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Reifendruck: viel hilft viel?

Themenstarteram 16. Juli 2005 um 8:02

Hi!

Mein Fahrlehrer sagte seinerzeit, man solle beim Reifenluftdruck immer ein wenig über die vom Hersteller angegebenen Werte hinausgehen (0,3 bis 0,5 bar), bzw. auch bei einem schwach beladenen Auto immer auf die für ein voll beladenes geltenden Drücke befüllen.

Das bringe einen Verbrauchsvprteil, geringeren Reifenverschleiß und beeinträchtige die Sicherheit nicht (im Gegenteil, das Risiko von Reifenplatzern solle sogar geringer sein).

Fahrlehrerlatein auf nicht mehr aktuellem Stand, oder ist da was dran?

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55 Antworten

Das mit dem Verbrauch und dem Verschleiß stimmt in jedem Fall.

Je nach Wetter und Fahrbahnbeschaffenheit kann zu viel Luftdruck die Sicherheit nach meiner Erfahrung auch beeinträchtigen, d.h. Du kommst bei Nässe etc. schon mal leichter in das Rutschen.

am 16. Juli 2005 um 11:46

Der Verschleiß steigt bei zu hohem Luftdruck auch wieder an, ähnlich wie bei zu niedrigem.

idR ist es empfehlenswert sich an den Rahmen zu halten, den der Hersteller vorgibt. + 0,2 bar sind meist kein Problem, allerdings können die auch schon durch um 10°C höhere Außentemperaturen entstehen.

Hallo,

ich fahre eigentlich immer die Drücke, die für volle Beladung gelten würden. Damit habe ich bisher die besten Erfahrungen in Sachen Verschleiß und Fahrverhalten gemacht.

Wenn man keine Serienbereifung mehr fährt, kann man sich bei diversen Herstellern auch den individuell vorgeschlagenen Druck ausrechnen lassen. Continental z.B. bietet einen Online-Rechner an, bei dem man den genauen (Conti-)Reifentyp und die Fahrzeugmarke wählen kann.

Man sollte das ganze natürlich nicht übertreiben, denn spätestens, wenn der Reifen sich in der Mitte stärker abnutzt, weiß man Bescheid, dass der gefahrene Druck zu hoch ist. Damit wird natürlich auch die Auflagefläche des Reifens reduziert, was das von madcruiser angesprochene Rutschen bei Nässe eher begünstigt.

Gruß Jürgen

Auf jeden Fall besser als zu wenig Druck und nicht vergessen: Die häufigste Unfallursache durch techn. Versagen sind Reifenprobleme.

Plus 0,2 bar sind ein guter Wert.

Ich fahre so seit über 20 Jahren.

Wichtig:

Luftdruck immer mit kalten Reifen messen.

Also morgens an der Tanke um die Ecke und nicht nach längerer Autobahnstrecke!

am 18. Juli 2005 um 2:00

Viel hilft viel sicher nicht, die Hersteller haben sich mit ihren Empfehlungen (meist;)) etwas gedacht.

Mehr reduziert sicher etwas den Rollwiderstand. Solange er gleichmäßig innen wie aussen abnutzt ist man druckmäßig schon im passenden Bereich. Aber der Reifen soll sich ja auch möglichst der Fahrbahn anpassen, also auch wieder wenig Druck haben, da er ja nicht unerheblich federn soll. Auf schlechten Strassen ist ein zu hoher Druck daher wieder nachteilig für die Bodenhaftung.

Also ist jede Empfehlung immer nur ein Kompromiss. Ich fahr meist Werksangabe, max. 0.2 bar mehr, da ich viel Stadt und Landstrasse fahre. Bei langen Autobahnetappen geh ich jedoch auf +0,5bar. Jeweils auf die Angaben für leer oder beladen, je nach Fahrzeugauslastung.

Gruß Meik

Der Kompromiss der Hersteller berücksichtigt aber auch den Fahrkompfort in einem nicht unerheblichen Teil. Deshalb kann man ruhig, wie angesprochen, etwas über den angegebenen Wert hinausgehen, aber büsst dabei meistens etwas an Fahrkompfort ein.

Und mal ehrlich, so vier Ballons am Auto sehen doch auch nach nichts aus, oder? :D

Druck

 

Je mehr desto besser stimmt leider nicht so einfach.

Ist der Luftdruck zu niedrig, kann ein Reifen die Seitenführungskräfte nicht richtig abfangen, zudem erhitzt er sich unmäßig, was dann bei voller Beladung das Risiko eines Platzers erhöht.

Ist der Druck viel zu hoch, kann evtl. auch der Reifen im Fahrbetrieb platzen. Zudem nutzt sich der Reifen in der Mitte stark ab. Auch die fahrdynamik in Kurven lässt zu wünschen übrig weil nur noch die schmale Reifenmitte Kräfte wie Bremsen, Kurven usw. übertragen kann, sprich durch die geringe Reifenaufstandsfläche rutscht der Wagen u.U. schneller. Dafür ist aber die Stabilität des Reifens in sich größer

Mein Wagen soll lt. tabelle bei voller Beladung mit 2,1v/2,4h gefahren werden, was die Werkstatt leider bei Inspektionen immer auf 2,0 rundum ablässt. Dafür eiere ich in Kurven mit quietschenden und rutschenden Reifen rum.

In meinem Fall, und das gilt nur für dieses Fahrzeug!!!!, fahre ich mit 2,4v/2,8h und scheint der beste Kompromiss zw. Kurvenstabilität und Verschleiß zu sein. Aber, nochmals als Hinweis, zu jedem Fahrzeug gibt es eigenständige Angaben und Erfahrungen und dürfen nicht ohne weiteres auf andere übertragen werden!

Natürlich ist ein zu hoher Druck schlecht, aber ein Schaden aufgrund eines zu niedrigen Luftdruck kommt wohl häufiger vor. -Luftdruckprüfen vergessen geht einfacher als Luftdruckmesser falsch ablesen ;)

der wert "herstellerangaben + 0,2 bar" wurde mir auch immer empfohlen... 0,3-0,5bar mehrdruck finde ich schon etwas heftig aber davon habe ich ehrlichgesagt nicht das entsprechende wissen...

neulich bin ich durch zufall auf einen reifen mit deutlich zu niedrigem luftdruck gestoßen und muß sagen daß der temperaturunterschied zwischen einem "normal befüllten" und diesem, mit zu wenig druck befüllten, reifen extrem war...

von daher: immer wachsam sein ;) ... es sei denn man hätte einen reifendrucksensor verbaut...

gruß

patronn-citron

Es gibt eine Berechnung der Firma Michelin (Hersteller von nicht-Steilwand-geeigneten Reifen :) )

Durch zu niedrigen Luftdruck entsteht jedes Jahr in Deutschland ein wirtschaftlicher Schaden für die Autofahrer von ca. 500 Millionen Euro durch stärkeren Verschleiß der Reifen und den erhöhten Kraftstoffverbrauch.

Ich fahre meine Autos immer mit dem Druck für volle Beladung +0,2 bar im Sommer und +0,4 bar im Winter.

Ich hatte noch nie Probleme mit Reifen, die deswegen in der Mitte ablaufen.

Gruß

Mikne

Also um mal mit einem Vorurteil aufzuräumen:

Auch bei höheren Drücken wölbt sich der Reifen nicht besonders an der Auflagefläche... da müsste man schon etwas mehr als 0.5 Bar mehr draufpumpen :D

Ich bleibe ca. 0,1-0,2bar unter der Herstellerempfehlung für Vollbeladung (Vollbeladen wird das Fahrzeug nie bewegt).

War bis jetzt optimal.

Ciao!

ich richte mich nach der maximalangabe des herstellers, wobei ich diese hinten einhalte und vorne um 0,3bar unterschreite. konkret sind das 2,5 vorn und 3,0 hinten.

das führt insgesamt zu einem neutralen fahrverhalten.

dass man den reifendruck bei kalten reifen messen sollte, halte ich allerdings für ein gerücht. wichtig ist der druck, der während der fahrt und damit unter belastung im und am reifen herrscht.

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