Rechtsfahrgebot heute noch zeitgemäß?
Ich wollte jetzt nicht im Aufreger thread darüber diskutieren.
Ich habe ein wenig das Gefühl, dass das Gesetz mit dem Rechtsfahrgebot aus einer Zeit stammt, als die Straßen noch wesentlich leerer waren. Da war es auch noch wesentlich leichter umsetzbar, schön rechts fahren, für schnellere mal kurz nach rechts gehen und dann gleich wieder nach links...
Mittlerweile habe ich eher das Gefühl man sollte ab einer gewissen Verkehrsdichte mehr auf die gleichmäßige Auslastung aller Fahrspuren achten anstatt die linke(n) Spuren nur für Überholvorgänge freizugeben.
Wäre es nicht besser den Verkehr auf zwei oder drei Spuren mit gleichmäßiger Geschwindigkeit durvhzubringen als das heute übliche immer mal wieder ein paar überholen weil man meint auf der anderen Spur, etwas schneller zu sein, was sich meistens eh nur als kurzes Glück herausstellt.
507 Antworten
Zitat:
@20vw10 schrieb am 3. Mai 2021 um 12:22:58 Uhr:
Na klar. Im Harz war mal Tempolimit 80 und ich bin fast aus der nächsten Kurve geflogen, die man eher nur mit 40-50 durchfahren konnte.. auf trockener Strecke wohlbemerkt.
Das ist aber ein schlechtes Beispiel, denn das 80er-Tempolimit heißt ja nicht, dass Du stur 80 km/h fahren musst. Geregelt ist es in der StVO sinnvollerweise so:
"
Die Geschwindigkeit ist insbesondere den Straßen-, Verkehrs-, Sicht- und Wetterverhältnissen sowie den persönlichen Fähigkeiten und den Eigenschaften von Fahrzeug und Ladung anzupassen." Also ist da schon Eigenverantwortung gefragt.
Bei den "Selberdenkern" geht es eher um solche Kandidaten:
Zitat:
@tazio1935 schrieb am 28. Dezember 2011 um 23:53:06 Uhr:
Zitat:
Original geschrieben von letzterlude
Lachhaft & eines selbstständig denkenden Individuums schlicht unwürdig...!
Das "selbstständig denkende Individuum" war ein 20-Jähriger, der mit 62 km/h durch eine Tempo-30-Zone gefahren ist. Er hat gegen Bußgeld und drei Flensburg-Punkte geklagt und behauptet, die Tempo-30-Beschilderung sei rechtswidrig, denn es habe sich um eine gut ausgebaute Hauptverkehrsstraße gehandelt. Das Tempolimit habe er deshalb ignorieren dürfen.Zwei Instanzen haben festgestellt, dass das Tempolimit auch dann zu befolgen ist, wenn man die Privatmeinung vertritt, die Beschilderung sei rechtswidrig. Ob sie tatsächlich rechtswidrig ist, kann man über die Widerspruchsbehörde oder per Gericht feststellen lassen. Bis zur Entscheidung gilt das Schild.
Es scheint für Einige echt schwer zu sein, sich an Regeln zu halten und gleichzeitig zu denken.
Ihr dürft soviel mitdenken, wie ihr wollt. Es ist sogar gewollt, dass ihr mitdenkt. Das heißt aber nicht: "50 ist doch hier Quatsch, ich fahre mal besser mit 70"
Das soll doch damit gesagt sein, egal welche Regeln gelten. Eigenverantwortung bleibt und muss.
Und ja, wer bei 50 mal 70 fährt, dass ist dann ein Regelverstoß. Aber muss kein Quatsch sein. Aber sowas ist natürlich eher selten.
Zitat:
@tazio1935 schrieb am 3. Mai 2021 um 12:42:14 Uhr:
Zitat:
@20vw10 schrieb am 3. Mai 2021 um 12:22:58 Uhr:
Na klar. Im Harz war mal Tempolimit 80 und ich bin fast aus der nächsten Kurve geflogen, die man eher nur mit 40-50 durchfahren konnte.. auf trockener Strecke wohlbemerkt.
Das ist aber ein schlechtes Beispiel, denn das 80er-Tempolimit heißt ja nicht, dass Du 80 km/h fahren musst. Geregelt ist es in der StVO sinnvollerweise so:
"Die Geschwindigkeit ist insbesondere den Straßen-, Verkehrs-, Sicht- und Wetterverhältnissen sowie den persönlichen Fähigkeiten und den Eigenschaften von Fahrzeug und Ladung anzupassen." Also ist da schon Eigenverantwortung gefragt.Bei den "Selberdenkern" geht es eher um solche Kandidaten:
Zitat:
@tazio1935 schrieb am 3. Mai 2021 um 12:42:14 Uhr:
Zitat:
@tazio1935 schrieb am 28. Dezember 2011 um 23:53:06 Uhr:
Das "selbstständig denkende Individuum" war ein 20-Jähriger, der mit 62 km/h durch eine Tempo-30-Zone gefahren ist. Er hat gegen Bußgeld und drei Flensburg-Punkte geklagt und behauptet, die Tempo-30-Beschilderung sei rechtswidrig, denn es habe sich um eine gut ausgebaute Hauptverkehrsstraße gehandelt. Das Tempolimit habe er deshalb ignorieren dürfen.Zwei Instanzen haben festgestellt, dass das Tempolimit auch dann zu befolgen ist, wenn man die Privatmeinung vertritt, die Beschilderung sei rechtswidrig. Ob sie tatsächlich rechtswidrig ist, kann man über die Widerspruchsbehörde oder per Gericht feststellen lassen. Bis zur Entscheidung gilt das Schild.
Ging mir nur darum, dass manche Tempolimits einfach willkürlich sind. Sowohl zu hoch, als auch zu niedrig. Manchmal steht auf schnurgerader Strecke im Nichts ne 50 oder 70, ohne Grund, weil vielleicht vor 40 Jahren dort der örtliche ABV gewohnt hat...
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Zitat:
@20vw10 schrieb am 3. Mai 2021 um 12:53:18 Uhr:
Ging mir nur darum, dass manche Tempolimits einfach willkürlich sind. Sowohl zu hoch, als auch zu niedrig. Manchmal steht auf schnurgerader Strecke im Nichts ne 50 oder 70, ohne Grund, weil vielleicht vor 40 Jahren dort der örtliche ABV gewohnt hat...
Das kannst du aber nicht entscheiden. Ja, ich sehe oft Tempolimits, wo ich mir denke, die sind Quatsch. Dran halten muss man sich trotzdem (so lange man regelkonform fahren möchte). Oder sich beim Amt dafür einsetzen, dass sie korrigiert werden.
Zitat:
@20vw10 schrieb am 3. Mai 2021 um 12:53:18 Uhr:
Ging mir nur darum, dass manche Tempolimits einfach willkürlich sind.
Möglich. Aber die Konsequenz kann nicht sein, dass jeder für sich selbst entscheiden darf, ob eine Regelung willkürlich ist. Wohin würde das führen?
Zitat:
@Luke1637 schrieb am 3. Mai 2021 um 12:58:26 Uhr:
Ja, ich sehe oft Tempolimits, wo ich mir denke, die sind Quatsch.
Auf der A11 gibt es einen längeren Streckenabschnitt, auf dem 120 km/h gelten. Da denken auch manche, dass das Quatsch sei und fahren weit über dem Limit. Diese Leute sehen offenbar gar nicht, dass besagter Abschnitt keinen richtigen Standstreifen hat und dass im Fall einer Panne das Pannenfahrzeug in die rechte Spur ragt. Nur weil einem "Selberdenker" etwas sinnlos vorkommt, muss es nicht wirklich sinnlos sein.
Ist doch das gleiche wie mit Wildwechsel. Wieso 70, ist doch schnurgerade, ich fahre lieber 100. Ein Geweih möchte niemand in Sitz haben.
Zitat:
@tazio1935 schrieb am 3. Mai 2021 um 12:20:12 Uhr:
Zitat:
@20vw10 schrieb am 3. Mai 2021 um 12:17:02 Uhr:
Schlussendlich ist es schon sinnvoll, auch selbst zu denken.
Und als Konsequenz dann auch entsprechend zu fahren?
Nun, der Knackpunkt ist ja, nach dem Denken entsprechend zu fahren 😕
Oder bin ich jetzt völlig daneben ?
Was nützt es mir zu denken, wenn ich es dann trotzdem anders mache 😕
Deine Reaktion zeigt jedenfalls genau das, was ich erwartet habe.
Der denkt, handelt in deinen Augen NUR zu seinem Vorteil.
Es ist wirklich schade, dass die Schleicher-Fraktion nicht zu einem Hauch Kompromissbereit ist. Der Versuch des Denkens wird dem Raser vorbehalten. Der "Regelfahrer" denkt nicht, sondern tut nur das Vorgeschriebene - Abweichungen sind nicht tolerabel. Nötigenfalls werden sie unterbunden.. ..Problem geht von vorn los..
Gruß Jörg.
Edit: Sorry für OT.
Ach Jörgi, was soll das ? Schleicherfraktion ?
Was hat die Einhaltung der Regel mit schleichen zu tun ?
Welcher Fraktion gehörst du an ? Der Raserfraktion ? Hat rasen was mit Mitdenken zu tun ?
Und machen wir uns nichts vor, das „Mitdenken“ der Raser ( gut so ?,) geht zu meist in die Richtung persönlich unangenehme Vorschriften zu umschiffen.
Und weiterhin, gib 10 Leuten eine Aufgabe zum Denken, was wirst du erleben ?
Es wird mehrere Ergebnisse geben. Ich war schon immer der Meinung das ihr mitdenkenden Raser Euch auf Grund eurer unterschiedlichen Denkergebnisse behindert.
Am besten funktioniert es noch immer wenn alle das gleiche auf der Straße machen, um dies zu realisieren genügt ein Blick auf die Regeln.
Von mir aus denkt was ihr wollt, was mich aber sauer macht, ist das ihr euer schlechtes Ergebnis auf andere schiebt.
Tatsächlich habe ich eher das Gefühl, dass die MEISTENS DEN ASNPRUCH HABEN, IM NACHTEIL ZU SEIN, ABER ALS ÜBERHOLENDE RECHTE ZU HABEN.
Aber der ÜBERHOLENDE ist kein Schleicher und und diese haben Rechte.
Es kommt immer aus gleiche raus, ich will schneller und... und jeder andere, aber bitte nicht.
Zitat:
@Diedicke1300 schrieb am 3. Mai 2021 um 13:49:28 Uhr:
Ach Jörgi, was soll das ? Schleicherfraktion ?Was hat die Einhaltung der Regel mit schleichen zu tun ?
Welcher Fraktion gehörst du an ? Der Raserfraktion ?
....
Gut, nehme Schleicher Fraktion zurück.
Und ersetze es durch Regelfraktion.
Nein, ich fahre nur etwas schneller als erlaubt.
Raser sind Idioten, zumeist jedenfalls. Sei es der Flaunbärtige, der seiner Else auf dem Beifahrerhocker imponieren will. Sei es der Neureiche, der sich 400PS leisten/mieten/leasen kann. Sei es wer auch immer..
Ich schiebe auch nix.
Ich werte einfach was geschrieben wird, und einige Reaktionen sind doch wohl eindeutig. Hat zwar so gesehen nichts mit Rechtsfahrgebot zu tun, aber selbst da tut sich die Regelfraktion einfach schwer. Kurzum, als der der überholen möchte, obwohl TL ausgereizt, gehöre ich zu den Rasern - und das ist def. falsch.
Gruß Jörg.
Zitat:
@tazio1935 schrieb am 3. Mai 2021 um 13:02:34 Uhr:
Zitat:
@20vw10 schrieb am 3. Mai 2021 um 12:53:18 Uhr:
Ging mir nur darum, dass manche Tempolimits einfach willkürlich sind.
Möglich. Aber die Konsequenz kann nicht sein, dass jeder für sich selbst entscheiden darf, ob eine Regelung willkürlich ist. Wohin würde das führen?
Wir hatten hier mal eine durch eine Ampel geregelte Baustelle auf einer Landstraße. Über ca. 30 Meter war nur eine Fahrspur verfügbar. Man konnte in beide Richtungen ewig weit sehen. An einer solchen Stelle eine Ampel aufzustellen ist gelinde gesagt Blödsinn. Und hier ist dann der gesunde Menschenverstand (im Sinne von selbst denken) gefragt, der mir bei Rotlicht und weit und breit keinem entgegenkommenden Fahrzeug sagt, ich soll das Rotlicht ignorieren und einfach weiterfahren. Ich höre eigentlich immer auf solche inneren Eingebungen.
Zitat:
@Luke1637 schrieb am 3. Mai 2021 um 14:15:28 Uhr:
Ach Jörg, ich hätte damals als Jugendlicher auch nie gesagt, dass ich rase.
Trotzdem war es so.
Ach Luke...
...gut, das ich kein Jugendlicher mehr bin... 😁
Nein, ein Raser in dem Sinne war ich noch nie.
Ich lege so zwischen 10 - 15 drauf. Damit kann ich locker leben, wenn es die Situation und alles drumrum zu lässt. Ich fahre aber auch 20 drunter, wenn es die Situation verlangt. Nenne ich mitdenken - ist aber nicht erwünscht 🙁
Ich halte mich ans Rechtsfahrgebot, und wer mich überholen will, dem mache ich Platz. Das liegt auch mit daran, dass ich es als Traktorfahrer so gelernt habe. Leider ist es andersrum oft nicht der Fall. Das ärgert mich sehr oft.
Gruß Jörg.