Platzt die Spekulationsblase des G?

Mercedes G-Klasse W463

Aktuell sind die Zeiten unsicherer denn je:

Krieg in der Ukraine, ein möglicher Konflikt zwischen China und Taiwan, Energie-Krise, Rekordinflation, stark steigende Zinsen und auch Corona ist noch nicht vom Tisch.

Derzeit werden bei mobile.de ab EZ 2019 angeboten:

561 x G 63 AMG
155 x G 500

140 x G 400d
105 x G 350d

Für ein Fahrzeug, das angeblich über Jahre ausverkauft ist, ist das Angebot aus meiner Sicht zu groß.

Folglich wird demnächst mit einer Preiskorrektur zu rechnen sein - und das ist auch gut so. Der G sollte nicht länger als Spekulationsobjekt dienen - das passt einfach nicht zum Image des G.

128 Antworten

@Fastdriver-250
=> So kommt es, dass eine S-Klasse für wenige hundert Euro/Monat zur Verfügung gestellt wird. Mercedes-Benz wird in Politikerkreisen seine Luxus-Preis-Strategie ohne Rabatte nicht durchsetzen können, da sie sonst keinen Zuschlag mehr erhalten werden.
"zitatende"

Ich würde dir ja so gerne glauben ....
obwohl , wenn Scheuer unser Verkehrsverbrecher
mit den Ausschreibungen nix zu tun hat könnte es so funktionieren !

Zitat:

@Fastdriver-250 schrieb am 7. August 2023 um 20:34:40 Uhr:


Weil letztendlich steuerliche Abschreibungsmöglichkeiten sowie die Vorsteuerabzugsberechtigung die Spekulationsgewinne mit dem G erst möglich machen bzw. gemacht haben.

Wie soll denn das gehen? Wenn ich etwas kaufe und die USt ziehe, muss ich beim Verkauf doch alles wieder zurückzahlen.

Keine Ahnung, was Du Dir da vorstellst...

Und was "Abschreibungen" angeht, liest Du Dich vllt. auch lieber erst noch mal in die Materie ein. Oder meinst Du ernsthaft, der Staat würde da was verschenken?

Zitat:

@Fastdriver-250 schrieb am 7. August 2023 um 20:34:40 Uhr:


In dieser Preisdimension sollten keinerlei steuerliche Abschreibungsmöglichkeiten bestehen - der G ist ein reines Luxusfahrzeug (geworden) und Luxus sollte nicht von der Allgemeinheit gefördert werden.

Wo fördert denn "die Allgemeinheit"? Bzw. wer soll entscheiden, was man wann/wie/wo absetzen kann? Du?

Zitat:

@Fastdriver-250 schrieb am 8. August 2023 um 18:53:08 Uhr:


Ich kenne keinen Politiker, der eine G-Klasse fährt bzw. Gewinne damit erwirtschaftet.

Der rote Bundesminister aus dem Saarland hat sich doch immer im G63 Guard chauffieren lassen. Wobei der auch im Serien - G genug Platz im Fond gehabt hätte.

Und wenn ein Politiker privat einen PKW kauft/least/mietet dann wird das ganz sicher nicht an die große Glocke gehängt. Und der Audi der Frau eines Bundespräsidenten seinerzeit zur Lieferzeitüberbrückung, afair knapp 1 Jahr, ist auch völlig normal und branchenüblich. Verstehe gar nicht warum man mir einen GLA für brutto 900 monatlich angeboten hat.

Zitat:

@hillebub schrieb am 8. August 2023 um 10:20:11 Uhr:



Zitat:

@Fastdriver-250 schrieb am 7. August 2023 um 20:34:40 Uhr:


Weil letztendlich steuerliche Abschreibungsmöglichkeiten sowie die Vorsteuerabzugsberechtigung die Spekulationsgewinne mit dem G erst möglich machen bzw. gemacht haben.

In dieser Preisdimension sollten keinerlei steuerliche Abschreibungsmöglichkeiten bestehen - der G ist ein reines Luxusfahrzeug (geworden) und Luxus sollte nicht von der Allgemeinheit gefördert werden.

Da bin ich ganz anderer Meinung!
Wenn ich sehe, für was und auf was ich alles Steuern bezahle und in welcher Höhe, finde ich es völlig legitim, dass ich den G (neben einem Audi-Etron 55 und einem 450 SEL 6,9) aufs Geschäft fahre. Ich betreibe kein Kiosk! Überdenke, ob Du Deine Aussage nicht etwas differenzieren möchtest.

G-rüsse

Hey Nichts gegen einen Kiosk 🙂😕 ich betreibe 5 davon und mache 8 Stellige Umsätze..
Ich sehe es aber wie du, ich zahle mehr Steuern als 90% der Bevölkerung Deutschlands jährlich brutto verdient, deswegen finde ich’s mehr als angemessen solche Autos aufs Geschäft zu fahren. Zumal wir ja sowieso mit 1% versteuern, verstehe da die Beschwerden nicht

8-stellig, also alles ab 10.000.000 €?

2.000.000 €/Kiosk = rund 5.500 €/Tag bei 365 AT.

Also ca. 3,81/Min, sofern man 24h geöffnet hat.

Da muss man ganz schön viele „bunte Tüten“ verkaufen …

Wo stehen Deine Kioske?

Zitat:

@niederrheiner91 schrieb am 10. August 2023 um 23:57:29 Uhr:


Ich sehe es aber wie du, ich zahle mehr Steuern als 90% der Bevölkerung Deutschlands jährlich brutto verdient, deswegen finde ich’s mehr als angemessen solche Autos aufs Geschäft zu fahren.

Das ist leider nur die halbe Wahrheit:

Angestellte haben keine bzw. kaum Steuergestaltungsmöglichkeiten und tragen trotzdem das Risiko, ihren Job zu verlieren und ihr Vermögen einsetzen zu müssen, bevor sie ggf. staatliche Leistungen erhalten.

Viele Unternehmer sind hingegen nicht bereit, vollumfänglich zu haften: Wer als Personengesellschaft firmiert und folglich mit seinem gesamten Vermögen zu haften bereit ist, sollte ggf. seinen G absetzen können, der Inhaber einer Kapitalgesellschaft mit beschränkter Haftung jedoch nicht.

Das ist ein generelles Problem unserer Gesellschaft: Gewinne werden häufig privatisiert, Verluste sozialisiert. Das führt letztendlich auch zu Neid uns Missgunst, da der Gerechtigkeitsgedanke untergeht.

Selbst wenn manche Spekulanten/Unternehmer mit ihrem G Schiffbruch erleiden sollten, können deren etwaige Verluste steuerlich geltend gemacht werden.

Zitat:

@ErdnaG500 schrieb am 11. August 2023 um 22:57:34 Uhr:


8-stellig, also .......

Keine Panik ,

Der Herr der Kioske rechnet wie im Rentenrecht mit 4 Stellen hinter dem Komma .

Da ist dann 8-stellig doch relativ ........

Zitat:

@ErdnaG500 schrieb am 11. August 2023 um 22:57:34 Uhr:


8-stellig, also alles ab 10.000.000 €?

2.000.000 €/Kiosk = rund 5.500 €/Tag bei 365 AT.

Also ca. 3,81/Min, sofern man 24h geöffnet hat.

Da muss man ganz schön viele „bunte Tüten“ verkaufen …

Wo stehen Deine Kioske?

Du kannst dich gerne mal im Bundesanzeiger über solche Standorte informieren, in Ballungsgebieten (vor allem Ruhrgebiet) kommt so ein Laden auf ca 3,5mio Jahresumsatz. Wir reden natürlich über Top Standorte in vorkassenzonen von großen Märkten, außerdem werden nicht nur Zigaretten verkauft. Tabak, lotto, Post..einfach mal informieren bevor man seinen Senf rauslässt.

Zitat:

@xp-2 schrieb am 12. August 2023 um 12:39:15 Uhr:



Zitat:

@ErdnaG500 schrieb am 11. August 2023 um 22:57:34 Uhr:


8-stellig, also .......

Keine Panik ,

Der Herr der Kioske rechnet wie im Rentenrecht mit 4 Stellen hinter dem Komma .

Da ist dann 8-stellig doch relativ ........

Wenn sie versucht haben witzig zu sein, hat das nicht so gut geklappt

Zitat:

@Fastdriver-250 schrieb am 12. August 2023 um 10:58:55 Uhr:



Zitat:

@niederrheiner91 schrieb am 10. August 2023 um 23:57:29 Uhr:


Ich sehe es aber wie du, ich zahle mehr Steuern als 90% der Bevölkerung Deutschlands jährlich brutto verdient, deswegen finde ich’s mehr als angemessen solche Autos aufs Geschäft zu fahren.

Das ist leider nur die halbe Wahrheit:

Angestellte haben keine bzw. kaum Steuergestaltungsmöglichkeiten und tragen trotzdem das Risiko, ihren Job zu verlieren und ihr Vermögen einsetzen zu müssen, bevor sie ggf. staatliche Leistungen erhalten.

Viele Unternehmer sind hingegen nicht bereit, vollumfänglich zu haften: Wer als Personengesellschaft firmiert und folglich mit seinem gesamten Vermögen zu haften bereit ist, sollte ggf. seinen G absetzen können, der Inhaber einer Kapitalgesellschaft mit beschränkter Haftung jedoch nicht.

Das ist ein generelles Problem unserer Gesellschaft: Gewinne werden häufig privatisiert, Verluste sozialisiert. Das führt letztendlich auch zu Neid uns Missgunst, da der Gerechtigkeitsgedanke untergeht.

Selbst wenn manche Spekulanten/Unternehmer mit ihrem G Schiffbruch erleiden sollten, können deren etwaige Verluste steuerlich geltend gemacht werden.

Da magst du recht haben, jedoch hat jeder Mensch in Deutschland das Heft des Handelns in seiner eigenen Hand.
Ich war selber ein Angestellter bis vor 6 Jahren, bis ich dann keine Lust mehr hatte, ich bin dann sozusagen ein Risiko eingegangen und habe mein Erspartes in die Gründung meines Unternehmens eingesetzt. Viele tun ja so als ob diese Unternehmen und auto einem zugeflogen kommen. Wer unzufrieden ist und selbstständig sein möchte kann es in Deutschland tun, das ist meine Meinung.

Zitat:

@niederrheiner91 schrieb am 12. August 2023 um 12:44:39 Uhr:



Zitat:

@ErdnaG500 schrieb am 11. August 2023 um 22:57:34 Uhr:


8-stellig, also alles ab 10.000.000 €?

2.000.000 €/Kiosk = rund 5.500 €/Tag bei 365 AT.

Also ca. 3,81/Min, sofern man 24h geöffnet hat.

Da muss man ganz schön viele „bunte Tüten“ verkaufen …

Wo stehen Deine Kioske?

Du kannst dich gerne mal im Bundesanzeiger über solche Standorte informieren, in Ballungsgebieten (vor allem Ruhrgebiet) kommt so ein Laden auf ca 3,5mio Jahresumsatz. Wir reden natürlich über Top Standorte in vorkassenzonen von großen Märkten, außerdem werden nicht nur Zigaretten verkauft. Tabak, lotto, Post..einfach mal informieren bevor man seinen Senf rauslässt.

Keine Ahnung warum Du mich gerade persönlich angreifst, denn ich finde es durchaus beachtlich, was man mit einem Kiosk für Umsatz machen kann.

Insofern war meine Frage nach dem Standort ernst gemeint, denn auf dem Dorf wird man das vermutlich nicht hinbekommen. In Berlin Mitte vermutlich eher.

Meine Ausführungen waren pure Mathematik.

Einfach mal etwas gelassener bleiben, statt gleich hochzugehen, und Dinge zu lesen, die dort nicht stehen.

Zitat:

@ErdnaG500 schrieb am 12. August 2023 um 13:55:32 Uhr:



Zitat:

@niederrheiner91 schrieb am 12. August 2023 um 12:44:39 Uhr:


Du kannst dich gerne mal im Bundesanzeiger über solche Standorte informieren, in Ballungsgebieten (vor allem Ruhrgebiet) kommt so ein Laden auf ca 3,5mio Jahresumsatz. Wir reden natürlich über Top Standorte in vorkassenzonen von großen Märkten, außerdem werden nicht nur Zigaretten verkauft. Tabak, lotto, Post..einfach mal informieren bevor man seinen Senf rauslässt.

Keine Ahnung warum Du mich gerade persönlich angreifst, denn ich finde es durchaus beachtlich, was man mit einem Kiosk für Umsatz machen kann.

Insofern war meine Frage nach dem Standort ernst gemeint, denn auf dem Dorf wird man das vermutlich nicht hinbekommen. In Berlin Mitte vermutlich eher.

Meine Ausführungen waren pure Mathematik.

Einfach mal etwas gelassener bleiben, statt gleich hochzugehen, und Dinge zu lesen, die dort nicht stehen.

Sorry, hab es falsch verstanden :-)
Es sind Läden in vorkassenzonen in großen Märkten, Center Standorte oder auch Tabakläden in Bahnhöfen. Ein guter Standort macht in der Woche ca 25.000€ nur an Tabakwaren. An der Grenze zu den Niederlanden sogar knapp 60.000€ die Woche!

Zitat:

@niederrheiner91 schrieb am 12. August 2023 um 12:49:41 Uhr:


Da magst du recht haben, jedoch hat jeder Mensch in Deutschland das Heft des Handelns in seiner eigenen Hand.
Ich war selber ein Angestellter bis vor 6 Jahren, bis ich dann keine Lust mehr hatte, ich bin dann sozusagen ein Risiko eingegangen und habe mein Erspartes in die Gründung meines Unternehmens eingesetzt. Viele tun ja so als ob diese Unternehmen und auto einem zugeflogen kommen. Wer unzufrieden ist und selbstständig sein möchte kann es in Deutschland tun, das ist meine Meinung.

Naja, die meisten Unternehmen werden vererbt; es gibt immer weniger Marktlücken, um sich selbständig zu machen. Im Kfz-Bereich lohnt sich eine Existenzgründung beispielsweise nicht mehr.

Der Thread darf nicht sterben …
Da bist du doch nicht selber drauf gekommen.
Wer hat dich denn mit dieser halbwegs profunden Erkenntnis beglückt?
Papi?

@Fastdriver-250 - Ein Unternehmen zu gründen, ist kein Privileg. Es steht jedem offen. Mit allen positiven, wie negativen Konsequenzen.

Auch Bildung steht (bei uns) jedem offen. Dank Fachkräftemangel sind die Gehälter für qualifizierte Berufe derart hoch, dass ich manchen Angestellten um sein Gehalt und das geringe, persönliche Risiko beneide. Jeder Karriereweg, jedes Schicksal hat mindestens zwei Seiten.

Aus Deinen Posts liest man eine tiefe Enttäuschung über "System" und (vermeintliche) soziale Ungerechtigkeit. Die, die diese Enttäuschung empfinden, sind oft von unglücklichen Individualumständen betroffen und geraten in Versuchung, die Schuld dafür in der Gesellschaft zu suchen. Dies kann wiederum zu einem Scheuklappeneffekt führen, bei dem man nur noch sieht, was die eigenen Argumente stützt (siehe "Selection Bias", "Echokammer" etc.).

Tatsächlich befindet sich in der BRD Einiges in Schieflage. Im Gegenzug gibt es aber auch viel Gutes. So einfach, wie Du es Dir in Deinen Posts machst, ist es jedenfalls nicht. Auch z.B. die Aussage, dass "Marktlücken immer weniger werden", stimmt in einem sich ständig verändernden Markt nicht (oder nur bedingt).

Deine Aussagen Punkt für Punkt zu widerlegen, ist hier nicht möglich (und dafür ist Motor-Talk auch nicht gedacht). Ich kann Dich nur ermuntern, grundsätzlich zu versuchen, das Gesamtbild in den Blick zu bekommen und neben der vermeintlichen Ungerechtigkeit, auch die Chancen zu sehen.

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