Platzt die Spekulationsblase des G?
Aktuell sind die Zeiten unsicherer denn je:
Krieg in der Ukraine, ein möglicher Konflikt zwischen China und Taiwan, Energie-Krise, Rekordinflation, stark steigende Zinsen und auch Corona ist noch nicht vom Tisch.
Derzeit werden bei mobile.de ab EZ 2019 angeboten:
561 x G 63 AMG
155 x G 500
140 x G 400d
105 x G 350d
Für ein Fahrzeug, das angeblich über Jahre ausverkauft ist, ist das Angebot aus meiner Sicht zu groß.
Folglich wird demnächst mit einer Preiskorrektur zu rechnen sein - und das ist auch gut so. Der G sollte nicht länger als Spekulationsobjekt dienen - das passt einfach nicht zum Image des G.
128 Antworten
Zitat:
@SL Teufel schrieb am 12. August 2023 um 17:00:15 Uhr:
@Fastdriver-250 - Ein Unternehmen zu gründen, ist kein Privileg. Es steht jedem offen. Mit allen positiven, wie negativen Konsequenzen.
In der Ukraine nach Kriegsende vielleicht - in Deutschland haben viele Firmen eine marktbeherrschende Stellung.
Zitat:
Auch Bildung steht (bei uns) jedem offen.
Das stimmt nur bedingt: Teure Privatunis, an welchen oftmals die entscheidenden Kontakte geknüpft werden, bleiben wenigen gut situierten Personen vorbehalten.
Zitat:
Dank Fachkräftemangel sind die Gehälter für qualifizierte Berufe derart hoch, dass ich manchen Angestellten um sein Gehalt und das geringe, persönliche Risiko beneide.
Es wird seitens der Unternehmen gerne gejammert - wer gut zahlt, findet Fachkräfte.
Und selbst vermeintlich gut bezahlte Fachkräfte mit hohen Bruttogehältern haben nicht die steuerlichen Möglichkeiten wie ein Unternehmer. Die Risiken eines Unternehmers sind häufig sehr begrenzt: Selbst wenn einem Unternehmen die Insolvenz droht, hat sich der Inhaber in der Regel schon eine Weile davor die Taschen voll gemacht; Zulieferer, Mitarbeiter und Kunden gucken jedoch in die Röhre.
Zitat:
Aus Deinen Posts liest man eine tiefe Enttäuschung über "System" und (vermeintliche) soziale Ungerechtigkeit. Die, die diese Enttäuschung empfinden, sind oft von unglücklichen Individualumständen betroffen und geraten in Versuchung, die Schuld dafür in der Gesellschaft zu suchen.
In der Tat bin ich über das inzwischen "perverse" System enttäuscht: Mit Arbeit, Fleiß und Erhlichkeit kann man in diesem Land nicht mehr allzu viel erreichen - auch nicht als vermeintlich gut bezahlter Angestellter.
Und um beim Thema zu bleiben: Die G-Klasse ist inzwischen leider ein polarisierendes Fahrzeug geworden, was eben auch mit den Spekulanten (vorzugsweise Unternehmer) zusammenhängt. Dass der Fiskus dieses spekulative Verhalten sogar noch begünstigt, ist geradezu grotesk.
Ich wette, hier im Forum gibt es viele Menschen, die Dir das Gegenteil anhand ihrer eigenen Geschichte beweisen könn(t)en.
Zitat:
Naja, die meisten Unternehmen werden vererbt; es gibt immer weniger Marktlücken, um sich selbständig zu machen. Im Kfz-Bereich lohnt sich eine Existenzgründung beispielsweise nicht mehr.
Naja auch vererbte Unternehmen müssen gut geführt werden um erfolgreich zu sein und es auch zu bleiben.
Deinem Post entnehme ich das du es mit der Selbstständigkeit besser lässt. Wenn du dich selbstständig machen willst, solltest du schon mit der Einstellung an die Sache herangehen zu den besten Unternehmen in dem Bereich gehören zu wollen, wenn du das bist brauchst du keine "Marktlücke" suchen - sonst ist es besser es einfach zu lassen....
Zitat:
@SL Teufel schrieb am 12. August 2023 um 17:00:15 Uhr:
@Fastdriver-250 - Ein Unternehmen zu gründen, ist kein Privileg. Es steht jedem offen. Mit allen positiven, wie negativen Konsequenzen.Auch Bildung steht (bei uns) jedem offen. Dank Fachkräftemangel sind die Gehälter für qualifizierte Berufe derart hoch, dass ich manchen Angestellten um sein Gehalt und das geringe, persönliche Risiko beneide. Jeder Karriereweg, jedes Schicksal hat mindestens zwei Seiten.
Aus Deinen Posts liest man eine tiefe Enttäuschung über "System" und (vermeintliche) soziale Ungerechtigkeit. Die, die diese Enttäuschung empfinden, sind oft von unglücklichen Individualumständen betroffen und geraten in Versuchung, die Schuld dafür in der Gesellschaft zu suchen. Dies kann wiederum zu einem Scheuklappeneffekt führen, bei dem man nur noch sieht, was die eigenen Argumente stützt (siehe "Selection Bias", "Echokammer" etc.).
Tatsächlich befindet sich in der BRD Einiges in Schieflage. Im Gegenzug gibt es aber auch viel Gutes. So einfach, wie Du es Dir in Deinen Posts machst, ist es jedenfalls nicht. Auch z.B. die Aussage, dass "Marktlücken immer weniger werden", stimmt in einem sich ständig verändernden Markt nicht (oder nur bedingt).
Deine Aussagen Punkt für Punkt zu widerlegen, ist hier nicht möglich (und dafür ist Motor-Talk auch nicht gedacht). Ich kann Dich nur ermuntern, grundsätzlich zu versuchen, das Gesamtbild in den Blick zu bekommen und neben der vermeintlichen Ungerechtigkeit, auch die Chancen zu sehen.
Was sind für Dich “qualifizierte Berufe“ ?
Bilde ich mir das ein oder läuft es hier auf die alte Neiddebatte drauf hinaus? Es kotzt mich so dermaßen an…
Zitat:
@RokRok schrieb am 12. August 2023 um 22:59:59 Uhr:
Was sind für Dich “qualifizierte Berufe“ ?
Das, was Google darunter versteht:
https://www.google.com/search?q=%22qualifizierte+berufe%22
Zitat:
@Fastdriver-250 schrieb am 12. August 2023 um 17:46:35 Uhr:
Zitat:
@SL Teufel schrieb am 12. August 2023 um 17:00:15 Uhr:
@Fastdriver-250 - Ein Unternehmen zu gründen, ist kein Privileg. Es steht jedem offen. Mit allen positiven, wie negativen Konsequenzen.In der Ukraine nach Kriegsende vielleicht - in Deutschland haben viele Firmen eine marktbeherrschende Stellung.
Zitat:
@Fastdriver-250 schrieb am 12. August 2023 um 17:46:35 Uhr:
Zitat:
Auch Bildung steht (bei uns) jedem offen.
Das stimmt nur bedingt: Teure Privatunis, an welchen oftmals die entscheidenden Kontakte geknüpft werden, bleiben wenigen gut situierten Personen vorbehalten.
Zitat:
@Fastdriver-250 schrieb am 12. August 2023 um 17:46:35 Uhr:
Zitat:
Dank Fachkräftemangel sind die Gehälter für qualifizierte Berufe derart hoch, dass ich manchen Angestellten um sein Gehalt und das geringe, persönliche Risiko beneide.
Es wird seitens der Unternehmen gerne gejammert - wer gut zahlt, findet Fachkräfte.
Und selbst vermeintlich gut bezahlte Fachkräfte mit hohen Bruttogehältern haben nicht die steuerlichen Möglichkeiten wie ein Unternehmer. Die Risiken eines Unternehmers sind häufig sehr begrenzt: Selbst wenn einem Unternehmen die Insolvenz droht, hat sich der Inhaber in der Regel schon eine Weile davor die Taschen voll gemacht; Zulieferer, Mitarbeiter und Kunden gucken jedoch in die Röhre.
Zitat:
@Fastdriver-250 schrieb am 12. August 2023 um 17:46:35 Uhr:
Zitat:
Aus Deinen Posts liest man eine tiefe Enttäuschung über "System" und (vermeintliche) soziale Ungerechtigkeit. Die, die diese Enttäuschung empfinden, sind oft von unglücklichen Individualumständen betroffen und geraten in Versuchung, die Schuld dafür in der Gesellschaft zu suchen.
In der Tat bin ich über das inzwischen "perverse" System enttäuscht: Mit Arbeit, Fleiß und Erhlichkeit kann man in diesem Land nicht mehr allzu viel erreichen - auch nicht als vermeintlich gut bezahlter Angestellter.
Und um beim Thema zu bleiben: Die G-Klasse ist inzwischen leider ein polarisierendes Fahrzeug geworden, was eben auch mit den Spekulanten (vorzugsweise Unternehmer) zusammenhängt. Dass der Fiskus dieses spekulative Verhalten sogar noch begünstigt, ist geradezu grotesk.
Die Diskussionen wer sich einen G leisten kann oder nicht führe ich garnicht, da ich der Meinung bin, dass sich jeder mit einem geregelten Einkommen einen G zulegen kann. Der eine muss dafür mehr auf andere Sachen verzichten der andere weniger. Der eine kann sich einen G zwischen BJ 2001-2006 leisten, der andere ab 2006 und wiederum andere ab 2013 oder auch einen neuen mit 0Km auf der Uhr, aber so ist das eben auf dem freien Arbeitsmarkt und auch im freien Handel. Jeder Beruf hat seine Berechtigung und jeder hat für sich seine Träume und Wünsche die er verwirklichen möchte und arbeitet darauf hin.
Fakt ist, aktuell wechselt der G nicht mehr so schnell den Besitzer wie vor 6 bis 12Monaten. Es werden teilweise Würfel mit EZ 2001-2007 und bis zu 150.000Km zwischen 28-40 tsd. EUR angeboten und dennoch bleiben diese mehrere Monate auf diversen Verkaufsplattformen, verschwinden weil sie nicht verkauft wurden und werden 4-6w später erneut inseriert. Das war schon einmal anders, kaum inseriert hat man sich vor Anfragen nicht mehr retten können und der G wurde teilweise meistbietend verkauft. Ein ständiger Verkäufer von Japan-Import G-Klassen Vemucars aus den Niederlanden hat im Bestand Exemplare die schon seit bald mehr als 12 Monaten zum Verkauf stehen, trotz reduzierter Preise. Sogar auf Japan-Auktionen tauchen immer wieder die selben Würfel auf, weil sie nicht mehr die gewünschten Preise erzielen und im zweiten oder dritten Anlauf ihren neuen Besitzer finden.
Zu den eventuellen Gründen:
1. Höhere Lebenshaltungskosten durch Folgen der Pandemie, Krieg, Inflation usw.
2. Der Drang auf Elektro-Umstieg durch Politik und Wirtschaft zur Einhaltung der EU-Emissionsvereinbarung, dass ab 2035 nur noch emmisionsfreie Fzg. zugelassen werden dürfen
3. Höhere Unterhaltskosten für den G durch höhere Versicherungsbeiträge, Sprit, Werkstatt- und Ersatzteilkosten durch die unter 1. genannten Punkte und an einem G wird immer wieder mal etwas sein 😉
Die Situation kann sich natürlich jeder Zeit wieder ändern, daher reden wir auch von Spekulation und nicht Vorhersage 🙂
Zitat:
@Maybach1981 schrieb am 15. August 2023 um 09:33:06 Uhr:
Zu den eventuellen Gründen:1. Höhere Lebenshaltungskosten durch Folgen der Pandemie, Krieg, Inflation usw.
2. Der Drang auf Elektro-Umstieg durch Politik und Wirtschaft zur Einhaltung der EU-Emissionsvereinbarung, dass ab 2035 nur noch emmisionsfreie Fzg. zugelassen werden dürfen
3. Höhere Unterhaltskosten für den G durch höhere Versicherungsbeiträge, Sprit, Werkstatt- und Ersatzteilkosten durch die unter 1. genannten Punkte und an einem G wird immer wieder mal etwas sein 😉Die Situation kann sich natürlich jeder Zeit wieder ändern, daher reden wir auch von Spekulation und nicht Vorhersage 🙂
Die gestiegenen Zinsen, gepaart mit den sich eintrübenden Konjunkturaussichten, sind IMO die wesentlichen Faktoren für den Nachfragerückgang.
Der G ist ein Luxusfahrzeug, auf das man im Alltag getrost verzichten kann. Zudem können Luxusfahrzeuge nicht einfach vor dem Insolvenzverwalter versteckt werden, wie z. B. eine Luxusuhr...
Der Markt für den G war überhitzt - wie der Immobilienmarkt teilweise ebenso.