OM642 Ventil Kurbelgehäuseentlüftung

Mercedes E-Klasse W211

Hallo Leute,

kann mir jemand mal die Funktion des Ventils an der Kurbelgehäuseentlüftung beim OM642 erklären ?

Danke.

Bodo

P.S.: Bild ist aus dem Chrysler Forum vom Marco geklaut.
Danke Marco !

Ventil
Beste Antwort im Thema

Das ist ein federbelastetes Membranventil. Es regelt in Abhängigkeit vom Kurbelgehäusedruck (KG-Druck) die Gasmenge, die vor den Turbo geleitet wird, und damit den Unterdruck im Kurbelgehäuse, und zwar so:

Über der Membran herrscht Umgebungsdruck, unter der Membran annähernd KG-Druck. Im Ruhezustand drückt eine Feder das Ventil ganz auf, es saugt also (beim Motorstart) maximal aus dem KG. Wenn der Druck im KG und somit auch unter der Membran sinkt, saugt es die Membran runter in Richtung Ventilsitz. Das begrenzt den Gasdurchfluss, und der Unterdruck im KG sinkt nicht weiter. Gibt man Gas und der KG-Druck erhöht sich (durch verstärkten Blowby), steigt der Druck unter der Membran, sie hebt sich und mehr Gas wird aus dem KG gesaugt.

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Da durch den Abscheider vor allem feuchte warme Luft in den Ansaugluftstrom eintritt, ist es jahreszeitlich vor allem im Winter ein Problem, dass Mercedes so bekämpft hat.

Ich habe mir, nachdem ich das Thema durchgelesen habe, auch mal Teile entsprechend meines Motors besorgt und folgendes gemacht:

1: Gummidichtung Tuebolader ausgetauscht.
2: Stellmotor gereinigt
3: Eine Art Schutzblech für den Stellmotor hergestellt
4: den Ölabscheider ersetzt.

Originaler Zustand.jpg
Schutzblech.jpg
Fertig montiert.jpg

Sehr gut. Vielen Dank für deinen Beitrag und deine Bilder.

Zitat:

@LamerNo6 schrieb am 4. November 2020 um 19:23:11 Uhr:


Ich habe mir, nachdem ich das Thema durchgelesen habe, auch mal Teile entsprechend meines Motors besorgt und folgendes gemacht:

1: Gummidichtung Tuebolader ausgetauscht.
2: Stellmotor gereinigt
3: Eine Art Schutzblech für den Stellmotor hergestellt
4: den Ölabscheider ersetzt.

Sehr professionelles Blech!
Ich empfehle dir ein dickes Stück Filz in die Schale zu schieben, um einfach durchziehen von Zeit zu Zeit das Öl abzufischen. Wenn da Öl steht das durch den Fahrtwind auf den Turbo geblasen wird, fackelt dir die Hütte ab.

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Grundsätzlich habe ich über so etwas auch nachgedacht. Ich habe dann aber die Auffangwanne so konstruiert, dass das Öl zwischen Stellmotor und Turbo ins V tropfen kann.

Eine Pfütze kann nicht entstehen und ich habe kein brennbares Material in der Gegend.

Wer übrigens für seinen Motor noch passende Teile (wie oben genannte) benötigt: ich habe einen kompletten Satz übrig, welchen ich für eine schmale Mark weitergeben kann.
Habe ja den 350 BT LS mit 258 PS, da ist die Entlüftung komplett umgebaut worden - es passt kein einziges Teil mehr.

Ich persönlich würde jedoch jedem OM642 Besitzer dazu raten ein Silikon T-Stück an der Stelle zu verbauen. So erübrigt sich dann auch das Blech an der Stelle. Wer aber dieses ungelöste Konstruktionsproblem dieses sehr guten Motor wirklich nachhaltig beseitigen möchte, der sollte einen zusätzlichen Ölabscheider vorschalten. Dann kommt dort eigentlich nur noch Kondenswasser an. Da jetzt wahrscheinlich wieder die Unkenrufe kommen dass das sehr gefährlich ist, kann ich nur entgegnen, dass ich bereits seit vielen Jahren ohne jegliche Probleme diese zusätzliche Technik verwende! Welchen man Verwendet, ist egal wie ich finde, es darf nur niemals an keiner Stelle der Leitungsquerschnitt verkleinert werden. Kurze Leitungswege sind da auch nicht zwingend erforderlich, wie meine Lösung beweist, da ich mit einem Alurohr das kurz vor dem OCC in einen Kraftstoffresistenten Schlauch wechselt hinter der rechten Scheinwerfer in den OCC zu münden.
Schläuche im Übergang sind notwendig, da der Motor Lastwechselbewegungen ausführt. Die Rücklaufleitung zurück zum Heizelement habe ich kpl. als Schlauch ausgeführt.
Kostenpunkt wenn man es selber macht ist mir unter 100€ die Sache auf jede Fall eine gute Investition, die den Motor vor so etwas wie auf den Bildern schützt!
https://i.ebayimg.com/00/s/MTIwMFgxNjAw/z/2LkAAOSwmo1cp5HU/$_107.JPG

@klausram alles soweit richtig. Trifft in meinem Fall nur nicht zu, da ich gerne alles original belassen möchte. Ich ersetze lieber jedes Jahr beim Ölwechsel die rote Dichtung und mache alles schön sauber. Das bisschen Öl, welches durch die KGE in den Ansaugbereich gelangt ist doch gut. Dann werden die Schaufeln des Verdichterrades auch von außen geschmiert ;-) (nur Spaß).

und ich würde jedem empfehlen ein vernünftiges Öl zu benutzen, der wenig verdamfungswert hat...

wie z.b. RAVENOL RUP 5w40,
dazu würde ich noch die Öladditive Atomium oder Wagner Ceramic benutzen...

ihr braucht dann auch nicht mehr öfters die rote Dichtung tauschen und alles bleibt im Original Zustand...

Ich würde vorher die aktuelle Kurbelgehäuseentlüftungsventil und die kleine Ventildeckel ,der zu KGE angeschlossen wird,6 tauschen...

Hier tue ich paar Bilder seitdem ich es diesen Öl und Additive benutze...

Ölwechselintervalle alle 10.000km...

IMG_20200105_192721.jpg
IMG_20200105_192709.jpg
IMG_20200105_192729.jpg
+2

Ich bin auch kein Freund von Veränderungen, wenn etwas ausgereift ist und gut langfristig funktioniert. Es ist nur leider so das sehr oft wie auch hier die Dinge zusammenhängen. Im konkreten Fall meine ich das die Drallklappengestänge sicherlich ein Fahrzeuglegen halten könnten, wenn sich nicht ein Ölkohlepanzer auf Ihnen anlagern würde, der auch die Reibung und somit den Verschleiß erheblich erhöht. Lange Zeit wurden da die oberen Reinluftkanäle getauscht, da man es nicht anders wusste. Heute gibt es auch hierfür Gottseidank eine kostengünstige Lösung. Aber wenn man keinen OCC Verbaut, bleibt das Problem einhergehend mit schleichendem Leistungsverlust und Verbrauchserhöhung besten.

Zitat:

@Huseyin50 schrieb am 7. November 2020 um 12:25:14 Uhr:


und ich würde jedem empfehlen ein vernünftiges Öl zu benutzen, der wenig verdamfungswert hat...

wie z.b. RAVENOL RUP 5w40,
dazu würde ich noch die Öladditive Atomium oder Wagner Ceramic benutzen...

ihr braucht dann auch nicht mehr öfters die rote Dichtung tauschen und alles bleibt im Original Zustand...

Ich würde vorher die aktuelle Kurbelgehäuseentlüftungsventil und die kleine Ventildeckel ,der zu KGE angeschlossen wird,6 tauschen...

Hier tue ich paar Bilder seitdem ich es diesen Öl und Additive benutze...

Ölwechselintervalle alle 10.000km...

Habe ich vor einem Jahr alles gemacht. Bringt aber auch keine Besserung. Das mit den Additiven ist wie mit dem 2-Takt Öl dem Diesel beimischen. Der eine glaubt dran, der andere nicht.

Ich bin mir sicher, dass die meisten mit diesem Motor das Öl aus der Kurbelwellenentlüftung sehr stark unterschätzen. Jetzt wo mein Motor 430.000km abgeleistet hat, kann ich belegen, dass dieses Öl auch Auswirkungen auf die Lebensdauer des DPF haben muss, da bei mir erst mit etwa 400.000 km der DPF voll war. Welche Mengen Öl dieser Motor verdauen muss zeigen die Bilder, die meinen eben entleerten OCC zeigen, der etwa 100-150 ml. Öl enthielt. Diese Menge habe ich etwa alle 10-12.000 km wobei ich in den kälteren Monaten die Kontrolle des Abscheiders auf 5000km verkürzt habe, da leider auch Kondenswasser im Öl des Abscheiders gebunden wird. Die Kontrolle ist in 5 Min erledigt, da ich mich mittlerweile für eine Schraubdeckelvariante entschieden habe. Leistung und Verbrauchstechnisch bin ich nach wie vor sehr zufrieden, wie auch das Bild unten belegt.

Habe gestern bei meinem Mopf E350 BT mit 258 PS, welcher ja eine modifizierte Entlüftung hat, eben diese getauscht. Eher vorsorglich, da die Funktion noch gegeben war und nur leicht geschwitzt hat.

Meiner Meinung nach kann man den Zustand der Membran (siehe Bild) aber vernachlässigen, wenn man den Sinn in dem Teil versteht.

Diese Membran wird - zumindest bei meinem Motor - im Ventildeckel auf einen konischen Zylinder geschoben und dichtet diesen gegen den Außenteil ab. Somit kann das Öl an den Außenwänden des Ventildeckels nicht eingesaugt werden.

Die hier bereits beschriebene "Dehnung" dieser Membran ist nur das Anpassen der Membran an die konische Form. Korrigiert mich, aber ich sehe darin keinen Verschleis.

Trotzdem bedanke ich mich für alle Tipps aus diesem Thread!

Membran neu.jpg
Montageort der Membran mit der zylinderfoermigen Entlueftung.jpg

Sehe ich es eigentlich richtig, dass die Abgasrückführung beim Om642 nur zur in Fahrtrichtung linken Zylinderbank geführt wird?

Zitat:

@LamerNo6 schrieb am 3. Dezember 2020 um 14:33:25 Uhr:


Sehe ich es eigentlich richtig, dass die Abgasrückführung beim Om642 nur zur in Fahrtrichtung linken Zylinderbank geführt wird?

Ja, da werde Abgase abgenommen, gekühlt, zum Mischgehäuse geführt. Da werden die Abgase mit Frischluft vermischt und an beide Ladeluftbrücken verteilt.

Ich würde die Ladeluft mit dem Öl Nebel nicht als frische Luft bezeichnen.

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