nach Vollgas merke ich leichte Unsicherheit im Fahrwerk
Hi,
bei vielen Autos bemerke ich eine leichte Unsicherheit, wenn ich nach einer Vollgasfahrt 100% vom Gas gehe (wenn auf 120 oder so beschraenkt wird), ohne zu bremsen.
Es ist so minimal, dass die meisten das im Popo wahrscheinlich gar nicht merken wuerden, aber vielleicht habt ihr das auch schon gemerkt.
Deutet das auf irgendein verschlissenes Teil hin oder ist das bei der Antriebsart voellig normal? Bei Vollgas treiben die Raeder ja noch an und es fuehlt sich wie "auf Schienen" an, und wenn man vom Gas geht, ist der Antrieb ja deutlich geringer.
Danke schon mal.
13 Antworten
Servus,
Ich kenn den effekt, und denke mal das ist weitgehend normal. Zum einen wird beim abrupt vom gas gehen der kraftfluss umgekehrt - der motor schiebt nicht mehr das auto an, sondern der schwung des autos schiebt den motor an (bei schubabschaltung). Dabei wird natürlich die belastung im fahrwerk komplett geändert.
Abgesehen davon wird bei längsmotoren sowieso ein antriebsrad entlastet, da der motor durch seine rotation ein drehmoment um die längsachse des fahrzeugs bewirkt.
Beides faktoren die bei einem abrupten lastwechsel durchaus bemerkt werden können...
Kann durchaus sein dass das mit neuen motor und getriebelagern besser wird, aber ganz weg wirst du das nicht kriegen, wenn du darauf geeicht bist solche minimalen effekte zu erspüren. 😁
Gruß
die Motorlager hatte ich sogar schon mal erneuert, aber nicht deswegen; der Motor "schlug" bei Lastwechsel ordentlich (*klong*).
Danke fuer deine Erlaeuterung.
Das Phänomen ist ja nicht neu, es ist der Spagat bzw. Kompromiss zwischen sportlich hartem Fahrwerk und Sänfte mit "weichem" Fahrwerk.
Gruss
ich denk auch,dass da entweder was mit antriebsaufhängung oder vielleicht sogar hilfsrahmenlagerung net mehr astig is & somit bewegung ins auto kommt ?!
an meinem B4 hab icheiogentlich alles komplett bis auf hinterachslagerung neu gemacht,der liegt sogar noch fast satter als der audi 90 mit sportfahrwerk,da weiss ich schon,was als nächstes dran kommt 🙂
domlager & stossdämpfer sind noch offen,kommt nächsten monat,in verbindung mit den neuen eibach-federn dürft der fahren,wie neu,nur besser 🙂
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Hallo Schipplock,
bei meinem neu gekauften B3 1,9E (5/1987) gab es beim Gas-Wegnehmen
(aus hohen Geschwindigkeiten) auf der Hinterachse ein schwammiges sehr
unangenehmes Schaukeln.
Nach einer Probefahrt durch einen Werkstechniker (VW Wolfsburg) wurde damals
von ihm ein Tausch aller vier Stoßdämpfer (härtere?) angeordnet. - Danach blieb
mein B3 "in der Spur" 🙂😁😁!
Gruß vom Harz!
Dacon
ich hatte bis ca. 250tkm das erste Fahrwerk verbaut. Das war sehr gefaehrlich; besonders auf der Autobahn. Man hat eigentlich nur gegengelenkt; bei 130. Mit dem H&R, was ich dann eingebaut hatte, wurde es natuerlich viel besser und auch optisch sieht es nun etwas besser aus, weil 4cm tiefer. Jetzt kann man einhaendig bis Tachoende fahren, ohne gleich einen Schweißausbruch zu bekommen.
Ich hatte hier aber kein "aus der Spur kommen" thematisiert. Dass alte Fahrwerke toedlich fuer das Handling sind, ist ja nichts neues. Abgesehen davon gehoeren zum Fahrwerkstausch deutlich mehr Komponenten als nur Stoßdaempfer.
Das Handling meines alten Boliden ist allgemein sehr gut. Ich habe selbst mit dem neueren W203 meines Vaters ein schlechteres Gefuehl, als der erst 26tkm gelaufen hat; in Kurven allerdings "rockt" der die alten Fahrwerkskonstruktionen allerdings "weg" 😉.
Ich interessiere mich aber immer mehr fuer die Technik meines Autos, weil ich es eben lange fahren moechte und es dabei zu verstehen empfinde ich als Vorteil.
Wie in meinem ersten Link gepostet ist bei dir mit ziemlicher Sicherheit ein Stoßdämpfer Problem für dein beschriebenes Verhalten verantwortlich. das sind klassische Lastwechsel-Reaktionen.
Wechsel mal die Dämpfer und du wirst es sehen!
Gruss
die Daempfer sind so gut wie neu 🙂. Aber wer weiß...vielleicht hat sich einer durch die "tollen" Straßen hier ja beschaedigt; wer weiß.
ich hab das mal mit dem alten Fahrwerk bei der Dekra kostenlos pruefen lassen. Leider sind die Pruefinstrumente nur "halb gut". Nach meinem "Standard" waeren viele Fahrwerke schon schrott, die bei der Dekra noch als "gut" durchgehen.
Mein 250tkm altes Fahrwerk ist e.g. durch jede HU gegangen, weil kein Oel mehr zu sehen war und niemand die Daempfer pruefte. Nur bei sichtbarem Oel (bei den alten Oeldaempfern) bemaengeln sie es. Nur ganz selten testen sie die Daempfer. Die Daempfer waren aber bereits bei 199tkm hinueber.
Oft liegt es auch an der Spureinstellung. Ich hab die Einstell werte eines 80iger nicht im Kopf, aber es dürfte so bei + 10´+- 10´ Vorspur sein. Beim beschleunigen oder wenn das Fahrzeug am Gas hängt, ist Vorspur in Richtung +20´kein Problem, ja sogar besser im Geradeauslauf.
Nur wenn das Fahrzeug in den Schubbetrieb kommt, ist eine Einstellung nahe 0 Vorspur wieder besser.
Dein Popometer arbeitet sehr feinfühlig, die meisten merken das garnicht.
gruss Peter
Es ist ja schon etwas laenger her, aber ich wollte euch zumindest das Ergebnis mitteilen.
Die Spur war verstellt 😉. Ich habe mir die Reifen angesehen und vorne war einer stark an der Innenseite abgenutzt. Ich habe dann die Spur einstellen lassen, was ja so gut wie nichts kostet bei dem einfachen Fahrwerk und seit dem bleibt er auch nach "Gas wegnehmen aus hohen Geschwindigkeiten" ruhig.
Ich wunderte mich etwas, weil ich nie ueber einen Kantstein fahren wuerde und auch nicht bin, aber dann ist mir eingefallen, dass ich vor nicht allzu langer Zeit einen relativ dicken Ast auf der Straße ueberfahren hatte und danach dann mein Schutzblech an der Bremsscheibe verbogen war, obwohl es so gut wie keinen Laerm gab. Offensichtlich war der Ast doch etwas destruktiver als ich dachte 🙂.
Danke fuer die vielen Hinweise und Erklaerungen.