Rechtsfahrgebot heute noch zeitgemäß?

Ich wollte jetzt nicht im Aufreger thread darüber diskutieren.

Ich habe ein wenig das Gefühl, dass das Gesetz mit dem Rechtsfahrgebot aus einer Zeit stammt, als die Straßen noch wesentlich leerer waren. Da war es auch noch wesentlich leichter umsetzbar, schön rechts fahren, für schnellere mal kurz nach rechts gehen und dann gleich wieder nach links...

Mittlerweile habe ich eher das Gefühl man sollte ab einer gewissen Verkehrsdichte mehr auf die gleichmäßige Auslastung aller Fahrspuren achten anstatt die linke(n) Spuren nur für Überholvorgänge freizugeben.

Wäre es nicht besser den Verkehr auf zwei oder drei Spuren mit gleichmäßiger Geschwindigkeit durvhzubringen als das heute übliche immer mal wieder ein paar überholen weil man meint auf der anderen Spur, etwas schneller zu sein, was sich meistens eh nur als kurzes Glück herausstellt.

507 Antworten

So wie sich die LKW (gefühlt) immer überholen... 🙄
Und ja, das ist imho auch Teil des Problems.

Zitat:

@20vw10 schrieb am 2. Mai 2021 um 20:07:33 Uhr:


Die eine Hälfte des Forums hier besteht also aus Juristen und die andere Hälfte hat scheinbar Lese-Rechtschreib-Schwäche.

Bist du Jurist?

P.s. Scheinbar != Anscheinend

Zitat:

@qaqaqe schrieb am 2. Mai 2021 um 20:10:05 Uhr:



Zitat:

@Gunny-Highway schrieb am 2. Mai 2021 um 17:54:08 Uhr:


oder man gibt mindestgeschwindkeiten vor, zb min 120 auf der mittleren spur, dann würden die leute auch so überholen, wie es vorgeschrieben ist, ich glaube 20 kmh waren es?

Von 20km/h v_diff steht nirgends was.

Das ist der Rückschluss aus bestehenden gerichtlichen Urteilen.

Ich fahre 30.000 Kilometer im Jahr und mich juckt es nicht die Bohne wer wo wann überholt oder wer wen wann unter welchen Umständen nötigen darf.
Hirn einschalten, Ruhe bewahren und dankbar dafür sein, dass man gesund und munter am Ziel angekommen ist. Was habt ihr eigentlich für Probleme wenn ich fragen darf 😁

Ähnliche Themen

Warte ab, gleich kommt einer mit dem Totschlag Argument "aber wenn Dir mal einer..."

Wegen der Kinder und so. 😁

Ja, solche Situationen passieren mir jeden Tag, aber ich würde deshalb niemals auf die Idee kommen die Gesetzeslage ändern zu wollen, nur weil irgendein Spinner mal ein dummes Manöver auspacken musste. Leben und Leben lassen würde einigen hier bestimmt gut tun.

Zitat:

@Diabolomk schrieb am 2. Mai 2021 um 20:55:20 Uhr:



Zitat:

@qaqaqe schrieb am 2. Mai 2021 um 20:10:05 Uhr:


Von 20km/h v_diff steht nirgends was.

Das ist der Rückschluss aus bestehenden gerichtlichen Urteilen.

Gewiss ein Rückschluss mit Absolutheitsanspruch 😁

Einer Entscheidung des OLG Zweibrücken kann ich sinngemäß entnehmen, dass eine Differenzgeschwindigkeit von mindestens 10 km/h für einen Überholvorgang angemessen sei, sofern das gesamte Manöver (vom Ausscheren auf die Überholspur bis zum Wiedereinscheren auf die rechte Fahrspur) nicht mehr als 45 Sekunden benötigt.
(OLG Zweibrücken, Beschl. v. 16.11.2009 — 1 SsRs 45/09)

Daher: "Keep calm and carry on!" 😉

Oder einfach etwas besser. Schadet ja nicht.
Und mit besser kann sein, auf die 10km/h verzichte ich.

Zitat:

@E97 schrieb am 3. Mai 2021 um 06:31:13 Uhr:


Ich fahre 30.000 Kilometer im Jahr und mich juckt es nicht die Bohne wer wo wann überholt oder wer wen wann unter welchen Umständen nötigen darf.
Hirn einschalten, Ruhe bewahren und dankbar dafür sein, dass man gesund und munter am Ziel angekommen ist. Was habt ihr eigentlich für Probleme wenn ich fragen darf 😁

Mit "Hirn einschalten" würdest du aber, vorausgesetzt vorhanden, denken erwünschen. Das ist aber bei vielen hier verpönt. Du sollst nicht denken, du sollst nach den Regeln fahren. Die Probleme werden durch denken verursacht.

Das überholt werden ist für viele hier sowas wie ein Fausthieb ins Gesicht.
Wie kann der das wagen mich überholen zu wollen. Ich, der doch die Regeln einhält. Er, der sie dann bricht, indem er 10 zu schnell fährt. Das kann und werde ich nicht zulassen.

Diese Zusätze wie: Dann tippe ich mal auf die Bremse, dann nehme ich einfach Gas weg und mache extra langsam, fehlen hier zwar. Doch in den Köpfen sind sie, sie werden halt nicht ausgesprochen.

Der Verkehrsfluss, das heile ankommen sind nebensächlich.
Wenn man dann ankommt, kann man wenigstens sagen, ICH habe einen Raser in die Schranken gewiesen.

DAS sind die Probleme, die hier besprochen werden.
Zumindest in Ansatz. Ich weiß, schwer zu verstehen.
Das hat ein Freund gesagt, ich habe es nur getippt...

Gruß Jörg.
😁

Zitat:

@E97 schrieb am 3. Mai 2021 um 06:31:13 Uhr:


Hirn einschalten,

Was habt ihr eigentlich für Probleme wenn ich fragen darf 😁

Du hast das Kernproblem beim Autofahren doch schon erkannt 😛

Meist ist nur ein Teil des Gehirns aktiv "ich will ... die anderen stören nur meine freie Fahrt", ggf. noch der Teil "Rücksicht ist für die Schwachen" und "Das Gaspedal muss nach unten".

Zitat:

@63er-joerg schrieb am 3. Mai 2021 um 10:50:46 Uhr:


Du sollst nicht denken, du sollst nach den Regeln fahren. Die Probleme werden durch denken verursacht.

Stimmt. Man sollte nach den Regeln fahren, denn die wurden in den allermeisten Fällen schon gut durchdacht, funktionieren seit Jahrzehnten und sind überdies sogar verbindlich und gültig, etwa das Rechtsfahrgebot in Kombination mit dem Rechtsüberholverbot.

Auch richtig, Probleme entstehen häufig durch "Selberdenker", also Schlaumeier, die sich ihre eigenen Regeln machen wollen – meistens aus der Motivation, für sich einen Vorteil auf Kosten anderer herauszuschlagen.

Zitat:

@tazio1935 schrieb am 3. Mai 2021 um 12:09:21 Uhr:



Zitat:

@63er-joerg schrieb am 3. Mai 2021 um 10:50:46 Uhr:


Du sollst nicht denken, du sollst nach den Regeln fahren. Die Probleme werden durch denken verursacht.

Stimmt. Man sollte nach den Regeln fahren, denn die sind in den allermeisten Fällen schon gut durchdacht worden, funktionieren seit Jahrzehnten und sind überdies sogar verbindlich und gültig, etwa das Rechtsfahrgebot in Kombination mit dem Rechtsüberholverbot.

Auch richtig, Probleme entstehen häufig durch "Selberdenker", also Schlaumeier, die sich ihre eigenen Regeln machen wollen - meistens aus der Motivation, für sich einen Vorteil auf Kosten anderer herauszuschlagen.

Schilder werden oft erst nach Unfällen aufgestellt. Manchmal aber auch nur ohne Grund nur wegen persönlichen Kontakten oder Vorlieben vor Ort bzw Präferenz der Ämter.
Schlussendlich ist es schon sinnvoll, auch selbst zu denken.

Zitat:

@20vw10 schrieb am 3. Mai 2021 um 12:17:02 Uhr:


Schlussendlich ist es schon sinnvoll, auch selbst zu denken.

Und als Konsequenz dann auch entsprechend zu fahren?

Zitat:

@tazio1935 schrieb am 3. Mai 2021 um 12:20:12 Uhr:



Zitat:

@20vw10 schrieb am 3. Mai 2021 um 12:17:02 Uhr:


Schlussendlich ist es schon sinnvoll, auch selbst zu denken.

Und als Konsequenz dann auch entsprechend zu fahren?

Na klar. Im Harz war mal Tempolimit 80 und ich bin fast aus der nächsten Kurve geflogen, die man eher nur mit 40-50 durchfahren konnte.. auf trockener Strecke wohlbemerkt.

Siehe StVO §1 Absatz 1 und 2.

Deine Antwort
Ähnliche Themen