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Paraffin im Diesel - wie entfernen

Themenstarteram 24. Januar 2006 um 12:18

Diesel ausgeflockt - was tun?

 

Hallo und guten Morgen.

Heute morgen waren es bei uns in der österr. Steiermark -17 Grad. Nach ca. 5km Fahrt fing der Motor an zu bocken, als wenn der Sprit zuende wäre. War er aber nicht. Für mich war eigentlich klar: Ausgeflockt. Hat JET denn kein Winterdiesel? Verflixt noch eins. Ich bin dann mit Mühe und Not und hohen Drehzahlen und ja nicht stehenbleiben die restlichen 17 km zur Arbeit bergauf und bergab gefahren. Kurz vor dem Ankommen lief er wieder nahezu normal. Auch ein Anlassen 3 Std. nach dem Abstellen verlief völlig problemlos.

Trotzdem: Es wird ja wohl ja Parafin im Filter sein. Der löst sich ja nicht. So weit ich weiß, bekommt man das nie wieder raus: Der Filter ist hin. DAbei fällt mir ein, die blöden ATUler in D haben mir den originalen Filter mal überbrückt - mit nem normalen Filter. Der wird dicht sein. Gut, wie komme ich die nächsten 2 Tage aus, ich werde keine Werkstatt erreichen - viel Arbeit.

Danke für Erste Hilfe, Gruß Jörg

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21 Antworten

Mal eine bloede frage:

Ich dachte im "winterdiesel" ist mehr parafin drin als im normalen?

Zitat:

Original geschrieben von Wickie2

Ich dachte im "winterdiesel" ist mehr parafin drin als im normalen?

Wenn "normaler" Dieselkraftstoff stark abkühlt, kommt es zur Parafinausscheidung (auch "versulzen" genannt). Dem Winterdiesel sind Zusätze beigefügt, die genau dies verhindern sollen, damit sich Kraftstoffleitungen und Pumpen nicht zusetzen.

Zitat:

Original geschrieben von Drahkke

Wenn "normaler" Dieselkraftstoff stark abkühlt, kommt es zur Parafinausscheidung (auch "versulzen" genannt). Dem Winterdiesel sind Zusätze beigefügt, die genau dies verhindern sollen, damit sich Kraftstoffleitungen und Pumpen nicht zusetzen.

aaaachso, danke, nun weiß ich bescheid :)

keine warme/beheizte garage in der nähe?

da sollte sich das paraffin doch wieder verflüssigen.

oder liege ich da falsch?

Themenstarteram 1. Februar 2006 um 12:54

Parafin

 

Morjen.

Also, habe neue Infos und was dazugelernt.

Also wie mir die Dame bei BP sagte, ist auch der Winterdiesel bei -20 bis -25 Grad am Ende und flockt aus. Theoretisch. Heißt, das bei -15 Grad (oder wie bei mir bei -19 Grad) und flotter Überlandfahrt der Wind so dermaßen kühlt, das es in der Leitung vom Tank zum Filter dann flockt. Kommt das Klump dann im Filter an, verstopft er und es braucht ein Moment, bis der Klump im warmen Motorraum schmilzt. Weiter hieß es, das es wurscht wäre, welche Marke man tanke, es komme bis auf die Additive eh alles aus einem Tank.

Tipps bei ab -15 Grad sind z.B.:

Wagen nie voll tanken

Wagen morgens tanken

Dieselverflüssiger verwenden

Wagen windgeschützt parken, wenn keine Garage vorhanden ist.

Unter Umständen die Superdiesels tanken, die haben den Zusatzstoff schon in stärkerer Konzentration - ist zwar teuer, aber 10 Liter reichen ja wohl morgens für die Fahrt zur Arbeit.

NIEMALS Benzin zumengen. Wenn Benzin in die Dieselpumpe kommt ist der Teufel los. Das gibt kapitale Pumpenschäden. Früher bei den alten Trekkermotoren konnte man das evtl. noch machen, aber niemals, NIEMALS bei den modernen Dieselmotoren. NIEMALS!!!

Und was mein Wagen betrifft, so fliegt der Dieselfilter von ATU raus - der ist viel zu klein und schaut wie ein 20 ct-Benzinfilter aus. Klar, das der sofort dich macht. So was.

Wünsche Warme Fahrt

Hallo Jörg,

mal eine Frage:

Offizielle Stellungnahme von BP?

Oder Info an einer Tanke erhalten?

Ich wundere mich manchmal, was in dem Konzern teilweise für ein Bullshit (sorry!) abgesondert wird. :(

Gruß Andi, Mitglied in diesem Club.

Tja, Andi, dann mach uns doch mal schlauer.

Mein Diesel flockt und sulzt zwar nicht, aber was wäre zu empfehlen, wenn ich meinen Mittelelch stets bei minus zwanzig Grad abstellen müßte?

Gruß, Hagen

Themenstarteram 1. Februar 2006 um 16:21

Diesel

 

Hi,

im Prinzip eine Info von der Tankstelle. Aber die gute Dame hat die Daten aus einer Rundmail von BP-Österreich an die Tankwarte entnommen.

Gruß Jörg

Re: Parafin

 

Zitat:

Original geschrieben von Dieselelch

...

Tipps bei ab -15 Grad sind z.B.:

Wagen nie voll tanken

Wagen morgens tanken

Dieselverflüssiger verwenden

Wagen windgeschützt parken, wenn keine Garage vorhanden ist.

Unter Umständen die Superdiesels tanken, die haben den Zusatzstoff schon in stärkerer Konzentration ...

Habe bei den "Gelb-Roten" mal nachgefragt:

- Keinen Dieselverflüssiger verwenden (natürlich auch kein Benzin-Zusatz!)!

- "Super"-Diesel, in diesem Fall V-P, tanken! Der entspricht von der Grundkonsistenz her bereits weitgehend den Anforderungen an "Winterdiesel", ist nämlich u.a. leichtflüssiger, und wird dennoch zum Winter hin auch noch zusätzlich "winterfest" gemacht.

- Ergebnis:

Normaler gelb-roter Diesel ist bis -22° winterfest garantiert, der V-P-Diesel bis -33° (!).

Ob's wirklich so ist?

Gruß

Gerd

(Und im V70-Handbuch steht übrigens auch ausdrücklich, dass der Tank im Winter auch nicht soweit leer gefahren werden sollte, wie man das ggf. im Sommer macht.)

Re: Diesel

 

Zitat:

Original geschrieben von Dieselelch

Hi,

im Prinzip eine Info von der Tankstelle. Aber die gute Dame hat die Daten aus einer Rundmail von BP-Österreich an die Tankwarte entnommen.

Gruß Jörg

Oje, .....

und vermutlich mit ihrem Halbwissen noch vervollständigt! :(

Zu Additiven hatte ich gestern etwas geschrieben: www.motor-talk.de/t951888/f172/s/thread.html

Fließverbesserer können Positives bewirken, aber auch genau das Gegenteil bewirken. Nicht jeder Fließverbesserer harmoniert mit den Winterdieseln. Aral/BP und andere Markengesellschaften garantieren eine Fließfähigkeit bis zu -22°C bzw. zumindest -20°C.

Durch ungünstige Umstände wie z.B. Fahrtwind und ungeschützter Parkplatz kann diese Grenze u.U. ein wenig nach unten varieren. Ebenso funzt es aber u.U. auch noch bei -25°C.

Fließverbesserer??? Bei Markenkraftstoff nein! Bei Billigfusel kann es helfen. Aber prinzipiell nein.

Sind solche Temperaturen zu erwarten und halten gar über einen längeren Zeitraum an sollten einige Maßnahmen ergriffen werden.

- Dieselfilter wechseln, oder zumindest entwässern lassen.

Durch die Tankentlüftung und beim Tankvorgang können geringe Mengen Luftfeuchtigkeit in den Tank gelangen. Diese setzten sich am Boden des Tanks als Wasser nieder und werden über die Kraftstoffpumpe angesaugt. Im Kraftstofffilter können die Wasserpartikel gefrieren und die feinen Poren undurchlässiger machen. Durch die Paraffinauscheidung des kalten Diesels (Versulzung) setzt sich der Filter noch schneller zu. Mit einem neuen, sauberen Filter ist dieses Risiko minimiert.

-Markenkraftstoff tanken, der eine hohe Fließfähigkeit garantiert. Eine Vermischung mit "Billigdiesel" verschlechtert i.d.R. das Kälteverhalten des Kraftstoffs. Der Diesel kommt i.d.R. aus den gleichen Tanks. Das stimmt soweit. Die Basisbrühe ist also identisch und muss nach DIN mindestens 51 Cetan haben. Die Cetanzahl ist ein Maß für die Zündwilligkeit des Kraftstoffs. Je höher die Cetanzahl, desto zündwilliger ist der Diesel. Aral liefert mit dem normalen Diesel mindestens 55Cetan, mit Ultimate Diesel mindestens 60 Cetan aus.

Die Erhöhung der Cetanzahl geschieht bei dem normalen Diesel über Additivpakete, die exakt auf den Basiskraftstoff abgestimmt sind.

Ultimate Diesel wird in einem speziellen Hochdruckprozess bisher ausschließlich in der Raffinerie Gelsenkirchen hergestellt und von dort an die Aral/BP Tankstellen verteilt.

Der Paraffinmix im Ultimate Diesel ist auch ein anderer. Das Kältefließverhalten ist deutlich besser. Insofern ist er bei Extremtemperaturen vorteilhaft, zudem er deutlich zündwilliger ist. Das schont auch die Batterie.

- Was es damit auf sich haben soll, den Tank nie vollzumachen, entzieht sich meiner Kenntnis. Ein fast leerer Tank führt eher zum Ansaugen von möglichen Wasser im Tank(Gründe siehe oben). Fast immer bildet der Kraftstoffilter den Flaschenhals, da der Diesel infolge Versulzung dort als erstes die feinen Poren verstopft. Ist das passiert, hilft nur Auftauen in wärmeren Räumlichkeiten.

- Morgens tanken hilft auch nur insoweit, dass der Kraftstoff aus unterirdischen Tanks kommt, die stets im +-Gradbereich liegen. Nach längerer Standzeit in der Kälte ist dieser Vorteil dahin.

- Keine Benzinzumischung. Hier gibt es absolute Zustimmung! Benzinzumischung führt zur fast sicheren Zerstörung der modernen Einspritzpumpen!!!!

@Hagen

Stets bei -20°C???? Dann würde ich den Wechsel auf einen Benziner empfehlen! :D

Gruß Andi

Nachschub!

Gerade entdeckt! "Mutti" schreibt auch bei MT! Sogar zum Thema! :)

www.motor-talk.de/showthread.php?s=&postid=7804294#post7804294

Ich bin beeindruckt!

Gleichzeitig bin ich geschockt. Jetzt muss ich mich wohl benehmen.... :D :D

Sowas, die Mutti hier bei MT....

Gruß Andi

PS: Ich grüße auch meine Mutti! Darf ich mir für Mutti ein Lied wünschen? "I´m walking" wär´nett. :D

Re: Re: Diesel

 

Zitat:

Original geschrieben von andixc90

@Hagen

Stets bei -20°C???? Dann würde ich den Wechsel auf einen Benziner empfehlen! :D

Gruß Andi

in mittel- und nordschweden fahren aber auch vw t4 und t5 busse im winter herum. wie funktioniert das da? ist der diesel da nochmal anders oder ist das eine spezielle version für so kalte gebiete?

obwohl - ich dachte bis jetzt immer, dass problem besteht nur bei stehenden fahrzeugen und jetzt meinen ja einige hier, dass das auch während der fahrt passieren kann?

in finnland wird im winter nur winterdiesel verkauft den man bis zu -32 grad fahren kann.

vereinzelt gibt es auch diesel bis -44 grad...

Vielleicht kann jemand den unterschiecd erklären :confused:

mit vorwärmer startet der traktor dann auch einfacher :D

Re: Re: Re: Diesel

 

Zitat:

Original geschrieben von paxton1234

 

in mittel- und nordschweden fahren aber auch vw t4 und t5 busse im winter herum. wie funktioniert das da? ist der diesel da nochmal anders oder ist das eine spezielle version für so kalte gebiete?

obwohl - ich dachte bis jetzt immer, dass problem besteht nur bei stehenden fahrzeugen und jetzt meinen ja einige hier, dass das auch während der fahrt passieren kann?

Ich weiss es nicht, ob da oben tatsächlich andere Brühe vertickt wird. Möglich ist alles. Spezielle Isolierungen der Kraftstoffleitungen, Vorwärmung der Filter etc. machen sicher auch noch einiges aus.

Gruß Andi

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