OT 1.7KY Diesel und andere Fragen
Hallo,
nachdem ich jetzt alles wieder zusammengebaut habe nach dem Zylinderkopfdichtungswechsel und nach meiner Meinung auch die ESP laut Handbuch eingestellt bekommen habe und nach mehrmaligen manuellen Durchdrehen es gewagt habe, den Motor mal anzuwerfen habe ich folgende Beobachtungen und bräuchte kurz Hilfe:
- Nachdem der Motor läuft, habe ich das Gefühl, dass er ganz schön nagelt. Allerdings so, dass ich denke, dass es einfach ein kleinen Tick zuviel ist. Frage: Falls ich beim Auflegen des Zahnriemens einen Bock geschossen habe und einfach genau einen Zahn daneben liege (entweder auf zu früh oder zu spät) wäre das eine Erklärung?
- Aus Panik, dass ich genau das geschafft habe, habe ich den OT nochmals kontrolliert. NW mit Lineal sollte ja mit DER Markierung am Getriebe passen. Die Markierung bereitet mir jetzt etwas Sorgen. Als der Zylinderkopf unten war, habe ich durch manuelle Sichtprüfung mal geguckt, was die Markierung sein müsste und mich auf Bild 1 festgelegt. Falls das überhaupt eine Kerbe ist, weil sich das extrem schwer erkennen lässt. Damals ist mir schon der Bolzen im Bild 2 aufgefallen. Frage: Ist der Bolzen jetzt DIE Markierung, auf der man einstellt bzw einstellen sollte?
- Beim Anfassen der Wasserpumpenscheibe ist mir aufgefallen, dass diese handwarm ist. Das ist nicht normal oder? Das würde bedeuten, einer der beiden Keilriemen rutscht durch. Da der LimaRiemen etwas zu lang ist, tippe ich mal auf den...
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Würde versuchen nen Torx reinzuhämmern. Vielleicht hilft auch schon das Hämmern beim Lösen. Notfalls reißen die Köpfchen ab und du hast die Wanne erstmal ab. Da steht dann der Rest der Schraube meist noch n Stück raus und man kann sie rausholen...wird schon
Nach längerer Zeit habe ich letzte Woche mal wieder Zeit gehabt. Torx reinschlagen war nicht erfolgreich. Am Ende des Tages habe ich das Getriebe gelöst und um sagenhafte 3mm rausgezogen, damit ich die Spiralnuss zum Rausdrehen rauf bekommen habe. Das ging dann sang- und klanglos leicht. Und damit war die Ölwanne mal ab, und mit ihr auch der Kurbelwellensimmerring.
Dann habe ich gleich Nägel mit Köpfen gemacht und auch noch die Zwischenwelle gezogen, nachdem ich den Motor abgelassen hatte. Das war zwar ein Akt, weil mir 4 der Schrauben vom Motorträger einfach mal abgerissen sind und zwar bevorzugt die, welche am Heck waren. Muss ich mal gucken, wie ich die wieder rausfummele. Hatte auch den Eindruck, dass da einiges an Rost sitzen dürfte.
Zu der ganzen Aktion vom WE noch ein paar Fragen:
- Ist es normal, dass die Motorträger nur mit M8 Schrauben an der Karosserie hängen? Und es sollten wohl mal 10 sein, sind aber nur noch 9 gewesen. Falls es hinten nur noch Rost haben sollte, kann man die Aufnahmen für die Träger am Heck tauschen bzw. das entsprechende Blech neu einziehen?
- Ich habe mir die Zwischenwelle jetzt dann mal genauer angesehen, siehe Foto. Wie auch bei der Kurbelwelle ist definitiv eine Rille zu sehen, allerdings wage ich es zu bezweifeln, dass das durch den Wellendichtring kommt. Sieht mir nach "das muss so sein" aus. Was ich immer nicht weiß ist, ob die jetzt als eingelaufen gilt oder ob das soweit normal ist. Kann das wer abschätzen? Der Wellendichtring sollte aber nicht in der Rille laufen, oder? Das wäre ja ein Gefummel ohne Ende, zumal ich die ja unterschiedlich tief in die Aufnahmen einschlagen kann.
- Beim Tausch vom Kurbelwellensimmerring ist mir aufgefallen, dass ich den normal rausschlagen musste, aber den neuen konnte ich quasi von Hand reindrücken. Ist das normal? Ich hätte jetzt ähnlich wie bei der Zwischenwelle erwartet, dass der etwas strammer rein sollte. Glaube auch nicht, dass ich über Nacht zu Popeye geworden bin und Riesenkräfte in den Händen entwickelt habe. Oder aber sperrt sich der Simmerring in genau die andere Richtung?
Gruß, Steffen.
Schon öfters gesehen, daß solche Rille vom Simmering in die Auflagefläche der Wellen reingefäst wurde. Aber erst jenseits der ~ 300.000. Bei großen Motoren, z.B. Bussen, die über 1 Mio Km laufen, reibt der Simmering nicht direkt auf der Welle, sondern auf einer Hülse, die aufgeschrumpft, und leicht zu wechseln ist.
Normalerweise sind Simmeringe stramm drinn, so daß man die mit geeigneter Hülse mit dem Hämmerchen reinschlagen muß. Sollen sich ja nicht mitdrehen, bzw rausflutschen.
Ja gut, ich geh auf Nummer sicher und ziehe Wellenschutzhülsen auf. Dann ist da mal Ruhe. Motorträger etc. werde ich mir am Wochenende näher ansehen. Dann sollte es langsam mal passen.
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Okay, heute sind die Lager dran. Raus kein Problem. Das vordere war definitiv durch, da ist die Beschichtung schon gebrochen. Beim hinteren nicht so ganz aber egal, ist jetzt draussen. Hätte vorher lieber ein Foto machen sollen: Mir ist aufgefallen, dass die Bohrung erstens nicht mittig ist und zweitens noch eine Nut von der Bohrung wegläuft. Jetzt die Frage: Läuft die Nut nach vorne oder hinten weg? Ich bin mir nicht sicher, ob ich das auch so am Lager sehen könnte daher die Frage.