Oh Du ... Mercedes

Volvo

Trotz einiger Kleinigkeiten steht der Volvo meiner Ansicht nach weiter für Zuverlässigkeit!

Hier zwei Anfänge von Artikeln bei Automobilwoche.de:

Mercedes-Benz hat eine Arbeitsgruppe eingesetzt, um den Elektronikproblemen der im März 2002 eingeführten E-Klasse (W211) auf den Grund zu gehen. Aus Händler- und Kundenkreisen werden seit Monaten Defekte an dem „Trendsetter in Spitzentechnik“ (Werbung) gemeldet. [...]
Einige Händler bestritten nach eigenen Angaben zeitweise fast 50 Prozent ihres Werkstattgeschäfts mit Arbeiten an der Bordelektronik des W211.

http://automobilwoche.com/cgi-bin/news.pl?newsId=2357

und

Vor dem Hintergrund steigenden Kostendrucks und schrumpfender Margen kommen jetzt bei Mercedes-Benz Innovationen auf den Prüfstand, mit denen die Marke Technologieführerschaft demonstrieren wollte. Erstes Opfer ist die aufwändige elektrohydraulische Superbremse Sensotronic Brake Control (SBC), die für die SL-Modelle und die E-Klasse von Bosch zugeliefert wird.

http://automobilwoche.com/cgi-bin/news.pl?newsId=2359

38 Antworten

Es ist sicher interessant, wie ein Hersteller den Tücken der komplexen modernen KFZ-Elektronik Herr werden will.

Wie du aus den beiden verlinkten Artikeln jedoch auf die Zuzverlässigkeit von Volvos schließen willst, kann ich nicht erkennen.

Gruß, dixi

ja und auch vw kocht nur mit normalen wasser, denn ALLE touareg's müssen ins werk zurück......

Schadenfreude ist ja die schönste Freude - allerdings muss man dann ab und an auch wieder vor der eigenen Tür kehren.

Was allerdings schon eine gewisse Zäsur für DC darstellt, ist das ausnehmend schlechte Image, das gerade die E-Klasse in den letzten Monaten unter der treuesten Kundschaft - den Taxifahrern - sich "erarbeitet" hat. Die sind anscheinend gerade auserordentlich ungehalten über die überwiegend elektronischen Quaitätsmängel, des "Autos, das alles kann, was wir können" (O-Ton DC-Werbung)

Gruß

Moinsen

Natürlich hat jeder Hersteller mit seinen Produkten hier und da Probleme. Was mich nur stört sind diese Hektiker, die evtl. die Schuld daran haben. Alles muss sofort auf den Markt - am besten Vorgestern. So handeln doch fast alle Hersteller - vorallem die Deutschen.

Da bin ich froh über Volvos Politik. Wobei ich nicht weiss ob das so gewollt ist oder ob man wirklich nicht früher kann. Wobei das erste bestimmt eher zutrifft.

Habe zwar nicht alles Serienmäßig im Auto was die Mitbewerber haben, jedoch funzt doch mehr als woanders.

Ausnahmen gibt es auf beiden Seiten.

Jedoch klagen mehr Bekannte auf der Nicht-Volvo-Seite über nicht gehende Autos (egal ob neu oder alt) als die Volvo-Fahrer. Oder merken wir es nur nicht?

Die deutschen Hersteller zwängen sich selber in eine Ecke, wo man sich unter Druck setzt und bloß mehr "unnützen" und "tollen" Extras als der Mitbewerber reinhauen will.
Wobei der Kunde daran auch nicht gerade unschuldig ist - er verlangt es ja.

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Es ist ein teufelskreis.

Einerseits wollen viele Kunden viele Dinge im Auto. Es gibt viele Leute, die sich nur wegen bestimmter Spielereien ein neues Auto kaufen.

Dann: die Entwicklung bestimmter Dinge kostet viel Geld. das muss wieder reinkommen. Jeder Monat, den eine Sache später auf den Markt kommt, bringt es kein Geld....

Wo liegt die Grenze? Was ist vernünftig, was sollte noch nachgearbeitet werden, was verschoben werden?

Für mich stellt sich die Frage, wo wären wir (technologisch gesehen) wenn es nur die ach-so-super-tolle-Firma-in-Bezug-auf-Zuverlässigkeit Toyota gäbe? Hätten wir dann schon die elektrionischen Einspritzung? Von solchen Highlights wie ABS, Regensensor, ESP mal gar nicht zu sprechen? Wollen wir auf diese Dinge verzichten? Toyota kommt jetzt mit den ersten Dieselmotoren. Ist es nicht leicht, 4-10 Jahre nach der Markteinführung durch andere eine Technik nachzubauen?

Ich muss gestehen, ich habe keine gefestigte Meinung. Wenn ich daran denke, wie oft mein Vater an den ach-so-zuverlässigen-alten Autos vor 20 Jahren geschraubt hat, nur damit er irgendwie damit fahren kann, dann habe ich eher das Gefühl, dass ie autos heutzutage EXTREM zuverlässig geworden sind. Wenn ich daran denke, wie viel der selige VW 1600 verbraucht hat (13-15 Liter, selten mal um die 10) dann sind die Autos heutzutage sehr sparsam. Und das bei sehr gesteigerter Leistung. Von dem, was wir abgasreinigung nennen, schweigen wir lieber. Seliger VW 1600 Variant brauchte so runde 1 Liter Öl alle 3000-5000km. Das empfand man als normal.

Vielleicht hätte mancher Gimmik noch ein paar Jahre Zeit gehabt. Das SBC gehört sicherlich dazu. Aber von verienzelten Gimmicks mal abgesehen, denke ich schon, dass man die TEchnik gut im Griff hat. Waren es früher viele mechanische Probleme, so sind es heute eher elektrischen Probleme. Vergessen wir mal nicht, wie oft wir früher die Verteilerkappe runternehmen mussten. Kennt noch jemand die Einstellungen für die Zündung beim Käfer? Oder die Abschmierpunkte, alle 5000km? Verglichen damit erscheinen mit heutige Sorgen, wenn mal die Freisprecheinrichtung nict so richtig will, eher als Lappalien.

Jürgen

Moinsen

Da stimme ich Dir fast zu 100% zu.

Man muss ja nicht gleich 10 Jahre später etwas auf dem Markt bringen, wo sich andere schon lange nicht mehr beschäftigen.

Jedoch wäre es bestimmt nicht schlimm wenn man ein neue Sache ein halbes oder ein Jahr länger testet oder? Das würde doch keinen umbringen.

Hätte noch ein Beispiel: Volvo LKW hat sich zeimlich spät für die Bremsscheiben beim Brummi entschieden, weil es viele Probleme gab. Mercedes oder MAN hatten mit Volvo zeitgleich die Dinger unabhängig entwickelt. Die anderen haben es auf dem Markt gebracht und nur Probleme gehabt. Heftige Probleme. Volvo hatte sich mehr Zeit gelassen und optimiert und dann auf den Markt gebracht und es funzt wunderbar. Auch ohne sich 4 oder 10 Jahre Zeit zu lassen.

Ich hoffe Du verstehst was ich meine.

@Jürgen
ich gebe dir grundsätzlich recht, aber bedenke bei Toyota, welches deren primärer Absatzmarkt war und ist.
Und dort spielt Diesel immer noch keine Rolle.

Deutschland, aber auch Europa, ist aus japanischer Sicht genauso groß, wie wir die asiatischen Länder selber sehen, nämlich weit entfernt.

Zitat:

Original geschrieben von hjp xc70


Deutschland, aber auch Europa, ist aus japanischer Sicht genauso groß, wie wir die asiatischen Länder selber sehen, nämlich weit entfernt.

Genau so ist das. Als ich mich auf der AMI mit einem Mitarbeiter von Toyota unterhalten hatte, war genau das seine Argumentation. Und als ich ihn dann noch fragte, wann es denn für den Avensis Diesel die Automatik geben wird, antwortete er: nie. Der Diesel alleine ist schon ein bloßes Zugeständnis an den europäischen und speziell den deutschen Markt. Eine Automatik dafür wäre für Toyota in der Entwicklung völlig unrentabel, weil die Absatzzahlen im Mikrobereich zum Gesamtabsatz liegen würden.

Deutschland ist zwar ein Autoland, aber international gesehen doch eher ein sehr kleiner Markt, auf dem man nicht in jeder Nische mitmischen muß. Das liegt sicher auch daran, daß die Deutschen eben am liebsten ihre eigenen Autos fahren.

Gruß, dixi

Zitat:

Original geschrieben von dixi


Eine Automatik dafür wäre für Toyota in der Entwicklung völlig unrentabel,

Man fährt hier halt keine Automatik.

Den Ruf hat sich DC mit der letzten E-Klasse schon bei den Taxlern versaut. Die sind da jetzt schon dran gewöhnt und warten erstmal das erste Produktionsjahr ab oder haben der Marke den Rücken gekehrt.

CU

BK

Moin moin,

grundsätzlich gilt ein Leitsatz für (ich denke mal ) alle Automobilhersteller :
'Sparen um jeden Preis, und koste es was es wolle!'

Und was die Elektronik anbelangt:
Als Programmentwickler kannst du nie so dumm denken, wie Anwender( Fahrer) handeln. Sprich: es ist fast unmöglich an alle Eventualitäten zu denken.

Ich weis wovon ich rede, bin selbst Programmentwickler (nur auf einem anderen Gebiet).

Jogi

Software

Gerade was den Berich der Elektronik angeht würde es meines Erachtens Sinn machen, würde Microsoft hier stärker aktiv werden.
Es mag ja viele Leute geben, die Windows nicht leiden können- das ist ok.
Dennoch kennen sich die meisten mit Windows spielend aus. Ausserdem kann jede Firma auf Microsofts Produkten einfach aufbauen und erweiterungen an Windows anpassen.

Würde ein Fahrzeug also mit Windows CE oder so laufen, hätten wir doch alle weniger Schwierigkeiten. Natürlich müsste es eine stabilere Oberfläche als Windows 95 oder so sein!

Jedenfalls könnte somit ein Bremsenhersteller "mal eben" die passende Systemsteuerung für ESP und Co. "andocken".
Weil ja jeder des anderen Programmiersprache kennt.
Oder das Schiebedach, die Spiegel, der Sitz, Radiosender, etc. werden je nach Fahrer im persönlichen Ordner abgelegt (Start-Programme-Fahrer). Des weiteren könnten Personenerkennungsprogramme oder Sprachsteuerungen einfacher integriert werden, da diese schon im PC Betrieb alltagstauglich im Einsatz sind.

Meiner Meinung nach, kochen hier zu viele Entwickler ihren eigenen Brei. Es fehlen Software Standards, die jeder akzeptiert.

Was haltete Ihr von Bill Gates in Eurem Volvo?

Gruss
Thorsten

Gates im Volvo??? Hiiiilfe!

@Podlech
Um Gottes Willen! Als IT-Berater weiß ich ein Lied von der "Zuverlässigkeit" der Redmonter Produkte zu singen. Würde - was hoffentlich NIE passiert - z.B. WindowsCE in die Volvo-Fahrzeuge Einzug halten, würde ich sofort von meiner Bestellung, die demnächst ansteht, absehen. Ich habe keine Lust irgendwann mit einem "Bluescreen" im Display auf der Autobahn stehenzubleiben! Nicht alles, was bunt ist und (im Handheld- und Automotive-Bereich vielleicht bald) einen DeFacto-Standard darstellt, blos, weil es der Hersteller mit seiner Marktmacht überall durchdrückt, ist auch gut...
Grüße, FSM

Re:

Podlech :

Bei der von dir angesprochenen Software handelt es sich um zwei grundverschiedene Architekturen. Bei einem Auto geht es primär darum, eine riesige Menge von Embedded Systems unter einen Hut zu bringen. Auf diesem Markt hat Microsoft nicht viel zu melden. Ich vermute vielmehr, daß es sich um architekturelle Probleme handelt, denn die einzelnen Software-Komponenten an sich scheinen im Großen und Ganzen zu funktionieren, daß also lediglich die Interaktion der verschiedenen Komponenten Probleme bereitet. Und dann hilft dir ein Windows noch weniger als eine Systembasis.

Davon abgesehen steht MS nicht gerade für offene Standards, wenn du solche Forderungen stellst solltest du vermutlich eher in die genau andere Richtung schauen. Zusätzlich scheue ich mich davor, Microsoft auch noch diesen Bereich der Software-Systeme zu überlassen, weil dann wie in jedem anderen Segment auch innerhalb kürzester Zeit ein Quasi-Monopol entstünde, welches nicht die offenen Standards, sondern vielmehr die Stagnation fördert.

Dass eine solche Panik beim Wort Microsoft ausgelöst würde, hätte ich ja nicht gedacht.
Die Firma ist drauf und dran sich durchzusetzen (siehe www.automobilwoche.de) und neue Standards in der Automobilwirtschaft einzuführen.

Meiner Meinung nach muss Microsoft hier ja nicht führend sein, mir geht es nur darum, dass jeder Hersteller für elektronische Bauteile wie ESP, Standheizung, Bordcomputer, itegriertes Telefon, Radio, Fahrwerk, etc. einer anderen Programmiersprache unterliegt.

Das kann es heute nicht mehr sein. Ich stelle immer wieder mit Bewunderung fest, dass eine Software für ein neues Modul wie Standheizung weit unter einem Megabyte liegt. Ist ja nett, doch könnten die Autos heute bei weitem mehr leisten. Die Computerleistung wäre vorhanden.

Die Frage noch einmal an die Ingenieure im Forum: macht es Sinn einen einheitlichen Standard auch hier einzuführen! Wenn ja, wie und wo?

Gute Nacht

Thorsten

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