Motorschaden nach Schwarzarbeit 535i f10
Hallo zusammen,
Ich möchte euch mal von meinem Trauma der letzten Wochen erzählen.
Vorab ich hatte einen bmw 535i f10 mit mhd Software Stage 2. scheckheftgepflegt, Ölwechsel alle 10tkm. Alle notwendigen Umbauten für Stage 2 gemacht (Ansaugung neu, catless downpipe, Alu chargepipe und Wagner ladeluftkühler). Hatte zum Schluss 126tkm auf dem Wagen und habe regelmäßig datenlogs gemacht, in denen alle Parameter die durch die Software verändert wurden gut waren.
Jetzt meine Leidensgeschichte: Ich habe das Auto vor einen Monat auf Empfehlung von einem Kollegen in eine Werkstatt gegeben um paar Kleinigkeiten schwarz zu tauschen. Keilriemen, Zündkerzen, zündspulen, blow Off Ventil und ölfiltergehäuse.
So schön so gut. Auto abends hingebracht ohne Leistungsverlust, Fehlermeldungen, ruckeln oder sonstige Auffälligkeiten. Am nächsten Morgen hat der Serviceberater das Auto noch in die Werkstatt gefahren und laut ihm auch alles normal gewesen. Daraufhin hat der Mechaniker die Teile getauscht und das Auto gestartet. Als der Motor lief bemerkte er dann, dass er klackert und hat ihn direkt ausgemacht. Ich wurde kontaktiert und mir wurde von dem klackern erzählt.
Daraufhin bin ich direkt am gleichen Tag noch hin und hab mich mit denen unterhalten. Für den Mechaniker war natürlich klar, dass der Fehler bei mir liegt, was im weiteren Verlauf der Geschichte meines Erachtens immer unrealistischer wird. Obwohl es eigentlich von vorne raus schon unrealistisch ist, dass ich dran schuld bin.
Nächster Schritt war dann das Auto in eine andere Werkstatt zu geben, die den Motor aufmachen und schauen was Sache ist. Motor wurde aufgemacht und es wurde festgestellt, dass bei allen 6 Zylindern der kreuzschliff weg ist. Und das ist meiner Meinung nach ein Schaden, der sich beim fahren durch Fehlermeldungen, ruckeln, Leistungsverlust bemerkbar gemacht hätte. Außerdem habe ich noch Videos 2 Wochen vor dem Werkstattbesuch morgens beim Kaltstart (man hört keine Auffälligkeiten) und eine Autobahnfahrt bei der ich von 140 auf 260 durchbeschleunige. Auch ohne Probleme.
Außerdem muss ich ergänzend sagen, dass ich das Auto immer penibel warm und kalt fahre.
Meine Vermutung ist, dass beim Wechsel des ölfiltergehäuse, das System nicht richtig entlüftet wurde und der Motor trocken lief, was auch den gleichmäßigen Schaden an den zylinderwänden erklären würde.
Falls ihr noch Ideen habt oder mir Tipps geben könntet, wie das passieren konnte und wie ihr jetzt vorgehen würdet wäre ich euch sehr dankbar.
Und zum Thema Schwarzarbeit braucht sich auch keiner äußern. Ist bei mir bis jetzt immer gut gegangen, aber aus dem Fehler habe ich definitiv gelernt und werde es nie wieder in Betracht ziehen.
53 Antworten
Moin,
ich bin etwas verwundert über den Verlauf dieser Geschichte.
Wer einen getunten Motor nutzt sollte sich darüber im klaren sein, das selbst bei offiziellen Arbeiten in einer Niederlassung die Beweislast bei Motorausfall zunächst mal auf Seiten des Eigners liegt.
Am Motor wurden unterschiedliche Arbeiten vorgenommen, ein Ölwechsel aber z. B. in der Beschreibung nicht erwähnt.
Das ist aus meiner Sicht ein wichtiges Detail, denn Ölfilter und Filtergehäuse kann man auch wechseln, ohne das Öl abzulassen.
Dann gab es Geräusche und der Motor wurde abgestellt.
Welche Mapnahmen wurden dann von wem unternommen, um den Motor wieder in Betrieb zu nehmen?
Kompression Null auf allen 6 Zylindern ist für mich eine eher unmögliche Diagnose. Ventile auf allen Zylindern durch Ölfilterwechsel und Zündkerzentausch krumm? Na, das geht wohl so nicht auf...
Wenn der Kopf runter ist genügt es, ihn umzudrehen und Kraftstoff in die Brennräume zu füllen, bei undichten Ventilen läuft der durch. Dann kann man durch Ventilausbau klären, ob die Sitze verbrannt oder die Ventilschäfte verbogen sind.
Und jetzt wird eher nebenbei schon der Zustand der Lagerschalen abgefragt (?)
Hat denn die Folgewerkstatt einen Auftrag, den Motor auszubauen und komplett zu zerlegen?
Danach gibt es für mich dann nur noch Neuaufbau oder Motor verschrotten.
Das wird eine teure Geschichte und möglicherweise wird der Fehler, der jetzt das Anspringen verhindert mit der Zerlegearbeit gar nicht lokalisiert.
Gruß
Pendlerrad
Zitat:
@Dominick1992 schrieb am 8. Dezember 2024 um 18:11:34 Uhr:
Also entweder erzähltst du Stuss oder du lügst bewusst.
Null Kompression und läuft noch? Nicht möglich!
Keine Fehler im Speicher aber er soll nicht (richtig) laufen? Sehr unwahrscheinlich, aber dank MHD-Müll und Co bestimmt möglich. Die überschreiben gerne wichtige Informationen um für den User einen leeren Fehlerspeicher zu generieren.
Lese meine Nachricht doch richtig anstatt mir was vorzuwerfen. Seitdem er in der ersten Werkstatt war läuft er nicht mehr. Jetzt ist er in einer anderen Werkstatt und die haben null Kompression gemessen und laufen tut er auch nicht. Wie in meiner letzten Nachricht schon geschrieben.
Und mhd blockiert keine Fehlercodes. Falls du nur zum meckern hier bist, kannst du es nebenbei auch direkt lassen. Danke
Beil Ölwechsel wird auch nichts entlüftet , also das kann schon nicht sein . Und selbst wenn Fehlerspeicher gelöscht wurde , gibt es noch Möglichkeit , sag ich Mal so ( kritische Fehler ) doch noch auslesen . Diese werden separat gespeichert und werden nicht gelöscht . Weis nicht genau der genauen Begriff dafür .
Ähnliche Themen
Selbst wenn sich eine gerissene Steuerkette geräuschlos in im unteren Bereich ablegen sollte fällt das veränderte Laufgeräusch auf, es fehlt die Modulation des Starters weil es keinen wechselnden Gegendruck mehr gibt.
Und das MSG erkennt, dass kein Signal vom Nockenwellensensor kommt....
Zitat:
@Pendlerrad schrieb am 8. Dezember 2024 um 18:23:23 Uhr:
Moin,
ich bin etwas verwundert über den Verlauf dieser Geschichte.
Wer einen getunten Motor nutzt sollte sich darüber im klaren sein, das selbst bei offiziellen Arbeiten in einer Niederlassung die Beweislast bei Motorausfall zunächst mal auf Seiten des Eigners liegt.Am Motor wurden unterschiedliche Arbeiten vorgenommen, ein Ölwechsel aber z. B. in der Beschreibung nicht erwähnt.
Das ist aus meiner Sicht ein wichtiges Detail, denn Ölfilter und Filtergehäuse kann man auch wechseln, ohne das Öl abzulassen.
Dann gab es Geräusche und der Motor wurde abgestellt.
Welche Mapnahmen wurden dann von wem unternommen, um den Motor wieder in Betrieb zu nehmen?Kompression Null auf allen 6 Zylindern ist für mich eine eher unmögliche Diagnose. Ventile auf allen Zylindern durch Ölfilterwechsel und Zündkerzentausch krumm? Na, das geht wohl so nicht auf...
Wenn der Kopf runter ist genügt es, ihn umzudrehen und Kraftstoff in die Brennräume zu füllen, bei undichten Ventilen läuft der durch. Dann kann man durch Ventilausbau klären, ob die Sitze verbrannt oder die Ventilschäfte verbogen sind.
Und jetzt wird eher nebenbei schon der Zustand der Lagerschalen abgefragt (?)
Hat denn die Folgewerkstatt einen Auftrag, den Motor auszubauen und komplett zu zerlegen?Danach gibt es für mich dann nur noch Neuaufbau oder Motor verschrotten.
Das wird eine teure Geschichte und möglicherweise wird der Fehler, der jetzt das Anspringen verhindert mit der Zerlegearbeit gar nicht lokalisiert.Gruß
Pendlerrad
Danke für die Nachricht.
Das mit dem Tuning ist immer so eine Geschichte das ist mir bewusst. Habe mir aber nicht gedacht, dass es bei so „kleinen“ arbeiten zu so einem Chaos kommen kann.
Ölwechsel sollte im gleichen Zug gemacht werden mit dem ölfiltergehäuse. Hatte dafür alles besorgt und war auch so besprochen.
Als der Motor dann nach dem starten die Geräusche gemacht hat wurde er direkt abgestellt und nicht wieder gestartet. Er wurde dann mit einem Hänger zur nächsten Werkstatt gefahren. Dort sollte dann eine Diagnose gemacht werden. Erste Diagnose war das mit der Kompression 0. das war aber für mich unerklärlich. Dann haben die erst den Motor aufgemacht und nach den zylinderwänden geschaut. Dort ist meine Info dass bei allen Zylindern ein Schaden entstanden ist. Nach Bildern werde ich morgen fragen. Das ist mein jetziger Stand.
Die Werkstatt hat einen offiziellen Auftrag, dass sie den Motor zerlegen sollen um alles zu überprüfen und eine genaue Diagnose zu stellen. Zufrieden bin ich aber nicht unbedingt, welche Infos ich bisher bekommen habe. Werde aber wie gesagt morgen persönlich nochmal hinfahren und nachhaken.
Gruß Marvin
Zitat:
@Pendlerrad schrieb am 8. Dezember 2024 um 18:33:46 Uhr:
Selbst wenn sich eine gerissene Steuerkette geräuschlos in im unteren Bereich ablegen sollte fällt das veränderte Laufgeräusch auf, es fehlt die Modulation des Starters weil es keinen wechselnden Gegendruck mehr gibt.
Und das MSG erkennt, dass kein Signal vom Nockenwellensensor kommt....
Uns beiden und auch einigen anderen ist das klar.
Aber was ich hier so lese lässt mich an vielen und vor allem Werkstätten zweifeln.
Oder mit dem Ablauf der Geschichte stimmt was nicht.
Denn ein Motor verliert nicht von jetzt auf gleich die Kompression.
Nur in gewissen Ausnahmefällen wie eben Kettenriss.
Aber das wäre bei der Kopfdemontage ja wohl auch dem Dämlichsten aufgefallen🙂
Zitat:
@Lexmaul23 schrieb am 8. Dezember 2024 um 18:55:18 Uhr:
Wieso macht man überhaupt einen Motor auf statt zu endoskopieren?
So lest sich mehr Geld Verdienen
So sieht es aus.
Viele haben aber auch kein gescheites Endoskop und ohne kannst das endoskopieren knicken.
Zitat:
@KapitaenLueck schrieb am 8. Dezember 2024 um 18:50:51 Uhr:
Zitat:
@Pendlerrad schrieb am 8. Dezember 2024 um 18:33:46 Uhr:
Selbst wenn sich eine gerissene Steuerkette geräuschlos in im unteren Bereich ablegen sollte fällt das veränderte Laufgeräusch auf, es fehlt die Modulation des Starters weil es keinen wechselnden Gegendruck mehr gibt.
Und das MSG erkennt, dass kein Signal vom Nockenwellensensor kommt....Uns beiden und auch einigen anderen ist das klar.
Aber was ich hier so lese lässt mich an vielen und vor allem Werkstätten zweifeln.
Oder mit dem Ablauf der Geschichte stimmt was nicht.
Denn ein Motor verliert nicht von jetzt auf gleich die Kompression.
Nur in gewissen Ausnahmefällen wie eben Kettenriss.
Aber das wäre bei der Kopfdemontage ja wohl auch dem Dämlichsten aufgefallen🙂
Ich habe versucht die Geschichte neutral eins zu eins wiederzugeben wie es abgelaufen ist, was anderes macht keinen Sinn. Ich habe aber leider bei der aktuellen Werkstatt auch so ein wenig das Gefühl, dass die sich nicht wirklich drum scheren und mich einfach überzeugen wollen, dass es ein Motorschaden ist und fertig. Obwohl ausgemacht ist, dass die nach dem öffnen vom Motor nach der genauen Ursache und weiteren Schäden schauen. Aber seriös finde ich das was mir bis jetzt mitgeteilt wurde nicht.
Eine Inspektion hat sich in Motorschaden verwandelt . Na ja.
Ich überzeuge mich immer wieder , wenn du gut haben möchtest, dann mach es selber . Weil wens schief läuft muss du keinen Schuldigen suchen
Ok, dann noch mal von vorn.
Bitte chronologisch, nur Fakten, keine Märchen und Auszuschmückungen, dafür mit Details.
z. B. so.
Fuhr auf der AB
Motor machte Geräusche
Fuhr in Werkstatt 1
Werkstatt 1 stellte fest???
usw. usf.
Wenn auf allen zylinder 0 kompression ist, dann kann doch nur bei hohen geschwindigkeiten die kette gerissen sein und dann hat einfach alles mit allen geküsst. ansonsten unmöglich
Der Kreuzschliff geht nicht weg wenn der Motor kurzzeitig trocken läuft.Das ist das Resultat von vielen tausend km schlechte Schmierung .Das Klackern könnte ein Lagerschaden sein .Diese sind als erstes dran bei Mangelschmierung.Also der Motor ist über längere Zeit schlecht geschmiert worden.Das ist klar.