung.

Vermutlich dann eher Marketing, wenn gew Verkäufer eine Garantie anbietet, aber die ja eh gesetzlich abgedeckt wäre (?)

Zitat:
@golf777 schrieb am 29. August 2025 um 11:14:58 Uhr:
Vermutlich dann eher Marketing, wenn gew Verkäufer eine Garantie anbietet, aber die ja eh gesetzlich abgedeckt wäre (?)

jein, einerseits senkt damit der Verkäufer sein persönliches Risiko, andererseits gibt es auch Vorteile für den Kunden. Die Garantie läuft idR über eine Garantieversicherung. Da kann der Käufer dann zu einer Werkstatt in seiner Nähe. Bei Gewährleistung muss dem Verkäufer Gelegenheit zur Nachbesserung gegeben werden - blöd, wenn man den Gebrauchtwagen hunderte Kilometer weit weg gekauft hat und dann wieder hinfahren muss. Aber hier wichtig: die Garantie ersetzt nicht die gesetzliche Gewährleistung. Die bleibt immer bestehen, und der Käufer kann sich trotz Garantie darauf berufen.

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Das kommt auch davon, dass sowohl TÜV (aka *Pickerl* in AT), als auch Ankauftests etc. immer *ohne Zerlegungsarbeiten* gemacht werden. D. h. im nicht sichtbaren Bereich kann es gammeln wie es will, solange der sichtbare Bereich schön ist, passt alles.

OT:

Gerade die Autos vom *alten Mann* ohne Laufleistung neigen dazu, Standschäden zu haben. Hatte das öfter schon bei Benzen mit unter 100.000 am Tacho. Von eingelaufenen Nockenwellen (beim 116, aber das ist ein Konstruktionsfehler der Ölleitungen), über schlecht schaltende Automaten (beim 126, der braucht ab und an mal ordentlich Stoff), über Rost wohin man schaut beim 124 und 202, genauso beim 211.

Paradebeispiel war unser eigener S124, volle Hütte mit 130.000 Originalkm aus erster Hand gekauft. Da denkt man sich nix dabei. Und dann ist es losgegangen, von Vorderachse über Verteilergetriebe (4-matic Fehlercodes ohne Ende), Mengenteiler, Zündanlage, undichtes Diff, ruppige Bremsen, einfach alles wie ein Taxi aus Indien. Als dann die Nockenwelle angefangen hat (war ein 300E), hab ich aufgegeben.

OT Ende.

@FS01

Ok ich verstehe das nun, habe auch an anderer Stelle hier nachgelesen. Ich habe schon ewig kein Fzg mehr bei nem Händler gekauft, von daher war ich ahnungslos.

@mc.drive

Ich habe grade noch bei Video vom Rostschutz Experten erwähnt, dass diese "Abdeckungen" die neue Autos wohl haben (also unten) ja auch bei HU nicht abgebaut werden (würde auch zu lange dauern, klar). Aber darunter kann es munter "gammeln" bis es ev zu spät schon ist. Das war ja ähnlich mit dem Bitumen UBS, was mit der Zeit auch porös etc wird. Aber bei diesen ganzen Plastik/Filz etc Platten nun unter den Autos was er im Vid zeigt, scheint eine Art Zeitbombe zu sein. Insbes da es ja einiger Aufwand sein muss, alleine das alles zu demontieren (er zeigt alle Teile und Schrauben)

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