ökologisches Tuning ???

Opel Astra H

Hi zusammen,

also Tuning und Ökologie schliessen sich ja nicht unbedingt gegenseitig aus...
So verbessert ja tieferlegen die Aerodynamik und verringert die Verwirbelungen unter dem Fahrzeug...
Mich würde mal interessieren ob hier jemand Erfahrungen damit gemacht hat, und ob der Verbrauch messbar unterschiedlich ist...

Dann könnte man mal ausrechnen nach wieviel km man die Umbaukosten wieder drin hat :-D

Vllt kann der Thread auch dazu dienen, über andere Sparmaßnahmen und Erfahrungen zu diskutieren.

46 Antworten

Hallo sonntagskind,

@sonntagskind_astra:
"@navec: ja natürlich hast du recht...vernachlässigen darf man den nich wenn mans exakt betrachtet, allerdings ist der unterschied beim rollwderstand immer der gleiche, unabhängig von der geschwindigkeit...
luftwiderstand steigt aber quadratisch mit der geschwindigkeit."

Vernachlässigen darf man den Rollwiderstand auch dann nicht, wenn man es ganz g r o b betrachtet, da der Rollwiderstand bis ca 90-100km/h ja größer oder gleich dem Windwiderstand ist!
Auch du befindest dich wahrscheinlich, wie die meisten Fahrer größtenteils in genau diesem Geschwindigkeitsbereich (0 -100km/h).

Das ist ja auch der Grund, weswegen aerodynamische Verbesserungen, in Praxis beim Sparen nicht viel bringen (Im Innenstadtbereich praktisch nichts). Die bringen erst ernsthaft etwas bei hohen Geschwindigkeiten.
Das ist aber leider relativ sinnlos, da man hohe Geschwindigkeiten, wenn man wirklich sparen will, eigentlich meiden sollte.

Natürlich muss man es mit dem Einfluss des Rollwiderstands auch nicht übertreiben:
Niemand braucht ernsthaft und messbar mehr Sprit, wenn er z.B. die vielleicht 15kg-schwere Bierkiste im Kofferaum lässt!
Das kann man wirklich fast vernachlässigen, da der Einfluss auf den gesamten Rollwiderstand, bei einem ca 1500kg schweren Auto 1 Prozent ist.
Auf den relevanten Gesamtfahrwiderstand hat diese Bierkiste, vor allem wenn man schneller fährt, noch erheblich weniger Einfluss.
Messen könnte man den Mehrverbrauch durch die Bierkiste jedenfalls nur unter Laborbedingungen. Mit dem BC oder mit Tankquittungen geht das nicht.

okay...ich fass mal zusammen:

sparpotenzial

innerstädtisch: gewicht reduzieren, rollwiederstand minimieren
landstrasse: aerodynamik, gewicht, rollwiederstand
autobahn: dito, tendenz aerodynamik

die ergebnisse von "Meik´s 190er" zeigen ja das was geht...allerdings auch, dass es wohl finanziell unrentabel ist ;-) aber 0.9l weniger ist ne ansage...

aber wo bleiben die kreativen neuen ideen? oder sollten wir schon
perfekte fahrzeuge haben? ;-)

Zitat:

Original geschrieben von sonntagskind_astra


@opelbrummbaer:

also im stadtverkehr 7.1l laut BC....respekt...
aber vielleicht liegts an den echt miesen Ampelschaltungen hier in rostock, dass ich da nicht hinkomme ;-)

hi, ampelschaltung kenn ich net :-D

zum glück kann ich längere zeit mit 50 im 5 gang mit tempomat fahren, da verbraucht die kiste glaube ich unter 5 L :-D

genauso in der 30er zone, die ich auch im 5 gang rollen lass .-D

einzigst was wirklcih sprit ohne ende schluckt, sind anfahrten, da hab ich noch kein gefühl für, da sind ab und an dann auch mal 20-30L auf der anzeige, das ist das was mich stört udn was auch gleich 0,1-0,2L im durchschnitt ausmacht.

Zitat:

Original geschrieben von sonntagskind_astra


aber wo bleiben die kreativen neuen ideen? oder sollten wir schon
perfekte fahrzeuge haben? ;-)

Solarzelle auf´s Dach, dann muss der Motor weniger Kraft aufwenden um die Lichtmaschine anzutreiben.

Wirklich neu? Hmm, viel fällt mir da nicht ein. Von Hybrid über Start-Stopp, besserer Aerodynamik oder längerer Übersetzung gibt´s hier und da doch schon auf dem Markt. Ein Toyota Prius zeigt schon ganz gut wo es hingehen kann. Der spart ja nicht nur durch den Hybrid. Vom niedrigen cw-Wert über rollwiderstandsarme Reifen bis zum optionalen Solardach beim neuen Modell ist das schon ein ordentlich gemachtes Gesamtkonzept - zumindest hinsichtlich Spritsparen.

BMW macht auch viel Kleinarbeit, von Lamellen die den Kühler verschließen über die "regenerative" Lichtmaschinenregelung und Co. verbauen die viele Kleinigkeiten die in Summe durchaus effektiv sind.

Letztlich macht es aber meist doch der Fahrer. Kraft kommt immer noch von Kraftstoff und wer die Motorleistung häufig nutzt muss den Motor auch entsprechend füttern. Meinen Astra könnte man mit Schleichfahrt, viel rollen lassen bei max. 100km/h auch unter 5l bekommen oder mit sportlicher Fahrweise über 8l durchjagen.

Gruß Meik

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apropos reibungswiderstände...könnte man nicht diverse bewegliche teile (räder, achsen usw.) magnetisch lagern? damit sänke die reibung auf quasi null...

aber um das magnetfeld aufzubauen brauchts wohl auch wieder zuviel energie...

Hierbei gehts ja kaum um die Reibung in den Lagern, sondern in 1. Linie um die rollreibung zwischen Reifen und Straße.
Deshalb wurde ja auch die Magnetschwebebahn erfunden.

ja genau, aber alle strassen auszurüsten is wohl eher schlecht...der gummi wird wohl noch lange bleiben...
also an anderer stelle möglichst viel reibung sparen...

Stell mal das Auto auf eine Bühne und dreh an den Rädern. Soo gering ist die Reibung im Auto selber nicht. Sind ja nicht nur die Radlager, da kommen Gelenke in Antriebswellen, Zahnräder im Getriebe, Lager im Motor, Reibung der Kolben, Ventiltrieb, ... Schon einiges wo man Verluste reduzieren kann.

Gruß Meik

"....Lager im Motor, Reibung der Kolben, Ventiltrieb, ... Schon einiges wo man Verluste reduzieren kann....."

Eine jetzt schon praktikable Maßnahme:
kleinen Motor mit möglichst wenigen Zylindern wählen.
(ein 3,2L-6Zylinder fällt damit als Sparwunder definitiv aus)

Hallo sonntagskind,

@sonntagskind-Astra:
" ja genau, aber alle strassen auszurüsten is wohl eher schlecht...der gummi wird wohl noch lange bleiben...
also an anderer stelle möglichst viel reibung sparen..."

Da existiert in dieser Richtung des Energiesparens bereits seit über 100 Jahren ein Wunderkonzept:
Fahr mal wieder mit der Bahn.

Auch das Verhältnis Windwiderstand zu Gewicht/Zuladung ist sehr gut.
(Aber leider ist das alles nicht für individuelle Mobilität geeignet. Mit den potentiellen Bremswegen solcher Fortbewegungsmittel wäre wohl auch niemand so richtig zufrieden.)

Gruß
navec

hi,

gestern mal den weg mit klima gefahren.
ging mit ach und krach nur mit 7,6 L.

schnellstes ökologisches tuning: klima aus :-D

klima is genau deswegen auch immer aus. nur im sommer wenns gar nicht anders geht (zu warm/zu feuchte luft draussen)

gut klima macht die luft auch trockener, damit beschlagen die scheiben weniger...aber da kann man auch einfach ein fenster einen kleinen spalt öffnen, wasser kondensiert am kältesten punkt, und der is dann nich die scheibe sondern der spalt ;-)

dann würdest du eine nebelspur hinter dir herziehen ;-D (bitte nicht ernst nehmen:-D)

ich bin eigentlich mit dem 1.6 voll zufrieden, aber wenn die klima brummt, dann brauch er doch zuviel drehzahl udn das kostet halt leider sprit:-(

der gedanke mit der nebelspur kam mir beim schreiben des posts auch :-D

Zitat:

Original geschrieben von sonntagskind_astra


klima is genau deswegen auch immer aus. nur im sommer wenns gar nicht anders geht (zu warm/zu feuchte luft draussen)

Der Einfluss der Klimaanlage ist je nach Fahrprofil recht gering. Bei mir sinds 0,1-0,2l/100km (viel Autobahn). Mehr als

- zügig beschleunigen (3/4 Gas beim Benziner)
- früh schalten (30 -> 3., 40 -> 4 ...)
- vorrausschauend fahren
- Möglichst unter 130km/h bleiben, besser noch unter 120km/h
- Luftdruck in den Reifen erhöhen
- Möglichst wenig Gewicht im Auto rumschleppen

kann man eh kaum machen. Alles andere ist recht aufwendig, bringt aber wenig.

Zitat:

Original geschrieben von -Trigger-


Für einen einzelnen ist ein ECO Umbau natürlich total sinnlos.Leider hat Opel das Thema viel zu spät aufgegriffen, denn wie man sieht wären dafür Käufer da.

Opel hatte mit dem Corsa Eco nen sparsamer gemachten Benziner, dessen Automatik früh hochschaltete, mit schmaclen Leichtlaufreifen, Tieferlegung und Unterbodenverkleidung...wollte damals (2001) nur kaum einer haben...und der 1.7DTI ECO beim Astra G war auch das gleiche nur eine Stufe größer, sogar mit Gewichtsersparnis beim Lenkrad und anderen Teilen. Hat sich trotzdem nicht verkauft.

In Deutschland kommt erst etwas in Mode, wenn "VW" draufsteht oder es anbietet. 🙄

Stimmt nicht immer:

Der mittlerweile 10 Jahre alte 3L-Lupo war auch kein Verkaufsschlager, obwohl bei dem nun wirklich ernsthaft etwas verändert wurde. Der fuhr aber nicht besonders angenehm und war sehr teuer.

Ein paar Angaben:
CW-Wert von 0,29 für einen Kleinstwagen!
Automatisches Schaltgetriebe

Leichtbautechnik (Alu und Magnesium),
dünneres Glas für die Scheiben
Superschmale Leichtlaufreifen (mit ebenfalls superschmaler Bremswirkung...)
(=Gewichtsersparnis 150kg bei einem Kleinstwagen!)

Da tendiert das, was Opel bei den Eco-Flex-Dingern verändert hat, ziemlich gegen Null. Außerdem wird die alte Weisheit "Was nichts kostet, ist auch nichts" mal wieder bestätigt.

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