Muss Motor " freifahren " sein ? Oder ist das ein Mythos ?

Hallo,

ich habe mal ein Frage. Es gibt ja einiges was man machen kann, um einen Motor möglichst lange leben zu lassen:

- regelmäßige Ölwechsel inkl. Filter im vorgegebenen Zyklus oder früher
- nicht kalt über 2000 Umdrehungen fahren
- entsprechende Wartungen machen ( Zahnriemen etc. )
- nicht zu hoch drehen
- Langstrecke besser als Kurzstrecke
etc. etc.

Das wird alles auch so gehandhabt. Zudem fahre ich eigentlich immer sehr moderat, u.a. auch deswegen, weil das Tempolimit es auf meiner "Hausstrecke" nicht anders zulässt. Der Wagen ist ein Benziner und hat ohnehin nur 101 PS und keinen Turbo. Insofern sowieso keine Rennmaschine ;-)
Ich fahre also selten über 3500 / 4000 Touren. Bei Tempo im 5.Gang 100 liegen ca. 3000 Touren an.
Zudem versuche ich immer so gleichmäßig wie möglich zu fahren, starkes Gas geben und bremsen kommtr deswegen selten vor. Beim Überholen fallen auch mal 130-140 kmH vor, aber im Normalfall wird der Wagen nicht schneller bewegt. Ölverlust habe ich bei dieser Fahrweise so gut wie gar keinen.

1 x Jahr geht es auf eine längere Tour Richtung Osten, und da dort "Off Limit" ist und die AB immer frei ist, ist das so ungefähr die einzige Gelegenheit, bei der ich den Wagen auch mal "ausfahre" - da die Höchstgeschwindigkeit aber eh nur bei 18 kmH liegt, heißt "ausfahren" also nur Tempo 170-185.
Dann kann es sein, dass ich danach schon mal 0,5 Liter nachfüllen muss.

Jetzt die eigentliche Frage.

Oft wird ja behauptet, dass ein Motor ja auch manchmal "freigeblasen" werden muss. Stimmt das ? und wenn warum ? Schwebstoffe und Dreck verbrennen ? Wird es bei Tempo 120 nicht sowieso heiß genug dafür ? Ist es anzuraten ? Wenn ja, mit welchem Abständen ? Ist vielleicht eher schädlich ?

Wenn man immer moderat und gleichmäßig fährt und dazu zu 99% nur Langstrecke ( 50 KM einfache Strecke täglich ) fährt, dann sollte sich ein Motor doch eigentlich weniger "abnutzen" als wenn er stärker beansprucht wird, oder ?

Fragen über Fragen ;-) Über Antworten freue ich mich

Gruss
E

Beste Antwort im Thema

Zitat:

Original geschrieben von Elchtest2010


ok, mal anders gefragt.
Wenn man sowieso nur ABahn fährt ( und dort eher selten über 120 ), ist es dann noch nötig den Motor dann und wann "auszufahren" oder ist das eh hinfällig, weil man sowieso fast nie in der Stadt oder Kurzstrecke fährt ? Ist das "freifahren" dann wirklich von hoher Drehzahl abhängig, oder ist es dem Motor egal wenn er wie gesagt zu 99% auf der AB bewegt wird ?

Bei deinem Fahrprofil hält der Motor 'ewig', ganz ohne pubertäres "Freibrennen". Ständige Langstrecken bei 100 - 120 km/h sind ideal, da verkokt nichts. Die Motoren werden für den Weltmarkt entwickelt, wo überall langsam gefahren wird, mit der einzigen Ausnahme Deutschlands. Will hier jemand behaupten, daß die Motoren überall sonst wie die Fliegen sterben, weil sie nicht "freigebrannt" werden.

Bei viel Stadtverkehr sieht's etwas anders aus. Aber solange es dir nicht um die letzte Zehntelsekunde beim Sprint von 0 - 100 km/h geht, ist auch das kein Thema. (Lediglich der häufige Ölwechsel.)

Ironie an:
Ob der Motor bei deinem Fahrstil verkokt, hängt ausschließlich vom Fahrer ab. Im Alter von 12 - 16 Jahren, und bei allen, die auf dieser Stufe stehen geblieben sind, verkokt die Kiste schon nach zwei Tagen. Bei allen anderen nicht.
Ironie aus.

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Jetzt wo du es sagst, ...am P11 hab ich damals auch ein paar Sachen gefunden die von Valeo waren.

Mal abgesehen vom lustigen Franzosen-Bashing: es könnte schon etwas daran sein, dass deutsche Autos eher die von Euch empfohlene Vollgas-Behandlung lieben (vielleicht sogar brauchen?) als die aus unserem westlichen Nachbarland.

Leider ist man mit der empfohlenen Fahrzeugpflege in vielen Ländern Europas damit schnell den Führerschein (und das Geld für ein deutsches Qualitätsprodukt) los. Wohingegen man selbst in Deutschland eigentlich ganz gut ohne Ausreizen der erlaubten Höchstgeschwindigkeit von einem Ort zum anderen kommt.

Ich würde jedenfalls von einem Volvo erwarten, dass er maximal 110km/h als Dauergeschwindigkeit verträgt (oder wie schnell darf man heute in seinem Heimatland fahren?)

Also ich würde von hier verkaufen Fahrzeugmodell das es Vollgasfest ist. Egal wer es gebaut hat.
Ebenso verkoken die Ventile bei jedem Fahrzeug, egal wer den Motor entwickelt hat.

die Amis nehmen Autonbahn testet als Qulitätsmerkmal

Also von meiner Seite her war es ja nun kein Franzosen-Bashing. ^^
Ich würde Vollgas nicht wirklich als Pflege betrachten, entweder man macht es oder eben nicht. Ich fahre halt gerne schnell.
In Deutschland darf ich so schnell fahren und damit hat der Motor und der ganze Rest das auszuhalten, egal ob da Renault, BMW oder Lada drauf steht.
Deine 110 kmh halte ich für zu niedrig angesetzt, 200 muss der auch abkönnen. 😁

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Also wenn ich keine der Marken die ich schon hatte und an denen mal was kaputt gegangen ist wieder kaufe dann bin ich am laufen! 😁

Ich dachte das mit dem "freifahren" ist fuer alte Diesel und 2 Takter aus den 50ern???

Gruss, Pete

Ich hatte das mehrmals mit meinem alten Honda Jazz (1.3 i-DSI) getestet.

Ergebnis: dem ist alles scheiß egal. War fast ein Jahr lang nur kurzstrecken in der Stadt gefahren -> keine Verschlechterung der Leistung oder sonstwas gemerkt. Danach fast 200km am Stück Vollgas kurz vorm Begrenzer gefahren, der Tank war nach der Strecke ürbigens fast komplett leer. Hatte einen Verbrauch von 18l bei der Aktion.

Das hatte auch nichts verändert. Keine höhere Leistung oder ruhigeres laufen (der Motor lief sowieso immer flüsterleise). Der Ölverbrauch ist während der 6 Jahre, die ich das Auto hatte um keinen ml gestiegen, obwohl der Motor relativ oft den Begrenzer gesehen hat (jugendlicher Leichtsinn ftw.). Negative Auswirkungen gab es also auch nicht. Aber das war ja auch ein Honda...*duckundweg*

Zitat:

Original geschrieben von Kawaman1974


hier habe ich lediglich ein pdf zum thema "kurzes autoleben"

vielleicht hilft das irgendwie weiter😁

Wenn nichts anderes zur Hand, kommt für die Tankinnenbeleuchtung auch ein Feuerzeug in Betracht? 😁

Zitat:

Original geschrieben von Elchtest2010


ok, mal anders gefragt.
Wenn man sowieso nur ABahn fährt ( und dort eher selten über 120 ), ist es dann noch nötig den Motor dann und wann "auszufahren" oder ist das eh hinfällig, weil man sowieso fast nie in der Stadt oder Kurzstrecke fährt ? Ist das "freifahren" dann wirklich von hoher Drehzahl abhängig, oder ist es dem Motor egal wenn er wie gesagt zu 99% auf der AB bewegt wird ?

Bei deinem Fahrprofil hält der Motor 'ewig', ganz ohne pubertäres "Freibrennen". Ständige Langstrecken bei 100 - 120 km/h sind ideal, da verkokt nichts. Die Motoren werden für den Weltmarkt entwickelt, wo überall langsam gefahren wird, mit der einzigen Ausnahme Deutschlands. Will hier jemand behaupten, daß die Motoren überall sonst wie die Fliegen sterben, weil sie nicht "freigebrannt" werden.

Bei viel Stadtverkehr sieht's etwas anders aus. Aber solange es dir nicht um die letzte Zehntelsekunde beim Sprint von 0 - 100 km/h geht, ist auch das kein Thema. (Lediglich der häufige Ölwechsel.)

Ironie an:
Ob der Motor bei deinem Fahrstil verkokt, hängt ausschließlich vom Fahrer ab. Im Alter von 12 - 16 Jahren, und bei allen, die auf dieser Stufe stehen geblieben sind, verkokt die Kiste schon nach zwei Tagen. Bei allen anderen nicht.
Ironie aus.

Zitat:

Original geschrieben von Elchtest2010


Oft wird ja behauptet, dass ein Motor ja auch manchmal "freigeblasen" werden muss. Stimmt das ? und wenn warum ? Schwebstoffe und Dreck verbrennen ? Wird es bei Tempo 120 nicht sowieso heiß genug dafür ? Ist es anzuraten ? Wenn ja, mit welchem Abständen ? Ist vielleicht eher schädlich ?

Bei einer längeren Fahrt mit Tempo 100 bis 120 wird der Motor innerlich sowieso wieder "sauber". Freifahren muss man auch nicht jedes Fahrzeug. Ein Viertakt - Ottomotor verrußt kaum, nur bei Kurzstreckenmotoren kann man nennenswerte Ablagerungen finden, weshalb das auch die einzigen Motoren sind, die vom Freifahren nennenswert profitieren. Anders sieht es bei Zweitakt - Ottomotoren und Turbodieselmotoren aus.

Erstere gibt es zum Glück ja nicht mehr neu, Zweitere schon. Turbodiesel koken gern mal zu, vor allem die Verstellmechanik vom Turbolader (VTG), Abgasrückführung, Oxikat und Rußfilter. Hier kann ein schonendes Freifahren einiges bewirken. Allerdings ist es schädlich, wenn man nach einer längeren Zeit im Kurzstreckenbetrieb gleich voll auf´s Gas steigt, vor allem beim Ottomotor. Dort sammelt sich nämlich allerlei Unrat im Öl an (Benzin, Säuren, Wasser), der die Schmierfähigkeit herabsetzt.

Ab und zu Vollgas hat schon positive Folgen.
Habe ich an mehreren Fahrzeugen beobachtet... z.B der damalige Astra F meiner Ma... die ist damit nur Kurzstrecke zum Einkaufen gefahren... der war ziemlich lahm mit seinen 60PS... nachdem ich den mal 70km nach München und zurück Vollgas geprügelt hab war er deutlich "schneller" und meine Ma meinte er Verbraucht nicht mehr soviel.

Wenn man einen Motorschaden durch eine Vollgasfahrt erleidet... dann bestand bereits zuvor ein Schaden am Motor.
Man kann die Drehzahl ja langsam immer wieder bis zum maximum erhöhen.

Meine aktuelle Erfahrung beim Vectra C mit dem 1.9CDTI... öfter Vollgas lässt den Wagen mit der Zeit "schneller" werden in der Vmax...
Das AGR bedankt sich auch, das lässt nämlich keine Abgase mehr zurück beim Vollast... ergo... weniger Ruß der sich im Motor festsetzen kann....durch die Hohe Drehzahlen können sich einige Teile am und im Motor durchaus etwas "reinigen".

Achja...120 ist z.B bei meinem Diesel Teillast...das heisst das AGR leitet noch Abgase und somit auch Ruß zurück in den Motor...da wird nich viel frei... eher zu!

Zitat:

Original geschrieben von Provaider


Also ich würde von hier verkaufen Fahrzeugmodell das es Vollgasfest ist. Egal wer es gebaut hat.
Ebenso verkoken die Ventile bei jedem Fahrzeug, egal wer den Motor entwickelt hat.

die Amis nehmen Autonbahn testet als Qulitätsmerkmal

Das ist nur Marketing. Die haben Teststrecken in New Mexico und Arizona um Hochstgeschwindigkeit in extremer Hitze zu machen.

Das gleiche wird in Montana umd Minessota gemacht im WinterFahrzeuge in Scandinavien sieht teilen sich die Fahrzeuge die Plattform mit einem EU Model / Hersteller. Dies hat den Vorteil der einfachen Auswertung und Wartung, sowie der Irrefuhrung der Presse.

Rudiger

Jeder Motor profitiert von einer gut warmgefahreen last fahrt.
Motor warmfahren ~40 km, dann die Motorleistung steigern. Da brennst sich einiges frei.
Rudiger

Wenn ich das richtig in Erinnerung habe heißt "freifahren" nicht, dass man eine habe Stunde Volllast fährt.
Da fangen viele Motoren an überfettet zu laufen oder zu rußen.

Besser soll es wohl sein einen Gang kleiner zu wählen und dann mit ca. 75% der Max-Drehzahl zu fahren.

Bei Volllast hat man auch noch maximale Drücke auf allen anderen Teilen, Motorlager, Getriebe, Differential. Warum soll man den Rest vom Fahrzeug unnötig strapazieren?

Habe auch das Gefühl, dass ein Auto nach einer längeren Strecke freier durchatmet.

H.

In welchem Gang ich jetzt Vollgas fahre spielt keine große Rolle...
Verschleiß ist da - keine Frage... aber ein Auto ist da um gefahren zu werden... auch mal Vmax!

Und überfetten und rußen!?
Wenn das bei dir der Fall sein sollte stimmt mit deinem Motor was nicht - das ist das was ich vorhin meinte... wenn alles Ok ist am Auto macht Vollgas garnichts.

Ich prügel meinen auch regelmäßig mit Vmax über die AB und da ist kein Ruß oder zu fetter Lauf und auch sonst keine Probleme.
Öl verbraucht er auch keinen einzigen Tropfen.

Eben KEIN vollgas beim freifahren.

Gerade aufgeladene (Benzin-)Motoren spritzen bei hoher Last mehr Kraftstoff ein um die Verbrennung nicht zu heiß ablaufen zu lassen. Mehr Kraftstoff kühlt die Verbrennung sogar ab.
Und den Ruß (z.B. bei Dieseln) sieht man nur nicht mehr - das heißt nicht, dass er nicht entsteht.

Das ein Auto Vollgas abkönnen sollte bestreite ich nicht im geringsten. 🙂

Auch ein Motor der kein Öl verbraucht (anhand des Messstabes) verbraucht etwas Öl - es wird aber durch Schmutz- oder Kraftstoff-Eintrag in das Öl wieder ausgeglichen.
Meiner braucht so gesehen auch kein Öl.

H.

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