Serienbremse vs Sportbremse

Opel Omega B

Hallo,
mich würde mal interessieren wieviel Bremsleistung eine Sportbremsanlage auf die Bremswaage bringt .
Ist die Bremsleistung stärker als bei der Serienbremse , mal abgesehen davon, das ne Sportscheibe bei Nässe eher anspricht und evt bei Hitze besser dasteht .

Im Bild die Bremswerte einer Serienbremse mit ATE Scheiben und Klötze

MfG

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30 Antworten

Die Bremse kann nur so viel Kraft auf die Rolle bringen was die Reifen in der Lage sind zu übertragen. Da nützt dir die beste Sportbremse nix wenn die Reifen der limitierende Faktor sind.

Nicht zu vergessen, wohlmöglich noch nasse und abgenutzte Rollen vom Püfstand und evtl noch sehr schmale Reifen, die dann evtl. auch schon bessere Zeiten gesehen haben und evtl. schon 6-10 Jahre auf den Buckel haben.

Die Bremse vom Omega B ist ihrer Zeit gemäß ausreichend, besser geht immer, nur ob da der Aufwand das Ergebnis rechtfertigt, das ist eigentlich fast immer eher eine persönliche Sache. Da kann man schnell den Gegenwert eines guten Fahrzeugs versenken, wenn man will. Meist ist es mit Stahlflex-Leitungen schon mal gefühlt sehr viel besser.

Aus Erfahrung kann ich dir sagen: Spar dir das Geld

Ich fuhr für eine kurze Zeit EBC Scheiben und Klötze ich glaube yellostuff und EBC Turbogrove irgendwie sowas.

Die erste Lieferung der Bremsen musste ich zurück gehen lassen weil alle Scheiben krum waren, bei der zweiten Lieferung dann hab ich falsche Scheiben bekommen, beim dritten mal hat es dann endlich geklappt....

Zur Qualität kann ich auch was sagen, den in sehr kurzer Zeit waren die Scheiben auf der Vorderachse verzogen, dazu war das Bremsergebnis bei kalten Temperaturen eine Katastrophe... Mir ist deswgen sogar ein Unfall passiert weil es nass/kalt war und die paar Meter haben nicht gereicht haben die Bremse auf Temperatur zu bringen.

War die Bremse allerdings warm hatte man das Gefühl jemand schmeiißt einen Anker!

Meine Scheiben waren geschlizt und genutet somit hat man das Bremsen auch deutlich bei offenem Fenster gehört 😁 Ob das jetzt schlimm ist wieß ich nicht aber man gewöhnte sich dran

Danke für die Antworten , denn ich bin auch der Meinung das ne intakte Serienbremse voll ausreicht für die Straße ,

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Es ist so, wie Kurt sagt. Für seine Zeit, eine ausreichend dimensionierte Bremsanlage. Ich hatte aber schon mal mit meinem Omega 2.5 V6 bei 210km/h das “Vergnügen“ voll in die Eisen steigen zu müssen (Pedal am Boden!), weil ein Brite meine, von der Beschleunigungsspur direkt nach ganz links fahren zu müssen. Da war die Bremse echt gerade eben so gut genug. Der Brite hatte hinten eine rückwärtsgerichtete Sitzbank, auf der zwei Kinder saßen. Deren Gesichter werde ich nie vergessen. Keine schöne Sache, das.

Verglichen mit den Nachfolgern Vectra C 3.2, Mercedes E350 und jetzt einem E500, ist die Bremse im Omega echt mies. Speziell natürlich der E500 wirft im Vergleich absolut den Anker, braucht aber auch mindestens 18 Zoll Felgen. Aber selbst der Vectra C mit der größeren Bremse (min. 16 Zoll Felgen) spielte schon in einer ganz anderen Liga.

Ich glaube nicht, dass man im Omega mit Serienteilen (=Sportbremse) viel rausholen kann. Die ganzen speziellen Bremsenteile der anderen Anbieter verschlimmbessern die Bremse im Alltag eigenlich fast immer. Die Stahlflex-Schläuche sind da eine Ausnahme. Die verbessern auf jeden Fall das schwammige Pedalgefühl und mögen im Ernstfall auch etwas mehr Bremsdruck erzeugen. Wunder darf man da hinsichtlich der maximalen Bremsleistung aber auch nicht erwarten.

Gruß
Achim

Hab mal gegoogelt und folgendes gefunden:

Bremsweg Omega 3.0 Sport (warm) 38.3 Meter

BMW 530d Sport-Aut. (258 PS) • Höchstgeschwindigkeit: 250 km/h • Leergewicht: 1826 kg • Testdatum: 03.12.2014 • Testbereifung: Dunlop SP Sport Maxx GT • Bremswert: 37,2 Meter.

Mercedes E 350 BlueTEC 9G-TRONIC Elegance (258 PS) • Höchstgeschwindigkeit: 250 km/h • Leergewicht: 1909 kg • Testdatum: 03.12.2014 • Testbereifung: Continental SportContact 5 • Bremswert: 35,6 Meter.

Mazda6 SKYACTIV-D 175 i-ELOOP Sports-Line (175 PS) • Höchstgeschwindigkeit: 223 km/h • Leergewicht: 1533 kg • Testdatum: 01.06.2015 • Testbereifung: Bridgestone Turanza • Bremswert: 36,6 Meter

Ich finde gegen die aktuellen Fahrzeuge, klar haben die kürzere Bremswege, spielt der mittlerweile in die Jahre gekommene Omega noch ganz gut mit.

Ja. Von 100 auf 0 stimmt das sicher auch. Die Spreu trennt sich darüber vom Weizen, was die Bremsanlage angeht. Man müsste Werte von 200 auf 100 haben. Da sieht man die Unterschiede in den Bremsanlagen. Bei 100 auf 0 spielt die Traktion der Reifen eine zu große Rolle.

Gruß
Achim

Also ich hatte bislang noch keinen Grund mich zu beschweren. Allerdings mache ich auch keine Experimente. In meinen MV6 kommen ausschließlich die Scheiben und Beläge von ATE rein.

Hatte beim Vorgänger einiges getestet und bin mit den originalen bislang am Besten gefahren.

Nachdem ich hier schon einige Bremsenthreads verfolgt habe, meinen von normalen Bremsschläuchen, wohl den ersten, auf 4x Stahlflex umgerüstet habe, kann ich sagen, das regelmäßige Wartung, Bremsflüssigkeit, und Stahlflex völlig ausreichend sind, den Omega zügig zu bremsen. Vielleicht helfen auch die 225er gegenüber den 205ern noch ein bischen.

Gruss
Haibarbeauto

Auf den Bremsweg hat das Gewicht des Fahrzeugs und die Aufstandsfläche der Reifen einen sehr großen Einfluss. Je weniger ein Auto wiegt umso weniger muss die Bewegte Masse abgebremst werden, umso kürzer ist der Bremsweg.

Im Normalfall sind die Reifen immer der begrenzende Faktor. Zumindest sollte das bei einer gut gewarteten Bremse so sein.

Sportbremsen bringen in der Regel weniger einen verkürzten Bremsweg, als eher eine lang gleichbleibende Bremswirkung. Sprich Fading tritt erst später auf.

Selbst das Gewicht des Fahrzeugs hat keinen so großen Einfluss auf den Bremsweg wie man annehmen würde, weil je höher das Gewicht ist, desto stärker werden die Reifen auch auf den Boden gepresst, wodurch die Reibung zwischen Reifen und Straße eben auch zunimmt.
Deshalb bremst ein unbeladenes (leichtes) Fahrzeug *theoretisch* genauso schnell wie ein voll beladenes (schweres).
In der Praxis spielt das Gewicht schon eine Rolle, aber eher eine untergeordnete.

Wenn man eine Vollbremsung macht und das ABS greift, ist nicht die Bremse am Limit, sondern der Reifen. Da nützen auch große Bremsscheiben und High End Beläge nichts.

Um den Bremsweg wirklich effektiv zu verkürzen sind gute Reifen das Mittel der Wahl.

Das deckt sich auch mit den von @AndyEausB geposteten Werten zum Bremsweg, wenn man die Reifenbreite berücksichtigt.
Ich hab mal die Standardbereifung der Modelle rausgesucht. Da sieht man dass die aktuellen Fahrzeuge mit kürzeren Bremswegen alle standardmäßig breitere Reifen haben, als der Omega mit Standardreifen.

Omega B 205/65 R 15 = 38,3m
BMW 530d 225/55 R17 = 37,2m
Mercedes E350 245/45R17 =35,6m
Mazda 6 225/45R19 = 36,6m

Ganz grob: je breiter der Reifen, desto höher die Auflagefläche, desto kürzer der Bremsweg.

Darum kann ich auch nicht meckern. Fahr im Sommer mit 235 Reifen. ContiSport Contact5. Wenn ich voll in die Eisen geh, bei trockener Fahrbahn, hat so gut wie noch nie das ABS merkbar mit reingeregelt.

Dann könnte der Bremsdruck zu gering sein. Wenn ich voll drauf stehe., dann regelt das ABS sofort, maximale Bremsleistung.
Ergo, Stahlflex.

Aber, ich habe keine Uhu-Reifen, bestimmt liegt es daran.

Bei mir regelt es bei einer Vollbremsung wirklich erst auf den letzten Metern. So oft macht man die ja auch nicht. Wenn ich mal von 200 extrem runter bremsen muss, hat noch nie das ABS geregelt auf trockener Fahrbahn. Bei keinem meiner Autos. Kann ja nicht am Bremsdruck liegen. Da sind schlichtweg die Kräfte so groß, dass "normale" Bremsen eben nicht blockieren.

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