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pkw-maut

et voilà: http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,378704,00.html jemand ueberrascht? :D :(

lieb gruss

oli

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47 Antworten

Wie hieß es schon in der Werbung? Früher oder später bekommen wir Euch!!! Das sie dafür die Mineralölsteuer senken wollen, finde ich einen Witz. Was bitte soll das? Siehe Polen... Wenn Sie dafür die KfZ- Steuer senken würden, wäre das wohl nachzuvollziehen. Ohje... wenn sie vielleicht auch noch Kilometer abhängig wäre... Oh Mann... Armes Lübeck. Das ginge wohl garnichts mehr. Weil viele die Autobahn zum Umgehen der Stadt benutzen.

Gruß Heiko

PKW-Maut ist ein erster (!) logischer Schritt der Liberalisierung. Nächste Stufe wäre die Privatisierung der Verkehrswege. Ganz im Sinne: Der Staat braucht schnell und einmalig Geld.

Das langfristige Ende einer Privatisierung: Investoren wollen Rendite. Darum wird nur dort investiert werden, wo ausreichend Verkehr (Einnahmen) da sind. Der verfassungsrechtliche Auftrag der Infrastrukturvorhaltung auch in schwach besiedelten Gebieten dürfte dann weiter vom Steuerzahler zu subventionieren sein. Privaten Verkehrswegebau in Gebieten mit schwachem Verkehr halte ich für kaum durchsetzbar, da er der verfassungsrechtlich garantierten Vertragsfreiheit wie unternehmerischen Entscheidungsfreiheit entgegensteht. Fazit: Der Autofahrer zahlt in dem vollendeten Liberalisierungsmodell dreifach - so meine Prognose:

1. Maut für Investoren und Verkehrswegebau

2. Die Senkung der Mineralölsteuer wird durch einen Preisaufschlag zur anschließenden Anhebung der Konzern-Margen genutzt (siehe Polen)

3. Steuern für die subventionierte Erschließung der Fläche

Die Gurke lehnt das Modell ab, da es wieder einmal um die Verstaatlichung der Verluste und Privatiserung der Gewinne gehen wird. Das kann nur kurzfristig funktionieren. Langfristig wird die Sache für den Steuerzahler teuer und für den Investor lohnend (also Verkehrs-Aktien kaufen!!!). Beispiele?

London kaufte die britische Schieneninfrastruktur überteuert zurück, nachdem Investoren sie herunter wirtschafteten

Potsdam kaufte seine Wasserwerke teurer zurück, nachdem die Investoren nichts investierten

usw. usf.

Zitat:

Original geschrieben von Spreewald-VOLVO

Das langfristige Ende einer Privatisierung: Investoren wollen Rendite. Darum wird nur dort investiert werden, wo ausreichend Verkehr (Einnahmen) da sind. Der verfassungsrechtliche Auftrag der Infrastrukturvorhaltung auch in schwach besiedelten Gebieten dürfte dann weiter vom Steuerzahler zu subventionieren sein. Privaten Verkehrswegebau in Gebieten mit schwachem Verkehr halte ich für kaum durchsetzbar, da er der verfassungsrechtlich garantierten Vertragsfreiheit wie unternehmerischen Entscheidungsfreiheit entgegensteht. Fazit: Der Autofahrer zahlt in dem vollendeten Liberalisierungsmodell dreifach - so meine Prognose:

Ganz so schwarz muss man nicht sehen. Man kann durchaus bei einer Privatisierung entsprechende Vorgaben machen. Auch beliebt ist die Umwandlung in eine AG und der Staat behält sich einen Anteil - und damit ein Mitspracherecht. Wie immer kommt es darauf an was man aus der Situation macht - siehe VW....

Ich sehe das in meinem Job bei den ganzen Outsourcingprojekten. Gescheite Vorgaben, Schnittstellendefinitionen und regelmäßige Überwachung, dann klappt das. "Arbeiten auf Sicht" funktioniert gar nicht.

So ein Wahnsinn wie die Häppchenweise modernisierung einer Autobahn über jahrzehnte, wie die A8 oder A6 bei mir, könnte man so jedenfalls eher vermeiden.

Das Hauptproblem dürfte sein: Man wird das gesparte Geld, das dann vom neuen betreiber für den Unterhalt aufgebracht werden muß, nicht 1:1 in der Mineralölsteuer nachlassen. So bleibt dann eine Doppelbelastung. Aber ruhig Blut. Wenn man verfolgt was eine große Koalition alles machen will, dann stellt man fest, dass die nächsten 4 jahre so gut wie nichts größeres gemacht werden wird.

Rapace

Ich finde Autobahnmaut bei gleicher Senkung der Mineralsteuer(dann aber Deutlich)Gut :)

Weil,ich fahr nie Autobahn ;)

UND der wichtigste Punkt,die Ausländer würden Endlich auch zur Kasse gebeten,werden wir schliesslcih in deren Ländern auch.

Zitat:

Original geschrieben von Jan 72

Ich finde Autobahnmaut bei gleicher Senkung der Mineralsteuer(dann aber Deutlich)Gut :)

Weil,ich fahr nie Autobahn ;)

Ich empfehle eine kleine Erfahrungstour nach Polen ;)

Dann hast du bestimmt eine andere Meinung über die Mineralölsteuer :D

Es war einmal: Billigtanken in PL. Mit Senkung der polnischen Mineralölsteuer verkürzte sich der Preisabstand zu D. Wo bleibt da die mathematische Logik ;) ?

Übrigens ist auch eine Mautpflicht auf Bundesstraßen im Gespräch, um diese Fluchtfahrten zu verhindern. Schauen wir mal, was der schwäbische Verkehrsminister so vorschlägt. Sein Amtsbruder aus Rheinland-Pfalz gibt ja auchschon mächtig Gummi für die selbstklebende Vignette...

 

Die Gurke

Wenn die Maut tatsächlich zusätzlich in den Strassenbau fliessen würde, wäre es ja ok. Aber das wird enden wie mit den Studiengebühren. Der Staat kürzt die Zuschüsse für die Universitäten. Damit ist weniger Geld als vorher in der Kasse. Der Student zahlt somit mehr Geld für schlechtere Ausbildung.

Genau das wird uns mit Maut auch blühen. Unsere Ausgaben steigen. Die Investitionen des Staates in die Autobahnen werden runtergefahren und wir haben für mehr Geld schlechtere Strassen.

Unter dieser Vorstellung lehne ich die Maut ab.

Viele Grüße

Selenum

Zitat:

... und früher oder später eine kilometerabhängige Maut machen

das wære genauso eine deutsche løsung wie eine katastrophe, bedenkt man, dass dazu wieder rechenkapazitæt notwendig ist und der autobestand in deutschland mehreren 10 millionen fahrzeuge betrægt... :( diese unsinnige form von "gerechtigkeit" schafft doch nur unnuetzen aufwand. dann gibt es wieder leute, die die maut absetzen kønnen etc. und am ende ist der verwaltungsaufwand ungefæhr so hoch wie die einnahmen...

Zitat:

... die technischen Voraussetzungen für das LKW-Mautsystem war, dass "Fahrzeuge mit einer Geschwindigkeit von 200 km/h bei einem Spurwechsel erfasst werden"!!!

na, ich dachte, das war in hinblick auf den neuen fh45-3000? :D

@gurke, bin vollstændig einig mit dir! ich hoffe allerdings, dass erfahrungen wie der warnowtunnel - der nur €1 kostet und dennoch umfahren und damit eine schlechte investition wird - den deutschen politikern zeigen, wie wenig attraktiv diese modelle eigentlich sind, da auch in deutschland die mautbelegung von innenstædten noch gar nicht so richtig verbreitet ist - im gegensatz zu norwegen, z.b.. es wird mit anderen worten noch sehr lange anstændige umwegealternativen geben.

privatisierung von infrastruktur, also auch wasserversorgung etc, sind imho eigentlich pauschal abzulehnen. da lieber staatliche organisation nach privatwirtschaftlichem muster, also maut bis in den letzten winkel deutschlands, bis neue wege oder modernisierungen "abbezahlt" sind. in norwegen werden so in erster linie bruecken oder tunnel auf weit abgelegene inseln etc. bezahlt. sind die abbezahlt, wird das einreissen der mauthæuschen / autobrickerfassungsbruecken ein richtiges volksfest! :) nachteil ist, dass die zehn leute, die jahrzehntelang auf fæhren arbeiteten, ueberfluessig werden, aber ist ja kein problem, neue arbeit zu finden... :D

generell finde ich es erstaunlich, wie in deutschland von der politik pauschal unfæhigkeit erwartet wird. inzwischen gibt es so viele fælle, die zeigen, wie schlecht privatisierung in diesen genannten gebieten funktioniert, dass man doch sogar machtbesessenen lobbyzugænglichen politikern eine gewisse lernfæhigkeit bescheinigen kønnen muesste... oder? :rolleyes:

lieb gruss

oli

Zitat:

Original geschrieben von oli

privatisierung von infrastruktur, also auch wasserversorgung etc, sind imho eigentlich pauschal abzulehnen.

Wieso denn pauschal? Denk mal allein an die Telekom. Ich zahl nun gerade noch 10% von dem was ich vor 7 Jahren gezahlt habe - bei besserer Qualität, Quantität und besserem Service. Nur weil es privat ist muß es nicht schlecht sein.

Zitat:

Original geschrieben von oli

da lieber staatliche organisation nach privatwirtschaftlichem muster,

Das gibt es nicht. Kann es gar nicht geben. Es gibt nur "privatwirtschaftliche Unternehmen" in staatlichem besitz, zB die Rothausbrauerei im Schwarzwald. Eine Gemeinde, Stadtwerke etc dürfen gar nicht handeln wie ein privatwirtschaftliches Unternehmen.

Zitat:

Original geschrieben von oli

generell finde ich es erstaunlich, wie in deutschland von der politik pauschal unfæhigkeit erwartet wird. inzwischen gibt es so viele fælle, die zeigen, wie schlecht privatisierung in diesen genannten gebieten funktioniert, dass man doch sogar machtbesessenen lobbyzugænglichen politikern eine gewisse lernfæhigkeit bescheinigen kønnen muesste... oder? :rolleyes:

Nun, die Privatisierung wird ja vom "Staat" durchgeführt. Wer ist denn dann schuld daran wenn es nicht läuft? Die unzähligen in den Sand gesetzten Projekte und Privatisierungen in Ostdeutschland nach der Wiedervereinigung wurden ja "politisch" so gewollt (oder zumindest so entschieden). Die Argumentation ist schlichtweg falsch. Wenn ein Unternehmen ein Outsourcing Projekt macht und es geht schief ist ja auch nicht nur der böse, böse Zulieferer schuld. Man gibt Daimler oder VW die schuld wenn ide Deisel nicht richtig laufen und nicht Bosch, die die Komponenten liefern.

Ich bleib dabei. Es kommt nicht darauf an ob staatlich oder privat sondern ob es richtig gemacht wird oder nicht. Alle meine Outsourcingprojekte sind jedenfalls ein Erfolg gewesen.

Rapace

PS: Das Argument "eine Maut soll her weil ich im Ausland auch ab und an zahlen" muß finde ich besch.... Ich soll also auch im Inland zahlen weil ich im Ausland zahlen muß? Mehr Geld auszugeben gibt es besseres gefühl?Ist das die berühmte soziiale Gerechtigkeit? Vermutlich. *Kopfschüttel*

Zitat:

Es kommt nicht darauf an ob staatlich oder privat sondern ob es richtig gemacht wird oder nicht

klar, da gebe ich dir grundsætzlich recht. und ich muss zugeben, bei privatisierung von infrastruktur habe ich an die telekom gar nicht gedacht... :o eher wasser, strom, strassen.

Zitat:

Nun, die Privatisierung wird ja vom "Staat" durchgeführt. Wer ist denn dann schuld daran wenn es nicht läuft? Die unzähligen in den Sand gesetzten Projekte und Privatisierungen in Ostdeutschland nach der Wiedervereinigung wurden ja "politisch" so gewollt (oder zumindest so entschieden). Die Argumentation ist schlichtweg falsch. Wenn ein Unternehmen ein Outsourcing Projekt macht und es geht schief ist ja auch nicht nur der böse, böse Zulieferer schuld. Man gibt Daimler oder VW die schuld wenn ide Deisel nicht richtig laufen und nicht Bosch, die die Komponenten liefern.

klar, der kontrollaufwand (und die damit verbundenen ausgaben) liegen bei dem, der die auslagerung in auftrag gibt oder wuenscht! auch das ist problematisch, denn die einnahmen gehen einen anderen weg, auch, wenn die kontrollausgaben bestehen bleiben. vernachlæssigt man diese, steigt die wahrscheinlichkeit, dass das auslagern nicht funktioniert.

maut in deutschland, weil maut im ausland ist natuerlich ein etwas oberflæchliches argument, spricht aber anderes an: wenn maut im ausland eingefuehrt wird, wird in gewissem grad die belastung der staatskasse durch die jeweiligen projekte verringert, was sich (hoffentlich) in den abgaben bemerkbar macht. da steht dann deutschland wieder unter zugzwang.

lieb gruss

oli

Das Problem wird sein, wie bereits mehrfach angedeutet, dass das eingenommene Geld vermutlich zum Stopfen anderer Löcher verwendet werden wird.

Eine Mautgebühr ist ja im Grunde nicht schlecht. Viele Ausländer fahren ohne Tanken zu müssen nonstop über deutsche Autobahnen. Da wäre schon eine Grechtigkeit vorhanden, wer Strassen benutzt soll auch an den Reparaturkosten beteiligt werden.

Im Gegenzug müsste aber die KFZ Steuer abgesenkt werden. (Ja, ich glaube noch an den Osterhasen)

Aber noch wird ja diskutiert, viele Bundesländer sind dagegen:

http://rhein-zeitung.de/a/news/t/rzo188609.html

Grüsse

Volvo 174

Dafür ohne Wenn und Aber.

Von mir aus auch 250€/Jahr. Macht das Kraut nicht fett, hält aber einige Spezialisten von der Benutzung der Autobahn ab. Ich denke da an solche Spezies wie meinen Großvater, der nix mehr hört aber noch ordentlich Brumm mit seinem Wagen macht. Eine Katastrophe.

Zitat:

Original geschrieben von bitti100

Dafür ohne Wenn und Aber.

Von mir aus auch 250€/Jahr. Macht das Kraut nicht fett, hält aber einige Spezialisten von der Benutzung der Autobahn ab. Ich denke da an solche Spezies wie meinen Großvater, der nix mehr hört aber noch ordentlich Brumm mit seinem Wagen macht. Eine Katastrophe.

Schon einmal daran gedacht, dass sich manche die zusätzlichen Mautkosten nicht mehr leisten können. Nochmal 100€ oder mehr... irgendwann ist das Budget am Ende. Wenn sie dann noch die Pendlerpauschalen, wie angedacht kürzen oder abschaffen, dann kann man nur noch dafür arbeiten, um zur Arbeit zu kommen. Leben kann man dann nicht mehr davon.

Gruß Heiko

@heiko, damit hast du sicher recht, aber ist es nicht ineffizient, pendler so zu unterstuetzen? wir haben das schon mal diskutiert und natuerlich kann man nicht immerzu umziehen, der arbeit wegen. vielleicht uebernimmt aber auch ein arbeitgeber die €100 als gute geste? oder es gibt eben wieder ausnahmeregeln... ist doch deutschland! :D

@bitti, gibt es nicht alle fuenf jahre eine fæhigkeitskontrolle fuer >65jæhrige? oder war das nur ein vorschlag / auslændische vorgehensweise, von der ich mal irgendwo gelesen hab...? :o

lieb gruss

oli

gibts eigentlich LPG-Flugzeuge von Volvo? ;)

Ciao,

Eric,

dems ziemlich egal ist. Autobahnwenigbenutzer

Zitat:

Original geschrieben von oli

@bitti, gibt es nicht alle fuenf jahre eine fæhigkeitskontrolle fuer >65jæhrige? oder war das nur ein vorschlag / auslændische vorgehensweise, von der ich mal irgendwo gelesen hab...? :o

Da ist leider Wunsch Vater des Gedanken. Eine Fähigkeitskontrolle brauchts aber gar nicht, ein Seh & Hörttest alle paar Jahr würde es schon tun.

Zitat:

Original geschrieben von magnifico71

Schon einmal daran gedacht, dass sich manche die zusätzlichen Mautkosten nicht mehr leisten können.

Zug? Bus? Straßenbahn? Fahrrad? Laufen? Ich weiß, es rufen jetzt wieder einige, das sie jemand kennen bei dem gibt es keine öffentlichen Verkehrsmittel bzw man muß ja mehr als den Weg Haustür<->Parkplatz laufen und überhaupt....

Hier in Bayerns Hauptstadt gibt es ein 1A öffentliches Verkehrsnetz bis weit ins Umland hinein. Aber trotzdem stehen Tausende jeden Morgen mit ihren Schüsseln im Stau. Ergo, ist Autofahren doch scheinbar nicht zu teuer.

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