Sägen im Leerlauf und ruckeln (M111)

Mercedes E-Klasse W124

Hallo zusammen,

ich weiß, dass das ein ausgelutschtes Thema ist, aber es gibt so ein paar Sachen, zu denen ich gerne Eure Meinung hören wollte:
Ich habe einen 220E (M111) von 11/92, 330.000km, Schaltgetriebe und folgendes Problem:
Wenn ich kalt starte, läuft er ruhig bei 1200 1/min, bis die Drehzahlanhebung wegfällt.
Dann fängt er an zu Sägen (500-1200 1/min), allerdings ausschließlich im Stand, also wirklich v=0. Solange das Auto rollt, ist die Drehzahl stabil bei 800-1000 1/min. Im Stand kann es dann auch leicht passieren, dass er ohne Gegenwehr ausgeht, also Drehzahl runter und aus. Anspringen tut er dann aber wieder ohne Probleme.
Wenn er warm ist, dann sägt er auch, weniger heftig aber und geht nicht mehr aus.
Zu diesem Problem kommt hinzu, dass er beim Beschleunigen bei 3500 1/min extrem ruckelt, unabhängig vom eingelegten Gang: Im zweiten Gang fühlt sich das an, als würde der Fahrer bremsen, bei höheren Gängen ist eher ein Nicken der Insassen zu verzeichnen. Bei anderen Drehzahlen läuft er normal.

Neu sind, dank Informationen aus dem Forum und Fehlerspeicher auslesen bei Bosch: MKB, Zündkerzen, Zündkabel, ÜSR, Lambdasonde und eine gereinigte Drosselklappe (nicht neu)

Hat dazu vielleicht jemand Ideen? Würde eine defekte Zündspule nicht drehzahlunabhängige Probleme machen? Ich will keinen unnötigen Teileweitwurf betreiben.

Vielen Dank,
Bernhard

55 Antworten

ich hatte mal wieder bissl Zeit für meine alte Lady zu kümmern... 😉

Ursache für den zum Teil heftige Leerlaufsägen im Kaltzustand war bei mir das Regenerationsventil. Hat sich nach etwa 335.000km einfach in den Ruhestand begeben und war im stromlosen Zustand offen 😠.
Dadurch das Sägen im Kaltzustand. Wenn der Motor warm war, gab's nur minimales Sägen, aber die Drehzahl ist nach Auskuppeln auf~500rpm abgefallen und unten geblieben. Gas hat er dann nur noch schlecht angenommen. Seit Austausch nimmt das Auto wieder wesentlich besser Gas an, die Leerlaufdrehzahl fällt nur noch selten unter 700rpm (und dann nur ganz kurz. Wenn man nicht die ganze Zeit aufn Drehzahlmesser starrt, fällt's gar nicht auf)

Aber ganz sauber läuft der Motor immer noch nicht. Im Kaltzustand klingt er bissl unsauber und schwanken tut er vielleicht um +-50rpm. Außerdem vibriert der Innenraum im Leerlauf, wenn der Motor warm ist. Sobald man Gas gibt, ist's ruhig. Und der Aussetzer bei 3500rpm ist auch noch da.

Jemand noch Ideen? Ist das vielleicht kompatibel mit Zündspulenproblemen? Sind ja beide noch die ersten bei jetzt 348.000km

viele Grüße

Diese drehzahlschwankungen hab ich auch noch. Das vibrieren könnte an den motorlagern liegen. Ich werde das demnächst mal testen. Er schüttelt auch das ganze Auto, wenn ich ihn Anlasse. Hoffe, das das dann getan ist und sich auch der gefühlt Harte Kaltstart sich etwas bessert. Ist ein bisschen, als würde ich mit zu wenig Öl rumfahren. Viele berichten, dass sie nach tausch der motorlager ein neues Auto hatten....

Werde berichten. Auch, wenn ich die drehzahlschwankungen weg bekomme.

Grüße und danke für die rückmeldung.

Wie alt sind Eure Zündkabel ?Kerzen/ Verteiler und Läufer?

Zitat:

Original geschrieben von chauvi


Wie alt sind Eure Zündkabel ?Kerzen/ Verteiler und Läufer?

M111 😁

Drosselklappe schon gereinigt, anschliessend angelernt?

fleibaka

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Zitat:

Original geschrieben von fleibaka



Zitat:

Original geschrieben von chauvi


Wie alt sind Eure Zündkabel ?Kerzen/ Verteiler und Läufer?
M111 😁

Drosselklappe schon gereinigt, anschliessend angelernt?

fleibaka

ad flaibaka

Der sollte doch garnicht nicht erscheinen!!!!

meinte, den Beitrag noch rechtzeitig wieder gelöscht zu haben... ist wohl gründlich misslungen... wie man leider sieht.

doch die Kabel ? zu den ZSp-und/ oder zur DKl ? Reinigen war noch nie verkehrt.

ad Sägen und Ruckeln-betroffene

unterstelle mal : Ihr beide tankt nicht E10

mike/ m103

Also: meine zündkabel sind neu, die Kerzen ebenfalls. Mein regenerierventil ist neu, obwohl meins noch per Unterdruck angesteuert wird, mein kleiner kabelbaum zu den zündspulen ist auch neu. Neu ist ebenfalls der membrandruckregler (der war wirklich hinüber) und der unterdruckschlauch zum motorsteuergerät. Desweiteren der kettenspanner, die Sensoren für Ansaugluft, Kühlwasser, das kraftstoffpumpenrelais, das überspannungsdingsrelais.

E10 hat er noch nie gesehen, geschmeckt, verbrannt, es sei denn, es gibt da etikettenschwindel....

Der kabelbaum wurde mal ordentlichst insrandgesetzt, nachdem er dem Vorbesitzer ein motorsteuergerät zerbröselt hatte. Lag wohl an den einspritzdüsenkalbels

Der kommt aber noch neu..... Wenn Geld da ist.

Er wird für gewöhnlich für Strecken unter 20km nicht bewegt.

Ich Schau auch schon immer im w202 Forum, ob da jemand die drehzahlschwankungen weg bekommen hat. Bisher hab ich da noch nix gefunden.

Deshalb bin ich gespannt, wie sich neue motorlager auswirken.... Meine sind Platt, da passt kein Schraubenkopf mehr drunter...;-)

Meine Drosselklappe ist bis in den letzen Winkel klinisch sauber... Und das sogar von innen ( unter der plastikabdeckung)

6,9l auf 100km bei konstanten 120 auf der Autobahn.... Da müsste doch alles soweit ok gegen, oder?

Ach ja, lambdasonde ist auch neu!

Aber irgendwie traue ich dem Braten dennoch nicht....

Ach ja: Drosselklappe Anlernen: wie genau?

Habe da soviele Varianten gelesen, ausprobiert, hatte aber nie eine spürbare Veränderung.....

Danke, fleibaka!

Danke für die Vorschläge!
Kerzen, Zündkabel, Motorlager und Drosselklappe sind knapp ein Jahr alt.

Zündkabel und Kerzen sind vom Boschdienst, nehme also an, dass es was gscheit's ist. Letzte Reinigung von der DK dürfte etwa 2 Monate her sein, hat aber nichts gebracht. Anlernen tu ich die DK indem ich Zündung auf 1 stelle und mindestens 2 Minuten warte. In der Zeit sollte die DK beide Anschläge anfahren.

Motorlager sind original Mercedes. Seit die neu sind, ist der Innenraum beim Starten und Ausmachen vom Motor ruhiger, aber sonst hat's sich nicht viel getan.

Und E10 kommt da nicht rein

Bernhard

Hi oskulator und max6627

Meine Unterstellung: keine Nutzung von E10 - wird bestätigt, danke.

Diese war bestimmt nicht provokativ gemeint- sondern problembezogen.

Auf Erfahrungen div. Werkstätten gestützt: die Injetionreiniger bei meinem Ex-Nachbarn, im Autozubehörgeschäft tätig, bestellten -es kristallisierte sich auf Nachfragen heraus , das die das Zeug dann mit häufigem Erfolg einsetzten-wenn ein Kunde wg "schlecht laufendem Motor" dort mit neuem Zündgeschirr versorgt -erneut aufschlugen , weil das Grundproblem - Sägen in unterschiedlicher Ausprägung und Zündaussetzer, Ruckeln - immernoch bestände.

Das hatte meine Kiste schon länger beim Vorbesitzer , der als Ing. und Mb-kenner das ebenfalls nicht abstellen konnte und mich beim Kauf, noch bevor man den Wagen startete, auf dieses Manko hinwies. Deshalb bat ich meinen Nachbarn sich bei Werkstätten mit denen er guten Kontakt hätte, nach diesem Phänomen zu erkundigen- er kam mit der og Info rüber.

Sah dahinter zunächst eine subtile Verkaufsoffensive des Einzelhandels und mauerte.

Als sich die Symptome jedoch verstärkten- der Tausch der Einspritzdüsen ( Abtropfen bei MB mit dem Endoskop gesichert/ Nebelbildung einige Zeit nach Abstellen in der Brennkammer ) anstand- gab es nur noch den Versuch: Injektioncleaner- "schadet verm. nix, wird auch nix werden , aber einen Versuch ist es Wert"- im Vergleich zu den bek. ESD- Kosten. 15€, in Tank kippen vs ca mindestens 180€ (taxiteile TE) + gewisser Bastelaufwand.

Entgegen meiner neg. Grundüberzeugung brachte das bald Was´- deutliche Besserung im Leerlauf- kaum noch Ruckler , Sägen ( bei mir eher Dünungsartig -flache längere Anhebungen und Senkungen der DZ), war so gut wie weg- sagen wir: zu 90% weg. Das Popo- meter registriert noch was , der Drehzalmesser reagiert nicht, bleibt auf 650 stehen.

Es folgte noch eine entsprechende Anwendung- dann schien das gegessen.
Kam ca 1Jahr später aber wieder- doch bevor der nächste Injektioncleaner besorgt war- Nachbar war weggezogen- stieg ich auf E10 um, vor ca1 Jahr.

Unter E10 stagnierten die beg. zunehmenden Motorlaufunregelmäßigkeiten , bes an der Ampel im LL, so das seither kein Injektioncleaner mehr zum Einsatz kam- mein Mech aber sich zuletzt immer wieder begeistert/fasziniert über das Sofortstartverhalten auf allen 6Zylindern äußert ,das er von anderen Fahrzeugen dieser Altersklasse /auch MB, nicht kenne.

Erneuert wurden von mir lediglich 2x die Kerzen- jeweils Bosch H8DC- einmal bei der Übernahme des Wagens und bald nach Beginn mit E10 -sonst nix an der Zündmimik erneuert. ( vom Start-Laufverhalten unabhängig:1x KPR nachgelötet- war zuletzt "tot"- nix ging mehr, vorher öfters mal liegen geblieben, bis er wieder zu starten war)

Die ESD sind immernoch die Gleichen. Selten mal, das er nicht auf "Antippen" kommt. Kalt wie heiss. Never change a running horse.

Vermuteter tech. Hintergrund: sowohl Injektioncleaner(IC) als auch E10 enthalten Alkohole (neben Tensiden im IC) die Ölablagerungen im Sprittrakt /DK? auflösen/ abtragen und somit eine Reinigung vornehmen- so das am Ende ein der Regelung konformes zündwilligeres Gemisch resultiert und auch die ESD wieder normal arbeiten können.

Das ist nat. auch mit ESD -Austausch zu erreichen, dann merkt man das sofort-mit E10 dauerte es einige Tankfüllungungen , bis man an ner Ampel stehend erfreut registrierte... "oh, so ruhig läuft der doch sonst nicht".

Einzelerfahrungsbericht ohne Anspruch auf Allgemeingültigkeit- am M103.

mike

Interessant! Hab so einen Reiniger auch schonmal drin gehabt.. Hab mit eingebildet, dass es dann besser war. allerdings traute ich meiner Beobachtung nicht so ganz.

Probier ich nochmal.

Vielleicht trau ich mich sogar, mal e10 reinzuschütten....;-)

Hallo zusammen,

hier mal wieder eine Meldung von mir...
Die gute Nachricht ist, dass der Motor tatsächlich etwas ruhiger läuft, seitdem ich eine zeitlang (~3000 km) E10 getankt habe => danke an chauvi.

Die schlechte Nachricht ist, dass das Problem um 3.500 rpm nach wie vor besteht. In Kurzform (und jetzt red ich nur vom Leerlauf, also augekuppelter Zustand):
Der Motor startet gut, läuft so weit sauber und beim Gasgeben geht die Drehzahl auch sauber hoch: 3.000 - 3.100 - 3.200 - 3.300 - 3.400 - 3.500 rpm, dann plötzlich Abfall auf 3.000 rpm. Dann wieder weiter 3.000 - 3.100 - 3.200 - 3.300 - 3.400 - 3.500 - 3.000 - 3.100 rpm - ...
Wenn man vor der geöffneten Motorhaube steht wirkt das als würde der Motor nicht mehr zünden - auf keinem der Zylinder - sobald man diese ominöse Marke von 3.500 rpm erreicht. Spielt man das Spiel öfter durch, kann sich die kritische Drehzahl schon um +-200 rpm verschieben, aber das Problem bleibt das selbe.

Früher war das nur der Fall, wenn das Auto nass wurde, heute bekomm ich den Fehler nicht mehr weg. Neu sind MKB, Zündkabelbaum, LMM, Lambdasonde, ÜSR, Regenerationsventil (und der linke Kotflügel 🙂)

Auto: 220 E, EZ 11/92, 356.??? km, manuelle Schaltung

Hat jemand eine Idee, was da los ist. Kann ja eigentlich gar nicht sein, dass ich in 20 Jahren M111 der Erste bin, der solch ein Problem mit dem Motor hat...🙁

viele Dank,
Bernhard

Das klingt allerdings jetzt eher nach der eingebauten drehzahlbegrenzung, die verhindert, dass man den Motor im stand zu hoch dreht.

Haste das auch während der Fahrt?

Grüße,
Max

Ps: muss heute Abend nochmal alles in Ruhe lesen, damit ich wieder im
Bilde bin. Falls sowas hier schon erwähnt wurde, sorry....

So! Hab nochmal gelesen. Er macht's wohl auch während der Fahrt. Und die drehzahlbegrenzung kommt Auch erst später zum tragen, wenn ich mich regt entsinne....

Was ich noch zum Thema Sägen hatte: erst wenn er Temperatur bekam, ging er manchmal aus und sägte auch, allerdings im Leerlauf.

Es war der membrandruckregler. Ist auch schon irgendwie mein lieblingsdefekt geworden. Einfach mal suchen, denn der lässt sich auch leicht überprüfen und leicht tauschen.

Grüße nochmal,

Max

ja, das hatte ich vergessen zu erwähnen: wenn man will, also etwas kräftiger auf's Gas tritt, dann dreht der Motor schon höher. Bin bis 3.900 rpm oder so schon gekommen. Man muss halt durch dieses Loch bei 3.500 rpm durch. Ich habe das Ganze im Leerlauf beschrieben, weil ich es da noch wesentlich eindrucksvoller finde als während der Fahrt, wo's halt "einfach" nur ruckelt.

Hab ich überhaupt so nen Membrandruckregler? Ich hab ja einen HFM- und keinen PMS-Motor 😕 Und wenn ja, wo sitzt der dann?

vielen Dank,
Bernhard

Der membrandruckregler sitzt oben vorne über der vordersten einspritzdüse. Er sitzt schräg ist oben silbern und rund und ein kleiner Unterdruckschlauch geht von da aus unter der Ansaugbrücke durch nach hinten. Da gibt's aber im forum auch einen Beitrag zu mit Foto und Funktionsweise.

Der Regler sollte dicht sein, dh. Wenn du diesen kleinen schwarzen Schlauch abziehst, sollte dir nicht die Spur von Benzin Entgegenkommen.

Sonst ist er hin.

Er sitzt auf dem kraftstoffverteilerrohr und sorgt für den richtigen benzindruck, der je nach Gasgeben evtl. Aufkommen könnte, je nachdem wieviel Gas man gibt. So hab ich es jedenfalls verstanden. Vielleicht ist bei dir die Membran nicht 100% dicht und sorgt dann für dieses Sägen unter bestimmten betriebszuständen, die das motorsteuergerät da nicht ausgleichen kann....

Aber, das hab ich mit zusammengereimt, weil ich nicht soviel Erfahrung hab und eben dieses Teil bei mir im a war.

Immerhin, durch abziehen des Schlauches hat man schnell Gewissheit. Zumindest könntest du die Schläuche da auch mal
Alle überprüfen, wenn die schon so alt sind. Wenn mal wieder irgendwann was komisch läuft, kannst du die dann ausschließen und die sid bei Mercedes meterware und günstig....

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