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Rechtliche Schritte gegen VW (Abgasskandal)

VW
Themenstarteram 11. Oktober 2015 um 14:40

Welche rechtlichen Schritte gibt es für den Endverbraucher sprich Kunden gegen VW bezüglich Abgasskandal?

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12966 Antworten

Gibt es eigentlich nach dem Schlussanträgen von Generalanwältin Eleanor Sharpston am EuGH, bezüglich EA189 Volkswagen, schon ein Urteil? Das ist mittlerweile mit Corona schon total untergegangen.

Nicht das den VW-Juristen "ausversehen" ein dickes Portemonnaie aus der Robe gefallen ist :p Ich möchte das hoffentlich positive Urteil, nämlich noch gerne in meinen Klageschriften anwenden. Bis Mitte Oktober ist der Verjährungschutz meiner Fahrzeuge ja noch aktiv :D

Das dauert meist so gute drei monate. Letzte Info ist wie oben genannt aus dem April.

https://www.wbs-law.de/.../

Zitat:

@affentwiner schrieb am 29. Juni 2020 um 18:23:23 Uhr:

Hat sich eventuell schon mal MyRight gemeldet?

Weiss jemand mehr?

Hab bis jetzt "zum Glück" noch nix bekommen ??

Nein, bis jetzt noch nichts......

Dieselvergleich: VW hat bisher über 750 Millionen Euro ausgezahlt

"(...) Das zugehörige Online-Portal ist noch eine knappe Woche lang in Betrieb, es soll am 6. Juli geschlossen werden. Danach können Kunden nur noch per Post ihre Unterlagen einreichen, etwa Rechnungen von Anwälten. (...)"

Hallo,

das Portal wird für eine andere Klientel gebraucht,

die unanständigen klagenden Wegelagerer.

Die anständingen in Wob warten nur auf das BGH, ob sie Deliktszinsen einpreisen muessen, oder nicht.

Gruss

Lutz

EA288 Diesel-Abgasskandal: Weiteres Urteil im Rahmen von Dieselgate 2.0 / Deliktische Zinsen am LG Offenburg

Zitat aus dem Bericht:

Das Landgericht Offenburg hat damit Betrugshaftungsklagen auch im Hinblick auf die neue Motorengeneration des Typs EA 288 den Weg weiter geebnet. Das Gericht hat die VW-Tochter Audi AG aufgrund vorsätzlicher und sittenwidriger Täuschung nach § 826 BGB verurteilt (Urteil vom 23.06.2020, Az. 3 O 38/18). Im vorliegenden Fall sah das Landgericht Offenburg die Schädigung des Verbrauchers als erwiesen an. Der Geschädigte darf den streitgegenständlichen Audi A3 2.0 TDI Quattro Euro 6 zurückgeben und erhält im Gegenzug 40.259,22 Euro zuzüglich deliktischer Verzugszinsen. Ihm wird eine Nutzungsentschädigung von 12.229,78 Euro angerechnet, da durch die Benutzung des Fahrzeugs ein Vorteil entstanden ist.

https://www.presseportal.de/pm/135256/4639394

Mal sehen, wann sich das nach Braunschweig rumspricht.

Hallo an die Forenmitglieder,

ich stehe gerade vor folgenden Problem und würde gern mal eure Meinung dazu wissen:

Ich bin Besitzer eines Schummeldiesel (Passat Bj.2011 180tsd KM) und habe mir nun einen Neuwagen zugelegt.

Parallel klagt myright für mich und ich habe noch keinen Vergleich in irgendeiner Form angekommen.

Ich stehe jetzt vor 2 Vorgehensmöglichkeiten, was das Altfahrzeug angeht.

1) Ich verkaufe den Passat. Viel bekomme ich ohnehin nicht mehr dafür, da er zusätzlich zur Schummelei, auch ein paar Kratzer und Beulen hat. Ich überlege sogar ihn sehr verbilligt zu verkaufen. Es wird ja dann entsprechend von der ehemaligen Kaufsumme ein geringerer Betrag abgezogen, was sich bei der Klagesumme ja wieder positiv auswirkt. So kann man eventuell die Verluste ein wenig kompensieren. Fraglich ist für mich, ob VW hier eventuell hinterfragt, warum das Fahrzeug für einen geringen Preis verkauft wurde und es vielleicht soweit anzweifelt. Könnte ich hier eurer Ansicht nach Probleme bekommen?

2) Ich melde das Fahrzeug ab und lass es irgendwo stehen und hoffe, dass myright sein Versprechen durchzieht, dass die Fahrzeuge zurückgegeben werden können.

Danke im Voraus für die Beantwortung...

Bevor Du das Fahrzeug fast verschenkst würde ich es abmelden und stehen lassen (wenn möglich). Das ist einfacher wenn Du auf Rückabwicklung geklagt hast. Denn falls Deine Klage Erfolg hat, Du den Wagen aber - da verkauft - nich mehr zurückgeben kannst, wird die Abwicklung erschwert. Und wenn es später doch anders kommen sollte (Schadensersatz ohne Rückgabe) kannst Du ihn immer noch verkaufen.

Dies ist aber nur meine laienhafte Einschätzung.

Zitat:

@Wollegoeson schrieb am 1. Juli 2020 um 14:31:18 Uhr:

Danke im Voraus für die Beantwortung...

Bei dem Alter wird VW den einen oder anderen Kratzer hinnehmen müssen, da nicht unüblich. Ist der Schaden zu groß, könnte das in Abzug gebracht werden oder was ich bisher so gelesen habe, macht man bei VW dieses Fass nicht auf.

Wenn Du den Wagen verkaufst und der Preis weicht zuweit von der Schwackerliste ab, könnte ich mir vorstellen, dass dennoch dieser Preis angesetzt wird.

Sind aber nur Vermutungen von mir. Frag doch by MyRight nach, wie Du am Besten vorgehst. Oder schau bei denen in der FAQ nach.

Wenn Du den Wagen verkaufst, könnte sich der Provisionssatz bei MyRight ändern. Da solltest Du auch nach den abgeschloßenen Bedingungen mit denen nachschauen.

BGH, im Juli wird’s interessant:

a) Zuerst Klage eingereicht, dann Update aufspielen lassen (hier dürfte es bei der Klage keine Probleme mehr geben) oder

b) Zuerst Update aufspielen lassen, dann Klage eingereicht…..

Hier windet sich VW noch mit folgenden Argument: ….“Abgesehen davon fehle es an einem Schaden des Klägers, da er die abgasbeeinflussende Software schon vor der erstmaligen Geltendmachung seines Anspruchs durch das Software-Update habe beseitigen lassen“

Klarheit dürfte es am 21.07.20 durch den BGH geben (VI ZR 367/19)

https://www.bundesgerichtshof.de/.../VIZR354-19.html?nn=10660434

(VI ZR 354/129): kein Update aufspielen lassen, in meinen Augen weniger interessant, aber

In (VI ZR 397/19) am 28.07.20, 9.00 Uhr taucht erstmals der §849 BGB auf und hier geht es um die Deliktzinsen. Das dürfte interessant werden. Terminbestätigung fehlt leider auf der Monatstabelle (?)

https://www.bundesgerichtshof.de/.../2020032.html?nn=10660434

In (VI ZR 5/20) am 28.07.20 geht es darum, dass der Käufer erst 2016 das Fahrzeug erworben hat, obwohl VW über Abschalteinrichtung bereits im August 2015 informierte. Hier geht es um die Verjährungsfrist. Bin ein wenig pessimistisch.

Überblick über die Termine am besten hier:

https://www.bundesgerichtshof.de/.../terminhinweise_node.html

Ich bin mal gespannt, ob noch vor diesen Terminen ein Vergleich VW/myRight kommt.

Wo bleibt die Unabhängigkeit der Justiz?

"Schwerer Rüffel für den Stuttgarter Dieselrichter"

"Ein Verbraucheranwalt preist ihn als den Schrecken der Automobilindustrie – der Richter Fabian Richter Reuschle war unter den Prozessparteien so umstritten wie wohl kein zweiter. Nun wird er von einem Daimler-Verfahren abberufen. Die Sorge der Befangenheit sei begründet. (...)

Reuschle hatte laut Gericht eine 73 Seiten umfassende eigene Stellungnahme zu rechtspolitischen Fragen und zur Rechtslage verlesen und den Prozessbeteiligten ausgehändigt. Diese „öffentlichkeitswirksame“ Protokollanlage erwecke den Eindruck, „dass der abgelehnte Richter den im Zivilprozess geltenden Beibringungsgrundsatz verletze, indem er einseitig zum Nachteil der Beklagten den Sachverhalt erforsche“. Anders als im Strafrecht, wo die Justiz von sich aus den Sachverhalt erforschen muss, ist dies Richtern im Zivilrecht, um das es hier geht, ausdrücklich verboten.

Richter sollen nur das berücksichtigen, was die miteinander streitenden Parteien ihnen vortragen, nicht aber eigene Nachforschungen anstellen. Der Richter stelle die Rechtslage zudem zum Nachteil von Daimler verfälschend dar. Er setze die Daimler AG mit Volkswagen und den gegen VW gemachten Täuschungsvorwürfen gleich, ohne sich auf eine erwiesene Tatsachengrundlage zu stützen. (...)

 

Ich werde den Eindruck nicht los, dass man Reuschle mit den Braunschweiger Richtern verwechselt hat. Letztere haben bekanntlich sogar Schwierigkeiten, die Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes zu akzeptieren.

Hallo,

die Mercedes Verteidungsstrategie ist doch genau so simpel gestrickt wie die von VW. Leugnen und in die Länge ziehen. Von Unternehmenskultur keine Spur.

Was dem einen sein Braunschweig, ist dem anderen sein Stuttgart.

Ich bin mir sicher, das auch diese Bastion unter grossem Hallo fallen wird.

Die Sternelenker möchten doch auch, daß die Kunden möglichst viele Taler für den Tresor zusammen fahren, bevor Mercedes die Karren zurücknehmen und vermarkten oder recyceln muss.

Gruss

Lutz

Ich hatte schon seit längerer Zeit befürchtet, dass besagter Richter kaltgestellt werden könnte, aber die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt. ;)

Hallo,

hier ein Kommentar zum Sachverhalt:

https://abgasskandal-anwalt.de/.../

Gruss

Lutz

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