Ruckeln auf Autobahn (Motor Betriebswarm), aber nur wenn zuvor durchgefroren?!?

Ford Mondeo Mk3 (B4Y, B5Y, BWY)

Hallo miteinander!
Mein 2.0d-Mondi (130PS, BJ2005) hat in den letzten beiden eisigen Wochen ab
Lufttemperaturen unter circa - 4°C im Teillastbetrieb ohne
Beschleunigen auf der Autobahn ab 2100rpm sporadisch (wenn es anfängt
bleibt es auch erstmal erhalten) ein leichtes Ruckeln, welches sich
steigert bis circa 2500rpm. Trete ich dann kräftiger ins Gas,
verschwindet der Fehler, bis er im Schubbetrieb sofort wieder
oder nach einer Weile auftritt.
Das Merkwürdige dabei: Starte ich mit "durchgefrorenem" Motor (so -4° und kälter)
treten die Fehler immer auf (selten Ruckeln beim stärkeren Beschleunigen
sowie leichtes Ruckeln auf Autobahn bei normalem Schub).
Sobald ich von zu Hause aus mit garagenwarmen Wagen starte,
ist zumindest kein leichtes Ruckeln auf der Autobahn zu spüren (ähnlich
niedrige Lufttemperaturen wie im ersten Fall)!
Da auch die Motortemperatur bei den jeweiligen Autobahnfahrten
identisch ist (Betriebswarm), frage ich mich, ob das nicht damit zu
tun haben könnte, dass bei der Fahrt in durchgefrorenem Zustand,
weder die Luftschläuche (mit etwaigem Riss),
noch die (angeschlagenen) Sensoren, noch die (verschlissene)
Hochdruckpumpe es schaffen sich während
der Fahrt soweit aufzuwärmen, wie es mit garagemwarmen Fahrzeug der Fall wäre.
Auch lässt sich bei tiefen Temperaturen wohl auch der Diesel schwerer durch den
Filter saugen (dieser ist neu), was dazu führen könnte, dass durch ein Leck
dafür mehr und leichter Luft in das System kommt!
Bei relativ warmen Garagenfahrzeug sind leider alle Komponenten
erwärmt (samt des Kraftstoffes), was die Fehlereingrenzung
ja nicht gerade erleichtert :/

Bei starken Beschleunigen kommt hin und wieder unter Ruckeln der Fehler P0251 was
ja auf das Kraftstoffsystem schliessen lässt (aber nicht unbedingt sein muss).
Ganz ähnliche Symptome hatte ich schon mit einer hakenden
Turboladergeometrieverstellung (diese ist aber derzeit gängig)!

Wäre super wenn Ihr mir helfen könntet!

4 Antworten

Unabhängig von allem: Die "Garagenwärme" ist spätestens nach ein paar km auf der Autobahn weg, ausgenommen das Tankvolumen wenn es voll ist, da dauerts etwas länger. Wie lange ist denn die Strecke insgesamt?

Das Geruckel kommt gerne von einem zugegrützten AGR, bzw wird von diesem gefördert. Bei großer Kälte ist der Ölgrütz dort innen natürlich zu Anfangs auch steinhart.

Alleine ausschlaggebend wird das nicht sein, wenn der 0251 schon bei manchen Betriebszuständen kommt. Da hilft alles theoretisieren nicht. Wie ist denn der Wartungszustand / km und welches Modell ist der Mondeo genau (der mit 6Gang und grüner Plakette oder ein gelber)?

Edit: Und welche Marke ist der Dieselfilter und wie / von wem wurde der eingebaut?

Danke für Deine Gedanken dazu! Mit der verpuffenden Garagenwärme
hast Du sicherlich recht. Es ist ein 5-Gang ohne DPF mit 230tkm.
Beim AGR ist bereits zu Testzwecken der Ansteuerungs-Unterdruckschlauch abgezogen,
am Fehlerbild hat sich jedoch nichts geändert.
Beim Tanken pansche ich immer fleissig mit 2T-Öl 1:200
Die Strecke die es zu bewältigen gilt sind 45km und ich fahre eher gelassen,
die Autobahn (circa 15km) liegt dabei ungefähr auf Hälfte Fahrstrecke.

Es ist ein Bosch-Filter den eine (eigentlich gute) freie Werkstatt eingebaut hat.
Leider war ich nicht von Anfang an bei dem Wechsel dabei sondern konnte nur
noch beobachten, wie er eingebaut wurde (sonst wäre ich glaube ich auch im
Dreieck getanzt). Denn beim Gespräch mit dem Mechaniker kam raus,
dass er keinen frischen Diesel genommen sonden den gefilterten Diesel
(das will ich jedenfalls schwer hoffen) aus dem alten Filter in den Einlauf
des neuen Filters gekippt hat. Diese beliebte (da schnelle und praktische)
Werkstattlösung finde ich nicht gerade toll - im wesentlichen deshalb,
da hier, von der Kontaminierungsgefahr abgesehen, doch etwas Diesel
im neuen Filter fehlt und länger georgelt werden muss.
Der Filter wurde jedoch wegen dem Beschleunigungsruckeln gewechselt als die
Aussentemperaturen noch locker über 0° lagen, brachte aber keinerlei Besserung.

Die Autobahnruckler bei tiefen Temperaturen kenne ich noch aus den
vergangenen Wintern, jedoch sah ich, da dieses sehr selten auftrat
(und es auch glaube ich nicht so heftig kalte Winter waren),
noch keinen akuten Handlungsbedarf. Vom Gefühl her ist es jetzt aber
um einiges schlimmer und zudem bei höheren Minusgraden permanent geworden.
Ich werde auf jeden Fall nochmal anderen Sprit tanken (trat mit Noname-
Diesel auf, habe jetzt derzeit normalen Aral drin, hoffe es wird bald wieder kälter! 😮)

Nochmal wegen dem merkwürdigen, temperaturabhängigen Verhalten:
Das mit dem über und weit unter-0°-Diesel im Tank ist denke ich ein
guter Denkansatz! Denn es könnte sein, dass selbst die Zirkulation
zwischen HD-Pumpe und Filter nicht ausreichend ist, um auf einigermassen
"gängige" Temperaturen und Fliessgeschwindigkeiten zu kommen.
Besonders nicht bei hohem Verbrauch (Autobahnfahrt!)
Das was da im Tank ist wird der kleine Rücklauf ebenfalls nicht
aufwärmen, vermutlich durch das lange Rohr bis zum Tank eher
wieder weiter runterkühlen. Würde aber auf Dauer den Tankinhalt
sicherlich auch auf unter 0° kühlen, was bei längerer Fahrt auch sicherlich
irgendwann eintritt.
Die Kälte in Kombination mit eiskaltem Diesel (bei "Froststart" anders als
mit leicht vorgewärmten Garagendiesel) und vieleicht ein falscher bzw.
grenzwertiger Sensorwert machen das Schlamassel möglicherweise komplett.

Oha ..
Bosch ist als Marke für den Dieselfilter per se schon mal nicht ganz übel. Die Werkstatt kannst Du vergessen. Abgesehen davon, dass man mit dem korrekten Werkzeug bei dem Dieselfilter viel schneller und effektiver aus dem (Kunden)tank ansaugt ist das Wiederverwenden meistens mit kontaminiertem Diesel versetzt weil der olle Filter nur ausgeleert wird und da ist Dreck aus dem ollen Filter dabei. Im Ergebnis Pfusch auch wenn es heißt "machen wir immer so" davon wirds nicht besser. Ich versteh die Leute nicht, es gibt so tolle einfach zu bedienende Werkzeuge mit denen per Unterdruck angesaugt wird, dann noch den einen letzten Anschluss drauf und fertig. Schau doch mal "spaßhalber" ob ne Delphi-Werke in Deiner Nähe ist - https://www.delphiautoparts.com/en/ und lass einen neuen Filter dort einsetzten und mach mit denen ab dass Du dabei bleiben kannst und den Wagen gleich wieder mitnimmst - das kostet halt und Du musst etwas verhandeln damit die Dich beim Filterpreis nicht übern Tisch ziehen. Zum Vergleich: Ford-Werkstätten verlangen für den Filter alleine teilweise um die 60 Euro!! Das Ding kostet (siehe im folgenden) um 14 Euro wenn man es bei ebay von einer FA AED aus Crailsheim als Originalteil besorgt. Hol Dir eine Vakuumpumpe und entlüfte selber, wenn Du Dir das zutraust.

Bei den 45 km ist der Motor mal eben durchgewärmt, wenn Du eiskalt startest. Mach mal die Haube auf nach den 45 km und guck mal welche Bauteile wie warm sind, wenn es unter -5°C hat und man per AB unterwegs war. Da ist alles einkalt oder handwarm, was nicht in der Nähe von Turbo oder Auspuff oder im kleinen Kühlkreislauf ist. Vorne im Wind alles kühl.

Wegen dem AGR - ich würde es samt der Ansaugbrücke mal gründlich reinigen, möglicherweise ist es (gering) offen und klemmt oder der Gegendruck drückt es auf weil es kaputt ist. Das Putzen kostet außer Nerven und Schrubben nix und man kann das schon mal ausschließen. Per Blech zumachen würde ich es erst mal nicht (es sei denn es ist im Eimer und steht offen) weil man so die Fehlersuche m.E. + eher erschwert. Tipp: Wenn Du den ventilkegel mit bloßen Händen auch nur einen mm aufbekommst ist es undicht und im Eimer. Es gibt einige Beiträge hier im Forum dazu, kannst Dich mal einlesen, da findet man diverse Tipps und Erfahrungen.

Filtertausch werde ich beim nächsten Mal lieber selber machen,
ist ja scheinbar kein Hexenwerk! Das mit dem Hand Auflegen
wegen Bauteilwärme bei tiefen Temperaturen ist eine gute Idee,
ich danke Dir! Denn brachte mich auf folgende Gedanken:

Szenario A, Garagenwarmes Fahrzeug:
Warmer Diesel im Tank und Hochdruckpumpenrücklauf zum Filter
(halboffener Kreislauf) schaffen die 27°C, so dass der Filter den
Rücklaufeingang zu macht und der Diesel mit Luftblasen aus
Rücklauf (von Injektoren) direkt in den Tank zurückläuft (ohne dass
die Luftblasen in den Filter und schliesslich zur HD-Pumpe gelangen).
-> Kein Geruckel auf Autobahn bei erhöhtem Durchsatz
Warum Luftblasen: da irgendwo ggf. ein kleines Leck

Szenario B, durchgefrostetes Fahrzeug:
Eiskalter Diesel im Tank (und zwar eine Menge davon) mit eiskaltem
Diesel im Filter usw. schaffen es nicht die 27°C zu erreichen mit welcher
der Filter den Rückführungseingang zu macht.
Das heisst der mit Luftblasen (durch irgendein kleines Leck)
ohnehin schon kontaminierte Diesel wird über die Rückführung
während der ganzen Fahrzeit durch den Filter und dann die Pumpe gejagt.
Bei erhöhtem Durchsatz auf Autobahn dann geruckel!!
Zumindest finde ich das so vorstellbar und plausibel!

Habe mitterweile erlesen, dass evtl. der Rücklaufleitungsanschluß an
der HD-Pumpe hierfür in Frage käme! Bauteil-Nr.15... Hat da jemand
von Euch einen Ersatzteilnummernkatalog/Plan zu liegen?

Die Rücklauf-Venturidüse samt Schlauchstück und Kupplung (also ich
denke das ist das Gegenstück zum gesuchten Rücklaufleitungsanschluss
bzw. der Stecker hierzu) an der HD-Pumpe hat die Teile-Nr. 9109-911A

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