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Polo 6R TDi : Geschönte Werte der Verbrauchsanzeige nach NOX SW update

VW Polo 5 (6R / 6C)
Themenstarteram 4. Juli 2018 um 7:16

Hallo liebe Polo Gemeinde,

 

mir ist aufgefallen, dass der Unterschied von Verbrauchsanzeige in der MFA zu tatsächlichem Verbrauch seit dem NOX SW update gestiegen ist.

Zuvor lag die MFA im Schnitt ca 0,1 Liter unter dem tatsächlichen Verbrauch, nun sind es ca. 0,3 Liter darunter.

Ich habe auch das Gefühl, das der Verbrauch leicht gestiegen ist, was aber schwer nachweisbar ist, da die Schwankungen zu viele Einflussfaktoren haben. Das werde ich langfristig beobachten.

Hat jemand die gleiche Beobachtung gemacht?

Ist das eine Maßnahme von VW um den Kunden zu beruhigen?

Ich habe meine Tankvorgänge inkl. MFA Anzeige seit dem Kauf des Fahrzeuges alle dokumentiert:

https://www.spritmonitor.de/de/detailansicht/631159.html

Beste Antwort im Thema

Hallo Pologemeinde,

Stickoxid (NOX), Verbrauch

Als langjähriger Leiter der Versuchsabteilung eines großen deutschen Dieselmotorenherstellers möchte ich zum Thema NOX-Reduktion durch Softwaremaßnahmen festhalten.

Während der letzten Jahre war der Schwerpunkt der Dieselentwickler möglichst niedrige Werte für Verbrauch und Rußwerte zu erreichen. Später kam die Forderung nach NOX-Reduktion.

Hoher Wirkungsgrad und damit niedrigen Verbrauch setzen in erster Linie hohe Brennraumtemperaturen und Drücke voraus. Das Problem ist aber, je besser der Wirkungsgrad umso höher der NOX-Ausstoß. Um den NOX-Wert zu reduzieren kann z.B. durch Softwareeinstellungen den Einspritzbeginn nach später verlegt werden. Dadurch fallen der Brennraumdruck und der NOX-Wert ab. Mit dieser Softwareeinstellung steigt der Verbrauch an.

Ähnliche Wirkung erzielt man durch eine Kennfeldänderung die zu einer Leistungsreduktion führt.

Wer also behauptet durch einfache Softwareänderungen den NOX-Wert zu reduzieren ohne Verbrauchsanstieg oder Leistungseinbuße hat entweder keine Ahnung oder lügt.

Lässt Euch nicht von schlauen „Möchte gern Wisser“ oder Verkaufsberater für dumm verkaufen.

Schönen Tag und gute Fahrt

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Zitat:

@alpha-gamma-pi schrieb am 4. Juli 2018 um 07:16:16 Uhr:

Hallo liebe Polo Gemeinde,

 

mir ist aufgefallen, dass der Unterschied von Verbrauchsanzeige in der MFA zu tatsächlichem Verbrauch seit dem NOX SW update gestiegen ist.

Zuvor lag die MFA im Schnitt ca 0,1 Liter unter dem tatsächlichen Verbrauch, nun sind es ca. 0,3 Liter darunter.

Ich habe auch das Gefühl, das der Verbrauch leicht gestiegen ist, was aber schwer nachweisbar ist, da die Schwankungen zu viele Einflussfaktoren haben. Das werde ich langfristig beobachten.

Hat jemand die gleiche Beobachtung gemacht?

Ist das eine Maßnahme von VW um den Kunden zu beruhigen?

Ich habe meine Tankvorgänge inkl. MFA Anzeige seit dem Kauf des Fahrzeuges alle dokumentiert:

https://www.spritmonitor.de/de/detailansicht/631159.html

Hallo Pologemeinde,

Stickoxid (NOX), Verbrauch

Als langjähriger Leiter der Versuchsabteilung eines großen deutschen Dieselmotorenherstellers möchte ich zum Thema NOX-Reduktion durch Softwaremaßnahmen festhalten.

Während der letzten Jahre war der Schwerpunkt der Dieselentwickler möglichst niedrige Werte für Verbrauch und Rußwerte zu erreichen. Später kam die Forderung nach NOX-Reduktion.

Hoher Wirkungsgrad und damit niedrigen Verbrauch setzen in erster Linie hohe Brennraumtemperaturen und Drücke voraus. Das Problem ist aber, je besser der Wirkungsgrad umso höher der NOX-Ausstoß. Um den NOX-Wert zu reduzieren kann z.B. durch Softwareeinstellungen den Einspritzbeginn nach später verlegt werden. Dadurch fallen der Brennraumdruck und der NOX-Wert ab. Mit dieser Softwareeinstellung steigt der Verbrauch an.

Ähnliche Wirkung erzielt man durch eine Kennfeldänderung die zu einer Leistungsreduktion führt.

Wer also behauptet durch einfache Softwareänderungen den NOX-Wert zu reduzieren ohne Verbrauchsanstieg oder Leistungseinbuße hat entweder keine Ahnung oder lügt.

Lässt Euch nicht von schlauen „Möchte gern Wisser“ oder Verkaufsberater für dumm verkaufen.

Schönen Tag und gute Fahrt

Das Problem lässt sich lösen, Harnstoff in ausreichender

Menge muss zugeführt werden, Hardware- Lösung ist notwendig

und technisch auch möglich.

Geht aber erst, wenn Frau Merkel durch Frau Weidel ersetzt wurde.

Themenstarteram 5. Juli 2018 um 9:44

Eigentlich ging es mir mit diesem Thread um die geschönten Verbrauchsangaben der MFA.

Zum allgemeinen Thema des SW updates gibt es sicher schon Millionen Einträge.

Als Endkunde fühle ich mich betrogen, wenn ein nach dem SW Update erhöhter Verbrauch durch eine falsche Anzeige vertuscht werden soll.

Dass die Anzeige in der Mfa nach dem Update noch weniger anzeigt als vorher, habe ich bislang noch nicht gehört.

Ich könnte mir aber vorstellen, dass vielleicht bei Dir die Mfa früher mal softwaremässig justiert wurde, so dass sie ziemlich genau anzeigte und nun diese Anpassung durch das Update wieder übergebügelt wurde. Ob das so möglich ist, weiss ich nicht, ist nur eine Vermutung meinerseits weil bei mir bei mehreren Fahrzeug die MFA 5 - 7% zu wenig anzeigt. Das entspricht dann den 0,3l die es jetzt auch bei Dir sind.

am 8. Juli 2018 um 10:33

Wenn der Verbrauch angestiegen ist, und die Berechnungsalgorithmen des BC nicht angepasst wurden (natürlich hat man sie "vergessen"), dann wird die Differenz nach dem Update höher sein als davor.

Von meiner Seite aus: klares JA, die Verbrauchsanzeige zeigt nun weniger Verbrauch an, als stattfindet. Und je verbrauchsgünstiger die Fahrweise, desto größer die Abweichung. Bei mir ist die Reichweite pro Tankfüllung um 50 - 80km gefallen während Verbrauchanzeige und errechnete Reichweite recht phantasievoll sind - getankt, 400km gefahren, laut BC mit 3,1L / 100km und noch 1250km meint der BC reicht der Tank. Und da war nix mit Nippeltrick...

Mein Nächster kommt nicht von der VW Gruppe, das steht fest.

Nicht von der VW Gruppe. Das habe ich auch schon so gedacht, aber was will man in diesem Segment denn kaufen? Die Anderen haben auch nix zu verschenken, sei es der I2, Corsa, Ford etc. Und mit Verlaub... setz dich mal in einen 2018er Sandero... ja die Neunziger waren schön )))

Nicht von der VW Gruppe weil: diese zu 20% dem Land Niedersachsen gehört und trotzdem die Gesetze mit Füßen tritt, weder Kunden noch Geschädigte der Stickoxydemissionen in irgend einer Art entschädigt, nicht einmal die Dieselprämie den eigenen Kunden der Skandalsoftware zugänglich macht. VW ist der stärkste Geldgeber für Automobillobbyisten in Brüssel und erwartet in dieser schwierigen Zeit gleichzeitig 9 Mrd € Gewinn vor Steuern. Um das mal in Relation zu setzen: der Geschäftsbericht von 2016 setzt 885Mio Euro an Inlandsteuern an, was einen Steuersatz von weniger als 10% bedeutet. Ja, 2018 ist nicht 2016, der Einwand ist klar, aber neuere Zahlen finde ich auf die Schnelle nicht.

Was die Alternativen angeht: ja, VW baut wirklich gute Autos. Auch Audi, und Skoda und Seat und Porsche und Bugatti und Bentley und Lamborghini sowie auch Mopeds von Ducati und LKW von Sacnia oder MAN. Aber die fallen alle weg, weil mit gleichem Makel belastet. Und Mercedes und BMW sind auch nachweislich mit falscher Software unterwegs. Ebenfalls unter Verdacht viele andere Hersteller.

Warum nun keinen VW mehr kaufen? Weil dieser Konzern den größten Einfluss in Brüssel nimmt, selbst zu einem Fünftel dem Steuerzahler gehört, im Vergleich zu Selbständigen und kleinen Unternehmen einen lächerlich niedrigen Steuersatz zahlt. Wer das nicht glauben möchte: einfach mal beim Einkommensteuerrechner ein Jahresbrutto von 90.000 angeben und dem Ergebnis dann die fehlenden Nullen vors Komma setzen. Wem das zu umständlich ist: wäre VW ein erfolgreicher selbständiger Grafikdesigner mit 90 Tsd Jahres-Bruttoeinkünften wären nicht 8,85 Tsd. fällig sondern 33 Tsd., umgerechnet auf VW wären dies 3.300 Mio.€ Steuern statt 885 Mio.!

Da VW als Markführer die Regeln der gesamten Branche aktiv gestaltet, wird dieser Konzern nicht mehr von der Politik kontrolliert, allein die Käufer können hier durch ihr Kaufverhalten einen Umschwung erzwingen.

Ach ja, welches andere Auto genauso toll ist wie nen Polo? Keins. Aber das ist ziemlich egal, denn wenn wir als Gesellschaft einfach so weiterwursteln, dann ist uns in wenigen Jahrzehnten der Unterschied von Polo, Peugeot 208, Ford Fiasko oder Hyundai i20 vollkommen egal, weil es für die Aufgabe "fahr mich trocken und warm von A nach B" keine Unterschiede gibt.

Das musste mal raus.

Das oben geschriebene ist ein Tatsachenbericht.

Hätte nicht vor Jahren ein Ami mal die auf dem Papier stehenden Werte

in der Praxis nachgemesse, wäre heute noch alles beim alten.

Unser KBA kann nicht mal was messen, hat schon immer die geschönten

Werte der Autoindustrie ohne Kontrolle geglaubt.

Und jetzt sind die Motorenprüfstände ausgebucht, die Messwerte sollen aus

dem "richtigen Leben" sein.

Und weil verschiedene Fahrzeuge unterschiedlicher Hersteller deswegen

ein Motorenproblem haben, können sie nicht ausgeliefert werden.

Unglaublich, dass ein grosser LKW mit 500 PS weniger Schadstoffe ausstösst,

als ein elender, kleiner, im Polo verbauter Dieselmotor.

Die LKW- Werte wurden immer schon im Fahrversuch gemessen, Ad- Blue dem-

entsprechend eingesetzt-

Und beim 2.0l- Passat sollen 5 Liter der Brühe 30 000 km reichen.

Volle hochqualifizierte, amtliche Verarsche.

"Vetternwirtschaft" nicht nur in Niedersachsen, eher im kompletten grossdeutschen

Reich...

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