Rekuperationswippen sinnvoll?
Hallo ihr Elektronenschubser,
ich habe den Elroq 85 bestellt, aber ohne Sportpaket.
Das DCC plus ist mir nicht so wichtig.
Nun sehe ich aber daß dann auch die Lenkradwippen fehlen und frage mich: sind sie nur ein Gimmick oder echter Mehrwert?
Denn ich denke als Verbrennerfahrer ohne nennenswerte E-Praxis so:
Maximale Rekuperation auf Stellung "B" = fast wie one pedal drive (ja, nicht bis 0 km/h, ich weiß)
In allen anderen Zuständen ist mein Fuß auf der Bremse der Regler: Von Gas wegnehmen = segeln bis stärker Bremsen = mehr Reku, zumindest bis zu einem gewissen Punkt ab dem dann die mechanische Bremse aktiviert werden muß.
Ist das korrekt und wenn ja: was bringen die Wippen?
Man kann doch das machen was beim Verbrenner eine üble Sünde ist: sich an das Hindernis (Ampel oder so) "heranschleifen", oder ?
58 Antworten
Zitat:
@Polmaster schrieb am 16. Dezember 2024 um 14:32:37 Uhr:
Und genau das passiert bei meinem Eny ständig. Die VZE wird mit den im Navi hinterlegten Daten regelrecht übersteuert und der Eny fährt dann stur nach Karte, nicht nach VZE.
Kenne ich so nicht. Eher, dass er zunächst das Zeichen erkennt und umsetzt, beim nächsten in der Karte hinterlegten Abschnittswechsel dann aber auf das dort gespeicherte Limit umschaltet. Witzig in langen AB-Baustellen wenn er dann der Meinung ist, lange genug 80 gefahren zu sein...
Zitat:
@Polmaster schrieb am 16. Dezember 2024 um 14:32:37 Uhr:
Und genau das passiert bei meinem Eny ständig. Die VZE wird mit den im Navi hinterlegten Daten regelrecht übersteuert und der Eny fährt dann stur nach Karte, nicht nach VZE.Könnte ich dir ebenso in Masse vorführen, bei fast jeder täglichem Fahrt.
Das ist nicht normal, lass dein System bitte prüfen. Ich bin mit zwei Enyaq‘s in drei Jahren ca. 100.000 km gefahren und kann mich nicht an einen Fall wie deinen erinnern. Auch funktioniert die VZE bei mir schon immer sehr verlässlich. Es gibt sehr selten mal Fälle wo fälschlicherweise ein Schild abseits der Route erkannt wird und der Enyaq das dann übernommen hat. Das sind aber seltene Ausnahmen. Das passiert nur, wenn neben der Strecke ein Schild auf einer parallel verlaufenden Straße so steht, dass man es auch selber gut sieht.
Vor 10 Jahren haben mein A6 und auch mein Passat noch die Schilder hinten auf einem LKW übernommen. :-)
Zitat:
@Hannes1971 schrieb am 16. Dezember 2024 um 14:53:56 Uhr:
Zitat:
@McLion schrieb am 16. Dezember 2024 um 12:01:21 Uhr:
Mit der HereWeGo App verarschen sie neuerdings sogar die Kunden, indem sie eine Option zum Melden falscher Geschwindigkeiten eingebaut haben. Die werden aber alle nicht umgesetzt, weil sie nicht «verifiziert» werden konnten ... so ein Schwachsinn.Da muss ich widersprechen. In unserem Ortsteil (komplett 30-Zone) waren die Straßen nördlich der Hauptstraße korrekt mit 30 eingetragen, südlich mit 50. Das habe ich im Internet korrigiert, ca. 3 Monate später hatten die Korrekturen dann auch ihren Weg ins Navi gefunden.
Aktuell verortet er im Nachbarort, mitten im Dorf, ein TL 100. In HERE ist dort definitiv 50 eingetragen und ich kann mir auch nicht vorstellen, dass das jemals anders war. Betrifft nur eine Fahrtrichtung. Dort steht aber auch kein "Fake-Zeichen", z.B. ein 100-Aufkleber auf einem Anhänger o.ä., das fälschlich erkannt werden könnte. Mysteriös.
Ich sage ja auch nicht, dass die alle Änderungen ignorieren. Ich habe online Dutzende von Änderungen gemacht. Viele davon wurden direkt übernommen. Bei anderen brauchte es nochmals eine Kontaktaufnahme, da die - gemäss Aussage von Here(!) - teilweise mit Google Maps Street View die Änderungen validieren! An einem Ort z.B. mit 10-jährigen Bildern, war dann wohl klar, dass das in die Hose geht.
ich weiß, dass es anders mit dem Here-System nicht geht, aber es sollte m.E. schon zu Denken geben, wenn die Qualität einer Datenbank, die direkte Auswirkungen auf das "assistierte" Fahrverhalten eines Fz hat, teilweise auf der Selbsthilfe von engagierten Fahrern basiert....
Zitat:
@navec schrieb am 16. Dezember 2024 um 17:00:24 Uhr:
ich weiß, dass es anders mit dem Here-System nicht geht, aber es sollte m.E. schon zu Denken geben, wenn die Qualität einer Datenbank, die direkte Auswirkungen auf das "assistierte" Fahrverhalten eines Fz hat, teilweise auf der Selbsthilfe von engagierten Fahrern basiert....
Korrekt. Und wenns knallt werden diese auch noch haftbar gemacht, die Verursacher kommen so davon ....
Trau schau wem
Zitat:
@Hannes1971 schrieb am 16. Dezember 2024 um 14:53:56 Uhr:
Da muss ich widersprechen. In unserem Ortsteil (komplett 30-Zone) waren die Straßen nördlich der Hauptstraße korrekt mit 30 eingetragen, südlich mit 50. Das habe ich im Internet korrigiert, ca. 3 Monate später hatten die Korrekturen dann auch ihren Weg ins Navi gefunden.
Ich habe da leider die gleichen Erfahrungen gemacht wie er.
Hier sind rund um meinen Wohnort zig Limits drin, die vor 5 oder 6 Jahren aufgrund einer Baustelle für ein paar Wochen vorhanden waren.
Die sind so unlogisch (600 Meter Tempo 70, 20 Meter Tempo 50, 100 Meter Tempo 70, 20 Meter Tempo 50, dann wieder 70 - tatsächlich gilt durchgehend 100), dass eigentlich jedem klar ersichtlich sein sollte, dass das so auf einer normalen, fast geraden Landstraße nicht vorkommt. Ich habe diese Fehler 2021 gemeldet. Sie sind bis heute drin.
Da habe ich wenig Bedürfnis weiter meine Zeit mit zu verschwenden.
Ändert aber auch nichts dran, dass ich die Rekupartionswippen nicht für lebenswichtig aber doch für sehr praktisch halte.
Einen einfachen Tempomaten würde ich hingegen nicht mehr haben wollen.
Ich benutze ACC, in welcher Ausprägung aber auch immer, aber sowieso nur auf der AB, weder auf der Landstraße noch in der Stadt, so dass ich da wohl ein anderes Anforderungsprofil als Navec habe.
Ich fahre seit Jahren, auch mit den Vorgängern, sehr häufig mit dem einfachen Tempomaten und das selbstverständlich auch in der Stadt, sofern es sich lohnt.
Es gibt bei uns z.b. derart viele längere, innerörtliche Strecken mit durchgehender 30er-Beschilderung, so dass es sich sogar dann zu 90% lohnt.
Da die meisten auf solchen Strecken manuell fahren und daher häufig keine 30 einhalten, sondern kontinuierlich etwas schneller werden, benötige ich dazu keine automatische Abstandsregelung.
Wenn ich solche Strecken mit "Offset" fahren möchte (was bei mir immer der Fall ist), müsste ich die etwas erhöhte Geschwindigkeit bei (p)ACC ebenfalls manuell einstellen.
Zudem versteht die VZE einige 30er Zusatzschilder nicht, so dass man, wenn man sich denn an die Beschilderung halten möchte, teilweise auch mit pACC oder TA manuell eingreifen muss.
Alle Abläufe, um den Tempomaten zu bedienen, sind bei mir daher absolut automatisiert und ich brauche dafür, genau wie bei der Bedienung der Paddles, die Hände nicht vom Lenkrad zu nehmen.
Gestern habe ich bewusst, die Paddles eingesetzt.
Für mich ergeben die tatsächlich keinen Sinn.
Natürlich muss ich dadurch nicht unbedingt, den Fuß zum Bremsen einsetzen, sondern kann das mit den Händen machen, die sich ohnehin am Lenkrad befinden.
Wenn ich aber anhalten muss, geht es ohne den Fuß sowieso nicht.
Zwei Bedienungsweisen, für, im Endeffekt, die selbe Funktion müssen m.E. nicht sein.
Außerdem kann ich mit den Paddles nur in 3 festen Stufen Bremsen. (Digitales Bremsen...)
Mit den Füßen ist aber stufenloses Bremsen Standard und dadurch ist es z.b. ganz einfach möglich, die Geschwindigkeit beim Gefälle konstant zu halten, sofern man dazu sinnvollerweise nicht gleich den Tempomaten oder ACC einsetzt.
Mit den Paddles muss dagegen eine der 3 Stufen schon zufällig ganz genau passen, um ein Gefälle mit konstanter Geschwindigkeit fahren zu können.
Bis zum Stillstand kann ich die Paddles zudem nicht einsetzen und daher finde ich die Fußbremse insgesamt flexibler nutzbar.
Zitat:
@navec schrieb am 18. Dezember 2024 um 10:42:20 Uhr:
Außerdem kann ich mit den Paddles nur in 3 festen Stufen Bremsen. (Digitales Bremsen...)Mit den Füßen ist aber stufenloses Bremsen Standard und dadurch ist es z.b. ganz einfach möglich, die Geschwindigkeit beim Gefälle konstant zu halten, sofern man dazu sinnvollerweise nicht gleich den Tempomaten oder ACC einsetzt.
Mit den Paddles muss dagegen eine der 3 Stufen schon zufällig ganz genau passen, um ein Gefälle mit konstanter Geschwindigkeit fahren zu können.
Bis zum Stillstand kann ich die Paddles zudem nicht einsetzen und daher finde ich die Fußbremse insgesamt flexibler nutzbar.
Klingt plausibel, danke.
Hab für den Elroq das Sportpaket nachgeordert weil alle das DCC so loben (sogar der ADAC) und das Lenkrad dicker und griffiger ausschaut, das kam mir bei der
Probefahrt im Enyaq ziemlich dünn vor.
Paddles fallen dann unter windfall profit, besser haben als brauchen
Ich habe mich ebenfalls, leider erst nach Bestellung, mit dem Thema befasst weil ich es schlicht und ergreifend nicht gewusst habe dass es beim "normalen" keine Möglichkeit der zusätzlichen 3 Rekuperationsstufen gibt.
Unterm Strich als mittlerweile "erfahrener" E-Mobilist scheint mit die Funktion überflüssig und verkompliziert das fahren nur. Beim Tesla gibt es nur maximale Rekuperation und bei meinem letzten Volvo gab es nur an ( One Pedal Drive ) oder aus ( komplett segeln ).
Mir persönlich wäre es zu blöd mit den Stufen am Lenkrad zu spielen. Ein Auto soll möglich viel allein machen. Darum macht es für mich Sinn zwischen den 2 Stufen beim Skoda zu wählen. Welche mir besser gefällt entscheide ich spontan, aber tendenziell finde ich das One Pedal Drive schon "schöner" zum fahren, allerdings geht es beim Skoda ja leider nicht bis zum Stillstand.
Wie wird die Stufe "B" eingestellt ? Im Fahrprofil unter Individual oder am muss die am Getriebewählhebel eingelegt werden ?
Zitat:
@Nr.5 lebt schrieb am 22. Februar 2025 um 10:57:21 Uhr:
Letzteres. In Stellung "D" nochmal nach hinten ziehen.
Danke für die Info, das ist dann noch einfacher als beim Volvo. Der war die Funktion in einem Untermenü versteckt, allerdings war die dann gespeichert. Beim Skoda wird nach Neustart wohl immer wieder mit D gestartet...
Bei Skoda wird in P gestartet. Wenn Du den Wählhebel nach hinten bis über die zweite Raste ziehst, kannst Du allerdings direkt in B wechseln und D überspringen.
Sorry, muss mich korrigieren: beim Enyaq kann man von P nicht direkt auf B, das geht bei unserem e-up, aber beim Enyaq nicht. Da muss man, wie Polmaster richtigerweise schreibt, 2x ziehen.