Motorsystemreinigung nach langer Standzeit

BMW 3er E36

Kurze Abschweifung, der grund warum ich zu nix komme liegt an einem E30 Touring. 320 der seit 6 Jahren in einer Tiefgarage steht und nun "betüdelt" werden darf.

Zum E36. Nach meiner Temperatur Odysee habe ich mir den Deckel zum nachfüllen des Öl´s angesehen und bin wenig glücklich. Er wurde wenig gefahren und wenn dann nur Kurzstrecke. Für den 6 Ender Gift. Es gibt Ablagerungen die mir nicht gefallen.

Frage: Welche Möglichkeiten habe ich das nennen wir es mal "zähflüssige" Öl heraus zu bekommen? Soll ich einfach ein paar Ölwechsel samt Filter in 1000 km Abständen durchführen? Oder gibt es eine Flüssigkeit die den Motor von innen reinigt? Ich wäre ja eher für 3 bis 4 Ölwechsel in kurzen Abständen mit einem entsprechenden Öl das ihr mir nennt.

Ich bevorzuge Öl weclhes in den Mitte 90er Jahren Werksseitig verfüllt wurde. Warum? Weil das Auto aus dieser Zeit ist und der Motor auf Basis der damaligen Technologie mit den damaligen Schmiermittel konzipiert wurde.

22 Antworten

Es gibt Motorspülungen von verschiedenen Herstellern. Die einen schwören darauf, andere lehnen es ab. Dann spüle doch den Motor mit günstigen 5W40 Öl 1-2 mal in kurzen Abständen. Wichtig würde ich nur erachten, das gerade jetzt im "Winter" der Motor richtig warm und auch mal Langstrecke zwischen den Wechseln gefahren wird. Wenn du richtig Ölkohle im Motor hast, wird das eh nicht so schnell und wenn überhaupt verschwinden.

Bissl. bringen die was.

Aber man muss auch aufpassen.

Lösen sich durch das Produkt große Placken Verkrustungen können die sich an falscher Stelle absetzen bzw. was verstopfen und so den Motor zerstören.

Also kommt es nicht nur auf das Produkt sondern auf den tatsächlichen Zustand innen vom Motor an.

Der Ölkreislauf ist so konzipiert , das die Bewegungsstellen geschmiert werden , der kann nicht mal gerade eben den Ventildeckel abstrahlen .
Da , rein Physikalisch , alles verdamäpfende/kondensierende , nach oben Steigt bzw. nach unten tropft , werden innerhalb des Motorgehäuses , wenig Ablagerungen zu finden sein .
Du könnstest den Ventildeckel runter nehmen , dann kommst du an Deckelinnenseite und Nockenwellentrieb ja auch so dran . Mit einem Pumpzerstäuber ,mit Diesel absprühen , dann Lappendrüber und mit Druckluft abblasen . Dann würde ich einen Ölwechsel machen und und nach dem ersten Warmlaufen gleich noch mal tauschen , damit kein Diesel mehr im Öl ist .
Dann eine Stunde mit mindestens 3000 u/min , danach nochmal , dann sollte es gut sein .
Ich würde auch die kühlflüssigkeit tauschen , in diesem System gibt es auch Korrosion , weil die KF ihren Korrosionsschutz mit der Zeit verliert ,

Och, du denkst das es nur oben Ablagerungen geben kann?
Was ist mit unten?

Der Schlamm/die Verkokungen können überall sitzen.

Klar sitzen die nie direkt an den gleitenden Teilen aber oft direkt daneben.

Ich hatte mal einen Motor der sah echt geöffnet lustig aus.

Wer bock hat sucht sich bei YT mal ein paar Filmchen von so Motorenschmieden raus. Da gibt es einiges zu sehen.

Bild ist nur mal ein Beispiel wie das aussehen könnte. Und so sah das bei dem von mir genannten Motor auch aus.

Img-3438resizedwjjbx
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Es ist die Frage , ob man diesen Schlamm ,´´Brocken´´ , tatsächlich in den Ölkreislauf spülen will .
Die müssen dann überall mit durch , und Kapitain Lueck hat da ja auch schon drauf hingewiesen .
Tatsächlich werden diese Ablagerungen auch bei keinem Motor entfernt , die sind halt da , und stören nicht unbedingt .
Die werden ja auch nicht wie Tropfsteine , stetig grösser .
Bei der Standzeit ist ja auch kein zusätzlicher Drecke reingekommen , es kann lediglich durch Kondensat und Korrosion etwas Schmodder entstanden sein.
aber , ich will nun hier nicht aufspielen , die Hege und Pflege des Autos ist ja auch geliebtes Hobby , und wenn man da mal bisl übertreibt , dann ist es ja nicht schlimm, es macht ja auch Spaß 🙂

Moin.
Vielen Dank für euer Wissen. Ich hoffe ja nicht das mein Motor so aussieht wie auf dem Bild. Wenn ich den Schraubdeckel am Ventilddeckel abnehme und hinein schaue sieht das alles noch sehr gut aus, ist aber nur ein Minibereich den man einsehen kann. Der Deckel selbst weißt minimale Ablagerungen auf. Ich mache da mal ein Bild von.
Motoröl wurde regelmäßig gewechselt. Bei jedem zweiten mal auch der Filter. Der Motor hat jetzt 156000 km runter. Der 6ender hat eine wunderschöne Laufruhe. Anhand eurer Aussagen wäre mein Weg folgender:

Öl raus, Filter raus. neu rein. Ventildeckel runter schauen wie es aussieht und entsprechend reinigen. Wenn keine Ablagerungen zu sehen sind, was ich hoffe, Deckel mit neuer Dichtung wieder drauf, Motor warm fahren wie oben beschrieben mit Autobahnfahrt etwa eine Stunde, dann Öl wieder raus, Filter raus und beides neu.

Sollte eine Reinigung oben nötig sein wird diese natürlich zuerst gemacht bevor neues Öl samt Filter rein kommen. Die alte Suppe kann ja schon mal raus tropfen :-)

Da man leider so einfach nicht in den VD reinschauen kann, kann das schon sehr täuschen.

So auch den von mir inspizierten Motor. Öldeckel sah ok aus, VD und darunter aber ganz und gar nicht.

Um halbwegs sicher zu gehen sollte man vielleicht doch besser unter den VD schauen.

Ich war für meinen Teil doch sehr überrascht was ich da sah, war nicht gut.

Hilft da eventuell so eine mini - Kamera ??

Kannst ja mal versuchen ob du da durch kommst und auch was siehst.

Aber oft sind die VDD und Schachtdichtungen lange nicht gemacht und daher eh schon total verhärtet und könnte neu.

Das angekündigte Bild. Es sieht dann doch schlimmer aus als ich anfangs dachte. Meiner Meinung nach. Beim Weg habe ich mich für eine etwas andere Variante entschieden. Habe heute bei meinem örtlichen Teilehändler von liqui moly ein Reinigungsmittel für innen gekauft. Ein Ölfilter kommt morgen. Ich bestelle dann noch online eine VDD und dann Plörre rein, 1std fahren, Öl mit Liqui Plörre raus, Filter ab, Deckel runter, alles fein machen, Deckel mit neuer Dichtung drauf, frisches Öl rein plus Filter und eine Tankfüllung fahren. Danach erneut Ölwechsel samt Filter und dann denke ich ist das gut.

20230104

Andere Frage. Seit ihr auch fit in Sachen E30? Es geht um die Wiederbelebung eines E30 Touring. 320i. Ich musste den Eigner ein wenig in seiner Euphorie bremsen den Karren nach 6 Jahren inne Tiefgarage einfach so zu starten. "ja aber ich hab doch damals" . Ja genau das war dein Fehler. Egal. Nun sind wir soweit nachdem der gute aus der Tiefgarage raus ist, ihn vorsichtig wieder zu beleben. Wir müssen den Tank und die Spritleitungen leer machen, Öl raus, Filter ab, neu dran und rein. Sollte man auch hier mit einem Reinigungsmittel arbeiten? neue Kerzen etc sind natürlich Pflichtprogramm. Der Karren ist schon lecker. Diamant schwarz metallic, schwatte Rücklichter, M Technik Lenkrad, Sportsitze etc. Hab ihm gesagt das ich ihm den Wagen abkaufen möchte. Er ist da noch nicht soweit.

Zitat:

@krone-1 schrieb am 4. Januar 2023 um 18:11:16 Uhr:


Das angekündigte Bild.

So sah mein Öldeckel auch aus, als ich den 328i vor 15 Jahren mit 55 tkm kaufte. Und so sieht er heute, mit 125 tkm, immer noch aus. Trotz regelmäßiger Wechsel ausschließlich freigegebener Öle und völliger Abwesenheit von Kurzstrecken.
Das Auto ist übrigens von 1999 und der Motor noch nie geöffnet.

Von der Spülung mit irgendwelchen Reinigern rate ich ab. Die beseitigen vielleicht oberflächlichen Dreck im Motor, greifen aber auch alle Dichtungen an.
Wenn davon auszugehen ist, dass das Auto vor dem Abstellen normal lief, würde ich das alte Öl ablassen, den Filter erneuern, irgendein neues Öl einfüllen und nach ein paar hundert Kilometer nochmal auf eines mit BMW-Freigabe inkl. neuem Filter wechseln.
Aufs Geratewohl alles auseinanderbauen, nur weil hier jemand ein Foto von einer völlig verwahrlosten Karre gezeigt hat, würde ich nicht.

Nicht ganz richtig.

@krone-1
Der Öleinfülldeckel an meinem ehemaligen 320i sah noch nie anders aus.....mit 103tkm gekauft und 15 Jahre später mit 400tkm beim Verwerter abgegeben....niemals n Motorschaden gehabt,keine neuen Motorinnereien,nix.

Sehe da keine Notwendigkeit für ne Spülung.

Nimm ordentliches Öl her,fahr ihn sanft ein und gut is.....

Wir hatten hier auch mal so nen Oberschlauen,der nen 320er mit unter 100tkm gekauft hatte und ihm direkt bei der ersten Fahrt nach Oma-Besitz und kaum Drehzahl eine aufn Kopp gegeben hat.....hat der Motor nicht überlebt.....wäre er sanfter vorgegangen würde der Karren wohl heute noch laufen.....

Greetz

Cap

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