Öl an den Pin vom Steuergerät angekommen, Dazu P0170. C200K M271

Mercedes C-Klasse W203

Hallo, ein Freund hat einen C200K aus 2003 mit dem M271 vor ein paar Tagen gekauft und nun habe ich ihn mir angeschaut und Öl an den Steckern bei den Nockenwellenstellern als auch schon an den Pin des Steuergerät angefunden. Es schwimmt zwar nicht in Öl, aber beim absprühen mit elektroreiniger kommt halt die Soße aus dem Stecker. Noch dazu leuchtet 400km nach dem Kauf die Motorkontrolleuchte und wir haben den Fehler P0170 ausgelesen und gelöscht. Nach weiteren 100km war die Lampe wieder am brennen. Kann das etwas mit dem Öl im Kabelbaum zu tun haben? Was sollen wir mit dem Kabelbaum machen? Ölstopp rein und dann alle 2 Tage den Stecker und die Pin reinigen bis nichts mehr rauskommt?

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Meines Wissens gibt es keine "Kettensätze" bei MB. (Höchstens Sets von Drittanbietern.)

Wenn die Gleitschienen alle erneuert werden sollen, muß auch der große untere Stirndeckel (Steuerkastendeckel) runter, samt Wasserpumpe raus und Kurbelwellen-Riemenscheibe.
Ich meine aber, daß die Gleitschienen bei geringer Laufleistung (geschätzt <200Tkm) nicht erneuert werden müssen.
Falls man die wirklich erneuern will, dann muß soviel raus, daß man dann auch gleich den Ladeluft-Kompressor ausbauen kann, um die 3 Teillastentlüftungsschläuche und das PCV-Ventil zu erneuern.

(Vielleicht ist auch nur die kleine obere Gleitschiene gemeint. Aber auch die wird wohl kaum abgenutzt sein.)

(Und dann vielleicht gleich die Motorlager mit erneuern, weil dann alles sehr frei liegt.)

Den Zustand der Zahnkränze der beiden Nockenwellenversteller kann man auch beurteilen, wenn "nur" die Zylinderkopfhaube runter ist. Nur wenn man die Nockenwellenversteller tauschen möchte, muß der obere Stirndeckel runter (wenig Zusatzaufwand).

Je nach dem, wie geschickt man gucken kann, kann man den Zustand der Gleitschienen (vor allem derjenigen des Kettenspanners [die am stärksten belastete]) von oben begutachten. Evtl. mit Spiegel und Leuchte oder Endoskopkamera.
(Meine Kettenspanner-Gleitschiene war mit [lt. Tacho] ca. 94Tkm noch ausreichend in Ordnung.)

Es gibt ja eine neuere Version des Kettenspanners. (Für den [auch den alten] muß die LiMa raus, fällt mir noch ein. Und man braucht einen neuen Einweg-Deckel für die Bohrung des Kettenspanners im Steuerkasten. Der ist nämlich sozusagen versenkt im Steuerkasten eingebaut.)

Angeblich gibt's auch eine neue Version des Halters für den Kettenspanner (wohl "ohne Ventil", wenn ich es richtig gelesen habe). Dafür müßte auch der untere Stirndeckel (mit allem Gedöns) abmontiert werden. Ich habe den alten Halter gelassen, und einen neuen Kettenspanner verwendet, der Halter war mir zu viel Aufwand.

Und nochmal zu den Teillastentlüftungsschläuchen: Angeblich gibt es freie Werkstätten, die sich Werkzeuge gebastelt haben, um auch die unteren beiden Schläuche ohne Ladeluft-Kompressorausbau wechseln zu können. (Ich glaube das aber nicht - höchstens, wenn ich es mal sehe.)
Wenn das wirklich geht, wäre es DEUTLICH arbeitssparsamer - denn sonst muß ja auch LiFi-Kasten, Ansaugbrücke usw. weggebaut werden. Das macht schon einige Stunden Arbeit aus.

Harry

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Eigentlich ja......Ich vermute bzw habe es bei mir gesehen sobald das Ölstopkabel drinnen ist bricht die Kapilarwirkung zusammen.Ich gehe aber jetzt nur von mir aus.Gucke bis heute die Kabelenden zum MSTG an und es war bisher nur ein Minitropfen vorhanden.Ob das restliche öl in den kabeln rumhängt ist mir relativ egal.passiert ja nichts.Er fährt sehr gut,keine MKL an und zieht wie ein Bär🙂)
Gruss

Zitat:

@nikischlicki schrieb am 30. Juni 2015 um 21:50:01 Uhr:


Ich denke wie hatten enormes Glück und es waren von Anfang an die Sonden, die eines natürlichen Todes gestorben sind, dadurch sind wir auf den Kabelbaum aufmerksam geworden, was noch im Anfangsstadium war und letztendlich konnten wir den Händler noch so richtig aussaugen was Neuteile angeht.

Ich denke das nicht. Die Sonden halten wohl üblicherweise 250 Tkm und mehr.

Es werden vermutlich nicht die Sonden ansich defekt gewesen sein, sondern das Öl hat ihre Funktion gestört oder sie versaut.

Mit neuen Sonden klappt's dann natürlich wieder, das heißt aber nicht zwingend, daß die alten defekt waren.
Ob die Werkstattbastler in der Lage sind/waren, die Ölschäden an den Sonden richtig zu reinigen, weiß ja keiner. I.d.R. sind die Gehilfen dazu nicht in der Lage. Für Austausch muß man ja auch nicht so viel nachdenken / nicht so viel (Minimal-)Kompetenz haben.

Schön, daß es für den Käufer jetzt wieder in Ordnung ist. Der Händler hat natürlich Pech, weil er selber keine Ahnung hat, und daher eigentlich für Autohandel gar nicht qualifiziert ist.

Harry

Zitat:

@conny-r schrieb am 1. Juli 2015 um 08:14:18 Uhr:


Ob dies das Ende der Fahnenstange ist, bezweifle ich.

Ich waere wirklich dankbar, wenn du deine Zweifel etwas ausfuerlicher Beschreiben koenntest. Vielleicht gibt es ja noch was, was der gute Haendler uns noch tauschen koennte 😉

Der Mechaniker und wir waren uns einig, dass wenn an den Pin nur wenig Oel und im MSG und im Sondenkabel keins ist die Lambdasonden nicht davon betroffen gewesen sein konnten. Die Fehlercodes waren auch nicht einfach "unplausibel" sondern bei der einen die Sondenheizung und bei der anderen auch irgendwas anderes. Im Internet liest man oft von Sonden, die zwischen 150.000 und 200.000km kaputt gehen. Unsere halt bei 157.000. Anders kann ich es mir nicht erklaeren.

Jetzt wird die Kette, Spanner und Gleitschienen noch profilaktisch gewechselt.

Zitat:

@harryW211 schrieb am 1. Juli 2015 um 12:37:40 Uhr:



Zitat:

@nikischlicki schrieb am 30. Juni 2015 um 21:50:01 Uhr:


Ich denke wie hatten enormes Glück und es waren von Anfang an die Sonden, die eines natürlichen Todes gestorben sind, dadurch sind wir auf den Kabelbaum aufmerksam geworden, was noch im Anfangsstadium war und letztendlich konnten wir den Händler noch so richtig aussaugen was Neuteile angeht.
Ich denke das nicht. Die Sonden halten wohl üblicherweise 250 Tkm und mehr.

Es werden vermutlich nicht die Sonden ansich defekt gewesen sein, sondern das Öl hat ihre Funktion gestört oder sie versaut.

Mit neuen Sonden klappt's dann natürlich wieder, das heißt aber nicht zwingend, daß die alten defekt waren.
Ob die Werkstattbastler in der Lage sind/waren, die Ölschäden an den Sonden richtig zu reinigen, weiß ja keiner. I.d.R. sind die Gehilfen dazu nicht in der Lage. Für Austausch muß man ja auch nicht so viel nachdenken / nicht so viel (Minimal-)Kompetenz haben.

Schön, daß es für den Käufer jetzt wieder in Ordnung ist. Der Händler hat natürlich Pech, weil er selber keine Ahnung hat, und daher eigentlich für Autohandel gar nicht qualifiziert ist.

Harry

Nicht ganz richtig,selbst Bosch oder Denso sagen bei der Lamdasonde von einem Intervall von ca 160000tkm.Meine ist bei 170tkm kaputt gegangen ,nd die war Ölfrei...Ist ein ganz normales Verschleissteil,kann kaputt gehen muss aber nicht

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@nikischlicki ,
Wenn das Öl nicht großräumig restlos entfernt wurde, kann die Störung nach einiger Zeit wieder auftreten.

@conny-r
Wir werden alle par Tage den Stecker zum Steuergerät abtupfen und vielleicht noch mit dem Staubsauger behandeln, habe ich irgendwo gelesen. Dürfte ja eigentlich nicht schaden das rohrende an den Stecker zu binden und das ne Stunde laufen zu lassen 😁

Zur Wirksamkeit der Ölstoppkabel hört man auch mal das eine, mal das andere (von "bringt nix" bis "funktioniert super"😉. Frag 3 Meister, und Du hast 3 Meinungen. Ich hab die bei mir auch verbaut, nachdem eine Durchsicht mal ergeben hat, dass Öl im Kabelbaum ist. Probleme gabs die letzten 30tkm zumindest nicht...

Ich würde das aber glauuube ich auch aussitzen. Der M271 kann ganz andere Probleme haben, der Kettentausch ist ja schon angedacht, und dann gibts noch den Zylinderkopf-Kurzstrecken-Zirkus... Wenn man da prophylaktisch anfängt, potenziellen Problemen vorzubeugen, wird man seines Lebens nicht mehr froh. Kette im Auge behalten, und den Motor immer mal wieder mit etwas Drehzahl beglücken.

Der Kettensatz wird auf jeden Fall noch gemacht und die Kurbelwellenschläuche vielleicht auch. Wisst ihr ob man zum Kettensatz Wechsel beim m271 auch den Kompressor ausbauen muss? Dann könnte man alles zusammen machen lassen...

Zitat:

@nikischlicki schrieb am 6. Juli 2015 um 09:40:57 Uhr:


Der Kettensatz wird auf jeden Fall noch gemacht und die Kurbelwellenschläuche vielleicht auch. Wisst ihr ob man zum Kettensatz Wechsel beim m271 auch den Kompressor ausbauen muss? Dann könnte man alles zusammen machen lassen...

Was ist der "Kettensatz"?

Zum Wechsel der Steuerkette muß die Zylinderkopfhaube runter.

Dazu sollte der LuFi-Kasten zumindest gelöst werden, was wegen einer schlecht erreichbaren Schraube (von 3) von hinten (LMM-Kanal-Stück) etwas fummelig ist. Vielleicht geht's zur Not auch ohne diese eine zu lösen.
(Zzgl. zweier E10-Außentorx von oben am LuFi-Kasten.)

Leicht ätzend ist auch das Lösen des LiMa-Kabels, welches diagonal über der Zylinderkopfhaube langläuft, und ein einfaches Abnehmen verhindert: Unterbodenverkleidung (Mitte/Vorne?) ab, Stecker an der LiMa ab (Widerhaken [ist nur einer / einseitig] schwierig), Hitzeschutzblech Servopumpe ab, dann kann man das Kabel rausfummeln.)

Neue Zylinderkopfhauben-Dichtungen (5 Stück [1 x groß + 4 x um Zündkerzen) nicht vergessen.

Will man noch intensiv an die Nockenwellenversteller (nicht nur -magneten), muß der obere kleine Stirndeckel runter. (Silikonbasiertes Flächendichtmittel nicht vergessen.)

Harry

Kettensatz ist die Kette, Schienen und Spanner. Also muss der Kompressor nicht raus, wurde aber u.U. den Wechsel der Kette&co erleichtern? Dann würden wir die Entluftungsschläuche auch wechseln lassen.

Zitat:

@nikischlicki schrieb am 6. Juli 2015 um 17:34:04 Uhr:


Kettensatz ist die Kette, Schienen und Spanner. Also muss der Kompressor nicht raus, wurde aber u.U. den Wechsel der Kette&co erleichtern? Dann würden wir die Entluftungsschläuche auch wechseln lassen.

Meines Wissens nach muss da nicht so viel raus, nein. Kommt aber auch drauf an, wie man's macht. Bei mir wurde die neue Kette hinter der alten durchgezogen. Dabei hält man den Aufwand sehr in Grenzen, allerdings kann man dann den Zustand der Kettenräder/Nockenwellenversteller nicht so gut beurteilen. Wenn man alles so zerlegt, dass die kompletten Nockenwellenversteller freiliegen, wird das deutlich mehr denke ich.

Ich denke aber, harry weiß das genauer, da ich sowas nicht selber mache.

Meines Wissens gibt es keine "Kettensätze" bei MB. (Höchstens Sets von Drittanbietern.)

Wenn die Gleitschienen alle erneuert werden sollen, muß auch der große untere Stirndeckel (Steuerkastendeckel) runter, samt Wasserpumpe raus und Kurbelwellen-Riemenscheibe.
Ich meine aber, daß die Gleitschienen bei geringer Laufleistung (geschätzt <200Tkm) nicht erneuert werden müssen.
Falls man die wirklich erneuern will, dann muß soviel raus, daß man dann auch gleich den Ladeluft-Kompressor ausbauen kann, um die 3 Teillastentlüftungsschläuche und das PCV-Ventil zu erneuern.

(Vielleicht ist auch nur die kleine obere Gleitschiene gemeint. Aber auch die wird wohl kaum abgenutzt sein.)

(Und dann vielleicht gleich die Motorlager mit erneuern, weil dann alles sehr frei liegt.)

Den Zustand der Zahnkränze der beiden Nockenwellenversteller kann man auch beurteilen, wenn "nur" die Zylinderkopfhaube runter ist. Nur wenn man die Nockenwellenversteller tauschen möchte, muß der obere Stirndeckel runter (wenig Zusatzaufwand).

Je nach dem, wie geschickt man gucken kann, kann man den Zustand der Gleitschienen (vor allem derjenigen des Kettenspanners [die am stärksten belastete]) von oben begutachten. Evtl. mit Spiegel und Leuchte oder Endoskopkamera.
(Meine Kettenspanner-Gleitschiene war mit [lt. Tacho] ca. 94Tkm noch ausreichend in Ordnung.)

Es gibt ja eine neuere Version des Kettenspanners. (Für den [auch den alten] muß die LiMa raus, fällt mir noch ein. Und man braucht einen neuen Einweg-Deckel für die Bohrung des Kettenspanners im Steuerkasten. Der ist nämlich sozusagen versenkt im Steuerkasten eingebaut.)

Angeblich gibt's auch eine neue Version des Halters für den Kettenspanner (wohl "ohne Ventil", wenn ich es richtig gelesen habe). Dafür müßte auch der untere Stirndeckel (mit allem Gedöns) abmontiert werden. Ich habe den alten Halter gelassen, und einen neuen Kettenspanner verwendet, der Halter war mir zu viel Aufwand.

Und nochmal zu den Teillastentlüftungsschläuchen: Angeblich gibt es freie Werkstätten, die sich Werkzeuge gebastelt haben, um auch die unteren beiden Schläuche ohne Ladeluft-Kompressorausbau wechseln zu können. (Ich glaube das aber nicht - höchstens, wenn ich es mal sehe.)
Wenn das wirklich geht, wäre es DEUTLICH arbeitssparsamer - denn sonst muß ja auch LiFi-Kasten, Ansaugbrücke usw. weggebaut werden. Das macht schon einige Stunden Arbeit aus.

Harry

Zitat:

@harryW211 schrieb am 7. Juli 2015 um 00:37:30 Uhr:


Meines Wissens gibt es keine "Kettensätze" bei MB. (Höchstens Sets von Drittanbietern.)

[...]

Den Zustand der Zahnkränze der beiden Nockenwellenversteller kann man auch beurteilen, wenn "nur" die Zylinderkopfhaube runter ist. Nur wenn man die Nockenwellenversteller tauschen möchte, muß der obere Stirndeckel runter (wenig Zusatzaufwand).

Super detaillierte Antwort!

Zur Zylinderkopfhaube: wie viel Aufwand wäre sowas für eine Werkstatt? Ich würde den Zustand eig. gerne mal dokumentieren, aber weder MB noch zwei freie Werkstätten möchten das so recht machen, man meint jeweils, das koste schnell über 500€.

Ich weiß nicht, ob ich es gut schätzen kann:

Wenn man den Motor gut kennt, könnte das Abnehmen der Zylinderkopfhaube und Begutachten der Nockenwellenversteller-Zahnkränze (und gleich auch das ermitteln von vermutlich verstellten Steuerzeiten [durch Kettenlängung]) so 2-3h dauern. Auf jeden Fall die 5 Dichtungen der ZyKo-Haube (~60 EUR?) ersetzen, falls sie schon älter sind.

Ein Problem wird sein: Wenn man erstmal beigeht, findet man oft noch weitere Dinge.
Und dann geht das Gejammer des Kunden mit geringem Budget los.

Harry

Zitat:

@harryW211 schrieb am 7. Juli 2015 um 22:11:28 Uhr:


Wenn man den Motor gut kennt, könnte das Abnehmen der Zylinderkopfhaube und Begutachten der Nockenwellenversteller-Zahnkränze (und gleich auch das ermitteln von vermutlich verstellten Steuerzeiten [durch Kettenlängung]) so 2-3h dauern. Auf jeden Fall die 5 Dichtungen der ZyKo-Haube (~60 EUR?) ersetzen, falls sie schon älter sind.

Ein Problem wird sein: Wenn man erstmal beigeht, findet man oft noch weitere Dinge.
Und dann geht das Gejammer des Kunden mit geringem Budget los.

Das sind schonmal gute Infos, danke.

Wenn auch entsprechend was gemacht wird, bin ich ansich auch nicht knausrig :-)

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